Das Schulleben am Grimmels

Besuch bei „Maria Stuart“ im Freiburger E-Werk

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Fahrten und Exkursionen, Schüler

Am Freitag, den 11. Mai ergriffen einige Schüler der 10. Klasse das Angebot, mit Frau Tennstedt im E-Werk Freiburg das Stück Maria Stuart zu besuchen. Man traf sich abends, um mit dem Zug nach Freiburg zu fahren. Die Theaterbühne und der Zuschauerraum waren anfangs ungewohnt klein, was sich aber später als sehr interessant herausstellte, da die fünf Schauspieler fast permanent auf der Bühne präsent waren und es so für die Zuschauer auch immer kleine Nebenschauplätze zu beobachten gab. Die Zahl der Personen aus dem Original war also stark reduziert, der Text war teilweise umverteilt worden, ein Schauspieler wechselte zwischen zwei Rollen hin und her. So erschienen die Hauptgedanken des Stückes auf interessante Weise neu. Auch die gut ausgewählten Requisiten trugen dazu bei. Besonders schön war, dass einige Szenen auch mit Humor gespielt wurden und dass die Schauspieler ihre Rolle alle sehr gut verkörperten. Nach dem Stück bot der Regisseur noch an, uns etwas zu seinen Abwandlungen zu erzählen und Fragen zu beantworten. Insgesamt waren wir alle sehr positiv überrascht von der Modernität des Stückes und der Ausflug nach Freiburg hatte sich definitiv für alle gelohnt.

Text: A. Vitiello

 

Besuch Herr Marwein, MdL, am Grimmelshausen-Gymnasium

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Das Schulleben, Presseberichte

Aus Anlass des Europatages bekamen die Oberstufenschüler des Grimmelshausen-Gymnasiums am Freitag, dem 4. Mai Gelegenheit, mit dem Landtagsabgeordneten Thomas Marwein zu diskutieren.

Erwartungsvoll und mit einer Frageliste ausgerüstet, begann die Begegnung für die Jahrgangsstufe 1 mit dem Leistungskurs Politik und Geographie schon in den ersten beiden Stunden. Die Atmosphäre entspannte sich schnell, da es sofort zu einem lebendigen Dialog zwischen Schülern und Politiker kam. Die behandelten Themen drehten sich um aktuelle Fragen, von den Elektroautos und anvisierten Fahrverboten über die Digitalisierung bis zur umstrittenen Schulrechtsreform G8.

In der 5. Stunde kamen dann die Abiturienten in den Genuss eines Abgeordneten „zum Anfassen“ und behandelten spontan und kontrovers Themen wie die Schließung von Kliniken, den Einsatz von Atomenergie oder die Tragfähigkeit der Koalition zwischen CDU und Grünen im Landtag.

Insgesamt wurde die unkomplizierte Umgangsweise Thomas Marweins gelobt. Der Austausch war anregend und vermittelte Einblicke in das arbeitsame und komplexe Arbeitsfeld eines Politikers.

 

Text: A. Krüger, Bild: C. Haist

2. Platz im Landesfinale Jugend trainiert für Olympia Gerätturnen

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Sport

Am 7. März wurde im Rahmen des Landesfinales von „Jugend trainiert für Olympia“ im Gerätturnen der Landessieger gekürt, der Baden-Württemberg beim Bundesfinale in Berlin vertreten darf. Unsere Mannschaft mit Marlene Kreisz, Leonie und Emily Falk, Leonie Adler und Carla Isen hatte im Wettkampf auf Regierungspräsidiumsebene mit einer geschlossenen Teamleistung den 1. Platz erzielt und sich als eine von vier Mannschaften für diesen Wettbewerb qualifiziert.

In einem starken Teilnehmerfeld mit mehreren Kader- und sogar Bundeskaderturnerinnen starteten unsere fünf hochmotiviert in den Wettkampf. Dieser begann mit dem Stufenbarren, an dem besonders die Schwestern Emily und Leonie Falk mit sehr sauberen Übungen überzeugten. Aber auch Marlene Kreisz kam gut durch ihre Übung und steuerte eine hohe Punktzahl zum Geräteergebnis bei. Das “Zittergerät”, der Schwebebalken, wurde ebenfalls souverän gemeistert. Hier sammelten Leonie Adler und Leonie Falk mit ihren sturzfreien und anspruchsvollen Übungen die meisten Punkte. Am Boden galt es, die Kampfrichter mit akrobatischen und zugleich eleganten Übungen zu überzeugen. Unsere Turnerinnen präsentierten teilweise spektakuläre Saltos, und Carla Isen erhielt besonders aufgrund ihrer sauber ausgeführten gymnastischen Sprünge eine der höchsten Wertungen des Tages. Beim Sprung als letztem Gerät konnten schließlich weitere hohe Wertungen erzielt werden.

