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Autor: Lukas Rosenkranz

GRiFi nun in Schwarz

Die Film-AG läuft in Zukunft in elegantem Schwarz durch die Gänge des Grimmelshausen. Wir freuen uns sehr über die coolen Shirts mit unserem neuen Logo. Vielen Dank an Familie Seidl und ihre Firma EMMA MERCH für das tolle Geschenk!

Text & Fotos: Wth

Vive la Freundschaft: Deutsch-Französischer Tag am Grimmels

Am Freitag, den 23. Januar, lag ein Hauch von Frankreich in der Aula des Grimmels: Der verführerische Duft frisch gebackener Crêpes zog durch den Raum, begleitet von fröhlichem Stimmengewirr und gespannter Vorfreude. Anlass war der Deutsch-Französische Tag, der jedes Jahr an den Élysée-Vertrag von 1963 erinnert und die besondere Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich feiert.

In feierlichem Rahmen erhielten 18 Schülerinnen und Schüler des Normalzugs sowie des bilingualen Zugs Französisch ihre wohlverdienten DELF-Diplome auf dem Niveau B1. Sie hatten die anspruchsvolle Prüfung für dieses Sprachzertifikat mit einem schriftlichen und einem mündlichen Teil am Ende der 10. Klasse abgelegt – ein großer Erfolg, auf den sie sehr stolz sein können!

Parallel dazu sorgte die Klasse 6c mit einem liebevoll organisierten Crêpes- und Kuchenverkauf für das leibliche Wohl: Vier engagierte junge Crêpes-Bäcker:innen standen unermüdlich am Crêpes-Eisen, während sich davor eine beeindruckend lange Schlange bildete.

Wer zwischen den Verkaufsständen in der Aula unterwegs war, konnte sich zudem an den von Schüler:innen der JS1 und JS2 gestalteten Infotafeln und Stellwänden informieren: Diese hatten spannende Einblicke in die deutsch-französische Freundschaft vorbereitet – von historischen Meilensteinen bis hin zu den deutsch-französischen Tandems, z. B. Macron-Merkel.

Ein Tag, der zeigte: Französisch lebt – und schmeckt!

Text + Fotos: Flm, Fachschaft Französisch

Völkerballturnier der Unterstufe

Am Freitag, den 30. Januar 2025, fand das von der SMV organisierte Völkerballturnier der Unterstufe statt. Neun Mannschaften, bestehend aus Schülern der Klassen 5, 6 und 7, traten mit großem Engagement und Teamgeist gegeneinander an. Nach neun Spielen sicherte sich die Klasse 7c den ersten Platz. Ein herzlicher Dank gilt den Aufsichtslehrkräften und den Verbindungslehrkräften, deren Unterstützung maßgeblich zum Erfolg des Turniers beitrug. Außerdem gilt natürlich der Dank auch allen Teilnehmern, den ohne Euch können solche Aktionen niemals stattfinden.

Text: Jan Schwarzburg Bilder: Rsn & Elisa May

Märchenstunde mit den fünften Klassen

Am Freitag war die Ortenauer Märchenerzählerin Katrin Bamberg  am Grimmels und nahm die fünften Klassen im morgendlichen Dämmerlicht in eine spannende Märchenwelt mit. Sie erzählte von magischen Fernrohren, fliegenden Teppichen, verzauberten Äpfeln und einer Prinzessin, die sich ihren Prinzen selber aussuchen durfte. Kommentar der 5c: „Eine Stunde war viel zu kurz !“

Text & Foto: Antje Tennstedt

Besuch der Klasse 5a in der Stadtbibliothek     

Die Klasse 5a besuchte dieser Tage im Rahmen des Deutschunterrichtes die Offenburger Stadtbibliothek, deren vielfältiges Bücher- und Medienangebot den Jugendlichen vorgestellt wurde, das neben dem klassischen Buch auch digitale Medien, Technik und Outdoor-Spiele umfasst. Bei einer IPad-Rallye erforschte die Klasse spielerisch die unterschiedlichen Bereiche der Bibliothek. Es konnten im Rahmen des Besuches auch noch Ausleihausweise ausgestellt werden. So wurden mehrere Buchtitel direkt ausgeliehen und von den Schülerinnen und Schülern mit nach Hause genommen.

