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Italienaustausch 2024 – Ein Reisebericht

Am Montag, den 11.3., sind wir, die Italienischgruppen der neunten Klassen, mit dem Bus nach Rapallo in Ligurien losgefahren. Nach einer zehnstündigen Fahrt kamen wir am späten Nachmittag in Rapallo an. Den Abend verbrachten wir bei unseren Gastfamilien und haben gemeinsam zu Abend gegessen, wobei wir unsere Austauschpartner und -partnerinnen kennengelernt haben.

Dienstag: Cinque Terre

Am Dienstagmorgen sind wir mit dem Zug nach Cinque Terre gefahren. Die Cinque Terre sind fünf auf Felsen gebaute Dörfer mit bunten Häusern und sehr engen Gassen. Sie sind ein UNESCO-Weltkulturerbe. Wir haben drei von diesen fünf Dörfern besichtigt. Zuerst waren wir in Rio Maggiore und haben uns das Dorf angeschaut sowie die vielen kleinen Gassen erkundet. Danach waren wir in Vernazza, wo wir von dem Castello di Vernazza die Aussicht über das Meer und die Buchten genossen haben. Außerdem haben wir uns die schöne Kirche angesehen. Anschließend hatten wir Freizeit in Vernazza. Am Nachmittag sind wir nach Monte Rosso gefahren, wo wir Freizeit hatten und diese am Strand und in der Stadt verbracht haben. Am Abend sind wir zu unseren Familien zurückgekehrt.

Mittwoch: Genua

Am Mittwoch haben wir einen Ausflug nach Genua unternommen. Am Vormittag haben wir eine Stadtführung gemacht, bei der die Italiener und die Deutschen getrennt wurden. Die Stadtführerin hat uns etwas über die Geschichte Genuas erzählt und uns Stadtpaläste, Kirchen und kleine Plätze gezeigt. Anschließend hatten wir Freizeit, in der wir Mittag gegessen und die Stadt erkundet oder eingekauft haben. Am Nachmittag sind wir ins Aquarium von Genua gegangen. Das Aquarium in Genua ist das zweitgrößte in Europa. Dort gibt es Fische, Robben, Haie, Delfine, Quallen und Reptilien. Die Fische im Aquarium sahen alle sehr schön aus und waren teilweise exotisch. Den Mittwochabend haben wir mit unseren Familien verbracht.

Donnerstag: Sestri Levante

Am Donnerstag haben wir eine Olivenölfabrik bei Sestri Levante besichtigt. Dort wurde uns erklärt, wie Olivenöl hergestellt wird. Wir durften auch Olivenöl probieren und im Fabrikladen einkaufen gehen, um Geschenke für unsere Familien zu finden. Zum Mittagessen sind wir zur Baia di Silenzio in Sestri Levante gegangen. Diese Bucht ist besonders schön. Nach dem Mittagessen sind wir zu einer Kapelle gelaufen und haben von dort den Blick über die Bucht genossen. Danach war das offizielle Programm vorbei und wir konnten den Nachmittag mit unseren Austauschpartnern verbringen.

Freitag: Rapallo

Am Freitag sind wir in die Schule nach Rapallo gefahren. Wir haben am regulären Unterricht teilgenommen, danach gab es eine Rede der Schulleitung und anschließend ein Buffet in der Aula der Schule. Am Nachmittag haben wir eine Stadtrallye in Rapallo gemacht, die leider vorzeitig abgebrochen wurde, weil es geregnet hat. Im Anschluss daran haben wir gemeinsam ein Eis gegessen und hatten dann Zeit zur freien Verfügung, bevor wir uns um 19:00 Uhr in einem Restaurant in Rapallo getroffen haben, um gemeinsam Pizza zu essen.

Am Samstagmorgen haben wir uns in Rapallo von unseren Austauschpartnern und Austauschpartnerinnen verabschiedet und sind dann mit dem Bus zurück nach Offenburg gefahren.

Es war ein sehr schöner Austausch und viele von uns wären gerne noch länger geblieben. Wir freuen uns alle sehr auf den Gegenbesuch der Italiener in Offenburg.

