Mit einem herzlichen Lächeln und einem „großen Dankeschön“ nimmt Volker Höhlein die Spende des Grimmelshausen Gymnasiums für die Freiburger Ukrainehilfe entgegen. Er ist Geschäftsführer von S’Einlädele, welches vor 30 Jahren als Secondhandladen und Café mit gemeinnützigem Zweck gegründet wurde und inzwischen zu einer sozial-diakonischen Hilfsorganisation angewachsen ist, die in der Ukraine dauerhaft Kinder-, Seniorenheime und Krankenhäuser unterstützt.
Mit Ausbruch des Krieges wurde die Ukrainehilfe des Sozialvereins stark ausgeweitet. Die humanitäre Hilfe ist vielfältig: Ganze LKWs voller Lebensmittelpakete und medizinischer Produkte werden wöchentlich gepackt und in die Ukraine gebracht, gleichzeitig werden hier in Südbaden Geflüchtete versorgt und unterstützt. Beispielsweise ermöglichte S’Einlädele gleich zu Beginn des Krieges den Kindern eines Waisenhauses in der Nähe von Kiew sowie deren Betreuern die Flucht nach Freiburg. Hier werden sie versorgt, in Kinderheimen untergebracht und beschult.
Das Grimmelshausen Gymnasium unterstützt die Freiburger Ukrainehilfe nun mit 1111€. Durch Spendenkonzerte und Kuchenverkäufe der SMV und vieler Klassen wurde das Geld gesammelt und nun mit einem großen Dank von Volker Höhlein entgegengenommen. Er sei beeindruckt, was für eine große Summe durch den Einsatz der Schüler*innen zusammengekommen sei. An dieser Stelle ein herzliches Dank an alle Spenderinnen und Spender!
Wer die Ukrainehilfe weiterhin unterstützen möchte, kann dies gerne direkt bei S’Einlädele tun (https://www.seinlaedele.de/aktionen.html) oder bei einem der Kuchenverkäufe, die in den kommenden Wochen weiterhin am Grimmels stattfinden werden.
Wir laden Sie sehr herzlich zu den Aufführungen unserer Theaterproduktion „Vision Freiheit – Die Revolution 1848/49 in Offenburg“ am Do 7.7, Fr 8.7 und Sa 9.7 im E-Werk-Zelt auf dem Kulturforum ein!
Beginn ist jeweils um 20Uhr. Karten sind auch an der Abendkasse erhältlich.
September 1847. Nach mehreren Hungerjahren ist die soziale Lage in Offenburg angespannt. Als ein bettelndes Kind auf dem Wochenmarkt verhaftet wird, beginnt sich die revolutionäre Energie Bahn zu brechen: Junge Offenburger arbeiten durch Flugblattaktionen auf die kommende Revolution hin, die demokratische Opposition fordert im Salmen grundlegende Freiheitsrechte und selbstbewusste junge Frauen gründen einen politischen Frauenverein…
Anlässlich der 175-Jahr-Feier der Badischen Revolution und der Heimattage inszenieren wir unsere Eigenproduktion aus dem Jahr 2015 neu. Die turbulente Zeit, in der Offenburg plötzlich im Zentrum der deutschen Demokratiebewegung stand, lassen wir erneut lebendig werden. Die drei großen Versammlungen in Offenburg am 12. September 1847, im März 1848 und im Mai 1849 stehen auch heute noch für das, was gelebte Demokratie ausmacht: Teilhabe und Begegnung. Dieser Idee von Demokratie wollen wir aber nicht bloß inhaltlich Ausdruck geben, sondern sie auch in einer partizipativ und kooperativ entwickelten Großproduktion erlebbar machen. Schauspielerisch wirkt das Theater am Grimmels mit drei Theatergruppen mit. Das Bühnenbild hat eine 7. Klasse der Erich-Kästner-Realschule in einer Projektwoche an der Kunstschule hergestellt. Auch die Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen sind wieder mit mehreren Schülergruppen an den Näharbeiten beteiligt.
