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Gemeinsam Europa entdecken: Austausch mit unserer Partnerschule aus Olsztyn

In der vergangenen Woche durften wir unsere polnischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner aus Olsztyn in Offenburg begrüßen. Der diesjährige Austausch stand unter dem spannenden Thema „Backsteingotik in Ermland-Masuren und Gotik in Süddeutschland und Frankreich“. Gemeinsam gingen die deutschen und polnischen Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche nach den architektonischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden dieser bedeutenden europäischen Kulturregionen.

Nach der Ankunft am Sonntag verbrachten die Gäste ihren ersten Abend in den Gastfamilien. In den folgenden Tagen erwartete die Gruppe ein abwechslungsreiches Programm: Im Schwarzwald besuchten die Schülerinnen und Schüler die Vogtsbauernhöfe und erhielten Einblicke in traditionelles Handwerk und die regionale Geschichte. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Straßburg mit Stadtführung, Münsterbesichtigung und einer Bootsfahrt durch die elsässische Metropole bis zum Europaparlament. Besonders passend zum Jahresthema war der Tag in Freiburg, bei dem das Freiburger Münster und die gotische Architektur der Altstadt im Mittelpunkt standen. Abgerundet wurde die Woche durch einen gemeinsamen Erlebnistag im Europa-Park.

Neben den fachlichen Inhalten stand vor allem die Begegnung zwischen den Jugendlichen im Vordergrund. Die deutsche und die polnische Gruppe harmonierten in diesem Jahr außergewöhnlich gut. Schnell entstanden neue Freundschaften, und die gemeinsame Zeit war geprägt von Offenheit, gegenseitigem Interesse und vielen schönen gemeinsamen Erlebnissen.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Stadt Offenburg sowie der Georg-und-Maria-Dietrich-Stiftung, deren finanzielle Unterstützung diesen Austausch ermöglicht und wesentlich zum Gelingen beigetragen hat. Ebenso möchten wir den Gastfamilien danken, die unsere Gäste nicht nur herzlich aufgenommen, sondern mit viel Engagement für eine abwechslungsreiche Abendgestaltung gesorgt haben. Besonders der gemeinsame Grillabend und der Pizza-Abend in den Familien werden allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben.

Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen für das Verständnis anderer Kulturen und die europäische Zusammenarbeit sind. Wir freuen uns bereits auf die Fortsetzung unserer langjährigen Partnerschaft mit unserer Schule in Olsztyn.

Text & Bilder: Pth, Rbr, Rsn

Schüleraustausch Polen – eine unvergessliche Erfahrung

Im Rahmen unseres Schüleraustauschs durften wir eine spannende und abwechslungsreiche Zeit in Polen erleben. Nach einer etwas anstrengenden Zugfahrt mit mehrmaligem Umsteigen wurden wir sehr herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Am Abend verbrachten wir bereits viel Zeit miteinander und konnten die große Gastfreundschaft sowie das leckere polnische Essen kennenlernen.

Schon am ersten Tag wurde deutlich, wie schnell wir uns mit den polnischen Austauschschülern verstanden haben. Alle waren sehr offen und sympathisch, sodass wir uns sofort wohlgefühlt haben. Das Thema des diesjährigen Austausches war die Backsteingothik, zu der es in der Region Ermland-Masuren viele berühmte Beispiele gibt. Neben kulturellen Programmpunkten wie Kirchen- und Museumsbesuchen blieb auch viel Zeit für gemeinsame Aktivitäten. In unserer Freizeit gingen wir zusammen shoppen, tauschten uns über unsere Kulturen aus, knüpften neue Kontakte und lachten viel – vor allem über unsere Insider-Witze.

Der erste Ausflugstag nach Lidzbark Warminski und Reszel hatte uns bereits einen Eindruck von der Landschaft und Architektur gegeben. Nach einer Besichtigung der größten Backsteinburg der Welt, der Marienburg, fuhren wir am dritten Tag unseres Aufenthaltes weiter nach Danzig. Hier war der Besuch des Museums des zweiten Weltkrieges ein Highlight unserer Polenreise. Auch der Stadtbummel und die Zeit am Meer machten diesen Tag unvergesslich. Insgesamt war der Austausch für uns alle eine sehr bereichernde Erfahrung. Wir haben nicht nur viel über ein anderes Land und seine Kultur gelernt, sondern auch neue Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch lange bestehen bleiben.