Text & Bilder: Mre

abibac Logo II

Erstes Abibac-Alumni-Treffen am Grimmels

Der Abibac-Zug am Grimmels existiert seit 2008. Ende letzten Jahres fand nun zum ersten Mal ein Treffen zwischen aktuellen und ehemaligen Abibac-Schülern statt, das großen Anklang fand. Nicht nur die Alumni waren sichtlich froh, sich über ihre Werdegänge auszutauschen, auch die aktuellen KursstufenschülerInnen bekamen Anregungen für die Zeit nach dem Abibac. Das Treffen soll zukünftig immer kurz vor Weihnachten stattfinden. Ort und Zeit werden rechtzeitig kommuniziert.

Text: Nicole Saier und Antje Tennstedt

Science Academy – einer der tollsten Orte, die man sich vorstellen kann!

Die Science Academy in Adelsheim ist einer der tollsten Orte, die man sich vorstellen kann. Schüler*innen der 8. und 9. Klassen in ganz Baden-Württemberg können vorgeschlagen werden und ich hatte das große Glück zusammen mit 76 weiteren Jugendlichen angenommen zu werden. Sechs verschiedene Kurse wurden angeboten, in denen wir forschten, Neues lernten, eigene Ideen entwickelten und natürlich unglaublich viel Spaß hatten und Freundschaften schlossen. Zur Auswahl standen Genetik, Klimaphysik/Informatik, Mikrogravitation, Pharmazie, Philosophie/Theater und Physik. Ich selbst durfte am Kurs Philosophie/Theater teilnehmen.

Das erste Mal getroffen haben wir uns Ende Juni am Eröffnungswochenende (EWE). Diese drei Tage dienten dazu, das Gelände, die anderen Teilnehmer*innen sowie die Kursleiter*innen, das Schülermentorenteam und die Akademieleitung kennenzulernen. Im Kurs bekamen wir erste Einblicke in die Welt der Philosophie und machten uns mit ein paar Improvisationsspielen mit unserem zweiten Kursraum – der Bühne – vertraut. Unser Kursleiter hat auch am Ende des EWE die Rollen unseres Theaterstücks „Der gute Mensch von Sezuan“ vergeben.  Schon nach ein paar Minuten waren alle Anfangszweifel verflogen und wir waren sofort eine Gemeinschaft, was die Vorfreude auf die zwei Wochen Sommer deutlich steigen ließ.

Im Sommer ging es dann richtig los und wir beschäftigten uns im philosophischen Teil mit Aristoteles‘ EudaimoniaTheorie und der Frage „Was macht einen guten Menschen aus?“. Auch die Beeinflussung der Gesellschaft durch Besitz und die Religionskritik waren zentrale Themen. Die philosophischen Fragestellungen ergeben sich alle aus unserem Stück und so lernten wir es von verschiedenen Blickwinkeln aus kennen. Um Bertolt Brecht, den Autor unseres Stücks, und seine Gedanken und Ideen zu verstehen, durfte natürlich auch ein bisschen Theatertheorie nicht fehlen.  Einen großen praktischen Teil unseres Kurses füllte das Theaterspielen. Wie lernten, wie wir laut und deutlich sprechen können, ohne heiser zu werden – auch Schreien klappte mit dieser Technik, was uns beim Sportfest zugutekam (aber dazu später mehr). Manche von uns (auch ich) standen zuvor noch nie als Schauspieler*innen auf einer Bühne, aber unsere Kursleiter und unsere Schülermentorin haben mit viel Motivation dafür gesorgt, dass das kein Problem darstellte. Auch dass wir alle so fest zusammengewachsen sind, half, dass man sich sicher fühlte, sodass bei der Aufführung alles reibungslos funktionierte. Zwischendurch sorgte unsere Schülermentorin für Pausen mit lustigen Spielen und auch so brachte sie uns immer wieder zum Lachen.

