Zum Hauptinhalt springen

Vive la Freundschaft: Deutsch-Französischer Tag am Grimmels

Am Freitag, den 23. Januar, lag ein Hauch von Frankreich in der Aula des Grimmels: Der verführerische Duft frisch gebackener Crêpes zog durch den Raum, begleitet von fröhlichem Stimmengewirr und gespannter Vorfreude. Anlass war der Deutsch-Französische Tag, der jedes Jahr an den Élysée-Vertrag von 1963 erinnert und die besondere Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich feiert.

In feierlichem Rahmen erhielten 18 Schülerinnen und Schüler des Normalzugs sowie des bilingualen Zugs Französisch ihre wohlverdienten DELF-Diplome auf dem Niveau B1. Sie hatten die anspruchsvolle Prüfung für dieses Sprachzertifikat mit einem schriftlichen und einem mündlichen Teil am Ende der 10. Klasse abgelegt – ein großer Erfolg, auf den sie sehr stolz sein können!

Parallel dazu sorgte die Klasse 6c mit einem liebevoll organisierten Crêpes- und Kuchenverkauf für das leibliche Wohl: Vier engagierte junge Crêpes-Bäcker:innen standen unermüdlich am Crêpes-Eisen, während sich davor eine beeindruckend lange Schlange bildete.

Wer zwischen den Verkaufsständen in der Aula unterwegs war, konnte sich zudem an den von Schüler:innen der JS1 und JS2 gestalteten Infotafeln und Stellwänden informieren: Diese hatten spannende Einblicke in die deutsch-französische Freundschaft vorbereitet – von historischen Meilensteinen bis hin zu den deutsch-französischen Tandems, z. B. Macron-Merkel.

Ein Tag, der zeigte: Französisch lebt – und schmeckt!

Text + Fotos: Flm, Fachschaft Französisch

abibac Logo II

Erstes Abibac-Alumni-Treffen am Grimmels

Der Abibac-Zug am Grimmels existiert seit 2008. Ende letzten Jahres fand nun zum ersten Mal ein Treffen zwischen aktuellen und ehemaligen Abibac-Schülern statt, das großen Anklang fand. Nicht nur die Alumni waren sichtlich froh, sich über ihre Werdegänge auszutauschen, auch die aktuellen KursstufenschülerInnen bekamen Anregungen für die Zeit nach dem Abibac. Das Treffen soll zukünftig immer kurz vor Weihnachten stattfinden. Ort und Zeit werden rechtzeitig kommuniziert.

Text: Nicole Saier und Antje Tennstedt

Der Gewinner des Prix des Lycéens Mamadou Sow im Grimmelshausen-Gymnasium

Ein Fünfzehnjähriger macht sich in seinem westafrikanischen Heimatland völlig allein auf den Weg, um Medikamente für seinen totkranken Vater zu organisieren und gelangt dabei bis nach Lyon. Das ist die Geschichte Mamadou Saws, die dieser gemeinsam mit dem franko-algerischen Autor Azouz Begag in dem Roman „Né pour partir“ festgehalten hat. Dieses Buch wählten die sechzehn landesdelegierten Schülerinnen und Schüler zum Prix des Lycéens allemands, zum besten französischsprachigen Jugendroman des Jahres. Yara Ramadan, Schülerin des Grimmelshausen-Gymnasiums, vertrat bei der feierlichen Preisübergabe in der französischen Botschaft in Berlin die Schüler Baden-Württembergs. Auf seiner Rückreise von Berlin machte Mamadou Saw am Grimmels einen Zwischenstopp, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihm Fragen zu seiner gefährlichen Odyssee, seinem Leben in Frankreich und der Entstehung des Romans stellen konnten. Mamadou hat auch in aussichtslosen Situationen die Zuversicht und Hoffnung nicht aufgegeben. Heute möchte er Gleichaltrige jedoch unbedingt von diesem lebensgefährlichen Weg nach Europa abbringen und rät ihnen, sich in der Schule zu engagieren, um in einem europäischen Land studieren zu können.

Text & Bilder: Antje Tennstedt und Nicole Saier

Theaterausflug der Abibac-Kurse ins Straßburger TNS

Am 10.01 sahen wir im Straßburger Nationaltheater TNS  „Dom Juan“ von Molière. Das ursprüngliche Stück wurde im 17. Jahrhundert geschrieben. Es geht darin um einen Adligen, der immer wieder Frauen verführt und keiner einzigen treu sein kann. Die Inszenierung begann mit einer eindrucksvollen Gesangseinlage. Und genauso beeindruckend war die gesamte Inszenierung der Gruppe „Théâtre du Nord“. Der französische Originaltext war zwar an manchen Stellen schwierig zu verstehen, aber am Ende doch mitreißend. Auch durch Tanz und Gesang wurden die Gefühle und Gedanken der Charaktere greifbar. So sorgten die Schauspieler für Spannung und fesselten die Zuschauer. Nach über zweieinhalb Stunden, die wie im Flug vergingen, folgte tosender Applaus. Wir alle waren begeistert von der Aufführung. Ein ganz anderes Erlebnis als die letzten Stücke, die wir gesehen hatten. Zum Schluss fuhren wir mit der Tram nach Kehl, wo auch schon unser Ausflug endete.

