Das Schulleben am Grimmels

Studienfahrt Kroatien

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Fahrten und Exkursionen

Am frühen Sonntagmorgen um 5 Uhr brachen 47 Schülerinnen und Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums aus. Wie die Schüler ungehindert in einer 13-stündigen Busfahrt zur weit entfernten Stadt Poreč in Kroatien gelangen konnten und dabei zwei Grenzkontrollen passierten, ist dem Schulpersonal bislang unklar. Lesen und sehen Sie hier mehr.

Text und Fotos: Js.12 und M. Steen-Tolle

Weimar 2018

Geschrieben von Ralf Buser am in Aktuelles, Archiv, Fahrten und Exkursionen

Wie jedes Jahr erlebten die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zugs einige arbeitsreiche Tage in Weimar.

TAG 0

Unsere Fahrt nach Weimar startete an einem Sonntag. Genauer gesagt, am Sonntag, den 14. Oktober um halb sieben am Bahnhof in Offenburg, wo wir – der bilinguale Kurs Französisch der Jahrgangsstufe 1 am Grimmelshausen-Gymnasium Offenburg – von „unserem“ Reisebus eingesammelt wurden. Noch etwas verschlafen fuhren wir zunächst nach Kehl, wo wir die mit uns reisenden Schüler des College Saint Etienne in Straßburg abholten. Die darauf folgende Fahrt, unterbrochen von zwei Raststätten-Pausen, dauerte rund fünf Stunden. In Weimar angekommen waren wir allerdings noch nicht, denn der erste wirkliche Programmpunkt unserer Reise war eine Besichtigung der Wartburg, die sich in Eisenach befindet. Oder, besser gesagt, über Eisenach. Einen Teil des Weges auf den Berg legten wir noch busfahrend zurück, die letzten zehn Minuten allerdings mussten wir Treppen steigen. Oben angekommen offenbarte sich uns zunächst ein großartiger Ausblick über das, der Jahreszeit geschuldet teilweise noch im Nebel liegende, Umland Eisenachs. Wir machten eine kurze Mittagspause, genossen den Ausblick, erkundeten einige, öffentlich frei zugängliche, Teile des Geländes, bis dann um kurz nach zwei die Burgführung startete.

Bei der Führung durch das Hauptgebäude, den Palas, bekamen wir unter anderem Einblicke in die bauliche Geschichte der Burg und die wissenschaftlichen Methoden, um diese nachzuvollziehen, die Räumlichkeiten, wichtige Personen, die nicht nur Martin Luther beinhalteten, und auch einige der zahlreichen Legenden, die sich um das Schloss ranken. Zu guter Letzt hatten wir noch die Möglichkeit, die historische Kunstsammlung, die zu diesem Zeitpunkt die laufende Sonderausstellung war, sowie die bekannte Lutherstube – den laut der Infotafeln deutlich sichtbaren, in seiner ursprünglichen Form von Luther höchstpersönlich stammenden, Tintenfleck neben dem Schreibtisch konnten wir allerdings nicht ausmachen.

Unser nächster Programmpunkt – immer noch in Eisenach – war das Bachhaus, also das Haus, in dem Johann Sebastian Bach gelebt hatte. Auch dort bekamen wir eine Führung, diesmal mit Vorführung einiger historischer Klaviere. Daran schloss sich ein Besuch der Sonderausstellung „Frauen und Bachs Musik“ an.

In der letzten Etappe der Busfahrt teilten wir uns in vier Arbeitsgruppen ein, die jeweils ein, in Bezugnahme auf einen Teil der Weimarer Stadtgeschichte stehendes, Thema kreativ behandelten.

Gegen 18:00 Uhr kamen wir in der Jugendherberge an. Wir bezogen unsere Zimmer und gingen Essen. Es gab Würstchen mit Sauerkraut, Kartoffeln und Bohnensalat.

Den restlichen Abend verbrachten wir auf dem „Weimarer Zwiebelfest“.