Die Kursarbeit war zwar wesentlicher Bestandteil des Akademiealltags, aber zahlreiche kursübergreifende Angebote (KüA) sorgten für Abwechslung: Von Sport und Musik über Challenges, Keramik und Pralinen herstellen bis Persisch war alles dabei und auch die Teilnehmer*innen konnten KüAs anbieten.  Besondere Programmpunkte waren ein Grillabend, ein Wandertag, das schon erwähnte Sportfest, für welches jeder Kurs einen Schlachtruf brauchte und vieles mehr. Das alles und vor allem die Menschen haben dafür gesorgt, dass wir zu einer großen Familie geworden sind. Der Abschlusstag kam leider viel zu schnell. Doch im Oktober sollte es noch ein Dokumentationswochenende (Doku-WE) geben und alle freuten sich schon riesig darauf.

Das Ziel des Doku-WE ist, die Kursarbeit, die KüAs und Events festzuhalten. Jede*r hat diese Dokumentation bekommen und damit ganz viele schöne Erinnerungen. Vollendet wurde die Akademie mit einer Nachtwanderung und anschließendem Zusammensein am Lagerfeuer und einer Party. Der Abschied ist mir superschwer gefallen, denn die Erfahrungen, die man sammeln konnte, die Menschen, die man kennenlernen durfte, sind etwas ganz Besonderes!

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Lehrkräfte des Grimmels, die mir das erst ermöglicht haben, an die Akademieleitung, an die Leitungsassistenz, an alle Kursleiter*innen und Teilnehmer*innen, das Schülermentorenteam, dass ihr alle so wundervolle Menschen seid und ein ganz großes Dankeschön geht an meinen Kurs, Nadia, Thorsten und Sara – ich habe durch euch so viel fürs Leben gelernt, ihr seid einfach großartig!

Ich wünsche jedem, diese Erfahrungen machen zu können und diese tolle Atmosphäre, den Umgang und die Menschen kennenlernen zu dürfen, denn es ist ein einzigartiges und unglaublich wertvolles Erlebnis. Wenn ihr die Chance habt, nutzt sie, ihr werdet es nicht bereuen!  Falls die Lehrkräfte euch vorschlagen, ihr aber noch zweifelt oder ihr einfach so Fragen habt, kommt gerne auf mich zu, ich erzähle euch gerne von der Science Academy!

Text und Bilder: Sarina Baumgärtner, 10b

Drehbeginn zu GRiFis erstem Film

Eine Nacht im Ritterhaus-Museum. Eine Nacht im Grimmels. Die Dreharbeiten zu unserem ersten Film haben nun endlich vor den Weihnachtsferien am 19. und 20. Dezember begonnen. Am 9.1. folgte sogleich unser dritter, aber noch nicht letzter Drehtag. Die Tage waren intensiv, erfüllend und haben uns Lust auf mehr gemacht. Die Bilder sollen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben.

Wir freuen uns schon sehr darauf, euch den Film bald zeigen zu dürfen!

Text & Bilder: Wth

Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums Offenburg, 16. Dezember 2025

Drei große Gemälde mit großen Kreuzen hinter dem Altar, wie bunte Fahnen großer Länder, deren Farben ineinandergelaufen sind, sehe ich, als ich die evangelische Stadtkirche betrete. Neben dem aufgeschlagenen Evangeliar auf dem Altar (das Vaterunser nach Matthäus) weist nur ein Christstern auf das baldige Weihnachtsfest, davor herumlaufende Kinder auf das baldige Weihnachtskonzert unserer Schule.

