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Klasse 8a stellt sich dem Live-Escape-Game

Es ist früh am Morgen des 21. Dezembers 2021. Nach und nach treffen immer mehr Schüler der Klasse 8a des Grimmelshausen Gymnasiums an der Bushaltestelle ein. Das Ziel: Ortenberg. Dort nimmt die ganze Klasse an einem Live-Escape-Game teil.

Nach einem kurzen Fußmarsch sind wir in den Weinbergen. Das Besondere ist, dass sich die ganze Klasse für die Outdoor-Variante entschieden hat. Nach 10 Minuten treffen die beiden Veranstalter ein und erklären uns den groben Ablauf. Wir bekommen erklärt, wie ein Funkgerät funktioniert und wie ein GPS-Gerät zu bedienen ist. Es werden Gruppen gebildet, die die Klasse selbst zusammenstellen darf. Der Countdown läuft, denn in 2 ½ Stunden muss die Aufgabe gelöst sein.

Die entführte Gruppe jedoch wird in ein Auto gesetzt und bekommt die Augen verbunden. Nach circa 3-5 Minuten Fahrtzeit steigen sie aus und werden in ein Gebäude geführt. Nun dürfen sie ihre Augenbinde abnehmen. Die Gruppe befindet sich in einem langen Flur. Dieser ist vollgestellt mit Bildern und außerdem führt eine Tür zu einem Büro. Einem Gruppenmitglied werden Hände und Füße gefesselt, um das Ganze zu erschweren. Um freizukommen, muss die Gruppe mehrere Tresore knacken, Computer über mehrere Kabel verbinden, Schlösser mit Hilfe eines Dietrich-Sets knacken und Kennwörter herausfinden. Beim Schlösser knacken hilft unsere Lehrerin erfolgreich.

Nun zu den anderen Gruppen. Die erste Gruppe findet ihren ersten Hinweis unter einer Bank in Form eines Fake-Apfels. Dieser Hinweis führt die Gruppe zu ihrem nächsten Ziel.

Ein weiterer Hinweis steckt in einem Dornbusch, da hat die Gruppe ihre nächsten Koordinaten. Doch auf dem Weg zur nächsten Station verlaufen sie sich. Sie funken einen der Veranstalter an, der hilft ihnen wieder auf den richtigen Weg. Als sie wieder auf den richtigen Weg kommen, finden sie in einem Steinhaufen den nächsten Hinweis. Dieser führt sie zum Schloss Ortenberg und dort müssen sie eine Schatulle öffnen. Die Gruppe genießt vor allem den schönen Ausblick. Anschließend werden sie zum Sportheim gerufen, indem die Entführten eingesperrt sind.

Die zweite Gruppe hat am Anfang etwas Schwierigkeiten, die richtige Richtung zu finden. Doch mit der Zeit haben sie den Dreh raus. Für das 1. Rätsel haben sie als Hilfsmittel eine Rolle, in der der nächste Hinweis versteckt ist. Den 2. Hinweis lösen sie während einer kleinen Essenspause. Diese Lösung hilft den Entführten weiter. Auf dem Weg zu der 3. Station verläuft sich auch diese Gruppe ein bisschen im Wald. Doch trotz allem finden sie den richtigen Weg. Das nächste Rätsel ist ein Bilderrätsel. Doch das kann die Gruppe nicht mehr lösen, denn sie werden von einem der Veranstalter angefunkt. Sie sollen ebenfalls zum Sportheim kommen.

Die dritte Gruppe ist die Sportgruppe. Einem Gruppenmitglied werden die Hände gefesselt. Die Gruppe ist sehr motiviert und kommt gut voran. Sie müssen vor allem Aufgaben lösen, die für andere Gruppen wichtig sind. Daher ist es extrem wichtig, dass diese Gruppe rechtzeitig ihre Aufgaben löst. So findet die Gruppe zum Beispiel die Schlüssel für ihre Handschellen und muss noch ein paar andere Aufgabe lösen. Doch am meisten müssen sie natürlich viel laufen und das natürlich so schnell wie möglich. Nach und nach wird die Gruppe langsamer und verläuft sich. Doch mithilfe von Google Maps finden sie wieder auf den richtigen Weg. Kurz danach wird die Sportgruppe auch zum Sportheim gerufen. Das Problem ist aber, dass sie ziemlich weit entfernt davon sind. Sie verlassen den eigentlichen Weg und kommen mithilfe von Google Maps mit reichlich Verspätung an.

