Es erwartet Sie ein Programm für die ganze Familie mit tollen Musik- und Theaterdarbietungen. Anlässlich des 350. Todestages unseres Namensgebers, stellt das Fest Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen mit vielen Überraschungen in den Mittelpunkt.
Bei unserem kulinarischen Angebot und den Beiträgen der Klassen kommt der Grimmels-Taler zum Einsatz, den Sie als Wertbon an Wechselstationen erwerben können. Bitte bringen Sie selbst Geschirr und Besteck von zu Hause mit.
Wir freuen uns auf viele Gäste, Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde und Ehemalige.
Am vergangenen Montag haben wir Kateryna S., Mitarbeiterin an der Jungen Theaterakademie, durch ein unfassbares Gewaltverbrechen verloren, das uns mit tiefer Trauer zurücklässt. Kateryna, die vor ihrer Flucht nach Deutschland als Theaterdozentin an der Hochschule der Künste in Charkiw unterrichtete, hat seit Sommer 2024 in zahlreichen Projekten der Jungen Theaterakademie intensiv mitgearbeitet.
Für unsere Theaterproduktionen „Alice“, „1601 – Hexenwahn in Offenburg“, „Wir sind ganz junge Bäumchen – 85 Jahre Deportation nach Gurs“ und „Sturz in den Mummelsee“ hat sie eindrucksvolle Choreografien und pantomimische Sequenzen entwickelt. Die Zusammenarbeit mit ihr war menschlich unglaublich harmonisch und zugleich künstlerisch und pädagogisch von unersetzbarem Wert für uns.
Dass mit einer so sinnlosen Tat diese freundschaftliche Verbundenheit und ihre engagierte und mutige Integration nach ihrer Flucht aus der Ukraine so ein schreckliches und brutales Ende findet, lässt sich nicht in Worte fassen. Kateryna hinterlässt einen minderjährigen Sohn, der nun beide Elternteile verloren hat.
Die Junge Theaterakademie ruft daher zusammen mit der Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas zu Spenden für ihren Sohn auf. Weitere Infos zu unserer Spendenkampagne: Spendenaufruf
Die gespannte Erwartung und Neugier war den zukünftigen SchülerInnen und Eltern der neuen fünften Klassen deutlich anzumerken, als sie zum Kennenlernnachmittag am Grimmels eintrafen. Lange mussten die neuen FünftklässlerInnen die Spannung aber nicht aushalten. Nach einer kurzen Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Christian Haist und die Unterstufenkoordinatorin Stefanie Bank konnten die zukünftigen Grimmels-SchülerInnen gemeinsam mit den Klassenlehrerteams ihre neue Klasse kennenlernen. Die Klassenlehrerteams hatten verschiedene Spiele vorbereitet, um die anfängliche Scheu zu überwinden und in froher Runde Namen, Hobbys und viele andere interessante Dinge über die neuen MitschülerInnen zu erfahren.
Die Klassenzimmer der vier fünften Klassen liegen grimmelstypisch nah beieinander. So können die neuen Mitglieder der Grimmels-Schulgemeinschaft schnell auch über die eigenen Klassen hinweg Freundschaften schließen. Ausgestattet mit Informationsmaterial und einem ersten Eindruck der neuen MitschülerInnen und KlassenlehrerInnen können sich alle nun viel mehr auf den Start am Grimmels nach den Sommerferien freuen!
Mit viel Applaus, bewegenden Worten und ausgelassener Stimmung verabschiedete das Grimmelshausen-Gymnasium Offenburg am Freitag, den 10. Juli, seinen Abiturjahrgang 2026. Nur wenige Tage nach den erfolgreich bestandenen mündlichen Prüfungen kamen die AbiturientInnen gemeinsam mit ihren Familien, Freunden sowie Lehrkräften in der Athletenhalle Urloffen zusammen, um einen der bedeutendsten Abende ihrer Schulzeit zu feiern.
Bereits die Prüfungsergebnisse hatten Anlass zur Freude gegeben. Der Jahrgang erzielte einen Gesamtdurchschnitt von 2,2. Insgesamt erreichten 18 Schülerinnen und Schüler eine Eins vor dem Komma. Julius Lenenbach und Leonard Seger wurden für die Bestnote 1,0 besonders ausgezeichnet – eine Leistung, die eindrucksvoll das hohe Niveau des Jahrgangs unterstrich.
