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10. März 2026
eingestellt von Lukas Rosenkranz

Umwelt-AG lernt Rebschnitt im Schulgarten

Am 10. März 2026 bekam die Umwelt-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums besonderen Besuch: Konrad May aus Zell-Weierbach, nahm sich Zeit, um den Schülerinnen und Schülern den fachgerechten Rebschnitt und die Pflege von Weinreben im Schulgarten zu zeigen. Er stammt aus einer Winzerfamilie und ist bis heute als Winzer mit dem Weinbau verbunden. Seit vielen Jahren unterstützt er auch das Grimmelshausen-Gymnasium bei der Pflege der Reben im Schulgarten. Diese wurden vor etwa 20 Jahren von Ruth Schmidt gepflanzt und werden seitdem regelmäßig von ihm betreut.

Zu Beginn der Veranstaltung gab Konrad May der Gruppe eine Einführung in Herkunft und Eigenschaften der Weinreben. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu und erfuhren, wie sich aus den Augen (Knospen) der Rebe im Frühjahr neue Triebe entwickeln, an denen später die Blätter, Blütenstände und schließlich die Traubenwachsen. Anschließend zeigte er ganz praktisch, wie Reben richtig geschnitten werden. Dabei erklärte er, dass beim Winterschnitt gezielt einige Fruchtruten stehen bleiben, während andere Triebe entfernt werden. Entscheidend ist dabei die Anzahl der Augen, die an der Rute verbleiben, denn aus ihnen wachsen im nächsten Jahr die neuen Triebe mit den Trauben. Die Schülerinnen und Schüler konnten beobachten, wie alte oder ungünstig stehende Triebe zurückgeschnitten werden, damit die Rebe ihre Kraft auf wenige, gut positionierte Triebe konzentriert.

Besonders faszinierend fanden die Kinder, dass man Reben mit Naturmaterialien wie Weidenzweigen am Drahtrahmen anbinden kann. Diese traditionellen Bindematerialien sind flexibel, stabil und vollständig biologisch abbaubar. Ein weiterer spannender Teil war die Erklärung der Veredelung. Konrad May zeigte, wie eine Edelrebe auf eine widerstandsfähige Unterlagsrebe aufgepfropft wird. Diese Technik wird im Weinbau genutzt, um robuste Reben zu erhalten, die gleichzeitig hochwertige Trauben liefern.

Neben den praktischen Arbeiten berichtete der Winzer auch aus seinem Arbeitsalltag im Weinberg. Dabei erklärte er, wie wichtig der umweltbewusster Weinbau ohne Gifteinsatz in der Region ist und stellte ökologisch verträgliche Methoden für den Pflanzenschutz vor.  Gerade in der Ortenau, einer traditionsreichen Weinbauregion, trägt die Arbeit der Winzer wesentlich dazu bei, eine alte Kulturlandschaft zu erhalten. Zum Abschluss bedankten sich die Mitglieder der Umwelt-AG herzlich bei Konrad May – natürlich mit einer kleinen süßen Aufmerksamkeit.

Mit viel Motivation freuen sich die Schülerinnen und Schüler nun auf die kommenden Wochen im Schulgarten. Dort soll eine neue Naschecke entstehen: Neben einer neuen Rebe sollen auch Himbeeren und Gurken gepflanzt werden – zur Freude aller, die gerne direkt aus dem Garten naschen.

Text & Bilder: Rsn