Die vierte Gruppe hat an der ersten Station ein Handy bekommen. Doch dieses konnten sie nicht entsperren, da sie den Code nicht kennen. An der ersten Station findet die Gruppe dann die nächsten Koordinaten. Diese führen sie zur zweiten Station. Dort müssen sie eine Matheaufgabe lösen, um an die nächsten Koordinaten dranzukommen. Das nächste Ziel ist wieder in den Weinbergen. Dort finden sie einen Käfig sowie neue Koordinaten. Mit denen kommen sie zum Schloss Ortenberg. Dort findet die Gruppe versteckt in einem Golfball den nächsten Hinweis. Doch der Text kann von den Gruppenmitgliedern nicht gelesen werden. Er ist auf Plattdeutsch geschrieben. Mithilfe des Smartphones können sie den Text übersetzen. Heraus kam der Ort, an dem sich die Entführten befinden. Danke Google Maps sind sie dann als erste Gruppe am Sportheimheim angekommen. Doch leider können die Entführten nur von allen Gruppen gemeinsam befreit haben.

Nach und nach treffen zwei weitere Gruppen ein. Doch von der Sportgruppe ist noch nichts zu sehen. So lösen die Gruppen am Sportheim das Bilderrätsel, das die Gruppe zwei vorher noch nicht lösen konnte. Durch Lösen des Rätsels bekommt die „entführte“ Gruppe endlich die letzte Zahl eines Zahlencodes. In geknackten Tresor befand sich der Schlüssel mit dem sich die „entführte“ Gruppe befreien kann. Und die Gruppe draußen kann ebenfalls die Türe aufschließen. Damit war das Ziel erreicht.

Am Schluss haben wir zusammen noch ein Rückblick gemacht, bei dem jeder sagen durfte, was ihm gefallen hat. Auf dem Weg zurück zur Bushaltestelle und im Bus wurde natürlich noch viel über die einzelnen Aufgaben und Lösungen geredet. Das Geocaching war für unsere Klasse etwas ganz Besonderes. Wir haben gelernt zusammenzuhalten und uns gegenseitig zu unterstützen – auch unter Zeitdruck.

An dieser Stelle ein Dankeschön an die Stadt Offenburg, die diesen Ausflug finanziert hat. Die Klasse bedankt sich ebenfalls bei der (ehemaligen) Schulsozialarbeiterin Judith Fautz, die das Ganze organisiert hat und natürlich auch bei den beiden Veranstaltern. Es hat wirklich Spaß gemacht.

Text: Jana Haas Bilder: Spc

Theater! …. endlich mal wieder analog

Am 20. Januar besuchten die Deutsch-Leistungskurse der JS 2 das Theater Baden-Baden. Dort wurde Goethes „Faust I“ aufgeführt. Insgesamt sieben Schauspieler  setzten das Stück modern um:  Flackernde Lichter, Techno, Musik von Rammstein und Schattenspiel. Die Schauspieler trugen  alle schwarze Hosen und weiße Hemden, sodass die  Aufmerksamkeit der Zuschauer auf ihr Schauspiel gelenkt wurde. Mephisto war ein sehr eleganter Mann, der gerne eine Zigarette rauchte. Der Herr hingegen wurde komplett weggelassen. So fehlte der „Prolog im Himmel“ und der Schlusssatz „Sie ist gerettet!“.  Die Rückmeldung der Schüler war durchaus positiv: Spannende und moderne Inszenierung, minimalistisches Bühnenbild und interessante Musikwahl.