Ein besonderes Highlight ist die Live-Musik: Das Offenburger Ensemble und der Schulchor des Grimmels spielen und singen die von Gerhard Möhringer-Gross eigens komponierte Musik. Insgesamt wirken an dem Projekt über 150 Personen mit, davon ca. 120 Schüler/innen.
Eintritt: 10€ / 5€ ermäßigt (zzgl. Vorverkaufsgebühren). Ticketvorverkauf im Bürgerbüro, an den Vorverkaufsstellen und online unter http://www.reservix.de. Karten sind auch an der Abendkasse erhältlich. Nach den Pfingstferien findet an allen Schultagen zudem ein Vorverkauf im Grimmelshausen-Gymnasium von 10.30-11.30 Uhr statt.
Am 12. 07.2022 findet die Mitgliederversammlung des Fördervereins statt. Dabei wird der Vorstand neu gewählt. Die Mitgliederversammlung beginnt um 19 Uhr in der Mensa. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen!
Am Dienstag, den 24.05., haben meine Klasse 9b und meine Parallelklasse 9a einen Tag mit unserer französischen Austauschklasse in Straßburg verbracht. Als wir beim Lieu d´Europe im Europa-Viertel ankamen, erklärte uns der französische Lehrer den Tagesablauf. Zuerst sollten wir in deutsch-französischen Gruppen eine Rallye im Europa-Viertel machen. Dabei haben wir viele interessante Informationen über die verschiedenen Gebäude dort erfahren, z. B. wofür das „a“ in „arte“ steht („Association“). Außerdem bekamen wir die Aufgabe, uns mit den französischen Schülern über z. B. die Lieblingsmusik oder das Lieblingsessen auszutauschen. So haben wir viel über die französischen, aber auch die deutschen Gruppenpartner gelernt. Mittags trafen wir uns zum Mittagessen wieder, bei dem jeder sein eigenes Picknick dabeihatte. Von dem französischen Lehrer bekamen wir außerdem Olivenbrot und Erdbeeren. Im Anschluss wurden verschiedene Spiele, wie z.B. „Werwolf“ gespielt.
Als Tagesabschluss besuchten wir das Europaparlament. Da wir wenig Zeit hatten, konnten wir nur einmal schnell hindurchlaufen, doch wir bekamen trotzdem einen tollen Einblick in das Gebäude. Besonders beeindruckend fand ich den großen Parlamentssaal. Dann mussten wir uns von der französischen Klasse verabschieden und sind mit dem Zug wieder zurück nach Offenburg gefahren. Wir hatten viel Spaß und es war eine tolle Erfahrung!
Ein Dutzend Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe hatte am Samstag, dem 14. Mai 2022 die Ehre im Rahmen des pädagogischen Projektes „Kolumbus“ großzügig rabattierte Eintrittskarten zu einem Konzert der weltberühmten Geigerin Anne Sophie Mutter zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Vasily Petrenko im Festspielhaus Baden-Baden zu erhalten.
Für viele der Jugendlichen war dieses Erlebnis das erste klassische Konzert im großen Stil, dementsprechend stiegen sie schon mit viel Enthusiasmus in den Zug nach Baden-Baden ein.
Das vielfältige und zeitgenössische Programm enthielt die „Candide“ Ouverture von Leonard Bernstein, das speziell der Solistin zugeeignete Violinkonzert „Anne Sophie“ von André Previn und die Sinfonischen Tänze von Sergej Rachmaninow. Begeistert von der vollendet dargebotenen Musik verließen die Schüler den beeindruckenden Konzert- und Bühnensaal und einhellig hörte man von dem angehenden Abiturjahrgang die Meinung, dass man diesen Abend nie vergessen würde.
