Das Schulleben am Grimmels

Faust-Tragödie in einer modernen Form präsentiert

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Aufführungen, Presseberichte, Theater AG, Theater am Grimmels, Theateraufführungen

Theater-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums brillierte bei Aufführung im Salmen / starke Darsteller

»Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft« – es ist einer der berühmtesten Sätze des Mephisto in Goethes Faust, der in der vergangenen Woche im Salmen nicht gefehlt hat, als die Theater-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums die Tragödie auf die Bühne brachte.

Es ist ein bekannter Stoff: Gott und Mephisto wetten darum, ob der Wissenschaftler Faust vom göttlichen Weg abzubringen sei. Mephisto versucht es also, erfüllt ihm jeden Wunsch, will im Gegenzug nach dessen Tod seine Seele. Faust willigt ein. Denn desillusioniert von seinem Leben auf der Erde, lässt er sich auf vieles ein, was Mephisto vorschlägt.

Als er Gretchen begegnet, verliebt er sich. Schnell wird Gretchen ungewollt schwanger. Doch als er das nächste Mal von ihr hört, sitzt sie bereits als Kindsmörderin im Gefängnis. Nach einem naiven und vergeblichen Versuch, sie von dort zu retten, stirbt die bereits verrückt gewordene junge Frau.

In seiner Inszenierung hat Hansjörg Haaser, der nach diesem Jahr die Schule, nicht aber die Theater-AG verlässt, die Tragödie »behutsam modernisiert und behutsam gekürzt«, wie er selbst nach der Aufführung erklärte. Bereits wer im Voraus das Plakat anschaute, konnte eine elementare Idee der Inszenierung erkennen: Faust war doppelt besetzt. Clemens Völker und David Schiebel teilten sich die Rolle. Völker spielte den Namensgeber des Stücks, bevor dieser sich von Mephisto eine Verjüngung wünschte. Schiebel auf seine ganz eigene, manchmal gar schon schelmische Art verkörperte den jüngeren Faust.

Besonders in der berühmten Kerkerszene am Ende wurde deutlich, wie gut Schiebel als Faust und Emilia Herzog in der Rolle des Gretchens harmonierten. Diese steigerte ihre bereits zuvor überzeugende Leistung im Finale noch einmal und zog das Publikum in ihren Bann.

Großen Gefallen fand dieses auch an Anna Vitiello in der Rolle des Mephisto.
Doch nicht nur Oberstufenschüler standen in der vergangenen Woche dreimal auf der Salmen-Bühne. Wie schon so oft hatte Hansjörg Haaser auch dieses Mal wieder jüngere Schüler mit eingebunden. So wie beispielsweise Baptist Orb, der den Schüler Fausts verschmitzt darstellte, zeigten sie, dass der Nachwuchs schon in den Startlöchern steht.

Behutsam modernisiert wurde vor allem das Bühnenbild. Im Hintergrund zeigte eine Leinwand das Umfeld einer jeden Szene und unterstützte inhaltlich so die Verse.
Abstrakt waren außerdem die inneren Stimmen von Faust und Gretchen wahrzunehmen, die dem Publikum die inneren Kämpfe des jeweiligen Charakters in Form von jeweils vier Schauspielern bildlich vor Augen führten.

Besonderen Eindruck auf das Publikum hinterließen außerdem zwei Szenen: die Hexenküche und die Walpurgisnacht. Schauriges Gelächter, Tänze mit Besen und wehende Röcke bannten die Blicke der Zuschauer. Gerade in diesen Szenen zeigte sich, mit wie viel Liebe zum Detail sich Silke Herbert um die Kostüme gekümmert hatte. Und dass es sich lohnt, mit Julia Kircher eine professionelle Tänzerin mit den Tänzen zu beauftragen.
Die Theater-AG entließ das Publikum mit der Gewissheit, dass zumindest Gretchens Seele gerettet wurde: »Sie ist gerichtet! – Ist gerettet!«

Text: J. Reinbold

Fotos: J. End

Grimmels-Frühlingskonzert im Salmen

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Chor und Orchester, Presseberichte

Am Dienstag, den 21. Mai, hatten die Musik-AGs des Grimmelshausen-Gymnasiums zum traditionellen Frühlingskonzert eingeladen, das in diesem Jahr erstmals im Salmen stattfand. Auch wenn von Frühling in Anbetracht des strömenden Regens kaum die Rede sein konnte, schafften es die jungen Musiker dennoch, den Saal mit warmen Klängen zu erfüllen und beim Zuhörer Frühlingsgefühle aufkommen zu lassen.