 

Text: Lotte Reister Bilder: Mtt & Bnk

 

Drucken wie in alten Zeiten

Auf die Spuren von Johannes Gutenberg begaben sich Mitglieder des Leseclubs am Samstag, den 16. März. Im Rahmen der Druckwerkstatt des Ritterhausmuseums erhielten die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis 7 spannende Informationen über die Herstellung von Papier und die Geschichte des Buchdrucks. Sie  sahen auch einige der mehrere Jahrhunderte alten Bücher aus der Bibliothek des ehemaligen Kapuzinerklosters und erlebten, was es eigentlich bedeutete, ein Buch „aufzuschlagen“. Im praktischen Teil durften sie selbst wie Johannes Gutenberg mit beweglichen Lettern drucken und machten die Erfahrung, dass es gar nicht so leicht ist, diese spiegelverkehrten Buchstabenstempel so anzuordnen, dass sich ein richtiger Text ergibt.

Text & Bilder: Mrg

Spiel, Spaß, Sportturnier

Am Freitag, den 15. März 2024, war es wieder so weit: Das SMV-Völkerballturnier für die Klassen 5 bis 7 stand vor der Tür. Die Unterstufe unseres Grimmelshausen-Gymnasiums fand sich um 14 Uhr in der Sporthalle ein, um sich miteinander zu messen und gemeinsam Spaß zu haben. Mit großer Begeisterung und mit gesundem Ehrgeiz traten die Klassen gegeneinander an.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten schon in der Gruppenphase vollen Einsatz, um ihre Klassen zum Sieg zu führen. Von schnellen Ausweichmanövern bis hin zu präzisen Würfen war alles dabei, um Punkte für den Sieg zu sammeln.

Doch nicht nur der sportliche Wettkampf stand im Vordergrund: Sondern auch das Miteinander und der Teamgeist waren entscheidend – das wurde in der alles entscheidenden Hauptrunde deutlich.

Doch am Ende kann nur eine Klasse das Turnier und den Pokal gewinnen. Und nach einem actiongeladenen Nachmittag voller Spaß, Teamgeist und Miteinander konnte schließlich die Klasse 7a als Sieger des Turniers hervorgehen und unseren SMV-Sieger-Pokal in die Höhe strecken: herzlichen Glückwunsch!

Die anderen Teams gingen natürlich nicht leer aus, mit Schoko-Bons, Urkunden und mit schönen und spaßigen Erinnerungen endete das Turnier.

Nach diesem schönen Nachmittag bleibt noch zusagen: Vielen Dank liebe Aufsichten, liebe Sanis, liebe Verbindungslehrkräfte und liebe SMV für eure tatkräftige und wunderbare Unterstützung, die dieses Turnier überhaupt erst möglich gemacht haben. Vielen Dank!

Text: Mathilda Obert Fotos: SMV, Srm

GRIMMELS ZURÜCK IN OBERSCHWABEN – Musik-AGs erleben wieder traumhafte Tage in der Landesakademie Ochsenhausen

Motiviertes und konzentriertes Proben in barocker Umgebung.

Vom 20. bis zum 22. März 2024 musizierten und residierten die Musik-AGs des Grimmelshausen-Gymnasiums in der prächtigen ehemaligen Klosteranlage im oberschwäbischen Ochsenhausen, heute die baden-württembergische Landesakademie der Musik. Wie in den vorhergehenden Jahren erlebten die Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren eine wunderbare und intensive Zeit mit Musik in einer atemberaubend schönen Umgebung.

Um pünktlich das Mittagessen im kunstvollen barocken Refektorium einnehmen zu können, mussten die 62 erwartungsfrohen Schülerinnen und Schüler samt den begleitenden drei Lehrkräften, Frau Bruder-May, Herr Rückert und Herr Meyer, früh von Offenburg aufbrechen, um die fünfstündige Fahrt zu bewältigen, denn mehrere Staus verzögerten das Fortkommen.

Angekommen und gestärkt mit einer stets reichhaltigen und äußerst leckeren Auswahl verschiedener Gerichte bezogen die Schülerinnen und Schüler ihre Zimmer, bevor Chor, Bigband und Orchester zur intensiven Probenarbeit in Klausur gingen. Der Tagesablauf war hauptsächlich vom ausgiebigen Musizieren und Üben der neuen Repertoires geprägt, so wurden im Chor lateinamerikanische Titel einstudiert, in der Bigband standen Jazz- und Swingstandards auf dem Plan und das Orchester jagte Dr. No hinterher, denn Soundtracks von diversen Blockbustern füllten das Programm.