Text: Rosa Zink

10a im Kletterhimmel

Ausflug der 10a in die Kletterhalle Emmendingen
Kurz vor acht Uhr morgens am Bahnhof Offenburg. Immer mehr Schüler der Klasse 10a treffen auf dem kleinen Vorplatz ein. Die meisten mit müden Gesichtern, doch jeder mit deutlicher Vorfreude auf den bevorstehenden Ausflug.
Unser Ziel war das Kletterzentrum Emmendingen, in dem wir unseren Tag zusammen mit unseren Klassenlehrerinnen Frau Scheller und Frau Exl verbringen würden. Auf dem Hinweg herrschten bereits rege Unterhaltungen und Gelächter. Die Stimmung würde im Laufe des Tages jedoch noch besser werden. Angekommen in Emmendingen und nach einem kurzen Fußmarsch zum Kletterzentrum begann der große Spaß an den Kletterwänden. Im ersten Teil sollten wir uns rein auf das Bouldern konzentrieren und konnten selbst ausprobieren, was uns gefällt. Während manche ihren Ehrgeiz entdeckten, vollführten andere Turnübungen auf den weichen Matten oder lieferten sich ein Duell am Tischkicker. Die Halle war erfüllt von Gelächter und Freude. Schon nach kurzer Zeit merkte man, wie sehr eine schöne Unternehmung hilft die Menschen, welche man tagtäglich um sich hat, außerhalb der Schule richtig kennen zu lernen.

Nach der Mittagspause kam ein Trainer, um mit uns an den hohen Wänden zu klettern. Nach einer Einweisung und Zeit, um zu üben, ging es dann in den Abentueuergarten. Nach mehreren persönlichen Herausforderungen und viel Spaß, hatten wir als letztes eine Aufgabe als Klasse zu bestehen. Unter großem Jubel und Anfreuerungsschreien meisterten wir diese mit Bravour.

Nicht nur, dass wir stolz auf uns waren und das größte Vergnügen hatten, wir wurden durch diese Aufgaben auch zusammengeschweißt. Dieses neue Gefühl einer Zusammengehörigkeit tragen wir nun in das Wochenende und die kommenden Wochen hinein. Nach so langer Zeit zu Hause und ohne richtigen Umgang mit anderen Menschen, tat dieser Tag uns allen sehr gut. Außerdem hatte jeder seinen persönlichen Platz gefunden und war eines der Rädchen im gesamten Uhrwerk. Dieses Event wurde durch den Einsatz unserer Schulsozialarbeiterin Frau Fautz und durch die Förderung „Aufholen nach Corona“ der Stadt Offenburg möglich gemacht.Vielen Dank für das Ermöglichen!

Text: Madeleine Zöller Fotos: Sophie Scheller

„Lesen IST eine Welt im Kopf“

Erfolgreiche Teilnahme beim Wettbewerb „Wortartist 2021“ von Stadtlesen

Die Aktion Stadtlesen hat es sich zum Ziel gemacht dem Buchlesen eine Bühne zu bieten und den Menschen ihre oft verloren gegangene Phantasie zurückzubringen. Die Aktion tourt in diesem Jahr zum dreizehnten Mal von Ende April bis Mitte Oktober durch insgesamt 28 ausgewählte Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für Offenburg stellt die Teilnahme eine besondere Ehre dar, denn die Austragungsstädte wurden aus 262 nominierten Städten ausgewählt!