Ich setze mich seitlich in eine Bank und mache mir für den gewünschten Beitrag Notizen. Das Stimmen der Instrumente wird noch von den Stimmen der jüngeren Schüler übertönt, die in Grimmelsshirts erschienen sind, uns Älteren wurde ein „So-schwarz-wie-möglich“ verordnet. Ein paar Eltern sitzen bereits in den Bänken und warten geduldig auf den Beginn in einer guten Stunde. Der Unterstufenchor läuft zur Probe in den Altarraum und wieder zurück auf die Plätze. Eltern winken ihren Schützlingen zu und sie ihnen. Erst jetzt nehme ich einen illuminierten Weihnachtsstern wahr, der meterhoch über dem Altar leuchtet. Eine Querflötenmelodie schallt aus der Sakristei. Dann proben Orchester und der Gesamtchor. Die Musik dämpft die Nebengeräusche. Ein kurzes Lob zwischendurch, und der Choral erklingt noch einmal so inbrünstig. Auch Lehrerchor, da bin ich dabei, und Oberstufenkurse singen sich ein. Eine Schülerin braucht noch Noten, die Kleinsten sind mittlerweile wieder die Lautesten.

Viertel nach Sechs: Die vorderen Bänke sind längst belegt, ein Schlagzeug ertönt. Ein Junge hinter mir telefoniert, später wird er ermahnt – frühe Eltern in den Bänken tippen noch letzte Nachrichten in ihre mobilen Geräte, bevor sie während des Konzertes von der Außenwelt abgeschnitten sein werden. Immer rascher füllt jetzt sich das Kirchenschiff, Groß und Klein läuft hin und her, Kinder drängen in die Gänge, um ihre Eltern zu begrüßen, selten so freudig wie heute Abend, hier ein Küsschen für Oma, dort eine Umarmung für Opa. Manch bekanntes Gesicht taucht auf, Eltern, auch ehemalige Schüler, Angehörige der Angehörigen. Die Grimmelsfamilie ist weit, doch man ist sich bekannt. Die Musiklehrer schlendern entspannt durch die Gänge im Wissen, dass alles gut werden wird. Der Geräuschpegel ist nun so, dass die Kinder die Namen ihrer Mitschüler schreien müssen, um Gehör zu finden. Ein Vater telefoniert. Eine Mutter winkt. Sogar die Empore ist belegt, wie ich bemerke. Anderen dient das Telefon bereits als Fotoapparat. Die Gänge leeren sich, das Licht erlischt. Beginnt es nun? Wieder wird es hell, jetzt aber nur noch am Altar. Man klatscht.

Unsere vier Musiklehrer beginnen mit einer Arie von Telemann: Hanna Schmal singt mit sehr zartem Ausdruck, im Mittelteil lässt sie die Schmerzen mit einer chromatischen Tonleiter fühlbar werden. Ihren Sopran umspielt fragend und antwortend die Violine von Angela Bruder-May, genau im Takt bilden Andreas Rückert mit seinem Fagott und Erwin Meyer am Klavier das Bassfundament. Auf das Ende, wie ein Hauch, folgt laute Anerkennung der längst ruhig gewordenen Anwesenden.

Herr Arens grüßt die Schulgemeinschaft. Er dankt der evangelischen Kirchengemeinde, den Musiklehrern. Er zitiert Claudius, wünscht in seiner Ansprache, dass wie das Licht von Weihnachten unser Grimmelshausengymnasium als Europaschule in die Welt strahle, nur Toleranz und Menschlichkeit ermöglichten ein friedliches Zusammenleben; dafür stehe auch unsere Schülerschaft, die insgesamt fünfzehn verschiedene Staatsbürgerschaften aufweise, ein Viertel habe Migrationshintergrund.

Die Unterstufen-Combo von Andreas Rückert ist der nächste Programmpunkt: Nach kurzem, vorsichtigem Abtasten kommt die Gruppe in Schwung und präsentiert drei Weihnachtslieder. Die marschartig arrangierte Melodie von „Kling Glöckchen“ wird durch zauberhafte Glitzerklänge durchbrochen; „Rock My Soul“ zeigt dann, was so eine Band eben ausmacht. Begeisterte Hände spenden Applaus. Geübte Hände bauen für den nächsten Block um.