Leckere Verpflegung und gemeinsame Aktivitäten gehören dazu!

den Probenpausen blieb etwas Zeit für gemeinsames Billard, Tischkicker, Volleyball und andere Gesellschaftsspiele. Oftmals wurde aber sogar in den Pausen und bis spät in den Abend hinein weiter musiziert. Zudem tanzten einige unter der Anleitung von Frau Bruder-May internationale Gruppentänze. Fynn Stumm, Klasse 8, entwickelte mit Mitchoristinnen und -choristen eine Samba-Choreographie zu einem brasilianischen Musiktitel.

Auf dem Fußweg zur Stadtmitte Ochsenhausens, wo man eine herausragende italienische Eisdiele antraf, kehrte man auf einen „Halleluja-Kanon“ in der monumentalen Barockbasilika des Klosters ein. Alle bestaunten die überreichen Kunstschätze und filigranen Schnitzereien des Kirchenschiffs, auf dessen Empore eine mächtige Orgel triumphiert. Die große musikalische Zusammenarbeit und die vielfältigen weiteren Aktivitäten, sowie das dreitägige Zusammenleben stärkten den Zusammenhalt und die Gemeinschaft der musikalischen Grimmels-Familie, die harmonische Tage voll guter Stimmung erlebte und auch einen derzeit auf den Rollstuhl angewiesenen Schüler lückenlos integrierte. Ermöglicht wurde diese Musikzeit auch durch die Unterstützung des Fördervereins, der dankenswerterweise die Kosten der Busfahrten  übernahm, die Rückfahrt führte die Reisenden dann quer durch den Schwarzwald sicher heim nach Offenburg.

Gruppenfoto im prächtigen Treppenhaus.

Text: Mia Herbert, Jonathan Busam, Emilia Orb, Fynn Stumm, Emma Siegwart, Laetizia Wetzel, Luisa Steffens und Sarah Walz

Bilder: Mre

Logo: https://www.landesakademie-ochsenhausen.de/de 

Exkursion der 10er in das Europäische Parlament in Straßburg

Im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts besuchten die beiden zehnten Klassen am 13.03.2024 das Europa-Parlament.

Zuerst nahm sich unser Europaabgeordneter für den Regierungsbezirk Freiburg, Dr. Schwab, eine Stunde Zeit, um Fragen der Schülerinnen und Schüler ausführlich zu beantworten. Dabei wurde deutlich, welch große Bedeutung Europa für unser alltägliches Leben hat.

Beim anschließenden Besuch des Plenarsaals waren wir live dabei als der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo seine Sicht der Herausforderungen und der Zukunft Europas vorstellte.

 

 

Text & Bilder: Hrb

Logo: https://www.europarl.europa.eu

Exkursion der 10er in den Landtag am 29. Februar

Wir wurden zu Beginn in den Plenarsaal geführt, in dem sich alle einen Sitzplatz suchen durften und mithilfe eines Sitzplans ausfindig machen konnten, welcher Abgeordnete eigentlich auf diesem Platz sitzt. Anschließend wurden uns dann die verschiedenen Rollen im Landtag, wie z. B. (Minister-) Präsident, Stenografen, Schriftführer/-in und Regierung, genannt und erklärt, was ihre Aufgaben sind. Zur Veranschaulichung, wie eine Ministerpräsidentenwahl abläuft, wählten wir eine freiwillige Landtagspräsidentin: Romy Kohnle. Sie hat dann die Wahl der Schriftführer/-innen geleitet. Jede Fraktion hat einen Kandidaten ausgewählt und diesen aufgestellt. Mit großer Mehrheit wurde ein Schüler aus den Reihen der CDU demokratisch gewählt. Nachdem wir mit der Wahl fertig waren, ging es dann in einen Ausschusssaal mit den Abgeordneten Herrn Marwein (Grüne), Frau Rolland (SPD), Herrn Karrais (FDP) und Herrn Miller als Vertreter für Herrn Schebesta (CDU), welchen wir verschiedene Fragen stellen konnten.

