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Sommerkonzert 2026 – Eine musikalische Reise nach Frankreich      

„Je ne parle pas français, aber bitte, sprich weiter… » sangen die Schülerinnen und Schüler des Grimmelshausen Gymnasium beim Hinaufsteigen auf die Bühne des Schillersaals am Donnerstagabend. Das Grimmels-Sommerkonzert stand dieses Jahr unter dem Motto „Frankreich“ und begeisterte mit einer gelungenen Auswahl an französischen Liedern und Kompositionen.  

Schulleiter Wilfrid Arens freute sich über den besonders großen Unterstufenchor auf der Bühne. Das Wahlpflichtfach im künstlerischen Bereich, welches im Zuge der Schulreform mit G9 eingeführt wurde, stärke die Musik und auch die Theaterarbeit an der Schule, so Arens. „Und Musik verbindet, auch über die Grenzen von Sprache. Die Altersstufen wachsen beim gemeinsamen Musizieren zusammen.“

Der Unterstufen-Chor sang mit hellen Stimmen „Le temps de l’amour“ von Francoise Hardy und « Vois sur ton chemin », bekannt aus dem französischen Film „Les Choristes“, fein geführt von Musiklehrerin Hanna Schmal. Dann stieg Damian Schillinger mit seinem Saxofon auf die Bühne und begleitete ein fetziges „Je veux“ von Zaz. Die jüngeren Musiker aus der Unterstufen-Combo und die Älteren aus der BigBand, unter der Leitung von Andreas Rückert, begeisterten mit verschiedenen Grooves französischer Komponisten, darunter auch Georges Bizet. Die Mischung aus Schlagzeug, E-Gitarren, Bläsern und Marimbaphonen sorgte für Stimmung im Saal und bekam viel Applaus. Die fünf Schülerinnen und Schüler, die gerade im Abitur sind, bekamen einen Extra-Applaus.

Das Grimmels-Orchester unter der Leitung von Angela Bruder-May interpretierte zwei Kompositionen aus der Bühnenmusik zu Alphonse Daudets Tragödie „L’Arlésienne“ von Georges Bizet. Auch hier setzte das Marimbaphon, gespielt von Maxim Nenninger, schöne Akzente zum Zusammenspiel von Holzbläsern und Streichern. „Les Misérables“ von Claude-Michel Schönberg rundeten den Orchester-Beitrag ab. Auch hier gab es viel verdienten Applaus. Den Lehrerinnen und Lehrern der Musikfachschaft gelingt es die verschiedenen Ensembles zu einem gelungenen Zusammenspiel und -Singen zu bringen und dabei immer auch einzelne Stimmen oder Instrumente mit Soli hervorzuheben. Man sieht den Schülerinnen und Schülern die Freude an der Musik an. Mit seiner klaren gefühlvollen Tenorstimme sang Jonathan Busam zum Ende des Konzerts „Comme d’habitude“ von Claude Francois und Gilles Thibaut, fein unterlegt von Sopran-Solo Anouk Guénégo. „La Mer“ von Charles Trenet machte Lust auf Sommer und Urlaub am Meer, insbesondere bei den derzeitigen hochsommerlichen Temperaturen.

Hinter der Sommerkonzert-Aufführung steckt viel intensive Probenarbeit, auch bei der jährlichen Fahrt zur Musikakademie in Ochsenhausen. Die Elternschaft bedankte sich bei den Lehrkräften mit einem Blumenstrauß. Christian Haist, stellvertretender Schulleiter, ist gespannt, welches Land wohl nach Italien und Frankreich nächstes Jahr auf dem Programm steht.

Text: C. Bruhier Fotos: Rsn & Bruhier

Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums Offenburg, 16. Dezember 2025

Drei große Gemälde mit großen Kreuzen hinter dem Altar, wie bunte Fahnen großer Länder, deren Farben ineinandergelaufen sind, sehe ich, als ich die evangelische Stadtkirche betrete. Neben dem aufgeschlagenen Evangeliar auf dem Altar (das Vaterunser nach Matthäus) weist nur ein Christstern auf das baldige Weihnachtsfest, davor herumlaufende Kinder auf das baldige Weihnachtskonzert unserer Schule.