Nach dem Sektempfang begann der offizielle Festakt mit einer Begrüßung durch Laura Link und Ferdinand Danner und der Abiband. Anschließend erhielten die Abiturientinnen und Abiturienten unter großem Beifall ihre Zeugnisse.
Laura und Ferdinand ließen den Jahrgang noch einmal auf die vergangenen Jahre zurückblicken. Mit scharfem Humor erinnerten sie an Klausuren, Kursfahrten, Schulveranstaltungen und die vielen kleinen Momente des Alltags, die aus einer Stufe eine Gemeinschaft gemacht hatten. Gleichzeitig fanden sie herzliche Worte des Dankes an Eltern, Lehrkräfte und alle, die den Weg bis zum Abitur begleitet hatten. Für den Elternbeirat gratulierte Herr Bartlitz und hob hervor, wie viel Engagement, Durchhaltevermögen und gegenseitige Unterstützung hinter diesem Erfolg stehen. Er sprach den AbiturentInnen Mut zu, verschiedene Wege auszuprobieren und den richtigen für sich zu finden.
Besonderes Gewicht erhielt die Rede von Schulleiter Wilfrid Arens. Ausgehend vom Abiturmotto „Mehr generiert als kapiert“ spannte er den Bogen von künstlicher Intelligenz hin zu den Fähigkeiten, die Menschen unverwechselbar machen. Mit einem Augenzwinkern fragte er, ob in den vergangenen Jahren vielleicht ChatGPT das wichtigste Schulbuch gewesen sei. Schnell wurde jedoch deutlich, dass seine Rede keine Kulturkritik, sondern ein Plädoyer für Eigenständigkeit war.
„Nutzt die Werkzeuge der Zukunft. Nutzt künstliche Intelligenz, wenn sie euch hilft, Probleme zu lösen oder Ideen zu entwickeln. Aber verliert niemals den Anspruch, die Welt selbst verstehen zu wollen. Generiert ruhig – aber versucht vor allem zu kapieren“, gab Arens den jungen Erwachsenen mit auf den Weg. Ebenso eindringlich appellierte er: „Bleibt neugierig. Hinterfragt das Offensichtliche. Schaut hinter die Kulissen.“ Seine Botschaft: Technik könne unterstützen, aber weder Verantwortung übernehmen noch Freundschaft, Liebe oder Begeisterung ersetzen.
Besonders nachdenklich wurde die Rede, als Arens von seinem eigenen Abitur vor vierzig Jahren erzählte. Nicht Unterrichtsinhalte seien bis heute am stärksten in Erinnerung geblieben, sondern Freundschaften, Klassenfahrten, Projekte und Lehrkräfte, die Haltung vermittelt hätten. Beziehungen seien das Wertvollste, was Schule schaffen könne – weit über den Unterricht hinaus.
Neben den schulischen Leistungen wurden auch besondere Zusatzqualifikationen geehrt. Das französische Baccalauréat erhielten Ben Bartlitz, Alexandra Bilger, Ferdinand Danner, Louison Godet, Anton Guénégo, Elias Nico Moulin und Anaïs Sanchez-Godin. Mit diesem Doppelabschluss besitzen sie sowohl die deutsche als auch die französische Hochschulzugangsberechtigung.
Nach der sehr unterhaltsamen “denglischen” Ehrung der Studienfahrt folgten ein gemeinsames Essen und eine Diashow mit zahlreichen Bildern aus der Schulzeit. Immer wieder brandete Gelächter auf, wenn bekannte Szenen aus Klassenfahrten oder Projekten über die Leinwand liefen. Später verwandelte sich der Festsaal in einen Ballsaal und die Abiturfeier ging in eine lange Partynacht über.