Am Ende reichte es für die Grimmels-Schülerinnen zwar nicht zum Landessieg, dafür erturnten sie sich aber einen sensationellen zweiten Platz, auf den sie wirklich stolz sein können. Selten hat es eine Mannschaft des Grimmelshausen-Gymnasiums bei einem Landesfinale so weit nach vorne geschafft. Dieser Erfolg bildet einen schönen Abschluss einer insgesamt sehr erfolgreichen Wettkampfphase. Herzlichen Glückwunsch an die Turnerinnen!


Text: L. Schulz

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: B. Schindler

 

Geographiewettbewerb Diercke Wissen

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles

Auch in diesem Schuljahr wurde der größte Geographiewettbewerb Deutschlands am Grimmels durchgeführt. Alle Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klassen konnten daran teilnehmen.

Elias Hepfer (Klasse 8a) errang dabei den Sieg auf Schulebene. Nachdem Elias den Klassensieg erreicht hatte, konnte er sich danach als Sieger des Grimmelshausen-Gymnasiums gegen seine zum Teil älteren Mitschülerinnen und Mitschüler durchsetzen und qualifizierte sich somit für den Landesentscheid Ende März 2018 in Baden-Württemberg.

Lieber Elias, herzlichen Glückwunsch!

Frau Herbert (Geographie-Fachbetreuerin) und Herr Kopriwa (Schulleiter) mit dem Schulsieger Elias Hepfer.

 

Text & Bild: C. Haist

Grimmels erfolgreich bei den Ski- und Snowboard-Stadtmeisterschaften

Geschrieben von admin am in Aktuelles

Bei den Offenburger Schulstadtmeisterschaften Ski alpin und Snowboard am 21. Februar war das Grimmelshausen-Gymnasium mit 50 Schülerinnen und Schülern am Start. Bei hervorragenden äußeren Bedingungen konnten die Läuferinnen und Läufer des Grimmels tolle Ergebnisse erzielen. Mit Leni Ritter (U12 weiblich) und Dominik Bischof (U21 männlich) konnte das Grimmels auch zwei Mal das oberste Treppchen besetzen.
Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich zu ihren Erfolgen und wachsen schon die Ski und Snowboards für das kommende Jahr!

Die erfolgreichen Teilnehmer des Grimmels.

Auf den Seiten des Skiclubs Offenburg finden Sie die vollständige Ergebnisliste.

Text: M. Schnirch | Fotos: M. Schnirch, T. Bierkle

Nahtloser Wechsel in der Schulleitung des Grimmelshausen-Gymnasiums zum Schulhalbjahr

Geschrieben von admin am in Aktuelles, Archiv

Marianne Jöllenbeck verlässt das Grimmelshausen-Gymnasium. Neuer stellvertretender Schulleiter wird Christian Haist.

Marianne Jöllenbeck, die stellvertretende Schulleiterin des Grimmelshausen-Gymnasiums, verlässt auf eigenen Wunsch nach 17 Jahren das Grimmels und wechselt nach Freiburg, ihren Wohnort, ans Wentzinger-Gymnasium. Auch dort nimmt sie die Stelle der stellvertretenden Schulleiterin ein, aber an einer Schule, die doppelt so groß wie das Grimmels ist. Neue und andere Aufgaben hat sie dort bereits seit dem 1. Februar in Angriff genommen.

Marianne Jöllenbeck wurde mit zahlreichen Abschiedsgeschenken bedacht.

