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Diamantenes Abiturjubiläum am 22. Februar 2024

Die neun Abiturienten des Abiturjahrgangs 1964 im Kreuzgang des ehemaligen Kapuzinerklosters.

Vor sechzig Jahren legten einundzwanzig Schüler am Grimmelshausen-Gymnasium das Abitur ab, damals noch zum Ostertermin; neun von ihnen führte nun der genius loci aus allen Richtungen hier in Offenburg zusammen.

Bei einem Sekt begrüßte Herr Haist, selbst Abiturient dieser Anstalt, im Kapuzinerkloster unserer Schule die Schar; danach führte Herr Rosenkranz, ebenfalls „Grimmelsschüler“, mit seinen Achtklässlern in Chemie einen Schwefel-Sauerstoff-Versuch vor.

Manche Erinnerung an gemeinsame Lehrer erweckte die entschwundenen Zeiten und das ehemalige Schulgebäude wieder zum Leben; für ihre großzügige Spende sei im Namen unseres Fördervereins herzlichst gedankt – ad multos annos!

Text: Daniel Adler Bild: Hst

Der kleine Prinz im Kino – Premiere am 29.02.2024

Im letzten Jahr haben wir notgedrungen Neuland betreten: Wir haben Literatur (damals den “Sommernachtstraum”) als Film inszeniert. Kinoleinwand statt Theaterbühne, Schüler als „Filmstars“.

Wer kennt ihn nicht, den kleinen Prinzen, der als literarische Figur schon so viele Erwachsene und Kinder in seinen Bann gezogen hat? Und dabei ist die Weisheit und Wahrheit, die ihm der Fuchs verkündet, ganz einfach: Man muss sich nur begnügen und die Dinge mit dem Herzen erfahren. Diesen Wert der Innerlichkeit vertritt er dann in all seinen Gesprächen mit den Menschen, die ihm nach seiner Abreise von seinem kleinen Planeten begegnen. Er hofft, Freunde zu finden auf seiner Reise und Menschen, an denen man sich orientieren kann. Aber das Gegenteil ist der Fall – daher bereut er bald, dass er seine geliebte Rose auf seinem Planeten zurück-gelassen hat, denn sie ist für ihn einmalig in der Welt. Und so fasst er den Entschluss zurückzukehren

Und dabei sind es besonders die Leit-Themen des Filmes, die ihn so wertvoll machen: die Form und Fähigkeit des tieferen Sehens, Phantasie statt Vernunft – Leben aus dem Gefühl – Das Schöne ist geheimnisvoll – „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – Freundschaft und tiefere Bindung– Beschränkung auf das Wesentliche – Man ist verantwortlich für das, was man sich vertraut gemacht hat.

Der kleine Prinz steht für viele. Er wird von mehreren Schauspielern gespielt. Er ist unser Held, und darum spielen auch wir nicht nur in der Wüste, sondern auch in unserer Stadt. Unsere Heimatstadt Offenburg wird zur Bühne. Gedreht wurde an mehreren Orten: in der Schule, im Kreuzgang, an den Brunnen der Stadt, in der Anlage, an der Wenktreppe, in der Brandeck,  in der Volksbank, am Bahnhof.

Die Mitglieder der Schul-Theater-AG, verstärkt durch Ehemalige, die damit ihre Verbundenheit zur Schule zum Ausdruck bringen. Unser bewährter Kameramann Werner Harter mit Gattin, die Kollegin Silke Herbert, die wie immer für Kostüme und Requisiten sorgt, die bewährte Tanzlehrerin und Choreographin Julia Kircher.

Text & Bilder: Haaser

„Der Richter und sein Henker“ – Mit Klasse 9a im Theater

Im Rahmen des Deutschunterrichts besuchten wir, die Klasse 9a, am 31. Januar mit Frau Dr. Tennstedt-Saindrenan die Theateraufführung „Der Richter und sein Henker“ in der Stadthalle Kehl. Ein paar Monate zuvor lasen wir im Unterricht die Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“, welche auch von Friedrich Dürrenmatt stammt. Außerdem hörten wir am Tag davor von einer Schülerin eine Buchvorstellung des Romans und so war ein Besuch des Theaterstücks eine gute Gelegenheit die verschiedenen Werke des Schriftstellers näher kennenzulernen und zu vergleichen.