Ich setze mich seitlich in eine Bank und mache mir für den gewünschten Beitrag Notizen. Das Stimmen der Instrumente wird noch von den Stimmen der jüngeren Schüler übertönt, die in Grimmelsshirts erschienen sind, uns Älteren wurde ein „So-schwarz-wie-möglich“ verordnet. Ein paar Eltern sitzen bereits in den Bänken und warten geduldig auf den Beginn in einer guten Stunde. Der Unterstufenchor läuft zur Probe in den Altarraum und wieder zurück auf die Plätze. Eltern winken ihren Schützlingen zu und sie ihnen. Erst jetzt nehme ich einen illuminierten Weihnachtsstern wahr, der meterhoch über dem Altar leuchtet. Eine Querflötenmelodie schallt aus der Sakristei. Dann proben Orchester und der Gesamtchor. Die Musik dämpft die Nebengeräusche. Ein kurzes Lob zwischendurch, und der Choral erklingt noch einmal so inbrünstig. Auch Lehrerchor, da bin ich dabei, und Oberstufenkurse singen sich ein. Eine Schülerin braucht noch Noten, die Kleinsten sind mittlerweile wieder die Lautesten.

Viertel nach Sechs: Die vorderen Bänke sind längst belegt, ein Schlagzeug ertönt. Ein Junge hinter mir telefoniert, später wird er ermahnt – frühe Eltern in den Bänken tippen noch letzte Nachrichten in ihre mobilen Geräte, bevor sie während des Konzertes von der Außenwelt abgeschnitten sein werden. Immer rascher füllt jetzt sich das Kirchenschiff, Groß und Klein läuft hin und her, Kinder drängen in die Gänge, um ihre Eltern zu begrüßen, selten so freudig wie heute Abend, hier ein Küsschen für Oma, dort eine Umarmung für Opa. Manch bekanntes Gesicht taucht auf, Eltern, auch ehemalige Schüler, Angehörige der Angehörigen. Die Grimmelsfamilie ist weit, doch man ist sich bekannt. Die Musiklehrer schlendern entspannt durch die Gänge im Wissen, dass alles gut werden wird. Der Geräuschpegel ist nun so, dass die Kinder die Namen ihrer Mitschüler schreien müssen, um Gehör zu finden. Ein Vater telefoniert. Eine Mutter winkt. Sogar die Empore ist belegt, wie ich bemerke. Anderen dient das Telefon bereits als Fotoapparat. Die Gänge leeren sich, das Licht erlischt. Beginnt es nun? Wieder wird es hell, jetzt aber nur noch am Altar. Man klatscht.

Unsere vier Musiklehrer beginnen mit einer Arie von Telemann: Hanna Schmal singt mit sehr zartem Ausdruck, im Mittelteil lässt sie die Schmerzen mit einer chromatischen Tonleiter fühlbar werden. Ihren Sopran umspielt fragend und antwortend die Violine von Angela Bruder-May, genau im Takt bilden Andreas Rückert mit seinem Fagott und Erwin Meyer am Klavier das Bassfundament. Auf das Ende, wie ein Hauch, folgt laute Anerkennung der längst ruhig gewordenen Anwesenden.

Herr Arens grüßt die Schulgemeinschaft. Er dankt der evangelischen Kirchengemeinde, den Musiklehrern. Er zitiert Claudius, wünscht in seiner Ansprache, dass wie das Licht von Weihnachten unser Grimmelshausengymnasium als Europaschule in die Welt strahle, nur Toleranz und Menschlichkeit ermöglichten ein friedliches Zusammenleben; dafür stehe auch unsere Schülerschaft, die insgesamt fünfzehn verschiedene Staatsbürgerschaften aufweise, ein Viertel habe Migrationshintergrund.

Die Unterstufen-Combo von Andreas Rückert ist der nächste Programmpunkt: Nach kurzem, vorsichtigem Abtasten kommt die Gruppe in Schwung und präsentiert drei Weihnachtslieder. Die marschartig arrangierte Melodie von „Kling Glöckchen“ wird durch zauberhafte Glitzerklänge durchbrochen; „Rock My Soul“ zeigt dann, was so eine Band eben ausmacht. Begeisterte Hände spenden Applaus. Geübte Hände bauen für den nächsten Block um.

Auch das Unterstufenorchester fühlt sich bei seinen vier Liedern immer wohler und wächst mehr und mehr zusammen, je länger sie spielen. Angela Bruder-May hat alles im Griff. Die Bläser mit einem Cello erhalten für ihren bravourösen Beitrag gebührenden Beifall.

Als ob sie es geübt hätten, marschiert der Unterstufenchor unter Hanna Schmal auf, derweil präludiert Erwin Meyer dezent auf dem Klavier. Kaum sind sie da, schon geht es los: Französische und englischsprachige Weihnachtslieder stehen auf dem Programm. Alle sind konzentriert bei der Sache. Solistengruppen von Mädchen wie Jungs wechseln mit dem Chor ab. Beim letzten Lied setzt sich die Chorleiterin zur Seite, der Sechstklässler Raphael Fien zeigt, nur vom Klavier begleitet, sein Können in einem Solo, darauf singt der Chor zunächst im pianissimo, dann zuversichtlicher den Schnee herbei. Große Begeisterung.