Der Unterstufenchor unter der Leitung von Birgit Rombach eröffnete den musikalischen Abend mit zwei Liedern aus dem Musical „Schach 2.0“, das in Kürze in Kooperation mit der Theater-AG der Unterstufe auf die Bühne gebracht wird. Der Auftritt weckte nicht nur die Neugierde, sondern zeigte auch das große Können der jungen Sängerinnen und Sänger. Das Ensemble der Unterstufe beeindruckte im Anschluss mit kammermusikalischen Stücken bekannter Komponisten wie W.A.  Mozart oder Robert Schumann. Der Chor der Ober- und Mittelstufe sorgte mit einem raschen Wechsel von der Klassik zu modernen Hits aus den Charts für viel Abwechslung: Mit bekannten Songs wie „Je ne parle pas francais“ oder „Believer“ wurde die gelungene Darbietung unterstrichen. Auf welch hohem Niveau bereits junge Musikerinnen und Musiker den Zuhörer begeistern können, stellte die Big Band der Unterstufe unter Beweis: mit viel Swing und guter Laune waren Songs wie „Sunny“ oder „A day in the life of a fool“ ein Highlight der ersten Hälfte.

Dass sich die dreitägige Probephase der Ensembles in der Landesakademie Ochsenhausen ausgezahlt hat, zeigte sich in der zweiten Hälfte des Konzerts: Das Orchester der Ober- und Mittelstufe überzeugte unter der Leitung von Angela Bruder-May mit Klassikern wie dem Radetzky-Marsch oder dem Kaiser Walzer und rundete die Darbietung mit vier Sätzen aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg ab. Musikalisches Feingefühl insbesondere im Hinblick auf die dynamische Gestaltung und das harmonische Zusammenspiel ließen das Publikum staunen. Die Big Band der Mittel- und Oberstufe riss mit Songs wie „Africa“ oder „Despacito“ auf Anhieb die Zuhörer mit und machte deutlich, dass eine Big Band nicht nur laut und grob sein kann. Unter der Leitung von Teresa Grebenstein stellte die Truppe ihr Können unter Beweis. Die Darbietung Alexa Lienhards, die das Publikum bei Adeles weltberühmtem „Hello“ mit ihrer Stimme bewegte, stellte einen besonderen Höhepunkt des Abends dar.

Einen gelungenen Abschluss des Abends bildete der französische Song „Je vais t’aimer“ aus dem Film „Verstehen Sie die Béliers?“, der den Saal noch einmal mit einer Bandbreite an Tönen und Instrumenten erfüllte. Der gemeinsame Auftritt der Big Band und des Orchesters fand mit Sängerin Alexa Lienhard beim Publikum großen Anklang und wurde mit viel Beifall belohnt.

Text: L. Schulz, Schülerin der Js.12

Fotos: J. End

 

„Wo liegt eigentlich die Hauptstadt der EU?“ – Europatag am Grimmelshausen-Gymnasium

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Das Schulleben, Europäisches Gymnasium, Presseberichte

„Wie viele Sprachen spricht man in Europa?“ – solche und andere Fragen mussten die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Klassen  im Quiz lösen, bevor die Unter- und Mittelstufenklassen sich zu einer feierlichen Stunde zusammenfanden. Anlass war der von der Europäischen Kommission initiierte und seit 1985 bestehende Europatag am 9. Mai.

Einen Wochenendausflug ins Elsass ohne Grenzkontrollen, zum Einkaufen nach Straßburg fahren ohne Geld wechseln zu müssen oder französische Austauschpartner besuchen bzw. empfangen – all das ist zur Normalität für uns geworden. Doch man mag dabei vergessen, dass diese Nähe und eine freundschaftliche Verbundenheit zu Frankreich, aber auch zu allen anderen europäischen Staaten, lange Zeit unmöglich erschien. Im Gegenteil, die Kriege mit unseren europäischen Nachbarn prägten insbesondere das 20. Jahrhundert. Auch heute muss Europa in Anbetracht des Brexit und nationalistischer Strömungen um die Union kämpfen.