Link zu Stadtlesen: https://www.stadtlesen.com/lesestaedte/offenburg-2/

Die Aktion Stadtlesen fand in Offenburg vom 15. Bis 18 Juli unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Steffens und unter der Partnerschaft der Markant AG statt. Neben der Vorstellung von Büchern und Lesungen sind auch Schreibwettbewerbe für alle Altersklassen von ErstklässlerInnen bis hin zu AbiturientInnen fester Bestandteil der Aktion. Dieses Jahr konnten SchülerInnen bis zum 25. Juni Texte zum Thema „Was bedeutet Glück für mich“ einreichen. Genre und Textgattung waren dabei völlig frei – getreu der Idee von Stadtlesen: „Frei, wie der Geist der Phantasie der Anwärter des Wortartisten sein soll“

Die Preisverleihung fand am Donnerstag nach der offiziellen Eröffnung bei StadtLesen um 18.00 Uhr am Marktplatz in Offenburg statt. Vor vollbesetzten Zuschauerplätzen konnten die diesjährigen Gewinner des Schreibwettbewerbs „Wortartist“ ihre Texte präsentieren. Zwei Grimmels-SchülerInnen durften sich dabei besonders freuen:

1. Platz: Katharina Lux, 9a Grimmelshausen Gymnasium

3. Platz: Finn Bergmann, 8a Grimmelshausen-Gymnasium

Unter folgenem Link geht es zum Bericht der badischen Zeitung :

https://www.badische-zeitung.de/kleine-und-grosse-augenblicke-des-gluecks–203446327.html

Text: Rsn Bilder: Stadtlesen, Fam. Lux

Ein Abschiedsgeschenk für die Schulgemeinschaft

Der Biologie-Neigungskurs des Abiturjahrganges 2021 verabschiedet sich mit einem besonderen Geschenk vom Grimmels. In den letzten Stunden haben die KursteilnehmerInnen mit viel Planungsarbeit, Kreativität und handwerklichem Geschick gemeinsam mit dem Kurslehrer Rosenkranz die Ausstellungsschränke der Biologie von Grund auf erneuert.

Der Biologie-Neingungskurs 2021 vor den neu gestalteten Vitrinenschränken

Als ältestes Gymnasium in Offenburg besitzt das Grimmels in der Sammlung der Biologie viele Kuriösitäten und interessante Exponate. Dank der neuen Beleuchtung und der farbigen Hintergründe kommen die Ausstellungsstücke nun besser zur Geltung und können von den SchülerInnen des Grimmels im Schulflur besichtigt werden.

Die Exponate wurden nach Lebensräumen und Lehrplanthemen geordnet und für die SchülerInnen gut lesbar beschriftet.

Viel Lob von der Grimmels-Schulgemeinschaft erntete der Neigungskurs bereits während der Umbauarbeiten. In jeder Pause versammelten sich neugierige SchülerInnen und bestaunten die Fortschritte. Zusammen mit dem neuen Informationsmonitor und einer Ausstellungsfläche für Plakate und Schüleraktivitäten wertet die Biologieausstellung den Schulflur im Obergeschoss deutlich auf.

Die Ausstellung bringt Farbe und Licht in den Schulflur.

Text & Fotos: Rsn

MUSIKALISCHE WEIHNACHTEN

Das Grimmels stimmt sich auf Weihnachten ein: Am vergangenen Dienstag fand in der evangelischen Stadtkirche Offenburg das traditionelle Weihnachtskonzert statt. Sowohl Unter- und Mittelstufe als auch Oberstufenschüler und ein kleiner Lehrerchor beteiligten sich unter Leitung dreier Musiklehrerinnen daran, die Zuhörergemeinde in der vollgepackten Kirche in Feststimmung zu versetzen.

Dass eine friedliche Weihnacht keine Selbstverständlichkeit und unser Globus keine „Marshmallow World“ ist, um es mit einem von der Unterstufen-Bigband gespielten Titel zu sagen, darauf wies Schulleiterin Frau Self-Prédhumeau in ihrer Begrüßung hin. Sie gedachte der Opfer des Terror-Anschlags in Straßburg vor einigen Tagen und verband dies mit nachdrücklichen Wünschen für ein friedliches Fest für alle Menschen.