Die Musikbasisfächer der Oberstufe lassen mit weihnachtlichem Schwung Mary’s Boychild hochleben. Die Instrumentalisten bleiben vorne für die Bigband, die am Marimbaphon von einem Achtklässler ergänzt wird. Das erste Stück nach einer Nummer aus Tschaikowskys Nussknacker ist mit viel Blech über jeden Kitschverdacht erhaben, Maxim Nenninger brilliert dabei mit einem Soloeinsatz am genannten Instrument. Das letzte Stück „Joshua“ beeindruckt mich mit seiner markant absteigenden Tonfolge am Beginn. Der folgende Jubel zeigt, dass ich wohl nicht der einzige bin.

Der Lehrerchor. Herr Engert gibt mir geduldig den Ton, doch erst, als wir das Lied begonnen haben, erwische ich ihn richtig: Ein A-Capella-Kirchenlied aus dem Amerika des 19. Jahrhunderts, dann ein vierstimmiger Choral aus dem Wittenberg des 16. Jahrhunderts. Das Klatschen belohnt uns heute so für das, was wir amateurhaft können, wie uns keines je für das belohnt, was wir professionell können.

Ein besonderer Höhepunkt bei den alljährlichen Weihnachtskonzerten unserer Schule stellt für mich das Orchester dar. Im vergangenen Jahr kam ein Satz einer Beethovensymphonie zum Erklingen, diesmal drei bekannte Werke Bachs. Die reiche Streicherschaft mit bunten Holzbläsern gibt unter Leitung von Angela Bruder-May die pastorale Eingangssinfonia aus der zweiten Weihnachtsoratoriumskantate. Gebannt schauen die Fünftklässler in den Bänken auf ihre älteren Mitschüler an den Instrumenten. Die Jüngste, Leni Raus aus Klasse 6, beherrscht eindrucksvoll ihr Cello; mit sicherer Hand meistert sie alle Lagenwechsel. Dann Menuett und Badinerie aus der zweiten Orchestersuite. Applaus und große Anerkennung.

Beim gemeinsamen Lied aller Teilnehmer und Besucher sehe und höre ich viel von der Weihnachtsbotschaft. Eltern neben ihren Kindern schauen sich beim Glo-o-o-o-o-o-oria-Singen selig an, manch mundfauler Schüler bewegt die Lippen und jubelt mit. Die Botschaft kommt an.

Der große Chor von Erwin Meyer füllt die Gesamtzahl der Mitwirkenden an diesem Konzert auf einhundertsechzig an, fast ein Drittel der gesamten Schule nimmt teil. Die Lieder in verschiedenen Sprachen werden durch Zwischenspiele des Klaviers verbunden, solistische Gruppen wechseln mit dem Gesamtchor ab, Englisch mit Deutsch, Französisch mit Russisch. Mal marschiert eine Melodie von Händel durch den Stall von Bethlehem, mal geht (dieses Jahr die Solopartien ergreifend von Jonathan Busam, Fynn Stumm und Paula Raus gesungen) Maria durch einen Dornwald. Die offenbar harten persönlichen Erfahrungen des Dichters von „Weihnachten mal anders, ohne Hass und Streit“ kontrastieren mit „Weihnachten ist wunderbar“. Muttersprachler berühren uns und offensichtlich auch sich mit russischen und französischen Weihnachtsliedern, mit gesungenen Weihnachtsgrüßen in vielerlei Sprachen unserer bunten Welt (fast wie weiland der Papst). Ein solistisches Quartett, zu den eben genannten tritt Mattia Catini, röstet im letzten Lied Kastanien im Feuer, der Chor setzt ein. Großer Beifall.

Das Schlussstück: Orchester und alle Chöre versammeln sich vorne. Hanna Schmal leitet das große Ensemble, Angela Bruder-May verstärkt mit ihrer Violine, Andreas Rückert mit seinem Fagott das Orchester, Erwin Meyer mit seiner Stimme den Chor. Aus einer Bachkantate: Das Orchester mit lieblich-pastoralen Triolen umrahmt den schlichten Choralsatz der Sänger – oder umrahmt der Choralsatz das Orchester? Ich stehe in der letzten Reihe und versuche, die Basslinie zu treffen. Herr Engert vor mir leitet mich auf den rechten Weg. Die letzte Zeile gesungen, lausche ich den ausklingenden Triolen der Instrumente, bis sie von Hanna Schmal sanft gebremst enden.

Dankbar nehmen wir Akteure die Freude auf, die wir mit unseren weihnachtlichen Liedern geschenkt haben. Dankbar sind wir alle, dass wir heute Abend hier teilgenommen haben. Dankbar schenkt Herr Alender vom Elternbeirat unseren vier Musiklehrern Blumengestecke groß wie kleine Weihnachtsbäume – das Fest kann kommen.