TAG 1

Unser erster richtiger Tag in Weimar startete programmtechnisch um halb zehn mit einer Einführung der Klassik-Stiftung in das Projekt Weimarpedia, für das wir in den nächsten Tagen mit iPads selbst kreative Filme produzieren würden. Der Teil der Räumlichkeiten, den wir an unserem ersten Tag zu Gesicht bekamen, befand sich – in Fußnähe zu unserer Unterkunft – im Neubau der berühmten Anna Amalia Bibliothek, die, trotz eines verheerenden Brandes im Jahr 2004, über eine Million Teile umfasst. Den zweiten Teil unseres Vormittagsprogrammes bildete eine Stadtführung mit dem Namen „Phoenix aus der Asche“, in der uns ein grober Überblick über die Höhen und Tiefen der –  trotz des beachtlichen kulturellen Erbes – Kleinstadt – bezogen auf das Land Thüringen immerhin die viertgrößte. Den, auf unsere individuell gestaltbare Mittagspause folgenden, Nachmittag verbrachten wir in Kleingruppen mit themenbezogenen Rallyes durch die Stadt. Dabei waren wir selbstständig mit Aufgabenstellungen unterwegs. Die „Schiller-Goethe“-Gruppe zum Beispiel nahm eine Route vorbei an den Wohnhäusern der Dichter wobei wir eine Zeitungsannonce aus Sicht von Schiller auf der Suche nach fester Bleibe in Weimar aufgaben, dem berühmten Denkmal – fälschlicherweise haben dort Schiller und Goethe dieselbe Körpergröße-in der Realität hatten die Freunde einen Größenunterschied von über zehn Zentimetern – und am Ende dem Grabmal von Goethe – und einem symbolischen Schiller, der wieder entfernt wurde. Den Abend verbrachten wir in der Jugendherberge – oder auch in der Stadt.

TAG 2

Der zweite Tag in Weimar begann, nach einem Frühstück in der Jugendherberge, wieder in Gruppen. Die erste, die sich mit Schloss Belvedere und Naturwissenschaften um 1800 beschäftigte, besichtigte außerhalb der Stadtmauern das Schloss und das zugehörige Gelände, die zweite – Goethe und Schiller in Weimar – besuchte das Goethe Nationalmuseum und das daran angrenzende Wohnhaus am Frauenplan, Gruppe 3 – Reformation und Aufklärung – die Herder-Kirche und Gruppe 4 verschiedene Teile der Stadt in einem Rundgang – hier war das Thema Vergangenheitsbewältigung und Nationalsozialismus und die Führung trug den Namen „Ambivalente Geschichte“.

Unabhängig davon, dass es interessant war, noch mehr von der Stadt kennen zu lernen, bekamen wir an diesem Vormittag bereits viel Input für unsere eigenen Projekte – Teile von Gruppe 1 begannen auch schon mit dem Dreh, da Belvedere nur an diesem Morgen auf dem Plan stand.

Die Mittagspause stand uns erneut zur freien Verfügung.

Um 13:00 folgte wieder eine Exkursion mit der gesamten Gruppe. Abgeholt von unserem Reisebus fuhren wir in die nicht weit von der Stadt entfernte Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg. Buchenwald war zwischen 1937 und 1945 eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Um halb zwei starteten wir mit einem Einführungsfilm, um danach erneut in Gruppen eine Überblicksführung über den Ort grausamer Verbrechen aufzubrechen. Am Ende besuchten wir die Dauerausstellung über die Geschichte des Konzentrationslagers, unter anderem mit Berichten von und über die Inhaftierten. Eine Teilgruppe ging parallel in die Kistenausstellung.

Am Abend waren wir Bowlen.

TAG 3

Auch unser dritter Tag beginnt vormittags geteilt – allerdings diesmal nur in zwei Gruppen, bei der eine zehn Personen umfassende Teilgruppe die Parkhöhle besichtigte – ein unterirdisches Stollensystem, das von Karl August in die Wege geleitet wurde, der einen Abwasserkanal für seine Bierbrauerei brauchte – und die weitaus größere in Schillers Wohnhaus aufbrach. Dort wurden wir herumgeführt, bekamen die Funktionsweise eines Fächers, die Vorteile von fauligen Äpfeln in Schreibtischschubladen und natürlich auch wichtige Ereignisse im Leben von Friedrich Schiller erklärt, und brachen dann ins Medienstudio des Goethe Nationalmuseums auf. Dort begannen wir dann richtig mit dem Projekt, brainstormten, sammelten Ideen, verwarfen einige der Ideen, überlegten uns eine geeignete Rollenverteilung und Arbeitsteilung und begannen dann – nach einer einstündigen Mittagspause – mit dem Dreh. Wir waren frei in der Stadt unterwegs, konnten iPads und die Computer der Stiftung sowie diverse Kostüme aus dem Fundus frei nutzen.

Nach einem Abendessen in der Jugendherberge gingen wir ins Theater im Gewölbe in ein Stück namens „Faust 1 zu zweit“, eine Neuinterpretation des Klassikers von Goethe, in dem es – grob zusammengefasst – um Goethe und Schiller geht, die gemeinsam das Werk – inklusive aller Rollen – nachspielen.