Daher war es Schülern und Lehrern des Grimmelshausen-Gymnasiums, das das Prädikat einer „Europäischen Schule“ trägt, ein besonderes Anliegen, den Europatag zu feiern. Er erinnert an die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, dem Vorläufer der Europäischen Union. Federführend beim Europatag am Grimmels waren die 10. Klassen, die unterstützt von den Lehrkräften Frau Scheller, Frau Dietz und Herr Steen-Tolle ein Europaquiz vorbereiteten. Die Jugendlichen sollten ihr Wissen über Europa, aber auch ihre Kreativität unter Beweis stellen: „Schreibt einen Zweizeiler zu Europa!“, lautete einer der Aufträge. Ein anderer verlangte, europäische Staaten anhand ihrer nationalen Wahrzeichen wie z.B. dem Atomium zu bestimmen. Anschließend kamen alle Klassen in der Aula zusammen. Unter der Moderation der Zehntklässler wurden die Gewinnerklassen des Quiz´ sowie das beste Europa-Outfit prämiert.  Daneben erhielten die Klassen mit unterhaltsamen Videoclips Informationen über die EU und wurden dazu angeregt zu überlegen, was Europa heute für sie bedeutet.

Spätestens als die Schulgemeinschaft zum Abschluss im Karaoke-Stil die Europahymne schmetterte, war die feierliche Stimmung mit Händen greifbar. Das Ziel, die Schülerschaft für das Thema Europa und seine Gefährdung zu sensibilisieren, schien erreicht. Ein Schüler brachte es auf den Punkt. Befragt danach, was Europa für ihn bedeute, antwortete er schlicht: „Frieden“.

Text: S. Scheller & M. Steen-Tolle

 

   

   

Fotos: Organisationsteam Europatag

1, 2, 3 – sei dabei!

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte

Drei Klassen des Grimmels unter den ersten 5 beim internationalen Wettbewerb Mathematik ohne Grenzen

 „Gemeinsam haben wir es geschafft! Ohne Teamarbeit wäre es uns nie gelungen, alle Aufgaben so schnell zu lösen“, so ein Schüler der Klasse 10b des Grimmelshausen-Gymnasiums, die unter den 173 teilnehmenden 10. Klassen im Regierungsbezirk Freiburg beim diesjährigen Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“ den dritten Platz errang.

Gleich drei Klassen des Grimmelshausen-Gymnasium freuten sich über ihre herausragenden Ergebnisse. Die Parallelklasse 10a errang den fünften Platz. Und auch der Nachwuchs konnte sich gut platzieren: unter 117 teilnehmenden 5. Klassen im Regierungsbezirk Freiburg landete die Klasse 5a des Grimmelshausen-Gymnasiums auf Platz 5. Damit ist das Grimmels die erfolgreichste Schule im Regierungsbezirk!

Der Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“ wurde 1989 zum ersten Mal im Elsass für die Klassen 5 (Junior Wettbewerb) und die Klassen 9 und 10 (Senior Wettbewerb) durchgeführt. Inzwischen beteiligen sich rund 180.000 Jugendliche aus über 30 Ländern. Aus Deutschland nehmen inzwischen über 60.000 Schülerinnen und Schüler teil.

Das Besondere an diesem Wettbewerb sind seine Form und die kreativen Aufgaben: Diese erfordern Teamarbeit und Organisationsfähigkeit innerhalb einer Klasse. Da eine der Denksportaufgaben in einer selbst gewählten Fremdsprache (Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch) gestellt wird, müssen die Schülerinnen und Schüler Teams aus Mathematik- und Sprachexperten bilden. Nur so können sie alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit lösen.

Die drei erfolgreichsten 9. und 10. Klassen aus dem Regierungsbezirk Freiburg qualifizieren sich für den trinationalen Abschlusswettbewerb im Rahmen einer internationalen Feier am 29. Mai 2019 im Europapark Rust, bei der auch Klassen aus dem Elsass und der Nordschweiz teilnehmen.