 

Text: Lena Burgmaier und Rosemarie Millinger,  Foto: Srd

Grimmels goes Hollywood 2024

„Grimmels goes Hollywood“ stand in der Zeitung, nachdem wir uns entschlossen hatten, die Theaterbühne gegen die Kinoleinwand einzutauschen. Unser erster Film „Der Sommernachtstraum“ war ein großer Erfolg, der große Kino-Saal des Offenburger FORUM-Kinos, der etwa 500 Personen fasst ,war bei der Premiere nahezu ausverkauft , und auch die zweite Veranstaltung war sehr gut besucht. So war eben das Kino zu unserem Medium geworden, nachdem uns die Stadt Offenburg unseren bisherigen Aufführungsort, den Salmen, weggenommen hatte. Daraus ist nach langem Umbau ein Museum geworden. Als nächstes Stück hatten wir uns für dieses Jahr den „kleinen Prinzen“ ausgesucht – ein wunderbar poetisches Werk, das sehr bekannt ist.

Herr Maier, der Chef des Kinos, war ganz begeistert davon, dass wir es letztes Mal geschafft hatten, den großen Saal fast restlos zu füllen. Da dies für ihn ein gutes Geschäft war, war er sofort bereit, uns für das neue Projekt sein Kino zu geben. Vor ein paar Tagen war ich bei ihm, er war unheimlich freundlich, und ich war sehr überrascht, als er uns nach diesem Gespräch anbot, den kleinen Prinzen fünfmal aufzuführen. „Sensationell“ meinten einige und auch ich war ganz glücklich. Das Kino ist eine ganz andere Sache als das Theater. Es fehlt der live-Aspekt, aber dafür können meine Schauspieler auch einmal den Text vergessen, ohne sich zu blamieren. Denn dann wird die Szene eben nocheinmal gefilmt. Szene X, die zweite.

Wir sind nun gerade dabei, die letzten Szenen des Kleinen Prinzen einzuspielen, dann müssen sie noch vertont und geschnitten werden. Ich hoffe, dass es ein sehr schöner Film wird. Denn er vermittelt ja in vielfältigen Bildern einprägsame Wahrheiten, und ich hoffe, dass wir viele Zuschauer bekommen werden und die fünf Veranstaltungen gut besucht werden.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – das ist die tiefgehende Botschaft des Stückes und wir haben versucht, diese Wahrheit glaubhaft zu vermitteln.

Wir setzen uns ab von einem Kinderfilm, wir benutzen keine Zeichentrickfilm-Elemente und kitschig anmutende Verkleidungen, sondern wir spielen die einzelnen Szenen in schlichten Kostümen, vor ganz realistischem Hintergrund in Offenburg, in unserer Stadt: Im Kapuzinerkloster, an der Stadtmauer, im Vinzentius-Garten, in der Brandeck-Gaststätte und in der Volksbank. Die Szenen in der Wüste versuchen wir durch Greenscreens zu veranschaulichen und immer wieder sollen symbolische Gesten den Inhalt verdeutlichen. So öffnet der Fuchs das schmiedeeiserne Tor des Vinzentius-Gartens und lässt den kleinen Prinzen symbolisch in eine tiefere Welt eintreten. Und wenn der belehrende Fuchs für den kleinen Prinzen Wasser aus dem Brunnen schöpft und in dessen Hände fließen lässt,  so steckt dahinter die symbolische Aussage, dass er ihm eine tiefere Wahrheit und ein neues Weltverständnis vermittelt

Gesundheitlich geht es mir so einigermaßen, nur das Laufen bereitet mir Schwierigkeiten, ich bin oft unsicher auf den Beinen und schwanke hin und her. Auch bin ich oft sehr sehr müde durch den Einfluss der starken Medikamente. Oft nehme ich mir vor, am Abend noch etwas zu schreiben oder zu tun, und merke dann, dass ich am Schreibtisch sitze und am Einschlafen bin. Und oftmals verliere ich dann die Kontrolle und bin schon ein paar Mal am Schreibtisch eingeschlafen und vom Stuhl gefallen. Aber ich kämpfe gegen meine Krankheit an und versuche aktiv zu bleiben,.