TAG 4

Am Vormittag des Donnerstages – schon unser letzter richtiger Tag in Weimar – arbeiteten wir am letzten Teil unserer Projekte: der Postproduktion. Wir nahmen noch passende Musik auf oder verwendeten vorhandene.

Auch die erste Hälfte des Nachmittages war voll und ganz der Eigenarbeit der Gruppen gewidmet. Die Klassikstiftungsmitarbeiterinnen standen uns mit Rat und Tat zur Seite, halfen bei der Technik und korrigierten Anachronismen und Rechtschreibfehler. Um drei startete die große Präsentation vor den anderen Gruppen und den mitgereisten Lehrkräften. Auf großer Leinwand sahen wir uns die Kurzfilme an, gaben Feedback und verabschiedeten dann zum Schluss noch die Mitarbeiter der Stiftung.

Den Abend hatten wir wieder ganz für uns – und diesmal blieb sogar so viel Zeit, dass zwischen den deutschen und französischen Schülern eine sehr gute Kommunikation auf Basis guter Integration in die beiden Gruppen entstehen konnte.

TAG 5

Der Abreisetag. Wir brachen schon früh auf, machten auf der Fahrt keine nennenswerten Zwischenstopps – abgesehen von zwei Autobahnraststätten. Um 14:15 waren wir in Kehl am Bahnhof, wo wir den Straßburger Teil der Reisegruppe verabschiedeten, um 14:45 dann auch in Offenburg.

Hier noch die Links zu den Filmen einzelner Gruppen:
Wald ohne Wiederkehr
Instagram-Fanseite Schiller – Goethe
La Résistance – Das Leben des Robert Dupont
Das doch nicht so perfekte Leben der Maria Pawlowna

Vielen Dank an:
-Die Klassik-Stiftung Weimar
-Unsere Lehrer
-Die Integration
-Den Busfahrer

verantwortlich für Text und Fotos: J. Schürer

Schüleraustausch mit Olsztyn oder: Grimmelsschüler erleben das polnische Bauchgefühl

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Austausch Olsztyn, Fahrten und Exkursionen, Presseberichte

Dass es sich in Polen gut leben lässt, war den elf Schülerinnen und Schülern vom Grimmelshausen-Gymnasium eigentlich vor dem Austausch schon klar. Doch beim diesjährigen Schüleraustausch entstand bei besonders vielen Gelegenheiten ein wohliges Gefühl im Bauch: beim herzlichen Empfang durch die Gastfamilien und die Schule, beim Verzehr der leckeren ermländischen und masurischen Spezialitäten auf familienübergreifenden Grill-Partys, beim gemeinsamen Lagerfeuer oder dem großen Abschlussessen.

Vor allem der Vergleich ermländisch-masurischer und badischer Spezialitäten stellte in diesem Jahr das Projektthema dar und zog sich wie ein roter Faden durch die gemeinsamen Tage. So begann ein Tag damit, dass die polnischen Schülerinnen und Schüler die Gäste vom Grimmels bekochten und endete mit einem üppigen „Gelage“ in einem traditionellen ermländischen Restaurant. Dazwischen erstellten die Schüler ein gemeinsames Kochbuch mit jeweils lokalen Spezialitäten. Die badischen Spezialitäten dürfen dann nach den Pfingstferien beim Gegenbesuch getestet und genossen werden.

Die Ausflüge ließen nicht nur die beeindruckende Weite der ermländisch-masurischen Landschaft erfahren, die in der frühsommerlichen Sonne ihre starke Wirkung entfaltete. Auch geschichtliche Zusammenhänge wurden bei Führungen in Danzig oder an den gewaltigen Festungskathedralen der uns eher fremden Backsteingotik des Deutsch-Herrenordens in Malbork und Frombork an der Frischen Nehrung hergestellt.

Es waren wunderschöne und sonnige Tage mit einem spannenden Programm in unserer Partnerstadt Allenstein/Olsztyn. Sowohl Schüler als auch Begleitlehrer auf beiden Seiten freuen sich immer wieder über den seit Jahren bestehenden Schüleraustausch und den unkomplizierten und herzlichen Umgang miteinander.

Die großartige und großzügige Unterstützung durch die Georg-und-Maria-Dietrich-Stiftung und die Stadt Offenburg komplettiert das wohlige polnische Bauchgefühl dieses jährlichen Austausches.