Für die jeweils nächstplatzierten besten Klassen der Gymnasien aus der Ortenau wird es eine regionale Siegerfeier am Gymnasium Achern geben. Auf jeden Fall förderte dieser kreative Wettbewerb bei allen drei teilnehmenden Klassen des Grimmelshausen-Gymnasiums die Freude an Mathematik – das bestätigen auch die zwei Klassen, die in diesem Jahr „nur“ auf Platz 5 waren.

Die Grimmelshausen-Schulleiterin, Susanne Self-Prédhumeau, kommentierte: „Wir sind stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler und freuen uns natürlich auch, dass unsere kontinuierliche Fokussierung auf Unterrichtsqualität in Mathematik und Fremdsprachen eine solch eindrucksvolle Bestätigung erfahren hat.“

Die Klasse 10b freut sich über ihren Erfolg beim Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“

Text und Foto: S. Self-Prédhumeau

6. Klassen gewinnen Regionalwettbewerb „Musik bewegt“

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Presseberichte

Beim diesjährigen Wettbewerb „Musik bewegt“ der Volksbank gewannen die 6. Klassen des Grimmelshausen-Gymnasiums den ersten Preis. Insgesamt wurden dreizehn Gruppenarbeiten aus den Klassen 6a, 6b und 6c im Rahmen des Musikunterrichtes mit Frau Rombach erarbeitet und zur Bewertung eingereicht. Sie alle sind in ihrer Individualität außergewöhnlich und zeigen ein hohes Maß an musikalischer Kreativität, weshalb sich die Jury entschlossen hat, jeweils die gesamte Klasse mit einem Preisgeld von 75,- Euro zu honorieren.

Die Schülerinnen und Schüler haben zunächst ein sogenanntes Haiku verfasst; dies ist eine sehr kurze, japanische Gedichtform, in der ein jahreszeitliches Stimmungsbild entworfen wird. Anschließend haben die Kinder ihre Gedichte mit selbstgewählten Instrumenten und ihrer Stimme improvisatorisch vertont. Entstanden sind literarisch-musikalische Miniaturen, die erfahrbar machen, wie „Musik bewegt“.

Die Ergebnisse wurden schließlich in Form kurzer Videos dokumentiert und erhielten den ersten Preis in der Kategorie „Kurzfilm“.

Text: B. Rombach

Die Klasse 6a freut sich über ihren 1. Preis beim Wettbewerb „Musik bewegt“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Foto: C. Haist

Sieger-Text des Grimmelshausen-Gymnasium wird zu Rap Song

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte, Schüler

„Lasst uns feiern – wir feiern das Leben – all die Momente und Aktivitäten… – die die Schulzeit so prägen…“ So beginnt der Refrain des Songs, mit dem der Offenburger Rapper Claudio Esposito die Abschlussklasse des Grimmelshausen-Gymnasiums am Freitag, den 15. März überraschte. Kurz vor der Mittagspause schallte laute Rapmusik durch die Flure des ehrwürdigen Gymnasiums … und die Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen kamen neugierig aus ihren Klassenzimmern gelaufen und folgten den ungewohnten Klängen ins Foyer, wo Claudio Esposito in Begleitung von drei Tänzern den Sieger-Song des Sparkassen-Wettbewerbs „Durchstarten 2019“ präsentierte. Der Rapper und Musikproduzent hatte den Siegertext vertont, den die zwei Grimmels-Schülerinnen Chiara Paprotny und Caroline Zolg im Namen des gesamten Abschlussjahrgangs als Wettbewerbsbeitrag bei der Sparkasse eingereicht hatten.

Insgesamt 11 Schulen aus der Ortenau hatten an dem Wettbewerb teilgenommen, bei dem das Grimmelshausen-Gymnasium den ersten Preis über 500 Euro gewann. Dieser wurde den beiden jungen Damen vom Leiter des Kundenzentrums der Sparkasse Offenburg in Form eines Schecks überreicht. Die Grimmels-Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 2 freuen sich über diesen unerwarteten Beitrag zur Finanzierung ihres Abiballs, den sie alle gemeinsam planen und vorbereiten.