Text: Daniel Adler Fotos: Rsn

Ciao Bello!

Sehnsucht – Freude – Melancholie. Die Musiker des Grimmelshausen-Gymnasiums entführten am 5. Juni mit ihrem Frühlingskonzert die Zuhörer im Schillersaal nachItalien und nahmen sie mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Und das Publikum war begeistert.

Noch bevor Schulleiter Herr Arens die Gäste im Schillersaal begrüßte, stimmte die Unterstufen-Combo (Leitung: Andreas Rückert) mit lässigen Grooves von Eckardt Vogel (Zum Ersten; Jazz & Latin; Cadiz) das Publikum auf den Abend ein. Schon hier wurde klar, dass es ein besonderer werden würde, denn die Vorstellung der aus Fünft- und Sechstklässlern zusammengestellten Gruppe zeigte, welch erstaunliche Entwicklung sie bereits genommen haben. Klare, kraftvolle, harmonierende Bläser; schöne Keyboardklänge; ein cooles Zusammenspiel von Marimbaphon und Gitarre und nicht zuletzt ein Schlagzeug, das auch den Letzten aus seiner Reserve lockte. Diese junge Truppe eröffnete nicht nur glänzend den Abend, sondern stimmte sehr erwartungsvoll, was in Zukunft noch von ihr zu hören sein wird.

Das „klassische“ Pendant zur Combo bildet das Unterstufen-Ensemble (Leitung: Angela Bruder-May). Mit seinen „Melodien aus Italien“ (Capricio Italiano; Santa Lucia; La donna è mobile; Bella Bimba; Tiritomba und Funiculi – Funicola) leitete es das italienische Lebensgefühl ein. Schöne Läufe der Holzbläser, ein harmonierendes Ensemble und die vielen eingängigen Melodien beschwingten die Herzen aller. Es war das gelungene Vorspiel für das große Orchester (Leitung: Angela Bruder-May).

Und was für ein Beginn mit Ennio Morricones Chi Mai! Allein die großartigen ersten Geigenklänge sorgten für Gänsehaut. Dazu die wunderbar tragenden Celli und Bratschen, welche immer wieder die Violinen und Bläser auf ihnen emporschwingen ließen. Wie ein schmerzhafter Aufschrei im Anblick des in die Tiefen führenden Fagott. Bei der Danza Rustica dann die Partien isoliert, miteinander sprechend, sich gegenseitig zum Tanze auffordernd. Doch den Höhepunkt bildete die Danza Bergamasca – ein synkopischer Tanz über der Kadenz. Mal flatternd, mal gegenläufig gemeinsam aufsteigend. Ein glänzendes Zusammenspiel, das nach den finalen Streicherkaskaden seinen Schlusspunkt in einem tiefen vereinten Ton fand.

Mit dem Auftritt der Big-Band (Leitung: Andreas Rückert) wurde der Italienaufenthalt kurzzeitig unterbrochen, stattdessen flog man durch die unterschiedlichsten Genres der Musik: Ob Filmmusik (Avengers), Swing (Fly me to the moon), Salsa / Latin-Jazz (Sabor de Cuba) oder Soul (Sunny). Die Musiker rissen das Publikum sofort mit, begeisterten durch ein perfekt arrangiertes Zusammenspiel und beeindruckende Soli. Gerade beim vielschichtigen Sabor de Cuba war dies besonders zu spüren: rhythmisch, wild, kraftvoll, durcheinander und ein starker satter Sound. Tosender Beifall war der verdiente Lohn. Zuletzt – die Bühne leer, allein Herr Meyer am Flügel stimmte die Melodie zum vom Chor selbst komponierten Ich träume von Italien an. Dann – eine einsame Stimme schreitet durch den Raum auf die Bühne zu und schließlich der gesamte Chor. Herr Meyer und sein Chor vereinigen sich zum letzten Mal und liefern einen unvergesslichen und von Höhepunkt zu Höhepunkt schreitenden Moment ab. Das vom Chor vorgetragene Italo-Medley (z.B. Azzuro; Caruso; Io che non vivo senza te; Bella ciao) rührte zu Tränen und ließ kein Herz unbewegt. Es war eine ergreifende Leistung vom Chor, den zahllosen Solisten und dem wunderbaren Klavierspiel. Dies war nicht nur ein würdiger Abschluss eines unvergesslichen Abends, sondern auch ein wunderbares Abschiedsgeschenk des Chorleiters an alle Zuhörenden. Und so passten auch die Schlussworte von Herrn Arens: „Ciao Bello“. Ja, „Ciao Bello!“ Du wirst uns fehlen und – GRAZIE.