Marianne Jöllenbeck hat dem Grimmelshausen-Gymnasium mit viel Engagement und Herzblut ihren Stempel aufgedrückt. Sie wurde allseits geschätzt. Zweifelsohne hat auch die Schule sie selbst geprägt: Marianne Jöllenbeck trat ihre erste Stelle hier als Mathematik- und Französisch-Lehrerin im Schuljahr 2001/2002 an. Bereits im Folgejahr wurde sie von den Schülern zur Verbindungslehrerin gewählt, später hatte sie das Amt der Präventionsbeauftragten inne, ehe sie bis heute als kompetente Oberstufenberaterin die Kursschüler und Abiturienten unter ihre Fittiche nahm und sie organisatorisch sicher zum Abitur führte. Seit 2012 war sie als stellvertretende Schulleiterin tätig.

 

Ein Spalier aus Zeichenutensilien aus dem Mathematikunterricht geleitete Marianne Joellenbeck zum Rednerpult.

Dass die Schulgemeinde des Grimmelshausen-Gymnasiums die quirlige und liebenswerte Person nicht gerne ziehen lässt, wurde beim stimmungsvollen Abschiedsfest des Lehrerkollegiums am vergangenen Freitag deutlich. Die siebzehn Jahre, die sie an der Schule verbracht hat, waren das Thema zahlreicher Beiträge. Eine gewisse Wehmut war vielfach zu spüren, auch beim Hofabschied gemeinsam mit den Schülern am darauffolgenden Montag.

 

Dennoch, es geht weiter! Es gibt keine Vakanz bei der Stelle der stellvertretenden Schulleitung: Noch während der Abschiedsfeierlichkeiten gab Schulleiter Dieter Kopriwa die Neuigkeit bekannt, die mit großem Applaus begrüßt wurde: Neuer Stellvertreter wird Christian Haist. Der vorgesetzten Behörde, dem Regierungspräsidium Freiburg, gebührt hierbei ein großes Lob, dass sie für einen nahtlosen Übergang sorgen konnte.

Schlüsselübergabe an Herrn Christian Haist.

Der 44-jährige Christian Haist unterrichtet die Fächer Englisch, Sport und Geographie und ist seit dem Schuljahr 2015/2016 am Grimmelshausen-Gymnasium. Zuvor unterrichtete er 12 Jahre am Markgrafen-Gymnasium in Karlsruhe-Durlach, seiner ersten Stelle. Doch den gebürtigen Zell-Weierbacher zog es samt Familie wieder in die Heimat und so wurde er auf eigenen Wunsch nach Offenburg versetzt. Dass er gerade am Grimmels gelandet ist, war eher Zufall. Denn Christian Haist hat 1993 am Grimmelshausen-Gymnasium selbst Abitur gemacht, ist also ein „Ehemaliger“. Einen Teil seines Referendariats legte er ebenfalls am Grimmels ab, er kennt also die Schule, ihr Umfeld und die örtlichen Verhältnisse sehr gut. So ist er im Schulleitungsteam Garant für Kontinuität, kennt und schätzt die Vorzüge des Grimmels, ist gut vernetzt und kann den Bedarf und die Möglichkeiten von Veränderungen beurteilen.

Damit sind die Grundlagen für eine erfolgreiche nächste Runde im „Staffellauf“ gelegt und die gesamte Schulgemeinschaft kann sich über den gelungenen Stabwechsel freuen und mit großem Optimismus in die Zukunft schauen.

Text: R. Schmidt
Bilder: C. Haist, L. Rosenkranz, M. Schnirch

“Es Weimar einmal…”

Geschrieben von admin am in Aktuelles, Archiv, BZF-Fahrten

Mit großer Vorfreude auf das Wiedersehen mit ihren französischen Freunden der letztjährigen Fahrt nach Lyon, stiegen die acht Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums am Sonntag um 6 Uhr morgens in den Bus nach Weimar, wo sie die in Straßburg zugestiegenen Austauschschüler/innen begrüßten.
Nun konnten wir die sechsstündige Reise nach Weimar, der Hauptstadt der deutschen Literatur, wie wir sie nach unserem Besuch genannt haben, antreten. Mit an Bord waren keine ausgeschlafenen Schüler, denn die frühen Morgenstunden nutzten wir alle, um unseren Schlaf fortzusetzen und Energie für den restlichen Tag zu tanken. Da wir noch einige Ausflüge vor uns hatten, war dies eine ruhige, fast stille Fahrt.