Ein besonderer Dank gilt Frau Reber, Herrn Rosenkranz und den polnischen Lehrkräften für die tolle Organisation und der Georg-und-Maria-Dietrich-Stiftung und der Stadt Offenburg für die finanzielle Unterstützung des Austausches, den Gastfamilien und allen Beteiligten, die diese Reise möglich gemacht haben! Wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen mit unseren polnischen PartnerInnen im Juni in Offenburg.

 

Text: Tabea Ehret & Coralin Thimel Bilder: Rsn

Schüleraustausch mit Olsztyn – Begegnungen, Geschichte und Europa erleben

Im Rahmen unseres langjährigen Schüleraustauschs mit unserer polnischen Partnerstadt Olsztyn durften wir auch in diesem Schuljahr zwei erlebnisreiche Woche mit unseren PartnerInnen verbringen – eine Zeit voller gemeinsamer Erfahrungen, interkulturellem Austausch und beeindruckender Eindrücke aus Geschichte, Politik und Sport.

Ein Blick in die Geschichte – Besuch in Danzig und Warschau

Die Austauschwoche in Olsztyn begann nach der langen Busanreise mit einem gegenseitigen Kennenlernen in unserer Partnerschule. Beim szenischen Darstellen von Kurzgeschichten von Siegfreid Lenz wurde viel gelacht. Nachmittags erwartete die SchülerInnen eine Rallye zur Erkundung der Innenstadt. Ein Besuch der traditionsreichen Hansestadt Danzig (Gdańsk) durfte beim Austausch nicht fehlen. Hier konnten unsere Schülerinnen und Schüler die historische Altstadt erkunden, die bewegte Geschichte der Stadt kennenlernen und dabei auch über den europäischen Gedanken reflektieren, der in dieser Region besonders spürbar ist. Beeindruckend war der Besuch des Museums des zweiten Weltkrieges.

Ein weiterer Höhepunkt war der Tagesausflug in die Hauptstadt Warschau. Beim Besuch des POLIN-Museums, das die Geschichte der polnischen Jüdinnen und Juden dokumentiert, setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Themen Erinnerungskultur, Toleranz und europäischer Verantwortung auseinander. Ein stiller Moment des Gedenkens – und zugleich ein aktiver Beitrag zum gegenseitigen Verständnis über Grenzen hinweg.

Europa zum Anfassen – Besuch im Europäischen Parlament

Fünf Wochen später konnten wir unsere PartnerInnen in Offenburg begrüßen. Auftakt der gemeinsamen Woche bildete ein Ausflug nach Straßburg. Hier besuchte die Gruppe das Tomi-Ungerer-Museum. Sein humorvoll-kritischer Blick auf das Zeitgeschehen, seine überzeugtes Eintreten für Europa bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber der europäischen Bürokratie waren ein optimaler Einstieg in den Tag.  Ein ganz besonderer Programmpunkt  war daher der Besuch im Europäischen Parlament in Straßburg. Hier erhielten die Teilnehmenden einen direkten Einblick in die politische Arbeit auf europäischer Ebene  und erfuhren, wie Demokratie in Europa funktioniert – lebendig, dialogorientiert und grenzüberschreitend.

Begegnung, Spaß und Gemeinschaft – Europapark und Sporttag

Natürlich durfte bei all der Bildung der Spaß nicht zu kurz kommen! Ein gemeinsamer Tag im Europapark Rust bot die perfekte Gelegenheit, sich besser kennenzulernen, gemeinsam zu lachen – und auch sprachliche Barrieren mit Tempo zu durchbrechen. Ob Achterbahn oder Schokokuchen – dieser Tag bleibt sicher lange in Erinnerung.

Sportlich ging es bei der Teilnahme am Sporttag  des Grimmelshausen-Gymnasiums Offenburg weiter. Gemeinsam liefen, sprangen und spielten unsere polnischen und deutschen Schülerinnen und Schüler in gemischten Teams. Der Teamgeist war spürbar, der Austausch ganz natürlich – genau so, wie Europa sein sollte: vielfältig, dynamisch und freundschaftlich verbunden.

Den Abschluss der Austauschwoche bildete ein Ausflug ins Kinzigtal zu den Vogtsbauernhöfen und der Sommerrodelbahn.

Danke – und bis zum nächsten Mal!

Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Lehrkräfte, Gastgeberfamilien, die Georg-und-Maria-Dietrich-Stiftung und die Stadt Offenburg – und natürlich an unsere polnischen Gäste, die diesen Austausch zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Besuch in Olsztyn!