 

Text: W. Würthle Fotos: Rsn

Ochsenhausen – eine schöne und ganz besondere Zeit

Vom 19. bis zum 21. März 2025 fand die diesjährige Fahrt nach Ochsenhausen statt. Auch diesmal waren die Probetage in der Landesakademie von Spaß und Erfolg erfüllt. Die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Ensembles lernten viel Neues und auch die Gemeinschaft wurde gestärkt. Das Leitmotiv dieses Jahr: Bella Italia! Während der Chor verschiedenste Lieder in der dortigen Landessprache einstudierte, probten auch das Orchester und die Bigband fleißig vor der eindrucksvollen Kulisse.
Hier ein paar Zitate die unsere positiven Eindrücke verdeutlichen:
Elisa (10. Klasse): »An diesem besonderen Ort zu proben ist einzigartig, da jeder Mauer und jeder Fuge Musik innewohnt.«
Sarah und Luisa (9. Klasse): »Uns hat Ochsenhausen sehr gut gefallen, weil wir dadurch dazu gekommen sind einen eigenen Song zu schreiben.«
Nina (6. Klasse): »Das Essen hat gut geschmeckt, vor allem der Nachtisch.«
Emilia (6. Klasse): »Der Speisesaal war schön, vor allem die Decken.«
Carlotta (7. Klasse): »Ich fand es gut, dass wir zu der Eisdiele gegangen sind und das Eis war sehr lecker.«
Theresia (6. Klasse): »Die Decken-und Wandbemalung waren sehr schön.«
Emma (9. Klasse): »Ochsenhausen war wieder eine schöne Zeit. Besonders die antiken Malereien und der zierliche Stuck sind immer sehr eindrucksvoll.«
Lucas (7. Klasse): »Die Zimmer waren sehr groß und gemütlich.«
Louisa (7. Klasse): »Wir konnten gut üben und die Atmosphäre war toll.«
Paula (9. Klasse): »Es war die perfekte Balance zwischen Probe und Freizeit und hat unglaublich Spaß gemacht.«
Laetizia (12. Klasse): »Die Zeit in Ochsenhausen ist ein guter Ausgleich zur Schule, bei dem man trotzdem viel Neues lernt.«
Emilia (9. Klasse): »Die Zeit in Ochsenhausen war sehr schön und spaßig.«
Marie-Luise (7. Klasse): »Mir hat die Gemeinschaft aller musikbegeisterten Schüler und Schülerinnen gefallen.«
Magdalena und Klara (10. Klasse): »Ochsenhausen ist eines der Schulhighlights im Jahr.«
Meike (12.Klasse): »Wir hatten viel Freizeit, zum Beispiel den gemütlichen Spiele-Abend.«
Jamila (7. Klasse): »Der Spiele-Abend hat Spaß gemacht.«
Maxim (7. Klasse): »Das beste Erlebnis waren die Proben und der beste Ort war der Fernsehraum.«
Maria (7. Klasse): »Es gab viele tolle Beschäftigungsmöglichkeiten.«
Anouk und Laura (7. Klasse): »Der beste Ort war der Innenhof und die Wiese.«
Jonathan (9. Klasse): »Ich muss sagen, es ist doch immer schön zurück nach Ochsenhausen zu kommen, auch wenn’s schwäbisch ist:).«

Alle hatten großen Spaß – ein herzliches Dankeschön an die Personen, die uns das ermöglicht haben, allen voran natürlich unseren Lehrern Herrn Meyer, Herrn Rückert und Frau Bruder-May, die uns betreut und steht’s tatkräftig unterstützt haben!
»Sag mir quando, sag mir wann, ich dich wiedersehen kann…«

Text: Frida, Laetizia, Selma und Mia Fotos: Mre, Brd, Rck

… und natürlich Musik

Ein Bericht über das Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums in der evangelischen Stadtkirche am 17.12.2024.

Gibt es einen Weihnachtsmann? Diese Frage stellte im Jahre 1897 die 8-jährige Virginia der New York Sun, da diese nach Ansicht ihres Vaters eine wahre Antwort geben würde. Francis P. Church, der damalige Verleger, antwortete Virginia persönlich und bestätigte dem Mädchen, dass es diesen natürlich gebe, allerdings, so fügte er an, könne man diesen nicht sehen, denn er sei Teil einer unsichtbaren Welt. Und diese unsichtbare Welt sei von einem Schleier bedeckt, den „nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik“ beiseiteschieben könnten – und natürlich, so ergänzte der Schulleiter des Grimmelshausen-Gymnasiums, Herr Arens, seinen Vortrag: die Musik.