Text: Luisa Heis Beitragsbild: TNS 

 

Soirée der Bili-Berufsinformation

Die Schülerinnen und Schüler des dt.-frz. bilingualen Zuges der Oberstufe wurden am 3. Dezember zu einem Informationsabend eingeladen, bei dem Einblicke in die deutsch-französischen Studienmöglichkeiten aus erster Hand gegeben wurden: Monsieur Romain Hannier von der CIO, der französischen Agentur für Arbeit aus Straßburg, präsentierte einen allgemeinen Überblick über den Aufbau und die Besonderheiten des französischen Hochschulsystems und zeigte eine Gesamtschau über die in Frankreich angebotenen frz. und bilingualen Studienmöglichkeiten. Gast des Abends war auch sein Pendant auf deutscher Seite, Gunnar Schröter von der Bundesagentur für Arbeit in Offenburg. Mit der Referentin Cécile Rösler stellte sich eine junge Juristin vor, die den deutsch-französischen Ausbildungsweg in Mainz und Dijon durchlaufen ist und sowohl den juristischen Berufsweg als auch dessen Berufsaussichten anschaulich skizzierte. Der ehemalige Grimmels-Schüler Jean-Louis Leussi stellte seine akademische Vita mit seiner bilingualen Ausbildung im Bereich Sozialwissenschaften vor, dabei berichtete er insbesondere vom Studienort Bordeaux. Anastasia Aprelkova, eine weitere Grimmels-Alumna, gab Einblicke in ihre Biografie nach dem Abitur und wies auf die facettenreichen Chancen von international orientierter Ausbildung hin. Sie ging auch auf die Möglichkeit eines eingeschobenen Extra-Jahres nach dem Abitur oder eines Auslandjahres während des Studiums ein, hier berichtete sie insbesondere von ihren Erfahrungen im Programm „kulturweit“ der UNESCO und ihrer Zeit in Paris. Im Anschluss an die Vorstellungen hatten die Schülerinnen und Schüler, die vielfach auch von Eltern begleitet wurden, noch Gelegenheit sich in Einzelgesprächen mit den Gästen auszutauschen. Schulleiter Wilfrid Arens und BSO-Koordinator Erwin Meyer dankten den Referentinnen und Referenten für ihre Initiative und die Bereitschaft auch für weitere Fragen seitens der Schülerschaft Ansprechpartner zu bleiben.

Text & Fotos: Mre

Mit den Grimmels-Biliklassen und PartnerInnen aus Saint Étienne in Leipzig

Zwei Wochen vor den Herbstferien fand die Drittortbegegnung der Biliklassen 10 und 11 mit der Partnerklasse aus Saint Etienne in Leipzig statt. Das Ziel Leipzig wurde wegen seiner DDR-Vergangenheit ausgewählt. Wir durften Zeitzeugen kennenlernen, die selbst in den 1980er Jahren an der friedlichen Revolution für ein vereintes Deutschland teilgenommen haben. Außerdem haben wir in verschiedenen Museen mehr zum Leben zur DDR-Zeit erfahren.

Wir nahmen an einer Führung durch das Völkerschlachtdenkmal teil, bei der wir viel über das napoleonische Zeitalter und das Denkmal im Zweiten Weltkrieg erfuhren. Auch besichtigten wir eine Ausstellung zur DDR-Geschichte und die Gedenkstätte „Runde Ecke“, welche ausführlich von der Stasi-Überwachung in Leipzig berichtet.

In Kleingruppen hatten wir die Aufgabe, uns über bestimmte Themen (Stasi, Völkerschlacht usw.) durch Projekte zu informieren und daraus in Projektarbeit ein Video zu erstellen. Die Themen behandelten auch außergewöhnliche Dinge wie Streetart im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz und die Architektur der Stadt. Außerdem konnten wir in unserer Freizeit die Stadt besichtigen, welche eine schöne Innenstadt sowie abwechslungsreiche Viertel wie Plagwitz besitzt.

Der Austausch mit der französischen Gruppe war dadurch erleichtert, dass wir bereits in der 8./9. Klasse eine Drittortbegegnung in Niederbronn-les-Bains hatten und uns somit schon etwas kannten. So konnten wir schnell Kontakte knüpfen, wodurch die Fahrt für uns alle ein schönes Erlebnis wurde.

Text: Schüler:innen der JS1

Bilder: Flm, L. Scholz

Papierflieger, Selfies und ein bisschen „Durstlöscher“!

Endlich konnte Anfang April nach einer zweijährigen Corona-Pause wieder eine Tagesbegegnung mit einer unserer Straßburger Partnerschulen stattfinden. Das Wetter meinte es gut mit der etwa siebzigköpfigen deutsch-französischen Schülergruppe, sodass weder die Papierflieger-Challenge noch die gemeinsame Stadterkundung ins Wasser fielen. Für Ende Mai ist bereits der Gegenbesuch der Grimmels-SchülerInnen in Schiltigheim geplant, wir freuen uns auf das baldige Wiedersehen mit den Troisièmes der Schule Rouget de L’Isle.

A très bientôt!

Text & Bilder: Kerstin Thon und Antje Tennstedt

Am Grimmels kämen Jadot und Macron in die Stichwahl

Nach einer Woche Vorbereitung konnten die Französischschülerinnen und Schüler der 8. bis 12. Klassen des Grimmelshausen-Gymnasiums letzte Woche selbst entscheiden, wen sie bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich in die zweite Runde schicken würden. Im Französischunterricht wurden Informationsplakate zu allen 12 Kandidaten angefertigt, das Wahlsystem und die Macht des französischen Präsidenten erläutert. Bevor es dann an die Urne ging, verglichen die Schülerinnen und Schüler alle Programminhalte zu den wichtigsten Themen und warfen einen Blick auf die aktuellsten Umfragen. Das Ergebnis könnte repräsentativ für deutsche Jugendliche sein: Als umweltbewusste Europäer wählten sie im ersten Wahlgang den grünen Jadot und Macron.

Text & Fotos: Srn