Text: Rsn Fotos: Rsn, Pth, Rbr

Polenaustausch 2024 – den deutsch-polnischen Beziehungen auf der Spur

Endlich war es wieder so weit! Eine Gruppe des Grimmels konnte zum Besuch nach Olsztyn aufbrechen. Offenburg und Olsztyn verbindet eine langjährige Städtepartnerschaft. Leider trennt die beiden Partnerstädte eine Entfernung von 1300km. Diese Strecke im Linienbus zurückzulegen war für die TeilnehmerInnen des diesjährigen Polenaustausches sehr anstrengend. Entschädigt wurden die PolenfahrerInnen aber mit einem ersten Eindruck der unterschiedlichen polnischen Regionen: Von den flachen offenen Landschaften mit großer Industriedichte und viel Agrarland bei Breslau und Posen bis hin zur den bewaldeten Hügeln des Ermlandes. Besonderen Eindruck machte der nächtliche Zwischenhalte am Busbahnhof port świecko bei Slubice direkt an der deutsch-polnischen Grenze. Hier treffen sich jede Nacht Fernreiselinienbusse und bieten Umstiege in die meisten europäischen Länder an. Alltag für viele polnische Arbeitskräfte, ohne die auch bei uns in Offenburg vieles nicht funktionieren würde.

Gruppenbild im Innenhof des XII. Liceums, der Partnerschule des Grimmels

Das XII. Liceum und das Grimmelshausen-Gymnasium pflegen die älteste der Offenburger Schulpartnerschaften. Gegründet wurde die Schule von Georg und Maria Dietrich, die beide bis heute als Schulpatrone in Ehren gehalten werden. Wie in den letzten Jahren auch wurden die Grimmels-SchülerInnen von den Gastfamilien und AustauschpartnerInnen herzlich empfangen und während des Austausches bestens untergebracht und versorgt.

 

Die Partnerschule (https://www.akademickie.olsztyn.pl) hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Zu den Höhepunkten gehörte ein Stadtrundgang durch Danzig und der Besuch des beeindruckenden Museums des 2. Weltkrieges. Hier werden die Ausgangslage vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges, der Verlauf des Krieges und die Nachkriegszeit auf einzigartige und anschauliche Weise thematisiert.

Auf dem Kopernikus-Turm in Frombork in Sichtweite der Grenze zu Kaliningrad

Die besondere deutsch-polnische Beziehung war Thema der Führung durch Warschau. Hier konnten die SchülerInnen beim Rundgang durch die Altstadt die bewegte Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau nachvollziehen. Bewegend waren die Schilderungen aus dem Warschauer Getto und dem Schicksal der Aufständischen des Warschauer Aufstandes. Nicht fehlen durfte daher ein Zwischenhalt beim Polin-Museum und Mahnmal zum Gedenken an den jüdischen Ghetto-Aufstand von 1943. Hier legte Willy Brandt im Dezember 1970 mit seinem Kniefall die Grundlage für die Aussöhnung von Polen und Deutschen und ebnete den Weg für die Partnerschaft. In Erinnerung bleibt aber auch der Ausflug zum architektonisch berühmt-berüchtigten Kulturpalast und in die Złote Tarasy („Goldene Terrassen“).

 

Lagerfeuer auf dem Pferdehof Marengo nach dem Besuch der Universität Olsztyn

Entspannter war der Tag in Olsztyn. Nach dem Besuch der Universität von Olsztyn hatten die SchülerInnen viel Spaß beim gemeinsamen Lagerfeuer, Sport und Füttern von Alpakas und Pferden. Abends trafen sich die Gruppen in der Altstadt im Café oder an einem der vielen Seen.

Die Städte- und Schulpartnerschaft von Offenburg mit Olsztyn wäre ohne das Engagement der Georg- und-Maria-Dietrich-Stiftung nicht möglich gewesen. Besonderer Dank gilt daher Frau Bleher-Dietrich, der Stiftung und dem deutsch-polnischen Jugendwerks für die Förderung des Austausches.

Im Juni findet der Gegenbesuch in Offenburg statt und das Grimmels freut sich schon darauf die Gastfreundschaft zu erwidern und der polnischen Gruppe die schöne Ortenau zu zeigen!