Der ausgeprägte Teamgeist ist das, was diesen Abiturjahrgang aus Sicht der Schülerinnen und Schüler besonders prägt und einzigartig macht. In ihrem Wettbewerbstext beschreiben sie, wie über die Jahre aus einer A-Klasse und einer B-Klasse ein Jahrgang wurde, der sich als Einheit sieht und zusammenhält. Ein Jahrgang, in dem jeder so akzeptiert wird, wie er ist, in dem Probleme offen angesprochen und gemeinsam gelöst werden, in dem nicht nur gelernt, sondern auch gefeiert und zusammen verreist wird. Und was am stärksten vereint und über die Schulzeit hinaus Bestand haben wird, das sind natürlich die Erinnerungen an die Freunde und an die gemeinsam verbrachte Zeit am Grimmels: Claudio Esposito bringt es auf den Punkt „und wenn alles vorbei ist – die Erinnerung bleibt – in dieser Schule war’s doch schön – denkt zurück an die Zeit“, so lautet der zweite Teil des Refrains des eingängigen Songs, mit dem Esposito dem zukünftigen Abiturjahrgang 2019 ein unvergessliches Geschenk gemacht hat.

     

Text und Fotos: S. Self-Prédhumeau

MUSIKALISCHE WEIHNACHTEN

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Chor und Orchester, Presseberichte

Das Grimmels stimmt sich auf Weihnachten ein: Am vergangenen Dienstag fand in der evangelischen Stadtkirche Offenburg das traditionelle Weihnachtskonzert statt. Sowohl Unter- und Mittelstufe als auch Oberstufenschüler und ein kleiner Lehrerchor beteiligten sich unter Leitung dreier Musiklehrerinnen daran, die Zuhörergemeinde in der vollgepackten Kirche in Feststimmung zu versetzen.

Dass eine friedliche Weihnacht keine Selbstverständlichkeit und unser Globus keine „Marshmallow World“ ist, um es mit einem von der Unterstufen-Bigband gespielten Titel zu sagen, darauf wies Schulleiterin Frau Self-Prédhumeau in ihrer Begrüßung hin. Sie gedachte der Opfer des Terror-Anschlags in Straßburg vor einigen Tagen und verband dies mit nachdrücklichen Wünschen für ein friedliches Fest für alle Menschen.

Eröffnet wurde das Konzert vom Ensemble der Unterstufe ganz klassisch mit Ouvertüre, La Réjouissance und Menuett von G.F. Händel. Abgerundet wurde dieser festliche Auftakt mit der Gavotte von J.S. Bach. Die Sehnsucht nach Licht, Wärme und Mitmenschlichkeit waren die Themen in der Darbietung des Chores der Unterstufe unter der Leitung von Birgit Rombach. Eine moderne Herbergssuche wurde eingerahmt von einigen Advents-Liedern. Die Big Band der Unterstufe unter der Leitung von Teresa Grebenstein entfaltete mit “Doctor No-el“, “Have Yourself a Little Christmas“ und “A Marshmallow World“ einen vollen und dynamischen Bläserklang. Den solistischen Höhepunkt lieferten dann Caroline Zolg (Fagott) und Leonie Schulz (Klavier), die das weniger bekannte Fagott-Konzert in e-Moll Vivaldis im guten Zusammenspiel souverän interpretierten, gefolgt vom Orchester der Mittel- und Oberstufe unter der Leitung von Angela Bruder-May, das mit Werken von Bach (Badinerie) und Schubert (Andante der Sinfonie Nr. 5) den Raum stimmungsvoll ausfüllte.

Mit der bangen Frage “Can Santa make it through tonight?“ zogen die klaren Stimmen des Mittel- und Oberstufen-Chors (Leitung Birgit Rombach) die Zuhörer in beschwingte Gefilde, ergänzt vom hoffnungsvollen “I see a star“ und „Im Dunkel naht die Weihnacht“, Lieder, die der Lehrerchor mitgestaltete. Durch Adventslieder aus dem klassischen Repertoire, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Maria durch ein Dornwald ging“, setzte der Chor einen traditionellen A-Capella-Akzent.