COLLÈGE EPISCOPAL SAINT-ETIENNE STRAßBURG UND
GRIMMELSHAUSEN-GYMNASIUM OFFENBURG
Die Kooperation der Klassik Stiftung Weimar mit dem Straßburger Collège und dem Offenburger Grimmelshausen-Gymnasium besteht seit 2013. Im Rahmen des Bildungsprojektes Weimarpedia wird hier modellhaft erprobt, wie die Zusammenarbeit von zwei Partnerschulen durch eine jährliche Projektwoche in Weimar intensiviert und dabei zugleich der interkulturelle Austausch verbessert werden kann. Die zwischen beiden Schulen bestehende Partnerschaft wird hierbei weiterentwickelt und profiliert.Weitere Informationen zu unserem Projekt finden sich unter: weimarpedia.de

Unser erstes Ziel war die bekannte Wartburg in Eisenach. An der Burg angekommen, zog der Ausblick über die Landschaft das Interesse aller Schüler auf sich. Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren wir alle aus unserem Schlaf erwacht. Nach einer interessanten Führung setzten wir die Reise zu den nächsten Zwischenstopps, dem Schiller-Museum und dem Luther-Haus, fort.
Einige entschieden sich für den Besuch des Schiller-Museums und andere für das Luther-Haus. Die Gruppe, die das Schiller-Museum besuchte, durfte ein musikalisches Vorspiel auf von Schiller persönlich benutzten Musikinstrumenten genießen.

Je näher wir unserer Herberge kamen, desto größer wurde die Spannung. Die Zimmer waren ordentlich und bequem eingerichtet. Die Jugendherberge bot uns ein Fußballfeld, eine Tischtennisplatte und einen Basketballkorb. In den freien Stunden hatten wir Spaß daran, uns mit unseren französischen Freunden zu messen oder gemeinsam zu spielen. Auch innerhalb der Herberge sorgten Gesellschaftsspiele ständig für eine gute und ausgelassene Stimmung, so dass es uns nie langweilig wurde.

Die ersten zwei Tage verbrachten wir damit, verschiedene Museen in und um Weimar zu besuchen. So stand auch ein Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald auf dem Programm. Tief betroffen hatte der Besuch einen erschütterten Eindruck hinterlassen. Der Abend an diesem Tag verlief ruhig, da jeder noch ein bisschen in sich gekehrt war.

Der nächste Tag begann wieder mit Schwung und Motivation. Am meisten freuten wir uns aber auf das eigentliche Projekt, das bevorstand: wir sollten einen eigenen Film über Weimar drehen. Es standen drei Themen zur Auswahl: Aufklärung, Klassik und Nationalsozialismus. Jeder einzelne Schüler steckte all seine Mühe und Leidenschaft in das kreative Projekt, um ein außergewöhnliches Ergebnis zu erzielen. Unter den vier- bis sechsköpfigen deutsch-französischen Schülergruppen herrschte ein kleiner Konkurrenzkampf um die beste Verfilmung. Drei Tage lang arbeiteten wir mit Fleiß an den Projekten. Dabei wurden wir unterstützt von Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei. Wir konnten ebenfalls Museen sowie Einrichtungen der Stadt, zum Beispiel das Goethehaus, kostenlos besuchen. Außerdem wurde uns auch das gesamte Equipment (Kostüme, iPads etc.) gestellt, das wir für unsere Arbeit benötigten.

Am Donnerstagnachmittag war es so weit: Alle Gruppen waren rechtzeitig fertig und konnten kaum die Vorstellung der Ergebnisse im Studienzentrum erwarten. Alle Filme wurden nacheinander präsentiert. Alle Gruppenmitglieder waren damit einverstanden, die Filme auf die Homepage der Stiftung zu stellen:

Es war die Gelegenheit für uns, etwas komplett Eigenes, ohne Lehrer oder Begleiter, zu gestalten.

Die Informationen, die wir über Goethe und Schiller gewonnen haben, ermöglichten uns sogar einen Vorteil im Deutschunterricht gegenüber den anderen Schülern zu erzielen, denn wir wurden bestens über das Leben der beiden Dichter informiert. Wir hatten sämtliche Häuser, Museen und eine Theateraufführung zu den beiden besucht. Wir konnten somit alle unser Wissen über die Stadt Weimar, ihre Geschichte und die Dichter erweitern.