Die begeisterten Grimmels-OberstufenschülerInnen mit ihrem Musiklehrer Herrn Meyer im Festspielhaus Baden-Baden nach dem Konzert von Anne Sophie Mutter und dem Royal Philharmonic Orchestra
Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b am Briefmarathon von Amnesty International teil. Eingebettet in den Gemeinschaftskundeunterricht beschäftigten sich die beiden Klassen mit weltweiten Menschenrechtsverletzungen und schrieben anschließend im Rahmen des Briefmarathons von Amnesty International Apell- und Solidaritätsbriefe an betroffene Regierungen. Nun gab es die erste Rückmeldung der Nichtsregoerungsorganisation: Insgesamt wurden dieses Mal 241.428 Briefe geschrieben, so viele wie noch nie! Und knapp ein halbes Jahr später spürt man schon die Auswirkungen, wie uns ein Brief von Amnesty wissen lässt. Denn dieser Einsatz für die Menschenrechte hat geholfen Regierungen unter Druck zu setzten, Gefangene zu befreien oder ihre Gefängnisstrafen zu verkürzen und Hinrichtungen zu stoppen. Ein sehr erfreuliches Beispiel ist der Menschenrechtsverteidiger Bernardo Caal Xol aus Guatemala. Nach vier Jahren unrechtmäßiger Haft wurde er endlich aus dem Gefängnis entlassen, da Menschen auf der ganzen Welt sich durch den Amnesty-Briefmarathon für seine Freilassung eingesetzt haben. Daran sieht man, was für eine große Kraft der weltweite, gemeinsame Einsatz für die Menschenrechte hat!
Text und Bilder: Katharina Lux (10a) und Sophie Scheller (GK Lehrerin)
„Letzte Woche kam eine Mutter zu mir und schwärmte, ihr Sohn sei total beseelt aus der Meditations-AG nach Hause gekommen.“ Die Kunst- und Deutschlehrerin Nancy Liebig ist eine von zehn Absolventinnen der Achtsamkeitsqualifizierung, die im April am Grimmelshausen Gymnasium abgeschlossen wurde. Über drei Monate hinweg hatten sich die KollegInnen einmal wöchentlich getroffen, um gemeinsam Achtsamkeit einzuüben und das Erlernte dann nach eigenem Ermessen an die Schüler weiterzugeben. Katharina Lehmann-Nink, Achtsamkeitstrainerin aus Zell am Harmersbach, hatte sie dabei angeleitet: „Als Vorsitzende des Elternbeirats an der Schule vertrete ich eigentlich die Eltern. Deshalb war es für mich ein immenser Vertrauensbeweis, dass die LehrerInnen den Kurs mit mir gemacht haben. Schon als ich den Vorsitz 2019 übernommen hatte, war es mein Herzensanliegen, Achtsamkeit in der Schule einzuführen. Aber dann kam Corona. An etwas Neues war da erstmal nicht mehr zu denken.“
Seitdem haben Schulschließung, Fernunterricht, Quarantäne und Hygienemaßnahmen Spuren hinterlassen – sowohl bei Kindern als auch bei Lehrern und Eltern. „Wir hatten auch in den letzten Monaten noch viele Krankheitsfälle zu bewältigen, meistens wegen Corona,“ sagt Schulleiterin Susanne Self-Prédhumeau.
Doch wie alles zwei Seiten hat, so haben auch zweieinhalb Jahre Coronakrise etwas Gutes hervorgebracht: Im vergangenen Jahr nämlich hat der gemeinnützige Verein AKiJu e.V. (AKiJu steht für Achtsamkeit für Kinder und Jugendliche) in Zusammenarbeit mit dem MBSR-MBCT-Verband, dem Zusammenschluss von über tausend Achtsamkeitslehrenden in Deutschland, ein Curriculum für pädagogische Fachkräfte entwickelt. Gefördert wurde die Initiative durch das Programm „Auf!leben – Zukunft ist jetzt.“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Seitdem konnten bundesweit an rund 50 Bildungseinrichtungen 500 Erzieherinnen, Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen in Achtsamkeitskursen Meditation, Atem- und Körperübungen einstudieren, um sie in Eigenregie im Unterricht anzuwenden. So auch am Offenburger Grimmels.