Neptunbrunnen in Danzig nach dem Besuch des beeindruckenden Museums des zweiten Weltkrieges

 

Text & Fotos: Rsn

Polenaustausch 2023

Nach dreijähriger Pause war es in diesem Jahr endlich wieder soweit, der Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus Polen fand endlich wieder statt. Während die Anmeldungen anfangs eher zögerlich abgegeben wurden, war die Begeisterung der Schüler und Schülerinnen, die an dem Austausch teilgenommen haben, nach den ersten Tagen umso größer.

Zuerst sind haben sich die Grimmelsschüler – und Schülerinnen  in den Bus gesetzt, 22 Stunden Busfahrt, das ist lang, sehr lang, hat aber auch etwas Gutes: Es erschließt sich einem langsam eine ganz andere Welt: Nur ein kleines Beispiel – Die polnischen Busfahrer waren nicht zu verstehen, man spürte Ärger oder Ungeduld in den Aussagen, aber zum Glück konnte Herr Rosenkranz alles übersetzen und die gespürte Gereiztheit des Busfahrers konnte entkräftet werden. Aber das nur nebenbei, man spürt auf dieser langen Reise, wie groß Europa tatsächlich ist, wie viele Kilometer uns von den polnischen Nachbarn trennen und uns nun langsam näherbringen.

Dort angekommen, wurden wir herzlich empfangen und ein sehr abwechslungsreiches Programm erwartete uns: Kanufahren rund um Olsztyn, Städteführung in Olsztyn und Danzig, der Besuch des Museums des 2. Weltkriegs in Danzig und vieles mehr …  „Die Zeit war sehr schön und wir haben viele neue Erfahrungen gemacht“, so formulierte es einer der Schüler. In diesen Tagen in Polen sind sich die Schülerinnen und Schüler beider Länder nähergekommen, die gemeinsame Sprache war deutsch oder englisch, so war ständig ein buntes Gemisch von Sprachen zu hören.

Mit großen Erwartungen kam die polnische Gruppe einen Monat später nach Offenburg. Auch hier war der Empfang herzlich, jetzt kannten sie sich ja schon und unsere Gruppe konnte den Gästen nun ihre Heimat zeigen. Ein buntes Programm erwartete sie auch hier. Natürlich war der Besuch im Europapark ein Höhepunkt. Ein anderer Höhepunkt war der Besuch der Fachhochschule Offenburg. An einem Vormittag wurde die gesamte Gruppe über das Gelände geführt und hat hautnah erlebt, wie innovativ und interessant die Hochschule ist. Wer weiß, vielleicht hat der oder die eine oder andere Ideen für die Zukunft erhalten und wird die Chance nutzen und einen Teil des Studiums in Olsztyn absolvieren….

Es war insgesamt ein voller Erfolg und unsere Schülerinnen und Schüler hoffen, auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein zu können. 😊

 

Text: N. Pooth-Rissoud Bilder: Rsn

Grimmels hilft: Friedenskonzert für die Ukraine-Hilfe

Die Unterstützung für Menschen in der Ukraine und Geflüchteter in Olsztyn geht weiter. Bereits direkt nach den Fastnachtsferien beteiligten sich SchülerInnen des Grimmelshausen-Gymnasiums an der Versendung von Hilfsgütern in die Ukraine. Das Kollegium sammelte kurz danach 500€ für ukrainische SchülerInnen in Olstyn. Mit dieser Spende sollen in Zusammenarbeit mit der Universität Olsztyn Hilfsprojekte für Ukrainer in unserer Partnerstadt unterstützt werden.

Am Montag, den 02.05.2022 organisierte die Grimmels-SMV gemeinsam mit dem Chor ein Friedenskonzert in der Aula. Unter Leitung von Herrn Meyer stimmte der Chor das Lied „Heal the World“ an. Dank der vorbereiteten Liedblätter konnten die zahlreichen ZuhörerInnen mitsingen.

Die SMV nutzte das Konzert, um mit Spendenkörbchen herumzugehen und weitere Spenden für Hilfsprojekte in Olsztyn zu sammeln. Bei den bisherigen Hilfs- und Spendenaktionen soll es aber nicht bleiben. Es geht am kommenden Freitag gleich weiter mit einem Kuchenverkauf zugunsten der Ukraine-Hilfe. Weitere Aktionen werden folgen!