Am letzten Abend vor der Abreise versammelten wir uns alle um ein Lagerfeuer herum und sangen gemeinsam französische und deutsche Lieder. Unser Gesang wurde begleitet von einer Saint-Étienne Schülerin und unserer Französischlehrerin, Frau Dr. Tennstedt. Danach ging es noch stimmungsvoll im Partyraum weiter. Lehrer und Schüler tanzten gemeinsam zu aktuellen Songs aus den Charts.

Am Freitag, nach dem Frühstück, war die Zeit gekommen, die Heimreise anzutreten. Doch bevor wir uns von unseren Partnerschülern verabschieden mussten, einigten wir uns noch auf ein Nachtreffen, damit der Kontakt zwischen uns aufrechterhalten wird.

Wir haben in dieser Woche viel voneinander gelernt – sprachlich wie menschlich. Diese Studienfahrt war für uns alle ein sehr schönes Erlebnis, welches wir nur weiterempfehlen können.

Text: Jean Louis Leussi | Bilder: Rachelle Quassivi

Höret, die Stille, die Musik, die Weihnachtsgeschichte!

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Chor und Orchester

Schüler und Lehrer des Grimmelshausen-Gymnasiums stimmen die Zuhörer auf Weihnachten ein

 

 

Am Dienstagabend (12.12.) fand in der evangelischen Stadtkirche Offenburg das diesjährige Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums statt. Eröffnet wurde das Konzert von Chor und Orchester der Unterstufe mit einer kleinen Weihnachts-Kantate. Die jungen Sänger und Instrumentalisten musizierten fein aufeinander abgestimmt schlichte und schöne Melodien der Weihnachtsgeschichte, die von den Sprecherinnen Rahel Lurk und Leonie Harter vorgetragen wurden. Einen musikalischen Kontrast setzte die Big-Band der Unterstufe mit “No ‘L‘ in Swing“, “Winter Wonderland“ und “Sleigh Ride“. Passend ergänzt wurden diese Weihnachtshits durch die Musikkurse der Jahrgangsstufe mit “Zu Bethlehem überm Stall“ und “Hear me Prayin‘, Lord“. Sehr stimmungsvoll wurde es danach mit dem Orchester der Mittel- und Oberstufe, das erst die “Air“ von J.S. Bach interpretierte und dann mit “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in winterliche Träumerei entführte. Einfühlsam und präzise führte Angela Bruder-May das Orchester und den Solisten Jakob Roloff, der mit Souveränität und schönem Ton in Vivaldis Violinkonzert (G-Dur) überzeugte. Fein ausgearbeitet und mit klaren Stimmen bot der Chor der Mittel- und Oberstufe “Shine your Light“ dar, das rhythmisch geprägte “Gloria“ von Gunnar Petersson und sehr schwungvoll “Macht die Tore auf“. Die Chorleiterin Birgit Rombach verband die jungen Stimmen zu einem wunderbar harmonischen Klang mit dem Lehrerchor im modernen Magnificat “Mit dir, Maria, singen wir“. Die Zuhörer konnten in das Geheimnis um Weihnachten hinein lauschen, als der Lehrerchor in der Chormeditation “O du stille Zeit“ einen Klangteppich ausbreitete für die glockenreinen Stimmen der Solistinnen Jana Forster, Annabelle Koshman und Sarah Engelhardt. Mit den Adventsliedern “Es ist ein Ros entsprungen“ und “Maria durch ein Dornwald ging“ setzte der Lehrerchor einen traditionellen Akzent. Locker und fast schon in Partylaune endete das Konzert durch die Big Band der Mittel- und Oberstufe. Unter der Leitung von Teresa Grebenstein und Dorothea Plehn erklangen “Rest ye merry samba”, “Caribbean Christmas” und “Feliz Navidad” mit viel Spielfreude und sattem Big Band Sound. Der Applaus für alle Beteiligten war mehr als verdient. Nach dem gemeinsamen Lied “Hört der Engel helle Lieder” konnten alle Besucher etwas weihnachtliche Vorfreude mit nach Hause nehmen.