Eröffnet wurde das Konzert vom Ensemble der Unterstufe ganz klassisch mit Ouvertüre, La Réjouissance und Menuett von G.F. Händel. Abgerundet wurde dieser festliche Auftakt mit der Gavotte von J.S. Bach. Die Sehnsucht nach Licht, Wärme und Mitmenschlichkeit waren die Themen in der Darbietung des Chores der Unterstufe unter der Leitung von Birgit Rombach. Eine moderne Herbergssuche wurde eingerahmt von einigen Advents-Liedern. Die Big Band der Unterstufe unter der Leitung von Teresa Grebenstein entfaltete mit “Doctor No-el“, “Have Yourself a Little Christmas“ und “A Marshmallow World“ einen vollen und dynamischen Bläserklang. Den solistischen Höhepunkt lieferten dann Caroline Zolg (Fagott) und Leonie Schulz (Klavier), die das weniger bekannte Fagott-Konzert in e-Moll Vivaldis im guten Zusammenspiel souverän interpretierten, gefolgt vom Orchester der Mittel- und Oberstufe unter der Leitung von Angela Bruder-May, das mit Werken von Bach (Badinerie) und Schubert (Andante der Sinfonie Nr. 5) den Raum stimmungsvoll ausfüllte.

Mit der bangen Frage “Can Santa make it through tonight?“ zogen die klaren Stimmen des Mittel- und Oberstufen-Chors (Leitung Birgit Rombach) die Zuhörer in beschwingte Gefilde, ergänzt vom hoffnungsvollen “I see a star“ und „Im Dunkel naht die Weihnacht“, Lieder, die der Lehrerchor mitgestaltete. Durch Adventslieder aus dem klassischen Repertoire, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Maria durch ein Dornwald ging“, setzte der Chor einen traditionellen A-Capella-Akzent.

Jazzig rundete die Big Band der Mittel- und Oberstufe (Leitung Teresa Grebenstein) mit „The Little Drummer Boy“ und „Jazzin’ the World“ das durchweg niveauvolle Konzert ab, nicht ohne mit “Let It Snow!“ noch eine letzte dringende Bitte an den Weihnachtsmann zu formulieren.

Der große Applaus honorierte zu Recht die hohe Qualität der Weihnachtsmusik, die die drei Lehrerinnen mit ihrer intensiven Vorarbeit erreichen konnten. „Hört der Engel helle Lieder“ – mit einem kräftigen gemeinsamen Finale zeigte das Publikum seinen Dank auch sängerisch.


Text: B. Rombach und M. Steen-Tolle


Fotos: J. End

Projekt im Schulgarten

Seit Beginn des Schuljahres 2018/2019 kann im Schulgarten des Grimmelshausen-Gymnasiums Offenburg in einem Hochbeet gegärtnert werden. Die Schulsozialarbeiterin startete mit zwei kleinen Gruppen von je sechs Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen das Projekt „Kids im Garten“.  Über einen Zeitraum von einigen Wochen trafen sich die Kinder mit der Schulsozialarbeiterin, um im Schulgarten ein Hochbeet aufzubauen und zu bepflanzen. Die Kinder zeigten viel handwerkliches Geschick und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Akkuschrauber, Hammer und Gartengeräten. Nach dem Aufbau konnte dann die eigentliche Gartenarbeit beginnen. Mit viel Eifer wurde das Hochbeet mit Zweigen, Kompost, Laub und Erde gefüllt, so dass schließlich Feldsalat und Rucola ausgesät werden konnten.

Unterstützt wurde das Projekt von der Stadt Offenburg im Rahmen des Förderprogramms „Gesund aufwachsen und leben in Offenburg“. In diesem Jahr wurden Projekte zum Thema „Achtsamkeit“ gefördert.

Da die Kinder sehr viel Freude an der Arbeit im Freien und im Schulgarten hatten, wurde das Projekt erweitert und kann nun als Natur-AG weitergeführt werden.