Auch das Unterstufenorchester fühlt sich bei seinen vier Liedern immer wohler und wächst mehr und mehr zusammen, je länger sie spielen. Angela Bruder-May hat alles im Griff. Die Bläser mit einem Cello erhalten für ihren bravourösen Beitrag gebührenden Beifall.

Als ob sie es geübt hätten, marschiert der Unterstufenchor unter Hanna Schmal auf, derweil präludiert Erwin Meyer dezent auf dem Klavier. Kaum sind sie da, schon geht es los: Französische und englischsprachige Weihnachtslieder stehen auf dem Programm. Alle sind konzentriert bei der Sache. Solistengruppen von Mädchen wie Jungs wechseln mit dem Chor ab. Beim letzten Lied setzt sich die Chorleiterin zur Seite, der Sechstklässler Raphael Fien zeigt, nur vom Klavier begleitet, sein Können in einem Solo, darauf singt der Chor zunächst im pianissimo, dann zuversichtlicher den Schnee herbei. Große Begeisterung.

Die Musikbasisfächer der Oberstufe lassen mit weihnachtlichem Schwung Mary’s Boychild hochleben. Die Instrumentalisten bleiben vorne für die Bigband, die am Marimbaphon von einem Achtklässler ergänzt wird. Das erste Stück nach einer Nummer aus Tschaikowskys Nussknacker ist mit viel Blech über jeden Kitschverdacht erhaben, Maxim Nenninger brilliert dabei mit einem Soloeinsatz am genannten Instrument. Das letzte Stück „Joshua“ beeindruckt mich mit seiner markant absteigenden Tonfolge am Beginn. Der folgende Jubel zeigt, dass ich wohl nicht der einzige bin.

Der Lehrerchor. Herr Engert gibt mir geduldig den Ton, doch erst, als wir das Lied begonnen haben, erwische ich ihn richtig: Ein A-Capella-Kirchenlied aus dem Amerika des 19. Jahrhunderts, dann ein vierstimmiger Choral aus dem Wittenberg des 16. Jahrhunderts. Das Klatschen belohnt uns heute so für das, was wir amateurhaft können, wie uns keines je für das belohnt, was wir professionell können.

Ein besonderer Höhepunkt bei den alljährlichen Weihnachtskonzerten unserer Schule stellt für mich das Orchester dar. Im vergangenen Jahr kam ein Satz einer Beethovensymphonie zum Erklingen, diesmal drei bekannte Werke Bachs. Die reiche Streicherschaft mit bunten Holzbläsern gibt unter Leitung von Angela Bruder-May die pastorale Eingangssinfonia aus der zweiten Weihnachtsoratoriumskantate. Gebannt schauen die Fünftklässler in den Bänken auf ihre älteren Mitschüler an den Instrumenten. Die Jüngste, Leni Raus aus Klasse 6, beherrscht eindrucksvoll ihr Cello; mit sicherer Hand meistert sie alle Lagenwechsel. Dann Menuett und Badinerie aus der zweiten Orchestersuite. Applaus und große Anerkennung.

Beim gemeinsamen Lied aller Teilnehmer und Besucher sehe und höre ich viel von der Weihnachtsbotschaft. Eltern neben ihren Kindern schauen sich beim Glo-o-o-o-o-o-oria-Singen selig an, manch mundfauler Schüler bewegt die Lippen und jubelt mit. Die Botschaft kommt an.

Der große Chor von Erwin Meyer füllt die Gesamtzahl der Mitwirkenden an diesem Konzert auf einhundertsechzig an, fast ein Drittel der gesamten Schule nimmt teil. Die Lieder in verschiedenen Sprachen werden durch Zwischenspiele des Klaviers verbunden, solistische Gruppen wechseln mit dem Gesamtchor ab, Englisch mit Deutsch, Französisch mit Russisch. Mal marschiert eine Melodie von Händel durch den Stall von Bethlehem, mal geht (dieses Jahr die Solopartien ergreifend von Jonathan Busam, Fynn Stumm und Paula Raus gesungen) Maria durch einen Dornwald. Die offenbar harten persönlichen Erfahrungen des Dichters von „Weihnachten mal anders, ohne Hass und Streit“ kontrastieren mit „Weihnachten ist wunderbar“. Muttersprachler berühren uns und offensichtlich auch sich mit russischen und französischen Weihnachtsliedern, mit gesungenen Weihnachtsgrüßen in vielerlei Sprachen unserer bunten Welt (fast wie weiland der Papst). Ein solistisches Quartett, zu den eben genannten tritt Mattia Catini, röstet im letzten Lied Kastanien im Feuer, der Chor setzt ein. Großer Beifall.