Der Kriminalroman handelt von einem Polizeikommissar namens Bärlach, der zusammen mit dem Richter Tschanz den Mord an einem Kollegen untersucht. Dabei spielt eine Wette zwischen Bärlach und seinem damaligen Freund Gastmann in ihrer Jugend eine wichtige Rolle, da Gastmann der Hauptverdächtige in dem Verbrechen ist. Durch komplexe Verstrickungen und persönliche Beziehungen bringt Bärlach Tschanz dazu Gastmann zu ermorden, wodurch Bärlach zum Richter und Tschanz zu seinem Henker wird.

Die Inszenierung des Buches war sehr schlicht, modern und nah am Text gehalten. Das Bühnenbild bestand aus mehreren von einem Beamer angestrahlten Hintergründen, welche zwischen den Szenen wechselten. Außerdem gab es nur wenige Utensilien und eine große Skulptur einer undefinierbaren Kreatur, welche auf einem drehbaren Podest in der Mitte der Bühne stand. Sie sollte durch ihre bedrohliche Ausstrahlung die Tragik und Anspannung der Handlung betonen. Das Theaterstück wurde von nur sechs Schauspieler dargestellt. Diese übernahmen teilweise mehrere Rollen, darunter auch eine Erzählerin, welche einzelne Passagen aus dem Roman vorlas. Manchmal sangen und tanzten die Schauspieler, vor allem bei Szenenwechseln, zur Hintergrundmusik, die dem Stück eine düstere und spannende Atmosphäre gab.

Die Hauptthemen der Geschichte sind das Motiv der Schuld, welches auf die Vergangenheit zurückgeführt werden kann, die Frage nach Gut und Böse, die nicht klar zu beantworten ist, sowie Gerechtigkeit und Moral in einer von Verbrechen geprägten Welt. Ähnliche Motive kann man auch in „Der Besuch der alten Dame“ finden, woran man erkennen kann, dass sich Friedrich Dürrenmatt viel mit diesem Thema befasst hat.

Insgesamt hat uns das Theaterstück wegen seinem besonderen Stil und der spannenden Handlung sehr gut gefallen.

Foto: Frau Sand; Text: Emilia Martin und Martha Bessler

Fastnacht am Grimmels!

Schon vor der ersten großen Pause rüstete sich die Grimmels-SMV für eine ordentliche Fastnachtsfeier auf dem Schulhof. Mit Beginn der Pause füllte sich der Schulhof schnell mit ausgelassenen und verkleideten SchülerInnen und LehrerInnen. Zu Fastnachtsklassikern wurde fröhlich gehüpft, getanzt und mit langen Polonaisen der Schulhof aufgemischt.

 

 

Text & Bilder: Rsn

Schüler erobern die Welt des 3D-Drucks: Technik-AG baut 3D-Drucker

Diese Woche fand ein spannendes Projekt seinen Abschluss: der Zusammenbau zweier 3D-Drucker  durch interessierte Schüler der Technik-AG. Die Bausätze des Modells MK-4 stammten von der renommierten Firma Prusa, einem Vorreiter in der Welt des 3D-Drucks.

3D-Drucker sind aus der modernen Welt der Konstruktion und Fertigung nicht mehr wegzudenken. Die Geräte erschaffen hochkomplexe Bauteile aus Kunststoffen, Metallen oder sogar Holzwerkstoffen – und sind dabei selbst höchst komplex aufgebaut. So etwas selbst zusammenzubauen – unmöglich! Wirklich?
Schüler der Technik-AG unter der Leitung von Herrn Schnirch nahmen die Herausforderung an und begannen Anfang des Schuljahres im Rahmen der AG mit dem Zusammenbau des 3D-Druckers. Der Bausatz, mit detaillierten Anleitungen versehen, ermöglichte den Schülern einen praxisnahen Einblick in das wundervolle Wirken und Werken eines 3D-Druckers.