Ich bemühe mich, nicht aufzugeben und weiterhin aktiv zu sein, immer ein Ziel vor Augen zu haben. Es geht zwar alles sehr langsam und ich brauche viel Zeit.  Aber man darf nie aufgeben. Deshalb bin ich auch noch etwas in der Schule tätig. Neben der besagten Theater -AG mache ich noch Aufsicht in der Mediathek einmal in der Woche. Auf diese Weise bleibe ich geistig aktiv und halte auch den Kontakt zur Schule, zu Schülern und Kollegen, aufrecht. Und auch wenn der Film nun fertiggestellt sein wird, denke ich daran, so eine Art kleines Kammertheater ins Leben zu rufen, wobei der Schwerpunkt dann auf der szenischen Gestaltung und auf Spiel und Sprache liegen wird. Außerdem möchte ich die Reihe „Literatur und Musik“, die immer einmal im Jahr im Kreuzgang stattfand und die mit meiner Pensionierung eingestellt worden war, wieder aufleben lassen.

Text & Fotos: Haaser

Leckerer Jahresausklang mit der Garten-AG

Von November bis März gibt es im Schulgarten nicht viel zu tun. Untätig sind die Mitglieder der Garten-AG aber nicht. In der Grimmels-Werkstatt wurde für Halloween Holzdekoration ausgesägt und gruselig bemalt. Gruselkatzen, Skeletten und Halloween-Arrangements schmückten dann die Halloween-Partys und Vorgärten.

Zum Jahresausklang überlegte sich das Team der Garten-AG  S. Fuchs und  S. Knecht eine besonders leckere Aktion. Aus geschmolzener Schokolade und verschiedensten Zutaten wurden schmackhafte Schokoladentafeln und Schoko-Crossies gezaubert. Leckerer können Weihnachtsgeschenke nicht sein!

Bilder: Fch Text: Rsn

Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums in der Evangelischen Stadtkirche

Am 19. Dezember war es endlich wieder so weit. Die evangelische Stadtkirche öffnete ihre Pforten für das Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums. Und so kalt es auch trotz aller Heizbemühungen war, die jungen Musikerinnen und Musiker wärmten mit ihren Klängen unsere Herzen.

Philipp Wink eröffnete mit Marcel Duprés dramatischem Sortie (op.62, 3) und einem beeindruckenden Orgelspiel das Konzert. Ein ernsterer Ton stimmte also den Abend ein und daran schloss auch die Rede des stellvertretenden Schulleiters Christian Haist an. Er stellte die Frage, ob uns in diesen Zeiten zum Feiern zumute ist – angesichts der Konflikte und Kriege in der Welt, angesichts der Tragödie, welche vor kurzem die ganze Offenburger Schulgemeinschaft heimgesucht hatte. Wir dürfen nicht verzagen, war seine Antwort, sondern ganz im Gegenteil: Wir brauchen Engagement, wir brauchen die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und wir sollen, so der Schlussappell, zum „Mitschöpfer unserer Gesellschaft“ werden.

Und genau dies stellten alle Mitwirkenden unter Beweis. Sie wurden zu Schöpfern eines unvergesslichen Abends: Sei es die Unterstufen-Combo unter der Leitung von Andreas Rückert, denen im Zusammenspiel mit Philipp Wink an der Orgel eine wunderbar sphärische Interpretation von „O Heiland reiß die Himmel auf“gelang. Eine Interpretation, die den Spagat zwischen Moderne und Barocker Musik wagte und ein wenig an „Emerson, Lake and Palmer“ erinnerte. Oder sei es das Unterstufen-Ensemble unter der Leitung von Angela Bruder-May, das mit schönen Flötenklängen sowie Cello, Geige und Klavier ganz besonders Händels Gavotte so träumerisch und feierlich in den Raum hauchte. Hier zeigten die jüngsten Instrumentalisten des Grimmels, dass wir noch viel von ihnen erhoffen dürfen.