Der Jahrgang 2026 verlässt das Grimmelshausen-Gymnasium mit hervorragenden Ergebnissen und vielen gemeinsamen Erinnerungen. Studium, Ausbildung, Freiwilligendienst oder Auslandsaufenthalt – die Wege werden künftig unterschiedlich sein. Die Worte des Schulleiters fassten den Abend passend zusammen: Offen bleiben, Chancen nutzen, selbst denken und neugierig bleiben. Mit diesen Wünschen verabschiedete das Grimmelshausen-Gymnasium einen Jahrgang, der seine Schulzeit erfolgreich abgeschlossen hat und nun seinen eigenen Weg gehen wird.
ist ein spannendes Theaterstück zu den Themen Hexenverfolgung, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Am Schicksal eines Mädchens wird gezeigt, wie Menschen im 16. Jahrhundert als Hexen angeklagt und verurteilt wurden. Es geht aber auch um Motive unseres Handelns, Passivität oder Zivilcourage, die Rolle der Frau, den Mut zu selbstbestimmten Entscheidungen und letztlich die Suche nach einem Platz in der Gesellschaft. Fragen und Themen, die gerade in unserer heutigen Zeit unser Leben bestimmen. Gedanken darüber machten sich die Schüler:innen der AG und schrieben eine Rahmenhandlung zum historischen Stück.
Aufführungen am 20.+ 21. Juli 26 im Theater Baden Alsace in Neuried ab 19:00h.
Ein Konzert der Sonderklasse erwartete die Schülerinnen und Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums, die am 4. Juli 2026 zusammen mit ihrem Musiklehrer Erwin Meyer ins Festspielhaus nach Baden-Baden aufgebrochen sind, um sich dort vom London Sinfonieorchester mit einem Konzertprogramm, ausschließlich mit Werken des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow, in eine emotionsgeladene und romantische Hochstimmung versetzen zu lassen. Zuerst brillierte die Pianistin Beatrice Rana mit Rachmaninows extrem virtuosen Paganini-Variationen für Klavier und großes Orchester, bevor sich die 2500 Zuhörenden von dessen 2. Sinfonie über eine Stunde berauschen ließen. Geleitet wurde das britische Orchester vom renommierten Dirigenten Nézet-Séguin. Musik als Sprache des Gefühls, der Verständigung und der Liebe, so würdigte der Dirigent in seinen Schlussworten an den gefüllten Saal die Werke, dankte dabei den Musikern, aber auch allen Begeisterten im Publikum, zu denen ganz besonders die Grimmelsgäste gehörten.
Am Samstag, den 4. Juli 2026, kehrte der Abiturjahrgang 2016 an seine alte Wirkungsstätte zurück. Zum 10-jährigen Abiturtreffen fanden sich deutlich mehr ehemalige Schülerinnen und Schüler ein, als zunächst erwartet worden war. Bei bestem Sommerwetter begrüßte Herr Rosenkranz die Ehemaligen mit einem kleinen Sektempfang im Schulgarten. Dort erinnerte der noch immer erhaltene Gedenkstein, den der Jahrgang 2016 seiner Schule hinterlassen hat, an die gemeinsame Schulzeit und bot den perfekten Anlass für Erinnerungsfotos und viele angeregte Gespräche.
Anschließend führte Herr Rosenkranz die Gruppe durch das Schulhaus. Die ehemaligen Abiturientinnen und Abiturienten staunten über die zahlreichen Veränderungen der vergangenen zehn Jahre. Gleichzeitig stellten sie fest, dass ihnen vieles sofort wieder vertraut vorkam und zahlreiche Erinnerungen wach wurden. Für eine besondere Freude sorgte das spontane Wiedersehen mit dem ehemaligen Theaterlehrer Herrn Barone, der sich der Gruppe gerne anschloss. Schnell wurden Geschichten aus der Schulzeit ausgetauscht und gemeinsam über unvergessliche Erlebnisse gelacht.
Passender hätte das Wiedersehen kaum unter einem anderen Motto stehen können: 2016 verabschiedete sich der Jahrgang mit dem Leitspruch „Abi heute – Captain morgen“. Im Vorwort der Abiturzeitung ermutigte sich die Stufe damals selbst mit den Worten: „Also setzt die Segel und seid furchtlose Piraten, denn wir haben unser Abitur heute und sind Captain morgen!“ Zehn Jahre später zeigte sich, dass aus den damaligen ‚Piraten‘ Menschen geworden sind, die ganz unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen und neue Herausforderungen gemeistert haben.