Der Zusammenbau erwies sich als lehrreiches Abenteuer, bei dem die Schüler nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten schulten, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Funktionsweise des 3D-Drucks entwickelten. Nachdem der 3D-Drucker erfolgreich montiert war, eröffneten sich den Schülern nun zahlreiche Vorteile im Rahmen des Unterrichts. Die Option, Objekte aus verschiedenen Materialien und Formen zu drucken, ermöglicht es ihnen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Von Prototypen für den Technikunterricht bis hin zu künstlerischen Projekten in Kunst – die Einsatzmöglichkeiten scheinen grenzenlos.

Ein weiterer Pluspunkt des Prusa 3D-Druckers ist die hohe Druckqualität und Präzision. Die Schüler sind begeistert von den feinen Details, die sie in ihren gedruckten Werken erreichen konnten. Dies förderte nicht nur ihre technischen Fähigkeiten, sondern auch ihre Frustrationstoleranz und ihre Fähigkeit zur Problemlösung, wenn es darum ging, die optimalen Druckeinstellungen zu finden.

Insgesamt war der Zusammenbau und die erfolgreiche Nutzung des Prusa 3D-Druckers eine bereichernde Erfahrung für die Schüler.  Der 3D-Drucker erweist sich somit nicht nur als Werkzeug für die Schule, sondern auch als Sprungbrett für die Entfaltung der Talente und Innovationen der nächsten Generation.

Text und Bilder: snh

Spaß und Erfolg bei Mathe im Advent

Interview mit Edgar Martins, 19.1.2024

Hallo Edgar, erzähle doch, wo du gewonnen hast.

     Bei „Mathe im Advent“ habe ich eine Urkunde gewonnen, 1. Preis.

Wie oft hast du schon teilgenommen?

     Zweimal, letztes Jahr habe ich Bronze gewonnen (3. Preis).

Wie sehen denn die Aufgaben aus? Nenne doch ein Beispiel.

     Es sind mathematische Probleme, schwierigere und leichtere.  

     Eine Aufgabe war, den kürzesten Weg  für die Weihnachtselfen

     vom Nord- zum Südpol durch verschiedene Städte zu finden.

Und was macht dir an den Aufgaben besonders Spaß?

      Das Kopfrechnen, aber vor allem das Knobeln.  

Wie lange brauchst du denn, um eine solche Aufgabe zu lösen?

     Verschieden, meist aber so etwa zehn Minuten,

Und die muss man während der Adventszeit immer am gleichen Tag lösen?

     Ich habe mir das Ziel vorgenommen: „Ich mache das jetzt.“

     Und ich musste die Aufgaben immer am gleichen Tag lösen.

Muss man die Lösungen digital eintragen?

     Mit Handy oder Computer. Meistens gibt es eine Auswahl, aus der man die richtige Lösungen wählen muss, manchmal trägt man

     sie auch direkt ein. Die Aufgaben stehen auch im Internet.

In welche Klasse gehst du?

     6c.

Und – ist Mathematik auch ein Lieblingsfach?

     Das kommt auf das Thema an, aber Mathe mag ich.

Was machst du sonst noch gerne in der Schule oder als Hobby?

     Tennis, Sudoku, Kreuzworträtsel, Basketball.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Interview & Bild: Daniel Adler.

Grimmels goes Hollywood 2024

„Grimmels goes Hollywood“ stand in der Zeitung, nachdem wir uns entschlossen hatten, die Theaterbühne gegen die Kinoleinwand einzutauschen. Unser erster Film „Der Sommernachtstraum“ war ein großer Erfolg, der große Kino-Saal des Offenburger FORUM-Kinos, der etwa 500 Personen fasst ,war bei der Premiere nahezu ausverkauft , und auch die zweite Veranstaltung war sehr gut besucht. So war eben das Kino zu unserem Medium geworden, nachdem uns die Stadt Offenburg unseren bisherigen Aufführungsort, den Salmen, weggenommen hatte. Daraus ist nach langem Umbau ein Museum geworden. Als nächstes Stück hatten wir uns für dieses Jahr den „kleinen Prinzen“ ausgesucht – ein wunderbar poetisches Werk, das sehr bekannt ist.

