Schulleitungsbrief zum Schuljahresende 2021/22 an die Schulgemeinschaft

Liebe Schulgemeinschaft, liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrkräfte,

mit einem kurzen Rückblick auf die letzten Wochen und einem ersten Ausblick aufs neue Schuljahr möchte ich mich von Ihnen und euch vor der Sommerpause verabschieden.

Beginnen wir mit einer sehr erfreulichen Nachricht: alle unsere 64 Schülerinnen und Schüler der letzten Jahrgangsstufe haben das Abitur bestanden – und dies mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,1, mit 27-mal einer 1 vor dem Komma, davon zweimal 1,0 und viermal 1,1! Wir gratulieren unseren erfolgreichen Abiturienten sehr herzlich zu dieser Leistung – sie haben die hohen Anforderungen des Abiturs unter erschwerten Corona-Bedingungen souverän gemeistert.

Einige unserer Abiturienten feierten wenige Stunden nach der letzten mündlichen Abiturprüfung (zusammen mit weiteren 60 Grimmelsschülern) gleich ihren nächsten Erfolg, nämlich als Hauptakteure bei der Premiere des Theaterstücks „Vision Freiheit“, das im Rahmen der Offenburger Heimattage das Publikum gleich dreimal auf der imposanten Bühne im E-Werk-Zelt begeisterte. Die lokale Presse berichtete ausführlich über dieses eindrucksvolle Schauspiel, in dem Herr Barone und seine Junge Theaterakademie wieder einmal zeigten, zu welchen schauspielerischen Höchstleistungen Schülerinnen und Schüler angeleitet werden können.

Nachdem mit der Maskenpflicht nach den Osterferien die letzten Corona-Beschränkungen aufgehoben waren, begann unser Schulleben auch in anderen Bereichen wieder aufzublühen und wir gewannen nach und nach mehr „Normalität“ zurück.

Wir konnten nach über zwei Jahren Corona-Restriktionen endlich wieder ein Sommerkonzert durchführen. Unsere Musikarbeitsgemeinschaften – Chor, Orchester und Big Band – boten Anfang Juni im Schillersaal ein großartiges Programm, das sie in vielen Proben in der Schule aber auch auf der Fahrt zur Landesakademie Ochsenhausen einstudiert hatten. Wir danken unseren Schülerinnen und Schülern als auch den Lehrkräften Frau Bruder-May, Herrn Meyer und Herrn Rückert für ihr unermüdliches Fortführen ihrer musikalischen Arbeit, die unter den ständig wechselnden Corona-Einschränkungen beim Singen und Musizieren sehr viel Geduld, Zielstrebigkeit und Liebe zur Musik erforderte.

Auch Schulfahrten fanden wieder statt: Gleich zwei Jahrgangsstufen – nämlich unsere 6. und 7. Klassen – fuhren im Frühjahr ins Landschulheim am Moosenmättle. Das abwechslungs-reiche erlebnispädagogische Programm inmitten der schönen Natur stärkte das Selbstvertrauen der Kinder und die Klassengemeinschaft. Tagesbegegnungen mit unseren französischen Partnerschulen in Strasbourg (Collège Rouget de Lisle und Collège/Lycée St Etienne) konnten wir für verschiedene Klassen genauso wieder durchführen wie die traditionellen Drehtermine mit dem Fernsehsender Arte für unsere Sechsten.

Unsere SMV führte über mehrere Wochen Spendenaktionen für die Ukraine durch und konnte einen großen Betrag an eine Hilfsorganisation überreichen. Danke an alle – Mütter, Väter, Schülerinnen und Schüler –, die mit ihren zahlreichen selbst gebackenen leckeren Kuchen, Torten und Muffins diese schöne Aktion unterstützten. Und unsere SMV schaffte es auch noch, im Juli eine Unterstufendisco zu organisieren, die von unseren Jüngsten am Grimmels sehr gut besucht wurde.

Zum Schuljahresabschluss gab es für alle Klassen einen Ausflugstag und zwei Projekttage mit vielfältigen Angeboten in klassen- und jahrgangsübergreifenden Gruppen.