Text und Fotos:  J. Fautz

 

Smartphone lässt Gutenberg staunen

Die Junge Theaterakademie Offenburg hat am 6., 7. und 8. Dezember 2018 die Eigenproduktion „Gutenbergs Traum – Die Vernetzung der Welt“, ein Gemeinschaftsprojekt des Theater am Grimmels, der HLSOG und der Stadt Offenburg, im Salmen auf die Bühne gebracht.   Auszüge aus den Presseartikeln:   Badische Zeitung 08.12.2018: Junge Theaterakademie Offenburg führt „Gutenbergs Traum“ auf / Stärke des Stücks liegt im Bezug zur Offenburger Geschichte. Buchdrucker Johannes Gutenberg als Zeitreisender in Offenburg – das ist der Stoff, aus dem die Junge Theaterakademie Offenburg ihr diesjähriges Stück „Gutenbergs Traum – Die Vernetzung der Welt“ erarbeitet hat. Am Donnerstagabend war Premiere im – selbstverständlich voll besetzten – Salmen. […] Die Stärke des zweistündigen Theaterabends liegt in seinem klaren Bezug zur Offenburger Geschichte und im großen, spürbar echten Engagement der Akteure. […] Ein ebenso lehrreicher wie unterhaltsamer Theaterabend, bei dem sich wieder einmal die Kooperation mit den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen als Glücksgriff erwiesen hat: Durch die aufwändigen Kostüme ist auch für die jüngsten im Publikum immer sofort klar, in welcher Zeit eine Szene spielt. Das Premierenpublikum war zu Recht begeistert von diesem leidenschaftlichen Theaterabend. Vollständiger Pressebericht von J. Eiland-Jung: http://www.badische-zeitung.de/offenburg/smartphone-laesst-gutenberg-staunen–161535630.html   Offenburger Tageblatt, 08.12.2018: Der Pionier als zweifelnder Geist – Junge Theaterakademie inszenierte „Gutenbergs Traum“ Die Plätze wurden knapp bei der Premiere von »Gutenbergs Traum«, den die Junge Theaterakademie des Grimmelshausen-Gymnasiums im Salmen aufführte. Das von Theaterleiter Paul Barone und den mitspielenden Schülern entwickelte Stück war ein Appell an die eigene Verantwortung. Vollständiger Pressebericht von B. Kühne: https://www.bo.de/lokales/offenburg/junge-theaterakademie-inszenierte-gutenbergs-traum   Fotos: P. Barone-Wagener