 

Text: B. Rombach

 

 

Fotos: L. Mainzer und C. Haist

 

Odysseus-Aufführungen im Salmen haben durchweg überzeugt

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Aufführungen, Junge Theaterakademie Offenburg, Theater am Grimmels, Theateraufführungen

Themen, die heute noch aktuell sind

Wenn die Schülerinnen und Schüler, die am Wochenende im Salmen die drei Odysseus-Aufführungen der jungen Theaterakademie Offenburg gesehen haben, nie wieder mit dem Thema konfrontiert werden, haben sie dennoch einige der wichtigsten Botschaften des antiken Stoffes mitbekommen. In einer großartigen Gemeinschaftsleistung wurde das Thema aktualisiert und in eindringlichen Bildern auf die Bühne gebracht.

Ernst und Spaß hielten sich dabei die Waage, was dafür sorgte, dass auch die Jüngsten im Publikum von Anfang bis Ende voll bei der Sache blieben. Dass Homers Epos zeitlose Grundfragen thematisiert, die auch nach fast 3000 Jahren noch die Menschen bewegen, war schon nach wenigen Minuten klar: Gibt es eine Rechtfertigung für Krieg? Gibt es eine Pflicht zur Gastfreundschaft gegenüber Fremden? Darf man das bequeme Leben genießen, wenn doch größere Aufgaben anstehen? Odysseus (Leon Herb) wird mehrfach von seinen Gefährten angeklagt, ihr Leben für seine Ziele aufs Spiel zu setzen. Doch hat er eine Wahl, wenn er glaubwürdig bleiben und für das Gute eintreten will? Seine Frau Penelope (Felicia Engert) und sein Sohn Telemachos (Finnegan Melchior) glauben an ihn und widerstehen den Anfeindungen während Odysseus‘ Abwesenheit. Die Freier, die Penelope bedrängen, gehören zur lustigen Abteilung der abwechslungsreichen Inszenierung: David Povkh und Jonas Rieder kommen als eingebildete Macker von heute daher. Ebenso komisch die Darstellung der Laistrygonen. Sie kommen als tumbe, aber gefährliche Kraftprotze daher, bei denen wohl die Menschenfresser aus Roald Dahls “Sophiechen und der Riese” Pate gestanden haben. Sehr überzeugend aber auch die ernsten Rollen, Onisha Wilsi unter anderem als Circe, Paula Neckermann als Nausikaa.

Die Regie (Paul Barone, Nina und Patrick Labiche, Sebastian Scheringer) hat auch bei anderen Figuren glaubwürdige und bildstarke Umsetzungen gefunden. So erscheint der Zyklop Polyphem als Fabelwesen, das von mehreren Schauspielern verkörpert wird, einer davon als Auge. Die Welt der Götter erscheint oft entrückt hinter einem je nach Beleuchtung durchsichtigen oder undurchsichtigen Gazevorhang. Auch Ortswechsel werden so umgesetzt, für Orientierung sorgt Hestia (Magdalena Hess), die auch als Erzählerin fungiert. Das Schiff, auf dem Odysseus und seine Gefährten unterwegs sind, ist ein Podest im Mittelgang des Raums, das Szenen in Opposition zur Bühne erlaubt. Starke Bilder, die durch die Musik (Komposition und Leitung Gerhard Möhringer-Groß) noch eindringlicher werden. Der Soundtrack besteht nicht aus Nummern, sondern ist ganz mit der Handlung verwoben und umso wirksamer.

Dass die Jugendlichen sich intensiv mit dem Stoff beschäftigt haben, wird an vielen Stellen deutlich. In Zeiten, in denen Flüchtlinge ihr Leben auf dem Meer riskieren und sich immer wieder die Frage nach Identität und Heimat stellen müssen, ist der umherirrende Odysseus ein Symbol für die existentiellen Ängste und Bedürfnisse des Menschen. Aus den Familiengeschichten der Mitwirkenden fließen moderne Erfahrungen ein: von der Flucht aus der DDR, vom Jugoslawien-Krieg und aus der Flüchtlingsarbeit in Offenburg.

Eine durchdachte Inszenierung, die sehr stimmig mit vielen choreografischen Elementen arbeitet. Der Riesenapplaus für alle Beteiligten war hochverdient.