Ein Schuljahresende ist immer auch verbunden mit Abschiednehmen von denjenigen, die unsere Schule verlassen. Wir danken unseren scheidenden Lehrkräften und Referendaren für alles, was sie für unser Grimmels und unsere Schulgemeinschaft geleistet haben. Wir verabschieden uns von: Herrn Jannik Bührer (Vertretungslehrer für Geschichte und Latein), Frau Franziska Clemen (Französisch und Geschichte, bilingual) Frau Alexandra Exl (Referendarin für Biologie und Geographie), Herrn Konstantin Fütterer (Geschichte, Sport und Deutsch), Herrn Felix Fuhr (Referendar für Geschichte, Gemeinschaftskunde und WBS), Herrn Thomas Hafner (Englisch und Geographie) und Herrn Klaus Herrmann (Vertretungslehrer für Mathematik). Ihnen allen und auch den Schülerinnen und Schülern, die im September nicht mehr am Grimmels sein werden, wünschen wir alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.

Wir blicken nun einem neuen Schuljahr entgegen und hoffen, dass es einen guten Verlauf nehmen wird. Der erste Schultag im Schuljahr 2022/23 für die Klassen 6-12 ist Montag, der 12. September. Unsere drei neuen 5. Klassen werden wir nacheinander am Vormittag des
13. September einschulen.

Im kommenden Schuljahr haben wir unser internes Konferenz- und Kooperationszeitfenster vom Mittwochnachmittag auf den Freitagnachmittag gelegt, so dass freitagnachmittags grundsätzlich kein Unterricht stattfindet (Ausnahmen in der Kursstufe sind möglich). Der Mittwochnachmittag wird dann für Unterricht und der Freitagnachmittag für AGs genutzt werden.

Ich danke Ihnen und euch allen für Ihre und eure Mitwirkung und Unterstützung und wünsche erholsame Sommerferien. Bleiben Sie gesund, erholen Sie sich gut, und freuen wir uns alle gemeinsam auf das neue Schuljahr mit wahrscheinlich neuen Herausforderungen und ganz sicher neuen schönen Erlebnissen und Angeboten innerhalb und außerhalb des Unterrichts.

Herzliche Grüße

Susanne Self-Prédhumeau

Seit 40 Jahren der gute Geist

Frau Duffner wird von allen SchülerInnen und KollegInnen am Grimmelshausen-Gymnasium wegen Ihrer hilfsbereiten Art und guten Laune geschätzt. Die letzten 25 Jahre hat sie am Grimmels unzählige Wunden versorgt, SchülerInnen aufgepäppelt, Prüfungen und Feste vorbereitet und dabei natürlich auch im Sekretariat für reibungslose Abläufe gesorgt.

Es gab aber auch eine Zeit vor dem Grimmels und so wurde Frau Duffner nun für 40 Jahre treu geleisteter Arbeit im öffentlichen Dienst von der Landesregierung mit Dank und Anerkennung ausgezeichnet.

Übergabe der Dankesurkunde durch die Schulleiterin Frau Self-Prédhumeau

Die Schulgemeinschaft gratuliert Frau Duffner und freut sich auf weitere gemeinsame Jahre, in denen sich alle auf Hilfe und Rat von Frau Duffner verlassen können.

Text & Foto: Rsn

Amtseinführung von Frau Self-Prédhumeau am Montag, den 10. September 2018

Am Montag, dem ersten Schultag des neuen Schuljahres, besuchte Frau Bengel, stellvertretende leitende Regierungsschuldirektorin am Regierungspräsidium Freiburg, das Grimmelshausen-Gymnasium in Offenburg in offizieller Mission, um die Amtseinführung der neuen Schulleiterin Frau Self-Prédhumeau im Rahmen der ersten Gesamtlehrerkonferenz des Schuljahres vorzunehmen.