Fotos: Hfn Text: Rsn

Grimmels hilft: Kollegium sammelt 500€ für ukrainische SchülerInnen in Olsztyn

Offenburg pflegt mit der polnischen Stadt Olsztyn eine mittlerweile über zwanzigjährige Städtepartnerschaft. Das Grimmelshausen-Gymnasium war bei dieser Städtepartnerschaft von Anfang an mit regelmäßigen Schülerbegegnungen und einem jährlichen Schüleraustausch dabei. Der Austausch musste wegen der Corona-Pandemie in den letzten beiden Jahren leider ausfallen. Die freundschaftlichen Kontakte zwischen GrimmelskollegInnen und KollegInnen des XII Liceum Ogólnokształcące (Uniwersytet Warmińsko-Mazurski, https://www.akademickie.olsztyn.pl) haben diese Pause unbeschadet überstanden. Die olsztyner KollegInnen bei Ihrer Arbeit zu unterstützen ist daher für das Grimmels selbstverständlich.

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wirkten sich durch die Nähe zur Exklave Kaliningrad und zur ukrainischen Grenze auch bald in Olsztyn aus. Geflüchtete SchülerInnen kamen bereits in den ersten Tagen des Krieges zahlreich nach Polen und wurden in kürzester Zeit und unbürokratisch in den Schulen der Woiwodschaft Ermland-Masuren aufgenommen und beschult. Die Universität Olsztyn, zu der auch unsere Partnerschule gehört, koordiniert gemeinsam mit den örtlichen Behörden die schulische Versorgung ukrainischer SchülerInnen. Durch die Zerstörung vieler Schulen in der Ukraine und das Fortdauern des Krieges wird die Betreuung und Versorgung noch lange notwendig sein.

Das Kollegium des Grimmelshausen-Gymnasiums hat vor den Osterferien 500€ gesammelt, um die Versorgung ukrainischer SchülerInnen in Olsztyn zu unterstützen. Dank der Schulpartnerschaft wird die Spende schnell und unbürokratisch ankommen!

Weitere Hilfsaktionen werden von der Grimmels-SMV nach den Osterferien folgen, um auch in den kommenden Monaten Projekte in Olsztyn unterstützen zu können.

Text: Rsn

Schüleraustausch mit Olsztyn oder: Grimmelsschüler erleben das polnische Bauchgefühl

Dass es sich in Polen gut leben lässt, war den elf Schülerinnen und Schülern vom Grimmelshausen-Gymnasium eigentlich vor dem Austausch schon klar. Doch beim diesjährigen Schüleraustausch entstand bei besonders vielen Gelegenheiten ein wohliges Gefühl im Bauch: beim herzlichen Empfang durch die Gastfamilien und die Schule, beim Verzehr der leckeren ermländischen und masurischen Spezialitäten auf familienübergreifenden Grill-Partys, beim gemeinsamen Lagerfeuer oder dem großen Abschlussessen.

Vor allem der Vergleich ermländisch-masurischer und badischer Spezialitäten stellte in diesem Jahr das Projektthema dar und zog sich wie ein roter Faden durch die gemeinsamen Tage. So begann ein Tag damit, dass die polnischen Schülerinnen und Schüler die Gäste vom Grimmels bekochten und endete mit einem üppigen „Gelage“ in einem traditionellen ermländischen Restaurant. Dazwischen erstellten die Schüler ein gemeinsames Kochbuch mit jeweils lokalen Spezialitäten. Die badischen Spezialitäten dürfen dann nach den Pfingstferien beim Gegenbesuch getestet und genossen werden.

Die Ausflüge ließen nicht nur die beeindruckende Weite der ermländisch-masurischen Landschaft erfahren, die in der frühsommerlichen Sonne ihre starke Wirkung entfaltete. Auch geschichtliche Zusammenhänge wurden bei Führungen in Danzig oder an den gewaltigen Festungskathedralen der uns eher fremden Backsteingotik des Deutsch-Herrenordens in Malbork und Frombork an der Frischen Nehrung hergestellt.

Es waren wunderschöne und sonnige Tage mit einem spannenden Programm in unserer Partnerstadt Allenstein/Olsztyn. Sowohl Schüler als auch Begleitlehrer auf beiden Seiten freuen sich immer wieder über den seit Jahren bestehenden Schüleraustausch und den unkomplizierten und herzlichen Umgang miteinander.

Die großartige und großzügige Unterstützung durch die Georg-und-Maria-Dietrich-Stiftung und die Stadt Offenburg komplettiert das wohlige polnische Bauchgefühl dieses jährlichen Austausches.

Text: B. Schindler und L. Rosenkranz

 

Bilder: Teilnehmer Polenfahrt