Grimmels Theater-AG präsentierte Komödie von Grabbe

Im Salmen präsentierte die Theater-AG der Oberstufe des Grimmelshausen-Gymnasiums am 16. und 17. November die Komödie „Scherze, Spaß und tieferer Sinn“ nach Christian Dietrich Grabbe, der ein Zeitgenosse Büchners und Vertreter des realistischen Dramas im 19. Jahrhundert war. Es sei ein Theaterstück mit einem „desillusionierenden, pessimistischen Weltbild als Basis“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Christian Haist, als er den Abend der zweiten Aufführung mit einer Rede initiiert. So muss es wohl auch vom Autor beabsichtigt sein, der die Welt erbarmungslos als „mittelmäßiges Lustspiel“ beschreibt und in den Gegensatz stellt zum klassischen, idyllischen Weltbild seiner Zeit. Trotz allem wird dem Zuschauer schnell klar: Er darf gespannt sein auf einen Abend reich an Sarkasmus, Figuren, die aus ihrer Rolle fallen und alldem voran: Humor. Eingeleitet wird das Stück mit spielerisch melancholischen Klängen des Rondo Veneziano, welche sich kontinuierlich durch die gesamte Vorstellung ziehen werden. Das Publikum blickt auf die reglose Frau Konrad (Ana Marija Dimoska), die, eingewickelt in eine grüne Decke, im Zentrum der Bühne liegt. Langsam erwacht sie und nimmt sich der Zuschauer an, um sie in die zahlreichen Protagonisten des Stücks einzuführen. An Vielfalt mangelt es diesen keineswegs: Von einer feinen Gesellschaft über Liebhaber, Schulmeister und nicht zuletzt den Teufel höchstpersönlich wird eine Bandbreite an Charakteren angeboten, die jedoch im Laufe des Stücks ausnahmslos parodiert werden sollen. Hansjörg Haaser, Leiter der Theater-AG, beschränkt sich in dieser weiteren, sehr gelungenen Inszenierung auf eine schlicht gehaltene Kulisse, was den Figuren genügend Platz gibt, sich zu entfalten. In einer fraglichen Welt dient Parodie hier also als Werkzeug, menschliche Schwäche zu enttarnen und sie gleichzeitig zu legitimieren. Es entwickelt sich Sympathie, nicht nur für die erfolglose Dichterin (Céline Ens) oder den unglücklich Verliebten, sondern auch für die jungen Teufel (Emilija Nikolovska und Magali Héluin), die auf der kalten Erde zum Frieren verdammt sind, da in der Hölle gerade geputzt wird. In diesem Zusammenhang sind auch die Bäuerin Katharina (Olivia Marie Seidt) und ihre vorgeblich hochbegabte Tochter Elke (Rebekka May) zu betrachten, als letztere bei der trinksüchtigen Schulmeisterin (Emilia Herzog) unter Bestechung in Unterricht gegeben wird. Im Zentrum der feinen Gesellschaft steht Liddy (Noémie Bruhier), die Nichte der Gräfin (Nancy Rohrbach), die mit dem geldgierigen Herrn von Wernthal verlobt ist, vom Adligen Freiherrn von Mordax begehrt, doch einzig vom hässlichen Herrn Mollfels (humorvoll von Alexander Rummel) geliebt wird. Letztlich findet das Publikum vier Wissenschaftler vor, die den Untergang der Welt prophezeien und sich deshalb ständig metaphorisch mit einem Stein den Kopf zerbrechen. Diverse Literaturreferenzen, sogenannte Verfremdungseffekte (der Zuschauer wird direkt angesprochen) und zahlreiche Wortspiele runden dieses Szenario gekonnt ab und animieren das Publikum, in all den Scherzen den tieferen Sinn zu suchen, scheinbar zu „suchen, was gar nicht vorhanden ist“. Oder etwa doch? Immerwährend lässt der Autor diesen tieferen Sinn der Dinge anklingen und spinnt damit ein Gedankennetz aus Schicksal, Literatur, Gier und Gedankenlosigkeit sowie vielen anderen Impulsen. Vieles kritisiert er, doch kommt sein Werk zu einem hingebungsvollen Urteil, das für die Menschen plädiert „die Liebe ist´s“. Auch auf visueller Ebene wird der Zuschauer nicht enttäuscht. Die unter der Leitung Silke Herberts, ebenfalls Lehrerin am Grimmels, toll gestalteten Kostüme sowie die Maske unterstützen ausdrucksstark die Aussagekraft der Charaktere. Im Hintergrund wird zudem zu jeder Szene ein passendes Bild projiziert. Neben der Musik wird auch mit einer Stimme aus dem Off gearbeitet. Nach der Pause spitzt sich die Handlung des Stückes zu. So veranstaltet die Schulmeisterin zunächst ein großes Saufgelage, das sich, authentisch gespielt, im Publikum großer Beliebtheit erfreut. Im düsteren Wald erreicht das Geschehen schließlich seinen Höhepunkt. Nachdem das Dorf erfährt, welch abgekartetes Spiel die zwei Freier Wernthal (Maxim-Alexander Thoma) und von Mordax (Publikumsliebling Amelie Börsig) spielen, mobilisiert es alle Mitglieder, um der unglücklichen Liddy aus der Patsche zu helfen. In einem eindrucksvollen Tanz werden die beiden Bösewichte schließlich vertrieben und Liddy heiratet endlich ihren Herrn Mollfels. Der allerletzte Auftritt gebührt dem Dichter selbst („der vermaledeite Grabbe“, gespielt von Benedikt Albert), der mit einer Laterne in der Hand die Bühne betritt, fast so, als bringe er selbst etwas Licht in diese von ihm so ungnädig angesehene Welt.

Text: J. Vaternam

Fotos: J. End