Frau Bengel, die dem Grimmels als ehemalige Kollegin persönlich verbunden ist, fand die passenden Worte, indem sie ausgehend von Werdegang und Karriereschwerpunkten Frau Self-Prédhumeaus die Querverbindungen zum Grimmelshausen-Gymnasium mit seinem Profil und seiner Tradition zog. Aus institutioneller Sicht, so Bengel, sei Frau Self-Prédhumeau eine „Grenzgängerin“, die nun – als erste Schulleiterin in der Geschichte des Grimmels – in ihrer Funktion „Grenzen erkennen“ und „Grenzen setzen“  müsse, diese aber auch „zu überwinden“  habe. So verwies Frau Bengel auf Parallelen zwischen den biographischen Eckdaten der neuen Schulleiterin und der Biographie des Vorgängers, Herrn Kopriwa, wie etwa die enge Verbundenheit zu Frankreich, das dauerhafte Bestreben, die innovative Arbeit in der Schulentwicklung fortzuführen und eben die Bereitschaft und Fähigkeit Grenzen zu überwinden. Die dafür notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse habe sich Frau Self-Prédhumeau bei ihren zahlreichen und vielfältigen Tätigkeiten in Schule, Didaktik und Pädagogik im In- und Ausland angeeignet und unter Beweis gestellt. Hierbei bezog sich Frau Bengel insbesondere auf die Fähigkeiten Frau Self-Prédhumeaus in Schulmanagement und  Schulentwicklung. So habe sie mit der deutschen Schule Toulouse, deren Leitung sie in schwieriger Lage übernommen habe, das Gütesiegel einer exzellenten Auslandsschule erlangt. Damit seien, mit dem nun vollständigen neuen Schulleitungsteam und der bisher erfolgreichen Arbeit des Kollegiums, die Voraussetzungen für Kontinuität und Entwicklung in der Schulleitungsarbeit gegeben. Als „Glücksbringer“ überreichte Frau Bengel eine Wölfin – unter Bezugnahme zur kapitolinischen Wölfin der Sage, durch welche die Tradition des Grimmels als „Lateinschule“ gleichermaßen verkörpert sei wie die Aufgabe der Fürsorge. Da sich diese auf zwei Kinder gerichtet habe, sei hier auch die Vielfalt aus dem Leitbild des Grimmelshausen-Gymnasiums repräsentiert, sowie im Fortgang der Geschichte die Entstehung und Verantwortung für eine ganze Stadt. Gleichsam mit einem Augenzwinkern erfolgte noch der Hinweis, dass dieser Wölfin auch die Kompetenz der Schlichtung zukommen müsse, damit sich der Ausgang der Sage zwischen den Brüdern Romulus und Remus nicht wiederhole.

Frau Self-Prédhumeau bedankte sich für den Besuch und die freundlichen Worte und zeigte sich – bestärkt durch die offene Aufnahme durch das Kollegium – zuversichtlich für eine erfolgreiche Arbeit über die kommenden Jahre.

Text: F. Haag

  

Fotos: C. Haist

Grimmelsrektor Dieter Kopriwa in den Ruhestand verabschiedet

Er hat das Grimmelshausen-Gymnasium zu dem gemacht, was es heute ist: Schulleiter Dieter Kopriwa wurde am Donnerstag, den 19.07.2018 in den Ruhestand verabschiedet. Seine Wegbegleiter dankten ihm für sein Engagement, durch das er vieles für die Schule auf den Weg gebracht hat.

Eine Verabschiedungs-Matinee mit Esprit gab es am Donnerstag für den scheidenden Schulleiter des Grimmelshausen-Gymnasiums, Dieter Kopriwa, im Salmensaal. Noch bevor der vielfach Geehrte seine Urkunde »Ruhestand« vom Regierungspräsidium Freiburg in Händen hielt, hatten die Festredner unisono seinen erfolgreichen zwei Jahrzehnte langen Einsatz in der Schulleitung auf der von ihm gewählten Grundlage eines heutigen humanistischen Denkens am »Grimmels« gewürdigt.