Herr Maier, der Chef des Kinos, war ganz begeistert davon, dass wir es letztes Mal geschafft hatten, den großen Saal fast restlos zu füllen. Da dies für ihn ein gutes Geschäft war, war er sofort bereit, uns für das neue Projekt sein Kino zu geben. Vor ein paar Tagen war ich bei ihm, er war unheimlich freundlich, und ich war sehr überrascht, als er uns nach diesem Gespräch anbot, den kleinen Prinzen fünfmal aufzuführen. „Sensationell“ meinten einige und auch ich war ganz glücklich. Das Kino ist eine ganz andere Sache als das Theater. Es fehlt der live-Aspekt, aber dafür können meine Schauspieler auch einmal den Text vergessen, ohne sich zu blamieren. Denn dann wird die Szene eben nocheinmal gefilmt. Szene X, die zweite.

Wir sind nun gerade dabei, die letzten Szenen des Kleinen Prinzen einzuspielen, dann müssen sie noch vertont und geschnitten werden. Ich hoffe, dass es ein sehr schöner Film wird. Denn er vermittelt ja in vielfältigen Bildern einprägsame Wahrheiten, und ich hoffe, dass wir viele Zuschauer bekommen werden und die fünf Veranstaltungen gut besucht werden.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – das ist die tiefgehende Botschaft des Stückes und wir haben versucht, diese Wahrheit glaubhaft zu vermitteln.

Wir setzen uns ab von einem Kinderfilm, wir benutzen keine Zeichentrickfilm-Elemente und kitschig anmutende Verkleidungen, sondern wir spielen die einzelnen Szenen in schlichten Kostümen, vor ganz realistischem Hintergrund in Offenburg, in unserer Stadt: Im Kapuzinerkloster, an der Stadtmauer, im Vinzentius-Garten, in der Brandeck-Gaststätte und in der Volksbank. Die Szenen in der Wüste versuchen wir durch Greenscreens zu veranschaulichen und immer wieder sollen symbolische Gesten den Inhalt verdeutlichen. So öffnet der Fuchs das schmiedeeiserne Tor des Vinzentius-Gartens und lässt den kleinen Prinzen symbolisch in eine tiefere Welt eintreten. Und wenn der belehrende Fuchs für den kleinen Prinzen Wasser aus dem Brunnen schöpft und in dessen Hände fließen lässt,  so steckt dahinter die symbolische Aussage, dass er ihm eine tiefere Wahrheit und ein neues Weltverständnis vermittelt

Gesundheitlich geht es mir so einigermaßen, nur das Laufen bereitet mir Schwierigkeiten, ich bin oft unsicher auf den Beinen und schwanke hin und her. Auch bin ich oft sehr sehr müde durch den Einfluss der starken Medikamente. Oft nehme ich mir vor, am Abend noch etwas zu schreiben oder zu tun, und merke dann, dass ich am Schreibtisch sitze und am Einschlafen bin. Und oftmals verliere ich dann die Kontrolle und bin schon ein paar Mal am Schreibtisch eingeschlafen und vom Stuhl gefallen. Aber ich kämpfe gegen meine Krankheit an und versuche aktiv zu bleiben,.