Und tatsächlich entführten uns die Musikerinnen und Musiker des Grimmels in eine „Welt der tanzenden Elfen“, in eine Welt, die das gesamte Publikum für einen Moment wegführte aus Trubel und Hektik des Alltags, hinein in eine Welt hinter dem Schleier, wo Weihnachtsmann und Schönheit und Phantasie existieren.

Eröffnet wurde der Abend mit Eugène Gigouts Grand Choeur Dialogué, in welchem Bläser und Streicher abwechselnd – vielleicht stellvertretend für den gesamten Abend – in einem Dialog wie Suchende und Antwortgebende wirkten. Die Suche nach dem Unsichtbaren dieser Welt. Dieser Dialog wurde anschließend geschickt fortgesetzt, indem das Publikum beim zweiten Stück des Abends (O Heiland reiß die Himmel auf) den Gesangspart übernahm und somit Musiker auf der einen und Publikum auf der anderen Seite diesen Dialog fortsetzten.

Anschließend trat das Unterstufen-Orchester (Leitung Angela Bruder-May) auf den Plan und intonierte mit glasklaren Querflöten John F. Wades Adeste, fideles, ehe anschließend harmonisch verspielt Quem pastores laudavare dargeboten und wunderbar mit Pierre Dandrieus Weihnachten abgeschlossen wurde. Der langanhaltende Applaus zeugte von dem beeindruckenden Können der jungen Musiker.

An das Unterstufen-Orchester knüpfte sogleich die Unterstufen-Combo von Herrn Andreas Rückert an, die mit einem kräftigen Schlag auf die Bass-Drum das Publikum aus den Bänken riss und mit ihrer Spielfreude und Dynamik begeisterte. Trompete, Saxophon und Schlagzeug spielten rhythmisch, schwungvoll und gerade bei Stern über Bethlehem fast schon rockig bekannte Weihnachtslieder (Alle Jahre wieder; We wish you a Merry Christmas). Die Energie der Combo sprang auf das Publikum über und leitete perfekt zu John Lennons Klassiker Happy X-mas über, der vom Basiskurs Musik der Jahrgangsstufe 1 unter der Leitung von Erwin Meyer großartig dargeboten wurde. Die in die Stille einsetzende Querflöte sorgte für Gänsehaut, das Schlagzeug unterlegte gekonnt einen sanften Beat und der Chor wusste genau die Stimmung des Stückes zu vermitteln. Ein Auftritt, der eigentlich die Lust auf mehr von dieser Truppe weckte.

Bei der Big Band (Leitung Andreas Rückert) freut man sich schon im Voraus auf die spannende und originelle Zusammenstellung und Interpretation bekannter Werke. Und auch dieses Mal begeisterten sie das Publikum mit ihrem Medley A BigBandChristmas featuring Nussknacker. Die Band ist hervorragend aufeinander eingespielt und zeigte ihr Können auch in ihren Soli – egal ob Trompete oder Xylophon, es waren wunderbare Auftritte, die allesamt stimmig und akzentuiert vom Schlagzeug unterstützt und gekonnt in Szene gesetzt wurden. Gerade auch die vielen Übergänge im Medley meisterten die Musiker hervorragend.

Nach dem beswingten Auftritt wurde vom Orchester unter der Leitung Angela Bruder-Mays wieder die sehnsuchtsvolle Seite der Weihnachtszeit im Stück A Holst Christmas von Gustav Holst aufgegriffen. Diese Sehnsucht drückte sich auch in einer sich herrlich aufschwingenden Violine aus. So waren es immer wieder die gekonnten Wechsel aus Traurigkeit und Melancholie einerseits und dem Hinausgreifen andererseits, die diese Sehnsucht auch in die Herzen der Zuhörenden pflanzte.

Dramatisch voranschreitend dann Beethovens 2. Satz der 7. Sinfonie. Sanfte Violinen, über die sich dann so wunderschön die Bratschen schwangen. Dazu starke Bläserpassagen. Ein beeindruckender Abschluss des Orchesters.

Der Raum der Musiker füllte sich nun beachtlich, als der Chor die Bühne betrat. Schön zu sehen und ein Versprechen an die Zukunft ist das noch junge Alter so vieler Sängerinnen und Sänger. Aber zunächst einmal war nur eine einzige Stimme inmitten der Bänke zu vernehmen. Ein einsamer Sucher nach der Freude (Ubi sunt gaudia) wird aufgenommen und integriert in den Chor, der dann mit so viel Kraft und sichtlicher Freude die Antwort liefert: Hier, auf der Bühne, hier sind die Freuden. Und egal ob es der großartig vorgetragene Kanon Seht den Stern, das zum Träumen verleitende Make me channel of your peace oder die wunderbaren Solisten wie unter anderem in Maria durch ein Dornwald ging – in jeder Faser spürte man die Freude und Leidenschaft des Chores, der von Herrn Erwin Meyer geleitet und begeistert wurde. Und passend zur Suche nach der Freude schloss der Chor auch mit Sleigh Ride als freudvolle Antwort ab.