Text: J. Eiland-Jung – Badische Zeitung, 04. Dezember 2017

 

Fotos: P. Barone-Wagener

 

Theaterakademie stellt bei “Odysseus” aktuellen Bezug her

Fantasiereich inszeniert und mit deutlichen Verweisen in die heutige Zeit brachte die Junge Theaterakademie Offenburg zusammen mit dem Theater am »Grimmels« und den Hauswirtschaftlichen Schulen Offenburg eine unvergängliche Geschichte auf die Bühne: die Irrfahrten des Odysseus.

Es ist der zweite Teil des ältesten Opus der Welt, die Heimreise des listenreichen Odysseus nach dem gewonnenen Trojanischen Krieg. Der Weg ist nicht wirklich weit, aber dem kecken Odysseus unterläuft ein verhängnisvoller Fehler, nachdem er mit seinem Erfindungsreichtum einmal mehr sich und die Gefährten retten konnte: Statt bei dem praktischen Alias »Niemand« zu bleiben, nennt er dem geblendeten Zyklopen Polyphem seinen richtigen Namen, der ihm prompt seinen Vater Poseidon auf den Hals hetzt. Keine gute Idee, sich den Zorn des Meeresgottes zuzuziehen, wenn man über eben dieses Meer reisen muss, um die geliebte Heimat wiederzusehen…

Schon in der Polyphem-Episode zeigte sich der ganze Einfallsreichtum des Regieteams Paul Barone, Nina Labiche, Patrick Labiche und Sebastian Scheringer exemplarisch. Sehr pfiffig wird aus dem Riesen, der naturgemäß nur sehr schwierig einigermaßen realistisch auf der Bühne darzustellen ist, ein Wesen, das nicht in die Höhe, aber quasi »in die Masse« geht: Ein vielköpfiges, -armiges und -beiniges Monster-Menschenbündel von überaus dickfelligem Gemüt.

Auge mit Eigenleben

»Uuups, isser tot?«, fragt sich das Wesen, nachdem es einen Unglücksraben zermalmt hat, und freut sich gleich darauf: »Am besten schmeckt mir eh griechisch.« Das Zyklopenauge hat gar ein Eigenleben und hüpft als fast nur aus Auge bestehendes Zwerglein herum. Ähnlich plakativ überzogen dargestellt sind die mörderischen Lästrygonen, die als tumbe Deppen-Armee beim Steine schleppen eine tolle pantomimische Leistung abliefern.

Odysseus, dazu verflucht, fremd und schutzlos auf dem Meer zu treiben, »ein Flüchtling ohne Heimat«, erlebt eine Höllenfahrt. Und wenn das Schauspiel immer wieder Texte einflicht, die das Schicksal flüchtender Menschen in heutiger Zeit behandeln, dann gleichen sich die Bilder oft erschreckend.

Mit Steinen beworfen

So wird die Flucht einer Sechzehnjährigen im Bosnienkrieg beschrieben – auch sie und ihre Familie wurden von den Feinden mit Steinen beworfen. Daneben stehen sehnsüchtige Passagen, die »Heimat« einerseits verklären, andererseits aber als Ort definieren, der weniger von einem Platz auf der Erdkugel als von Menschen bestimmt wird.

Abgerundet wird das tolle Spiel von Kostümen und Kulissen der Hauswirtschaftlichen Schulen und vor allem von der Musik, die Gerhard Möhringer-Groß eigens für dieses Theaterprojekt komponiert hat. Einmal mehr ist der Jungen Theaterakademie und ihren Kooperationspartnern ein Meilenstein gelungen – was ganz offensichtlich nicht verborgen blieb. Der Salmen war zum Platzen gefüllt mit einem restlos begeisterten Publikum.

Die Darsteller

Leon Herb (Odysseus), Felicia Engert (Penelope), Finnegan Melchior (Telemachos), Magdalena Heß (Hestia), David Povkh (Poseidon), Jonas Rieder (Hermes), Onisha Wilsi (Circe), Farin Moghimi (Calypso), Aaron Werner (Eurylochos), Jonas Kiefer (Damianos), Falk Endlich (Hippokratis), Andreas Hansmann (Agenor), Dominique Bergen (Kimon), Simon Frädrich (Eumaios), Emil Heß (Jaron), Felix Fischer (Elpenor), Sabrina Fritsch (Eurykleia), Lara Britsch (Melantho), Undine ­Gloski (Arete), Paula Neckermann (Nausikaa), Sidney Kiefer, Mariya Manashirova, Jenny Sauer und Antonia Warth (Nausikaas Freundinnen), Lili Albrecht, Emelie Kalkoff, Lara Neckermann und Julia Sanner (Chor der Elemente), Liliana Herb (Chor der Monster) und Hejaz Nadri (Sprecher Voice Over).