Achtsamkeitsübung am Grimmelshausen-Gymnasium
„Der Begriff Achtsamkeit wird oft gleichbedeutend mit Aufmerksamkeit gebraucht,“ erzählt Lehmann-Nink, „das stimmt aber nicht. Achtsamkeit bedeutet Präsentsein im gegenwärtigen Moment, mit allen Sinnen und ohne zu werten. Das lässt sich nur trainieren, indem man meditiert, also den Atem beobachtet und wahrnimmt, was geschieht – sowohl in Kopf und Körper als auch in der äußeren Umgebung.“
Mit einmal Üben ist es aber nicht getan. Achtsamkeit verlangt regelmäßige Praxis, wie zahlreiche Studien ergeben haben. Auch die Hirnforschung hat die positiven Effekte der Achtsamkeit belegt: Stress, schwierige Gefühle, Leistungsdruck und Konflikte werden leichter bewältigt. Achtsamkeitspraktizierende können sich besser konzentrieren und erkennen früh genug ihre Belastungsgrenzen, womit sie vor Burnout und Depression geschützt sind. Deshalb hält die Trainerin Lehmann-Nink Achtsamkeit an Schulen als besonders angebracht: „Eine meditierende Gemeinschaft kultiviert vor allem Mitgefühl, Altruismus und Freundlichkeit.“
Die ersten Erfahrungen der LehrerInnen mit ihren Schulklassen bestätigen das. Angela Bruder-May setzt Körperübungen im Unterricht ein: „Meine Fünft- und SiebtklässlerInnen lernen dabei, in sich hinein zu spüren und ihre Selbstwahrnehmung zu artikulieren.“ Am meisten begeisterte sie die „warme Dusche“. Bei der Übung wird jedem Schüler ein Zettel auf dem Rücken befestigt, worauf die Kameraden reihum positive Eigenschaften notieren. „Die haben gar nicht mehr aufgehört zu schreiben!“, schwärmt Bruder-May. „Die hatten so viel Wertschätzung füreinander! Und dann hab‘ ich selbst auch noch einen Zettel auf den Rücken bekommen…“ Auch Katja Reinacher-Rießland, Beratungslehrerin am Grimmels, bringt Impulse der Achtsamkeit in ihren Unterricht ein: „Es sind kleine Impulse mit beachtlicher Wirkung auf das Wohlbefinden der Schülerinnen.“ Und Nicola Pooth-Risoud erinnert sich gerne ans Innehalten: „Ich gehe zwar nicht anders mit dem Leben um, aber das hat mich geerdet. Mit meinen Schülern hab‘ ich schon zweimal meditiert. Jetzt fragen die mich schon, ob wir das im Deutschunterricht machen könnten.“ Nancy Liebig hat Ähnliches erlebt. Deshalb hat sie mit einigen Achtklässlern eine Meditations-AG ins Leben gerufen. Und die ersten GrimmelsschülerInnen fordern bereits Meditation als Schulfach.
Je sonniger die Tage werden, desto schöner sind die Pausen im Grimmels-Schulgarten. Wer Lust hat sich an der Gestaltung unseres Gartens zu beteiligen und gerne Zeit mit Freunden im Freien verbringt, kann sich der Garten-AG anschließen. Gemeinsam mit unserer Schulsozialarbeiterin Frau Knecht werden in den kommenden Monaten Pflanzen gepflegt, neue Pflanzen gesetzt und vor allem gemeinsam neue Ideen ausgeknobelt.
Weiter geht´s mit drei Terminen im Mai. Die folgenden Termine gibt Frau Knecht an Ihrem Aushang bekannt. Alle sind herzlich Willkommen!
Die Grimmels-Aktionen zur Unterstützung ukrainischer SchülerInnen in Olsztyn gehen erfolgreich weiter. Beim SMV-Kuchenverkauf wurden in der ersten großen Pause in nur 20 Minuten fast 500€ eingenommen! Möglich wurde dieser Erfolg durch die gute Vorarbeit der Grimmels-SMV und das Engagement sehr vieler Familien, die Kuchen, Torten, Muffins und Cupcakes beigesteuert haben.
Die Grimmels-SMV wird das Geld an das Spendenkonto der Universität Olsztyn weiterleiten. Mit dem Geld des Kuchenverkaufes und der Kollegiumsspende trägt das Grimmels weiter dazu bei die Beschulung und Versorgung in Olstzyn auch in den kommenden Monaten zu sichern. Weitere Aktionen der Grimmels-Schulgemeinschaft folgen in Kürze!
Text: Rsn Fotos: Sll, Rsn
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