Ich bemühe mich, nicht aufzugeben und weiterhin aktiv zu sein, immer ein Ziel vor Augen zu haben. Es geht zwar alles sehr langsam und ich brauche viel Zeit.  Aber man darf nie aufgeben. Deshalb bin ich auch noch etwas in der Schule tätig. Neben der besagten Theater -AG mache ich noch Aufsicht in der Mediathek einmal in der Woche. Auf diese Weise bleibe ich geistig aktiv und halte auch den Kontakt zur Schule, zu Schülern und Kollegen, aufrecht. Und auch wenn der Film nun fertiggestellt sein wird, denke ich daran, so eine Art kleines Kammertheater ins Leben zu rufen, wobei der Schwerpunkt dann auf der szenischen Gestaltung und auf Spiel und Sprache liegen wird. Außerdem möchte ich die Reihe „Literatur und Musik“, die immer einmal im Jahr im Kreuzgang stattfand und die mit meiner Pensionierung eingestellt worden war, wieder aufleben lassen.

Text & Fotos: Haaser

Leckerer Jahresausklang mit der Garten-AG

Von November bis März gibt es im Schulgarten nicht viel zu tun. Untätig sind die Mitglieder der Garten-AG aber nicht. In der Grimmels-Werkstatt wurde für Halloween Holzdekoration ausgesägt und gruselig bemalt. Gruselkatzen, Skeletten und Halloween-Arrangements schmückten dann die Halloween-Partys und Vorgärten.

Zum Jahresausklang überlegte sich das Team der Garten-AG  S. Fuchs und  S. Knecht eine besonders leckere Aktion. Aus geschmolzener Schokolade und verschiedensten Zutaten wurden schmackhafte Schokoladentafeln und Schoko-Crossies gezaubert. Leckerer können Weihnachtsgeschenke nicht sein!

Bilder: Fch Text: Rsn

Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums in der Evangelischen Stadtkirche

Am 19. Dezember war es endlich wieder so weit. Die evangelische Stadtkirche öffnete ihre Pforten für das Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums. Und so kalt es auch trotz aller Heizbemühungen war, die jungen Musikerinnen und Musiker wärmten mit ihren Klängen unsere Herzen.

Philipp Wink eröffnete mit Marcel Duprés dramatischem Sortie (op.62, 3) und einem beeindruckenden Orgelspiel das Konzert. Ein ernsterer Ton stimmte also den Abend ein und daran schloss auch die Rede des stellvertretenden Schulleiters Christian Haist an. Er stellte die Frage, ob uns in diesen Zeiten zum Feiern zumute ist – angesichts der Konflikte und Kriege in der Welt, angesichts der Tragödie, welche vor kurzem die ganze Offenburger Schulgemeinschaft heimgesucht hatte. Wir dürfen nicht verzagen, war seine Antwort, sondern ganz im Gegenteil: Wir brauchen Engagement, wir brauchen die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und wir sollen, so der Schlussappell, zum „Mitschöpfer unserer Gesellschaft“ werden.

Und genau dies stellten alle Mitwirkenden unter Beweis. Sie wurden zu Schöpfern eines unvergesslichen Abends: Sei es die Unterstufen-Combo unter der Leitung von Andreas Rückert, denen im Zusammenspiel mit Philipp Wink an der Orgel eine wunderbar sphärische Interpretation von „O Heiland reiß die Himmel auf“gelang. Eine Interpretation, die den Spagat zwischen Moderne und Barocker Musik wagte und ein wenig an „Emerson, Lake and Palmer“ erinnerte. Oder sei es das Unterstufen-Ensemble unter der Leitung von Angela Bruder-May, das mit schönen Flötenklängen sowie Cello, Geige und Klavier ganz besonders Händels Gavotte so träumerisch und feierlich in den Raum hauchte. Hier zeigten die jüngsten Instrumentalisten des Grimmels, dass wir noch viel von ihnen erhoffen dürfen.

Anschließend folgte der Basiskurs Musik der Jahrgangsstufe 2, der den Bogen vom barocken Kanon zum Swing spannte, ehe das erste Mal der Chor unter der Leitung von Erwin Meyer auftrat, und fröhlich beschwingt den heiteren Ton der J2 weitertrug. Der junge Chor bestach mit einer tollen Akzentuierung, mit gekonnten Wechseln aus zarten und kraftvollen Tönen und mit Solisten, die mit ihren so eindringlichen und klaren Stimmen dafür sorgten, dass man im gebannten Raum eine Stecknadel hätte fallen hören können.