Das Schlussstück: Orchester und alle Chöre versammeln sich vorne. Hanna Schmal leitet das große Ensemble, Angela Bruder-May verstärkt mit ihrer Violine, Andreas Rückert mit seinem Fagott das Orchester, Erwin Meyer mit seiner Stimme den Chor. Aus einer Bachkantate: Das Orchester mit lieblich-pastoralen Triolen umrahmt den schlichten Choralsatz der Sänger – oder umrahmt der Choralsatz das Orchester? Ich stehe in der letzten Reihe und versuche, die Basslinie zu treffen. Herr Engert vor mir leitet mich auf den rechten Weg. Die letzte Zeile gesungen, lausche ich den ausklingenden Triolen der Instrumente, bis sie von Hanna Schmal sanft gebremst enden.

Dankbar nehmen wir Akteure die Freude auf, die wir mit unseren weihnachtlichen Liedern geschenkt haben. Dankbar sind wir alle, dass wir heute Abend hier teilgenommen haben. Dankbar schenkt Herr Alender vom Elternbeirat unseren vier Musiklehrern Blumengestecke groß wie kleine Weihnachtsbäume – das Fest kann kommen.

Text: Daniel Adler Fotos: Rsn

Unsere 10. Klassen wieder mit dabei beim Briefmarathon von Amnesty International

Auch in diesem Schuljahr beteiligen sich die 10. Klassen des Grimmelshausen-Gymnasiums Offenburg im Rahmen des Gemeinschaftskunde-Unterrichts  am Briefmarathon von Amnesty International. Mit großem Interesse setzen sich die SchülerInnen  für Menschen ein, deren grundlegende Rechte weltweit verletzt werden. Sie informieren sich über konkrete Einzelfälle, diskutieren Ursachen und Hintergründe von Menschenrechtsverletzungen und formulieren anschließend Solidaritätsbriefe sowie Appelle an verantwortliche Entscheidungsträger.

Der Briefmarathon ist eine jährlich stattfindende Aktion von Amnesty International rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Ziel ist es, durch möglichst viele Briefe, Postkarten und E-Mails auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und politischen Druck aufzubauen. Jedes Jahr stehen mehrere ausgewählte Fälle aus unterschiedlichen Ländern im Mittelpunkt – etwa zu willkürlichen Inhaftierungen, unfairen Gerichtsverfahren oder der Unterdrückung der Meinungsfreiheit.

Die Erfahrung zeigt, dass diese Aktion Wirkung entfalten kann: In der Vergangenheit wurden Gefangene freigelassen, Todesurteile ausgesetzt oder faire Gerichtsverfahren eingeleitet, nachdem zehntausende Briefe aus aller Welt eingegangen waren. Für die Schülerinnen und Schüler wird so erfahrbar, dass politisches Engagement auch im Kleinen beginnt und jede Stimme zählt.

Die Teilnahme am Briefmarathon ergänzt den GK-Unterricht in besonderer Weise, da sie theoretische Inhalte zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten mit praktischem Handeln verbindet. Gleichzeitig fördert sie Empathie, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich für andere einzusetzen.

Das Grimmelshausen-Gymnasium freut sich, auch in diesem Jahr Teil dieser weltweiten Solidaritätsaktion zu sein und damit ein klares Zeichen für die Achtung der Menschenrechte zu setzen.

Text: Rsn Bilder: Arn, Dtz, Hrb