
Der Gewinner des Prix des Lycéens Mamadou Sow im Grimmelshausen-Gymnasium
Ein Fünfzehnjähriger macht sich in seinem westafrikanischen Heimatland völlig allein auf den Weg, um Medikamente für seinen totkranken Vater zu organisieren und gelangt dabei bis nach Lyon. Das ist die Geschichte Mamadou Saws, die dieser gemeinsam mit dem franko-algerischen Autor Azouz Begag in dem Roman „Né pour partir“ festgehalten hat. Dieses Buch wählten die sechzehn landesdelegierten Schülerinnen und Schüler zum Prix des Lycéens allemands, zum besten französischsprachigen Jugendroman des Jahres. Yara Ramadan, Schülerin des Grimmelshausen-Gymnasiums, vertrat bei der feierlichen Preisübergabe in der französischen Botschaft in Berlin die Schüler Baden-Württembergs. Auf seiner Rückreise von Berlin machte Mamadou Saw am Grimmels einen Zwischenstopp, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihm Fragen zu seiner gefährlichen Odyssee, seinem Leben in Frankreich und der Entstehung des Romans stellen konnten. Mamadou hat auch in aussichtslosen Situationen die Zuversicht und Hoffnung nicht aufgegeben. Heute möchte er Gleichaltrige jedoch unbedingt von diesem lebensgefährlichen Weg nach Europa abbringen und rät ihnen, sich in der Schule zu engagieren, um in einem europäischen Land studieren zu können.



Text & Bilder: Antje Tennstedt und Nicole Saier