Anschließend folgte der Basiskurs Musik der Jahrgangsstufe 2, der den Bogen vom barocken Kanon zum Swing spannte, ehe das erste Mal der Chor unter der Leitung von Erwin Meyer auftrat, und fröhlich beschwingt den heiteren Ton der J2 weitertrug. Der junge Chor bestach mit einer tollen Akzentuierung, mit gekonnten Wechseln aus zarten und kraftvollen Tönen und mit Solisten, die mit ihren so eindringlichen und klaren Stimmen dafür sorgten, dass man im gebannten Raum eine Stecknadel hätte fallen hören können.

Zwischen den Chorstücken wagten Bläser und Orgel ein ungewohntes Zusammenspiel, Dubois Marche triomphale, der auch tatsächlich – wie es der Titel verspricht – mit einem triumphalen Ende schloss. Das Stück reihte sich ein in eine Vielzahl internationaler, aber vor allem auch französischer Stücke. Und so konnte man das Konzert auch als ein Zeichen deutsch-französischer Freundschaft lesen, die seit vielen Jahren am Grimmels gepflegt wird.

Auch die Big-Band hatte unter Andreas Rückert einen großartigen Auftritt: James Bond jagt Dr. No durch einen ukrainischen Glockenchoral! Darauf muss man erst einmal kommen. Ein satter Sound über einem erstklassigen Arrangement, klar und präzise gespielt, dazu wieder einmal super Solisten. Was will man mehr?

Vielleicht eine Vereinigung aus Chor, Lehrerchor und Big-Band? Et voilà. Und die Musiker ließen vom ersten Stück an keine Zweifel aufkommen, dass jetzt nochmal richtig eingeheizt werden würde. Zuerst der Gospel Amen, dann Power von Myrna Summers, dessen Umsetzung dem Titel alle Ehre machte und schließlich das vorläufige Finale mit Come let us sing mit stakkatoartigen Bläsern und kraftvoll aufsingendem Chor. Das Publikum zahlte es mit starkem Applaus zurück.

Zum krönenden Abschluss trat nun endlich auch das Orchester unter der Leitung von Angela Bruder-May zusammen mit dem Chor auf. Von tiefen, langsam wandelnden Tönen getragen schwangen sich die Sänger bei Adolphe Adams Cantique de Noël mit ihren wunderbar hellen Stimmen zu den höchsten Tönen bis zum Himmel auf und ließen alle in der Kirche Versammelten von Weihnacht träumen.

Abgeschlossen wurde dieser wunderbare Abend schließlich mit Charles Gounods Messe aux Chapelles. Der letzte Strich war noch am Verklingen und man hätte ihn gern gehalten und noch weiter gelauscht.

Kann einem in diesen Zeiten zum Feiern zumute sein? Mit diesen Tönen – ja.

Text: Wth Bilder: Rsn

Mit der 5a im badischen Staatstheater: Hänsel und Gretel

Zum Weihnachtsmärchenklassiker „Hänsel und Gretel“ in der Opernfassung des romantischen Komponisten Engelbert Humperdinck unternahm die Klasse 5a einen Ausflug ins Badische Staatstheater nach Karlsruhe. Für viele der Kinder war dies der erste Konzertbesuch überhaupt und ein erstes Erlebnis mit dem Musiktheater. Die Karlsruher Bühnen legen dieses populäre Werk seit vielen Jahren regelmäßig mit großem Erfolg und hoher Publikumsresonanz in der Weihnachtszeit auf. Für viele gehört das Werk zu Weihnachten wie Christbaum, Weihnachtsoratorium und Lebkuchen. Eine sehr realistische und wirkungsvolle Inszenierung zieht junge und erwachsene Zuschauer in ihren märchen- und zauberhaften Bann. Durchdrungen von standhaftem Optimismus und unbeirrter Gläubigkeit tönt es befreiend im Finale: „Wenn die Not auf höchste steigt, Gott der Herr die Hand uns reicht!“. Zahlreiche der gefühlvollen Melodien von Humperdinck prägen sich im Opernverlauf immer wieder als Ohrwurm ein. Die Fahrt nach Karlsruhe wurde von der Gruppe mit der Bahn zurückgelegt, leider kam es bei der Rückfahrt auf Grund von Schneefall zu Verzögerungen.

Text: Mre Bilder: Rsn

https://www.staatstheater.karlsruhe.de