Text: R. Heilig – Mittelbadische Presse, 07. Dezember 2017

 

Shakespeares berühmtes Liebesdrama in zeitgemäßer Form

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Presseberichte, Theater AG, Theateraufführungen

Die Theater-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums entführt das Publikum mit einer modernen Fassung von Shakespeares „Romeo und Julia“ in das Verona von heute.

„Haut ab, elende Beggars!“ „Haut ab, elende Lords!“ beginnt das Theaterstück „Romeo und Julia heute“ und zieht die Zuschauer sofort in ihren Bann. Die Theater-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums brachte diese modernisierte Fassung nach dem Original von William Shakespeare am vergangenen Wochenende gleich zwei Mal vor gut gefülltem Saal erfolgreich auf die Salmen-Bühne.

Das selbstverfasste Theaterstück von Regisseur Hansjörg Haaser orientiert sich in seiner Handlung stark an der ursprünglichen Tragödie von Shakespeare. Die Dialoge finden nicht mehr in Versen statt, sondern sind Worten der heutigen Jugendsprache gewichen. Diese findet sich auch im eingespielten Rap wieder, welcher die Gang der Beggars charakterisiert.

Die heruntergekommenen Beggars sind mit den vornehmen, eingebildeten Lords verfeindet, zu unterscheiden anhand der für die soziale Schicht charakteristischen Kleidung. Diese gesellschaftlichen Spannungen prägen das Leben aller Einwohner von Verona. Vor diesem Hintergrund begegnen sich Romeo (humorvoll gespielt von Alexander Rummel) und Julia (bezaubernd verkörpert von Amelie Börsig) auf einer Party und verlieben sich. Ihr Glück wäre perfekt, wäre da nicht der Bandenkrieg und Julias Mutter (sehr überzeugend dargestellt von Lisa Intlekofer), welche eine Ehe zwischen Julia und dem wohlhabenden Paris arrangieren möchte. Der nächste Streit der beiden Gangs soll die Situation des jungen Paars noch verkomplizieren. Romeo ersticht Tybalt, Julias Cousin, und wird daraufhin aus Verona verbannt. Aus Verzweiflung und Angst vor einer Ehe mit Paris schmiedet Julia mit ihren Freundinnen einen Plan, der durch Schicksal, Zufall und Missverständnis das bekannte tragische Ende der Liebesgeschichte herbeiführt.

Vor dem Hintergrund der tragischen Liebesgeschichte hat sich Haaser für eine schlichte Kulisse entschieden. Im Mittelpunkt des Bühnenbilds steht eine Leinwand, auf die zur Situation passende Bilder projiziert werden. Diese verdeutlichen einerseits die Gegensätzlichkeit der zwei Jugendbanden, indem je nach Gruppe eine saubere oder eine verschmutzte Hausfassade erscheint, und andererseits den Konflikt des Liebespaars zwischen Liebe und dem vorherrschenden Status Quo ihres Umfelds. Hier symbolisiert ein strahlender Sonnenaufgang das Liebesglück des jungen Paars, welcher sofort einem Gefängnisgitter weicht, sobald die bittere Realität, z.B. in Form von Julias Mutter, die Verliebten wieder einholt.

Die Theatergruppe schafft es während der rund zweieinhalbstündigen Aufführung, die Zuschauer zum Lachen und Schmunzeln zu bringen. Doch auch der Ernst des tragischen Endes wird vermittelt. Bei der Versöhnung beider Banden über den Toten bleibt beim Gesang von „Somewhere“ (bekannt aus der West Side Story) kein Auge trocken.

Zum Schluss konnten noch zwei Schauspieler geehrt werden: Tobias Kropp für seine Mitwirkung in acht und Melina Egg für ihre Mitwirkung in neun Theaterstücken. Die beiden konnten damit den bisherigen „Grimmels-Rekord“ erreichen und übertrumpfen.

Text: A. Fischer

Fotos: W. Harter

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