Ebenso treffend wirkt heute ein weiterer Satz aus dem Vorwort der Abiturzeitung: „Vieles hat sich verändert und doch blieb eines jahrelang gleich: Wir waren eine Crew und segelten auf einem Schiff zum Abitur. Jetzt wird es Zeit, Abschied zu nehmen, auf sein eigenes Schiff zu steigen und neue Gewässer zu erkunden.“ Genau diese neuen Gewässer haben die Ehemaligen in den vergangenen zehn Jahren erkundet. Beim Wiedersehen wurde jedoch deutlich, dass die gemeinsame Zeit am Grimmelshausen-Gymnasium und der Zusammenhalt der damaligen Crew bis heute verbinden.
Mit vielen schönen Erinnerungen, herzlichen Begegnungen und dem Gefühl, für einen Nachmittag noch einmal gemeinsam an Bord des alten ‚Schiffes‘ gewesen zu sein, endete ein rundum gelungenes Jubiläumstreffen.
Beten. Essen. Austauschen. Repeat. Klingt langweilig? Nicht für uns 15 Schüler*innen der Klasse 10 und der Jahrgangsstufe 1, die wir am 13.05. mit den Religionslehrkräften Judith Lienhard und Nikolaus Engert die sechsstündige Busfahrt in die französische Kommune Taizé auf uns genommen haben.
Dort haben wir die Feiertage über Christi Himmelfahrt so bescheiden und einfach wie möglich, angelehnt an das Leben der rund 80 Brüder von Taizé, verbracht. Untergebracht in den simplen Holzhütten, auch Baracken genannt, haben wir bei den niedrigen Temperaturen zwar ordentlich gefroren, allerdings haben wir uns davon die gelassene Stimmung nicht verderben lassen. Was einigen von uns mehr zugesetzt hat, war das nicht allzu üppige, aber trotzdem akzeptable Essen, das jedoch durch mitgebrachte Speisen, wie Instant-Nudeln, wieder ausgeglichen wurde.
Bei den drei Gebeten jeden Tag geht es weniger um korrekte Religionsausübung, vielmehr geht es um Gemeinschaft, Liebe und Frieden. Diese Gemeinschaft wird nicht nur durch das Beten, sondern auch durch gemeinsames Singen, Essen und Diskurs gelebt, wodurch wir bald auch zu Jugendlichen aus anderen Gruppen Kontakt aufgebaut haben. So wurden die Gebete schnell zu etwas, worauf wir uns sogar freuten und auch an die jeweils achtminütige Stille gewöhnten wir uns leicht. Nach einer anschaulichen, lebendigen Einführung in den Bibeltext des Tages von Bruder Barnat, trafen wir uns in kleineren Gruppen mit internationaler Zusammensetzung, um uns über den Text und weitere Denkanstöße auszutauschen. Wir hatten natürlich auch freie Zeit, die wir selbst gestalten durften. Egal ob Schnitzeljagd, Taizé-Twister, Spazieren, Marktbesuch im Nachbarort, Joggen oder Entspannen an der Quelle von St. Etienne – langweilig wurde uns nie!
Nach dem bezaubernden Lichtergottesdienst am Samstagabend mussten wir auch schon unsere Rückreise vorbereiten, um in den Alltag zurückzukehren. Müde, aber erfüllt stiegen wir dann am Sonntagmittag nach dem Abschiedsgottesdienst in den Bus. Wiedergekehrt sind wir am 17.05. zwar mit durchnässten Klamotten und einigen Snacks weniger, aber dafür mit unvergesslichen Erfahrungen, zahlreichen Erinnerungen, neuen Erkenntnissen, Freundschaften in ganz Europa, ganz vielen Ohrwürmern und einem Teil des Lichts von Taizé, dass wir weiter in unseren Herzen tragen.
Vielen Dank an Frau Lienhard und Herrn Engert, dass Sie uns diese einzigartige Zeit ermöglicht haben!
Text: Martha B. & Emilia B. Fotos: Eng, Sophia H.
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