»Ein Mensch, der Grenzen überwinden kann«, hatte Thomas Steiner, Abteilungsdirektor des Regierungspräsidiums Freiburg, den Lateiner und Romanisten Kopriwa als einen Pädagogen mit Intellekt, Humor und einer außergewöhnlichen pädagogischen Befähigung charakterisiert. Nach einem herzlichen Dank von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, verbunden mit »großem Respekt für Ihre Leistungen«, so Schreiner, setzte Manfred Keller, Schulleiter des Schiller-Gymnasiums, die Laudatio fort. In der Ägide von Dieter Kopriwa habe das »Grimmels-Boot« wieder Fahrt aufgenommen. Er habe sich als geschickter Lenker bewährt, als das Schiff einst ein wenig ins Trudeln gekommen sei.

Weit darüber hinaus zeigte sich an der Auflistung der eingeführten Schul-Schwerpunkte, was Dieter Kopriwa geleistet hat. Um nur Stichworte zu nennen: Das Abi Bac (bilingualer Zug), eine Fächerkombination, passgenau für das »Grimmels«, und die Etablierung des Theaterprofils mit Zusammenarbeit aller städtischen Gymnasien. Hierbei entstand eine städtische TheaterAkademie mit angegliedertem Chor und Orchester, die über alle Klassenstufen führt. Kopriwa förderte außerdem den Austausch mit Collèges und Gymnasien in Frankreich, insbesondere in Straßburg und Nantes. Alle Projekte und der Schulalltag wurden von Dieter Kopriwa mit Hingabe und großem Einsatz getragen.

»Cher Dieter«, das passte ungemein zum Tenor der Wegbegleiter. Antje Tennstedt hatte für die Partnerschule St. Etienne in Straßburg Dieter Kopriwa in einem Grußwort so angesprochen. Dass der stellvertretende Schulleiter Christian Haist mit Helfern die Organisation der Verabschiedungs-Feier übernommen hatte, war nicht nur ein Glücksfall, sondern auch Ausdruck der Kollegialität des Lehrergremiums. Und hier darf man auch die »Grimmels«-Schüler ausdrücklich loben. Ihr stilvolles Festprogramm könnte man dem Kultursender Arte anbieten.

Schüler musizierten

Die Solistin am Piano, die Chorsänger-Gruppe und das Orchester hatten eine Auswahl von Klassik bis Pop aufgelegt. Den Vorsitzenden des Elternbeirats, Alexandra Kühne und Sabine Kempf, sowie der Vorsitzenden des Fördervereins, Bettina Meller, blieb nur, sich in den Chor einzureihen, der Dieter Kopriwa für sein aufmerksames, persönliches und sachlich ruhiges Agieren von Herzen dankte. »Unser aller Zusammenarbeit war von gegenseitigem Vertrauen und konstruktivem Verhalten geprägt.«

Mit sichtlicher Rührung, die aber durch feinen Humor gemildert wurde, verabschiedete sich Dieter Kopriwa mit Dank an alle, die ihn während seiner Laufbahn begleitet hatten. Die harmonische und aufbauende Zusammenarbeit in Schule und Außenbereich habe zu dem geführt, was die Schule heute ausmache, fügte er an. Eine kurze, aber knackige Liebeserklärung erhielt Ehefrau Dominique von ihrem Mann, der viele Abende spät nach Hause gekommen war und sogar daheim noch am Schreibtisch gesessen hatte. Im Anschluss hatte Dieter Kopriwa noch zu einem Beisammensein im Schulhof des Grimmelshausen-Gymnasiums eingeladen. Eine rote Schultüte mit Bonbons durfte er mit nach Hause nehmen, die hatten ihm die Chorschüler in die Hand gedrückt.

Text: U. Groß – Mittelbadische Presse, 20. Juli 2018

»Grimmels«-Rektor Dieter Kopriwa (Mitte) mit seiner Nachfolgerin Susanne Self-Prédhumeau
und Abteilungsdirektor Thomas Steiner vom Regierungspräsidium.

Foto: U. Marx