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Elisa – Eine tolle Zeit unter VollblutmusikerInnen

Gute Gelegenheiten muss man ergreifen! Elisa hat eine dieser Gelegenheiten erfolgreich genutzt und in diesem Schuljahr zwei tolle Wochen in der Landesakademie für Musik in Ochsenhausen verbracht. Bevor Sie jedoch auf Einladung der Kulturakademie Stiftung Kinderland in die Landesakademie reisen durfte, musste Sie sich einem Auswahlverfahren stellen und um den Platz bewerben. Die eingesandte Aufnahme und das Bewerbungsschreiben haben die Jury wohl überzeugt, denn einige Wochen später war die Freude riesig, als das Annahmeschreiben im Briefkasten lag. Dieser Erfolg wurde mit der ganzen Familie mit einem Essen in Casamore gefeiert.

An Musik kommt man in Elisas Familie nicht vorbei, denn alle Familienmitglieder sind begeisterte Musiker. So stehen in der Familie viele Instrumente zur Auswahl bereit: Mehrere Geigen, Klavier, Bratsche, Cello, Flöten, Altflöte, Mandoline, Westerngitarre, Saxophon und Horn. Elisa hat sich für die Bratsche entschieden – ein Instrument zwischen Cello und Geige mit eigener Stimme – und ist mit ihrer Wahl glücklich geworden.

Die Zeit in Ochsenhausen selbst war spannend. Wegen der Corona-Maßnahmen durften die Familien ihre Kinder nicht ins Gebäude begleiten und die TeilnehmerInnen kannten sich alle nicht. Die anfängliche Unsicherheit war aber schnell überwunden, denn die MusikerInnen lernten sich bei Kennenlernaktionen und in den Kursen schnell kennen. Die Zuteilung zu den Zweierappartments erfolgte nach Alter und zufällig. So konnten sich die TeilnehmerInnen auch unterschiedlicher Kurse schnell anfreunden. Musik verbindet!

Neben der besonderen Atmosphäre des alten Klostergebäudes gefiel es Elisa besonders gut Zeit mit Leuten zu verbringen, die genauso begeistert von Musik sind. VollblutmusikerInnen unter sich! Es wurden sehr unterschiedliche Kurse angeboten: Masterclasses unterschiedlicher Instrumentengruppen, Kurse in Jazz, Pop, Klassik, Kombos und vieles mehr. Vertiefungen in Einzelunterricht waren auch möglich. Beste Bedingungen also, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern und neue Impulse mitzunehmen. Zwischendurch blieb immer genug Zeit für Freizeit und gemeinsame Aktivitäten.

Mit den MusikerfreundInnen aus Ochsenhausen steht Sie über eine Social-Media-Gruppe in Kontakt und es werden Ehemaligentreffen im Europapark geplant. Ein Alumninetzwerk ist in Arbeit! Elisa würde sich über eine weitere Gelegenheit freuen mit der Stiftung Kinderland wieder an einer Musikerwoche teilzunehmen. Die Freude an Musik ist mit der Bratsche noch nicht ausgefüllt. In Zukunft würde Elisa gerne noch Klavier und E-Bass spielen lernen und nach dem Abitur könnte sie sich auch ein Musikstudium vorstellen.

Elisa hat sich wegen des Musikzuges zwar auch kurz für das Schiller interessiert. Wegen des angenehmen Schulklimas hat sie sich aber für das Grimmelshausen-Gymnasium entschieden und fühlt sich hier wohl. Am Grimmels können sich MusikerInnen in den AGs Chor, Bigband und Orchester austoben. Elisa spielt seit der fünften Klasse im Orchester und freute sich vor den Osterferien darüber auch mal mit ihren SchulfreundInnen nach Ochsenhausen zu fahren. Nach der Corona-Pause sind endlich wieder Schulfahrten zur Landesakademie möglich. Wer Ochsenhausen mal selbst kennenlernen möchte, muss sich nur in einer der Grimmels-Musik-AGs engagieren!

Text: Rsn Fotos: Rsn / Brd / Mre

Grimmels-Talente: Elias und die Naturfotografie

Corona und die Wochen des Lockdowns sind an den meisten nicht spurlos vorübergegangen. Bei einigen haben die beiden Corona-Jahre aber positive Spuren hinterlassen. Für Elias Hepfer, einen der diesjährigen Grimmels-Abiturienten, war der Lockdown sogar Ausgangspunkt für ein neues kreatives Hobby. Als Förstersohn waren ihm die Tiere und Pflanzen der Ortenau schon vertraut. Aber erst im Lockdown hatte er genug Zeit sich auf Fotopirsch zu begeben. Durch schrittweise Verbesserung seiner Ausrüstung, intensive Beschäftigung mit Tipps aus dem Internet und mit neuen Kniffen der Tierfotografie gelangen schnell immer bessere Bilder. Dabei ist es ihm immer wichtig nicht unnötig in die Natur einzugreifen und seine Fotomotive nicht zu stören.

Aus einer Lockdown-Idee wurde ein anspruchsvolles Hobby. Sein Fotokalender 2022 war ein riesiger Erfolg und die 85 Exemplare waren sofort vergriffen. Elias zieht es nun auf der Suche nach neuen Motiven zwei bis dreimal pro Woche in die Natur. Sein Stil hat sich im Laufe der Zeit deutlich weiterentwickelt und seine Fotos spielen nun mit Kontrasten, Unschärfen und reduzierten Darstellungen seiner Motive.

In den kommenden Wochen wird das schriftliche und mündliche Abitur viel Zeit fordern. Nach der Zeit am Grimmels wird er aber im Rahmen eines freiwilligen ökologischen Jahres sicher viele Gelegenheiten finden seine Kamera einzupacken.

Text: Rsn Fotos: Elias Hepfer