Das perfekte Ende dieses verzaubernden Abends bereiteten Schüler- und Lehrerchor sowie Orchester gemeinsam: Transeamus usque Bethlehem. Nun, vielleicht gingen die Zuhörer nicht ganz bis nach Bethlehem, aber dank der strahlenden, sehnsuchtsvollen und einfach nur schönen Musik ging man mit reicherem Herzen in eine dunkle Nacht hinaus, in der ja der ein oder andere eine Elfe auf dem Rasen tanzen sah.

Text: Wolfang Würthle Fotos: Rsn

17.12.2024 – Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums 

Am Dienstag, den 17.12.2024 um 19 Uhr lädt das Grimmelshausen-Gymnasium zum diesjährigen Weihnachtskonzert in die evangelische Stadtkirche ein, das von den Musik-AGs gestaltet wird. Dort erwartet die Besucher eine bunte Musikmischung zur Weihnachts- und Winterzeit von den Chören, Orchestern und Big Bands. Die Aufführung des pastoralen Werkes „Transeamus usque Bethlehem“ von Josef Schnabel, bei der der Gesamtchor unterstützt vom Lehrerchor, Solisten und das Orchester gemeinsam musizieren, bildet dabei einen besonderen Höhepunkt. Das Konzert findet bei freiem Eintritt statt.

 

Text & Bild: Brd

Haydns „Die Schöpfung“ in Hochstimmung

Schülerinnen und Schüler des Chores und des Musikkurses der Jahrgangsstufe besuchten am Sonntag, dem 17. November das große klassische Oratorium von Josef Haydn „Die Schöpfung“ im Festspielhaus Baden-Baden. Beeindruckt zeigten sich alle Konzertbesucher von der großartigen Umsetzung und musikalischen Kreatiin der einzelnen Schöpfungselemente an den sieben Schöpfungstagen. Nicht nur Haydns prächtige Chöre mit ihren Lobpreisungen zeigten ihre Wirkung, sondern auch die leisen, nachdenklichen und lyrischen Töne. Für alle sicherlich ein unvergessliches Erlebnis im Alten Baden-Badener Bahnhof.


 

Text & Bilder: Mre

Probenacht von Chor und Orchester

Am Freitagabend, 15.11.2024, versammelten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften Chor und Orchester zu einem Probenabend, bei dem das bevorstehende Weihnachtskonzert vorbereitet wurde. Neben der intensiven mehrstündigen Probenarbeit blieb auch noch Zeit, um gemeinsam zu essen und etwas zu feiern. Daneben wurde zudem noch eine Tanzrunde mit folkloristischen Gruppentänzen eingelegt. Als gemeinsames Stück arbeiteten die rund 60 Schülerinnen und Schüler an der weihnachtlichen Komposition des „Transeamus usque Bethlehem“ von J. Schnabel. Das Konzert wird dann am 17. Dezember in der evangelischen Stadtkirche stattfinden.

Text & Fotos: Mre

Eine musikalische Bilderreise – Die Musiker des Grimmelshausen-Gymnasiums begeisterten mit ihrem Frühlingskonzert im Schillersaal am 16. Mai das Publikum

Malerisch lag der schöne Schiller-Altbau unter dem dunklen, gewitterlastigen Himmel und wie zum Trotz ließen die Schülerinnen und Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums ihre Töne erklingen, um die Sonne in unser Herz zu lassen, um entgegen dem himmlischen Groll uns ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. „Was ist Musik?“, fragte der Schulleiter Wilfried Arens gleich zu Beginn, um mit einem Zitat Rachmaninoffs eine Antwort zu geben: „Musik kommt vom Herzen und spricht nur zum Herzen: Es ist Liebe.“ Und diese Liebe und Hingabe spürte man den gesamten Abend hindurch und sie erreichte unserer aller Herzen.

Mit Jo Jo Calypso von James Nadel wurde der Abend von der Big-Band unter der Leitung von Andreas Rückert eröffnet. Und wie! Der Einsatz der Bläser saß, Saxophon- und Trompeten-Soli stellten sogleich das hohe Niveau der Musiker unter Beweis. Und was besonders bei diesem ersten Auftritt gefiel: Die Big-Band holte die Jüngsten in Form einer Keybord-Gitarren-Percussion-Combo mit an Bord und integrierte den Nachwuchs, der passend zum Wetter mit Raindrops keep falling on my Head seinen großen Auftritt hatte. Abgeschlossen wurde der erste Akt des Abends mit dem Bossa Nova Manha de Carnaval von Luiz Bonfa. Die herausragenden Bläser malten mit ihrem Mit- und Gegeneinander eine karnevaleske Stimmung und entführten die Zuhörer nach Brasilien. Überhaupt kann man sagen, dass zwei Motive den Abend prägten: Zum einen Brasilien und zum anderen das Kino. Und so gelang es den jungen Musikern durchweg, Bilder bekannter Filmszenen oder brasilianischer Lebensfreude auf die Leinwand unserer Herzen zu pinseln.