Jazzig rundete die Big Band der Mittel- und Oberstufe (Leitung Teresa Grebenstein) mit „The Little Drummer Boy“ und „Jazzin’ the World“ das durchweg niveauvolle Konzert ab, nicht ohne mit “Let It Snow!“ noch eine letzte dringende Bitte an den Weihnachtsmann zu formulieren.

Der große Applaus honorierte zu Recht die hohe Qualität der Weihnachtsmusik, die die drei Lehrerinnen mit ihrer intensiven Vorarbeit erreichen konnten. „Hört der Engel helle Lieder“ – mit einem kräftigen gemeinsamen Finale zeigte das Publikum seinen Dank auch sängerisch.


Text: B. Rombach und M. Steen-Tolle


Fotos: J. End

Smartphone lässt Gutenberg staunen

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Aufführungen, Junge Theaterakademie Offenburg, Presseberichte, Theater am Grimmels, Theateraufführungen

Die Junge Theaterakademie Offenburg hat am 6., 7. und 8. Dezember 2018 die Eigenproduktion „Gutenbergs Traum – Die Vernetzung der Welt“, ein Gemeinschaftsprojekt des Theater am Grimmels, der HLSOG und der Stadt Offenburg, im Salmen auf die Bühne gebracht.

 

Auszüge aus den Presseartikeln:

 

Badische Zeitung 08.12.2018:

Junge Theaterakademie Offenburg führt „Gutenbergs Traum“ auf / Stärke des Stücks liegt im Bezug zur Offenburger Geschichte.

Buchdrucker Johannes Gutenberg als Zeitreisender in Offenburg – das ist der Stoff, aus dem die Junge Theaterakademie Offenburg ihr diesjähriges Stück „Gutenbergs Traum – Die Vernetzung der Welt“ erarbeitet hat. Am Donnerstagabend war Premiere im – selbstverständlich voll besetzten – Salmen.
[…]
Die Stärke des zweistündigen Theaterabends liegt in seinem klaren Bezug zur Offenburger Geschichte und im großen, spürbar echten Engagement der Akteure.
[…]
Ein ebenso lehrreicher wie unterhaltsamer Theaterabend, bei dem sich wieder einmal die Kooperation mit den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen als Glücksgriff erwiesen hat: Durch die aufwändigen Kostüme ist auch für die jüngsten im Publikum immer sofort klar, in welcher Zeit eine Szene spielt. Das Premierenpublikum war zu Recht begeistert von diesem leidenschaftlichen Theaterabend.

Vollständiger Pressebericht von J. Eiland-Jung:
http://www.badische-zeitung.de/offenburg/smartphone-laesst-gutenberg-staunen–161535630.html

 

Offenburger Tageblatt, 08.12.2018:

Der Pionier als zweifelnder Geist – Junge Theaterakademie inszenierte „Gutenbergs Traum“

Die Plätze wurden knapp bei der Premiere von »Gutenbergs Traum«, den die Junge Theaterakademie des Grimmelshausen-Gymnasiums im Salmen aufführte. Das von Theaterleiter Paul Barone und den mitspielenden Schülern entwickelte Stück war ein Appell an die eigene Verantwortung.

Vollständiger Pressebericht von B. Kühne:
https://www.bo.de/lokales/offenburg/junge-theaterakademie-inszenierte-gutenbergs-traum

 

Fotos: P. Barone-Wagener

Marco Steffens besuchte die 10b am Grimmels

Geschrieben von Ralf Buser am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte

Einige Schüler der Klasse 10b des Grimmelshausen-Gymnasiums hatten Eigeninitiative ergriffen und den designierten Oberbürgermeister Marco Steffens als Interviewpartner in den Gemeinschaftskundeunterricht eingeladen, um durch seinen Besuch ihr GFS-Referat lebendig, zeitbezogen und konkret werden zu lassen. Dieser lobenswerte Mut wurde belohnt. Herr Steffens folgte der Einladung trotz eines vollen Terminkalenders gerne und erwies sich eine Schulstunde lang als interessanter, vielseitiger und offener Interviewpartner. Mit großem Enthusiasmus beantwortete er die Fragen der Schüler und Schülerinnen und brachte ihnen mit aktuellen Beispielen viele Themen der Kommunalpolitik näher. Besonders auch die Wichtigkeit des Engagements der Jugend in der Politik wurde von dem prominenten Besucher hervorgehoben, sei es bei Wahlen oder anderen Möglichkeiten, sich in das politische Geschehen einzubringen, wie z.B. bei Jugendforen. Das Gespräch verlief sehr interessant und kurzweilig, so dass die Schüler an diesem Tag zum ersten Mal das Klingeln am Ende der Schulstunde ganz gerne überhört hätten. Am Ende dieses außergewöhnlichen und motivierenden Unterrichts bedankte sich die Klasse bei Herrn Steffens für sein Kommen und sein Engagement.

Text und Foto: S. Herbert

Schulfestspende an die Lebenshilfe

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Presseberichte

Schulfest „de luxe“ – echte Gemeinschaftsaktion

„Rund um ein gelungener Tag!“, fassen Elternbeirat und Förderverein das Schulfest 2018 zusammen. „Man hat die Gemeinschaft dieser lebendigen Schule gemerkt.“ SMV, Eltern und Lehrer hatten im Juli gemeinsam gewirkt und ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt: Eingerahmt von der Bigband gab es u.a. Spielangebote für die Jüngeren und kulinarische Köstlichkeiten für alle. Mit Musicalausschnitten und einer Modenschau zeigte sich das Grimmels von seiner kreativen Seite. Ein Jahresrückblick, Schülerehrungen und Danksagungen rundeten das Fest ab. „Die Eltern haben sich beim gemütlichen Beisammensein wohlgefühlt und die Kommunikation zwischen allen hat super funktioniert“, resümiert Stefanie Neckermann als Mitglied der Organisationsgruppe begeistert. „Hoffentlich wird das Schulfest in dieser Form weitergeführt!“

Das soziale Engagement kommt beim Grimmels nicht zu kurz: Die Erlöse des Schulfests wurden an die Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V. gespendet.

Text: M. Steen-Tolle

 

    
Fotos: A. Hübner

1.767 Euro fließen in Projekte für Menschen mit Behinderung.

„In diesem Jahr haben wir uns bewusst entschieden, dass der Erlös unseres Schulfestes an einen guten Zweck fließen soll – hier waren wir uns alle einig: Schülervertreter, Lehrerkollegium, Elternbeirat und Förderverein“, erklären Schulleiterin Susanne Self-Prédhumeau und ihr Stellvertreter Christian Haist. Mit dem Geld unterstützt die Schulgemeinschaft besondere Projekte der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V., denn nicht alle Angebote, die für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung sinnvoll sind, werden von der Öffentlichen Hand finanziert. Insbesondere für Angebote und Anschaffungen im Bereich Kunst und Musik, Sport und Bewegung oder Freizeitangebote allgemein, ist die Lebenshilfe auf Spenden angewiesen.

Mehr Berührungspunkte

Die Gestaltung des Grimmels-Schulgartens war der Impuls. Die „Grüne Hand“, Garten- und Landschaftspflegeabteilung der Lebenshilfe, hatte diese Aufgabe übernommen und so war der Kontakt entstanden und gewachsen. „Wir haben festgestellt, dass es eigentlich ganz einfach ist, über den Tellerrand hinauszuschauen“, so Martin Steen-Tolle, Abteilungsleiter am Grimmels. „Unser Interesse ist geweckt, wir würden uns für die Zukunft noch weitere Berührungspunkte wünschen.“ Denkbar seien zum Beispiel Praktika sowie gemeinsame Projekte oder Workhops. „Vielleicht auch ein gemeinsames Gartenprojekt“, ergänzt Rita Rennwald, Gruppenleiterin der Grünen Hand.

Text: S. Henninger-Kusch

 
Gemeinsames Treffen im Schulgarten: SMV-Mitglieder und die Schulleitung des Grimmelshausen-Gymnasiums überreichen den Mitarbeitern der Grünen Hand ihre Spende für die Lebenshilfe persönlich.

Foto: S. Henninger-Kusch

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