Exkursion – Taizé 2026
Beten. Essen. Austauschen. Repeat. Klingt langweilig? Nicht für uns 15 Schüler*innen der Klasse 10 und der Jahrgangsstufe 1, die wir am 13.05. mit den Religionslehrkräften Judith Lienhard und Nikolaus Engert die sechsstündige Busfahrt in die französische Kommune Taizé auf uns genommen haben.
Dort haben wir die Feiertage über Christi Himmelfahrt so bescheiden und einfach wie möglich, angelehnt an das Leben der rund 80 Brüder von Taizé, verbracht. Untergebracht in den simplen Holzhütten, auch Baracken genannt, haben wir bei den niedrigen Temperaturen zwar ordentlich gefroren, allerdings haben wir uns davon die gelassene Stimmung nicht verderben lassen. Was einigen von uns mehr zugesetzt hat, war das nicht allzu üppige, aber trotzdem akzeptable Essen, das jedoch durch mitgebrachte Speisen, wie Instant-Nudeln, wieder ausgeglichen wurde.
Bei den drei Gebeten jeden Tag geht es weniger um korrekte Religionsausübung, vielmehr geht es um Gemeinschaft, Liebe und Frieden. Diese Gemeinschaft wird nicht nur durch das Beten, sondern auch durch gemeinsames Singen, Essen und Diskurs gelebt, wodurch wir bald auch zu Jugendlichen aus anderen Gruppen Kontakt aufgebaut haben. So wurden die Gebete schnell zu etwas, worauf wir uns sogar freuten und auch an die jeweils achtminütige Stille gewöhnten wir uns leicht. Nach einer anschaulichen, lebendigen Einführung in den Bibeltext des Tages von Bruder Barnat, trafen wir uns in kleineren Gruppen mit internationaler Zusammensetzung, um uns über den Text und weitere Denkanstöße auszutauschen. Wir hatten natürlich auch freie Zeit, die wir selbst gestalten durften. Egal ob Schnitzeljagd, Taizé-Twister, Spazieren, Marktbesuch im Nachbarort, Joggen oder Entspannen an der Quelle von St. Etienne – langweilig wurde uns nie!
Nach dem bezaubernden Lichtergottesdienst am Samstagabend mussten wir auch schon unsere Rückreise vorbereiten, um in den Alltag zurückzukehren. Müde, aber erfüllt stiegen wir dann am Sonntagmittag nach dem Abschiedsgottesdienst in den Bus. Wiedergekehrt sind wir am 17.05. zwar mit durchnässten Klamotten und einigen Snacks weniger, aber dafür mit unvergesslichen Erfahrungen, zahlreichen Erinnerungen, neuen Erkenntnissen, Freundschaften in ganz Europa, ganz vielen Ohrwürmern und einem Teil des Lichts von Taizé, dass wir weiter in unseren Herzen tragen.
Vielen Dank an Frau Lienhard und Herrn Engert, dass Sie uns diese einzigartige Zeit ermöglicht haben!
Text: Martha B. & Emilia B. Fotos: Eng, Sophia H.


























































