Als nächstes durfte das Unterstufenensemble unter Angela Bruder-Mays Leitung auf die Bühne. Sie antworteten auf die Raindrops der Big-Band-Combo mit Over the Rainbow aus dem Film The Wizard of Oz. Und tatsächlich trugen die beeindruckend gespielten Querflöten mit ihren himmlischen Tönen das Publikum über die Regenwolken hinaus, sanft begleitet von den Streichern.

Der Filmmusik verpflichtet blieb auch das „große“, aber immer noch junge Orchester, ebenfalls unter Leitung von Angela Bruder-May. Leise setzten die Querflöten zum James-Bond-Theme ein, um dann von den tieferen und unheimlich und bedrohlich wirkenden Klarinetten abgelöst zu werden. So steigerte sich der Ohrwurm von einem leisen Beginn zu einem fulminanten Ende. Ähnlich wurde die Dramatik bei den Highlights from Harry Potter gesteigert: Wirbelnde Querflöten fanden ihren Höhepunkt – sehr schön getragen von den Bratschen und dem Cello – in einem wunderbaren Ende. Doch der krönende Abschluss des Orchesterauftritts sollte erst noch folgen: Allein die ersten Klänge auf dem Klavier ließen einen die Bilder wiedersehen: ein etwas steif und einfältig wirkender junger Mann in seinem cremefarbenen Anzug und seinem blau-weiß-karierten Hemd auf einer Parkbank sitzend, eine Schachtel Pralinen in der Hand. Zuerst träumerisch und dann voller Dynamik streiften die Musiker ebenso abwechslungsreich durch die Triumphe und Niederlagen des Lebens wie Forrest Gump selbst. Streicher und Bläser begleiteten einfühlsam die sich gerade im Finale aufschwingenden hohen Töne der Violinen und groß aufspielenden Querflöten.

So wie auch James Bond „nur“ zweimal lebte, kam die Big-Band nun ein zweites Mal auf die Bühne und ein zweites Mal wurde James Bond angestimmt – dieses Mal aber Skyfall von Adele. Die Big-Band machte diesem besonderen Stück alle Ehre. Was für ein Auftritt! Klar, sauber, kraftvoll schmetterten sie den dramatischen Sturz des Geheimagenten in die Tiefe hin. Ein Zusammenspiel auf hohem Niveau! Im weiteren Verlauf stellten die Musiker immer wieder ihre Vielseitigkeit mit coolen Rhythmen und tollen Soli unter Beweis. Ein gemeinsamer Auftritt von Big-Band und Chor zu The Girl from Ipanema leitete schließlich den letzten Akt des Abends ein: den Grimmels-Chor unter der Leitung von Erwin Meyer.

Hier zeigte sich zum einen die Liebe des Chorleiters zu Brasilien (The Girl from Ipanema; Aquarela do Brazil; Summer Samba; Mas que nada), aber eben auch die Liebe zu herrlichen Melodien, zur Freude am Gesang. Diese Freude offenbarte sich nicht nur in den strahlenden Gesichtern der Beteiligten, sondern auch in großartigen Tanzeinlagen (wie dem Tango zu A Day in the Life of a Fool von Fynn Stumm) und in wunderbar gesungenen Solopartien. Hervorzuheben sind an dieser Stelle zum einen der selbst während der Probetage in der Landesakademie Ochsenhausen entwickelte Kanon Atmen und das letzte Stück des Abends, den man schöner nicht hätte enden können und in welchem der Chor dem Publikum – so schien es – die einfache Frage stellte:

Can you feel the Love tonight?

Ja, man fühlte die Liebe, die ihr, liebe Musiker, in diesen wunderbaren, wundervollen, träumerischen Abend gesteckt habt. Danke!

 

Text: Wth Fotos: Rsn

Unsere BigBand beim Stadtteilfest!

„Die BigBand des Grimmelshausen-Gymnasiums ist am vergangenen Samstag beim Stadtteilfest zwischen Kesselhaus und Alter Spinnerei aufgetreten. Die große Bühne bot einen inspirierenden Rahmen für einige Titel aus dem Jazz- / Latinbereich. Bei stabilem Wetter boten auch die Zuhörer ein aufmerksames Publikum.“

 

Text & Bilder: Rck