Zwischen den Chorstücken wagten Bläser und Orgel ein ungewohntes Zusammenspiel, Dubois Marche triomphale, der auch tatsächlich – wie es der Titel verspricht – mit einem triumphalen Ende schloss. Das Stück reihte sich ein in eine Vielzahl internationaler, aber vor allem auch französischer Stücke. Und so konnte man das Konzert auch als ein Zeichen deutsch-französischer Freundschaft lesen, die seit vielen Jahren am Grimmels gepflegt wird.

Auch die Big-Band hatte unter Andreas Rückert einen großartigen Auftritt: James Bond jagt Dr. No durch einen ukrainischen Glockenchoral! Darauf muss man erst einmal kommen. Ein satter Sound über einem erstklassigen Arrangement, klar und präzise gespielt, dazu wieder einmal super Solisten. Was will man mehr?

Vielleicht eine Vereinigung aus Chor, Lehrerchor und Big-Band? Et voilà. Und die Musiker ließen vom ersten Stück an keine Zweifel aufkommen, dass jetzt nochmal richtig eingeheizt werden würde. Zuerst der Gospel Amen, dann Power von Myrna Summers, dessen Umsetzung dem Titel alle Ehre machte und schließlich das vorläufige Finale mit Come let us sing mit stakkatoartigen Bläsern und kraftvoll aufsingendem Chor. Das Publikum zahlte es mit starkem Applaus zurück.

Zum krönenden Abschluss trat nun endlich auch das Orchester unter der Leitung von Angela Bruder-May zusammen mit dem Chor auf. Von tiefen, langsam wandelnden Tönen getragen schwangen sich die Sänger bei Adolphe Adams Cantique de Noël mit ihren wunderbar hellen Stimmen zu den höchsten Tönen bis zum Himmel auf und ließen alle in der Kirche Versammelten von Weihnacht träumen.

Abgeschlossen wurde dieser wunderbare Abend schließlich mit Charles Gounods Messe aux Chapelles. Der letzte Strich war noch am Verklingen und man hätte ihn gern gehalten und noch weiter gelauscht.

Kann einem in diesen Zeiten zum Feiern zumute sein? Mit diesen Tönen – ja.

Text: Wth Bilder: Rsn

Ausstellung zum Thema “Verantwortung für die Umwelt”

Zu einer Ausstellung zum Thema “Verantwortung für die Umwelt übernehmen” lud die Ethik-Gruppe der Klassen 6a, b und c vergangenen Dienstag die Schulgemeinschaft des Grimmelshausen-Gymnasiums ein. Neben den schulinternen Gästen, bewunderten auch Eltern und Geschwister das Projekt der Sechstklässler*innen.

Im Ethikunterricht hatte die Klasse sich in den vergangenen Wochen mit verschiedenen Aspekten rund um das Thema Umweltschutz beschäftigt. Im Vordergrund standen dabei die Leitfragen: Warum müssen wir die Natur schützen? Wie können wir dies tun? Und welche Werte stecken dabei hinter unserer persönlichen Entscheidung?

Schlau gemacht hatten sich die Schüler*innen vor allem zu den Themen Palmöl, Plastikmüll, Lebensmittelverschwendung, Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und Wasserverbrauch. Neben informativen Plakaten wurden den Gästen auch interaktive Spiele angeboten. Natürliche und unnatürliche Gegenstände konnten ertastet, Wassermengen geschätzt und Palmölprodukte identifiziert werden. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung konnte man sein neu gewonnenes Wissen direkt in einem gemeinsamen Online-Quiz gegen die anderen Ausstellungsbesucher*innen auf die Probe stellen.

Die Ethik-Gruppe 6abc bedankt sich herzlich bei allen Gästen, die diesen Nachmittag zu einem echten Erlebnis gemacht haben.

Text & Bilder: Srm