Text: B. Schindler und L. Rosenkranz

 

Bilder: Teilnehmer Polenfahrt

Besuch bei „Maria Stuart“ im Freiburger E-Werk

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Fahrten und Exkursionen, Schüler

Am Freitag, den 11. Mai ergriffen einige Schüler der 10. Klasse das Angebot, mit Frau Tennstedt im E-Werk Freiburg das Stück Maria Stuart zu besuchen. Man traf sich abends, um mit dem Zug nach Freiburg zu fahren. Die Theaterbühne und der Zuschauerraum waren anfangs ungewohnt klein, was sich aber später als sehr interessant herausstellte, da die fünf Schauspieler fast permanent auf der Bühne präsent waren und es so für die Zuschauer auch immer kleine Nebenschauplätze zu beobachten gab. Die Zahl der Personen aus dem Original war also stark reduziert, der Text war teilweise umverteilt worden, ein Schauspieler wechselte zwischen zwei Rollen hin und her. So erschienen die Hauptgedanken des Stückes auf interessante Weise neu. Auch die gut ausgewählten Requisiten trugen dazu bei. Besonders schön war, dass einige Szenen auch mit Humor gespielt wurden und dass die Schauspieler ihre Rolle alle sehr gut verkörperten. Nach dem Stück bot der Regisseur noch an, uns etwas zu seinen Abwandlungen zu erzählen und Fragen zu beantworten. Insgesamt waren wir alle sehr positiv überrascht von der Modernität des Stückes und der Ausflug nach Freiburg hatte sich definitiv für alle gelohnt.

Text: A. Vitiello

 

Deutsch-französischer Theaterparcours in Straßburg

Geschrieben von admin am in Archiv, BZF-Fahrten, Fahrten und Exkursionen

Seit Oktober nimmt unser Französischkurs der Klassenstufe 10 an einem Theaterprojekt des Maillon-Theaters in Straßburg teil. Mit unserer Partnerklasse vom Lycée Marcel Rudloff in Straßburg schauen wir uns insgesamt vier Theaterstücke an. Die ersten beiden Theaterstücke haben wir nun schon gesehen. Im Vorfeld zu jedem Stück gibt es einen Workshop.

Am 5. Oktober trafen wir uns zum ersten Mal mit unserer französischen Partnerklasse und schauten uns das Maillon-Theater in Straßburg an. Wir verbrachten den Nachmittag damit, uns besser kennenzulernen, was uns dank eines Speed-Dating bestens gelang.

Der erste gemeinsame Workshop fand dann am 15. Dezember am „Grimmels“ statt. Zwei Akteure des Stückes „Rare Birds“, das wir sehen sollten, bereiteten uns auf das Stück vor. Während des Nachmittags wurden wir mit verschiedenen Zirkusfiguren vertraut gemacht und die beiden Akteure erklärten uns, was sie eigentlich machen.

Am 18. Dezember schauten wir uns schließlich das Zirkus-Stück „Rare Birds“ an. Die Darsteller wollten mit ihrem Stück die Entwicklung der Evolution ausdrücken, was sie mit Hilfe vieler unterschiedlicher Fortbewegungsarten darstellten. Nach dem Theaterstück hatten wir die Möglichkeit, uns mit den Darstellern zu unterhalten. Wir nutzten diese und konnten unsere eigenen Atelier-Erfahrungen mit den Eindrücken des Zirkusstückes vergleichen.

Pink for girls and blue for boys

Am 12. Januar schauten wir uns das zweite Stück, „Pink for girls and blue for boys“, an. In diesem Stück ging es um Klischees, mit denen Mädchen und Jungen in unserer heutigen Gesellschaft konfrontiert werden. Nach diesem Stück hatten wir ebenfalls die Möglichkeit, uns mit den Tänzern, die sich aus ganz Europa zusammengefunden hatten, zu unterhalten. Auch auf dieses Stück waren wir vorbereitet worden, allerdings fand diese Vorbereitung ohne unsere Partnerklasse statt.

Wir sind schon sehr gespannt auf die folgenden zwei Stücke.

Text: Undine Gloski und Sofia Serrer | Fotos: Jörg Schürer

Studienfahrt Lyon (BZF) 2017

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, BZF-Fahrten, Fahrten und Exkursionen

Am Montag, dem 16. Oktober 2017 begann frühmorgens unsere Reise nach Lyon. Noch müde und verschlafen verabschiedeten wir uns von unseren Eltern und fuhren anschließend nach Straßburg, um dort die Klasse unserer Partnerschule St Étienne abzuholen. Während zu Beginn noch viel geschlafen wurde, nahm die Lautstärke doch im Laufe der Zeit zu. Ein weiterer Halt fand in Beaune statt, wo sich ein altes Krankenhaus befand, zu dem wir in Gruppen einige Referate vorbereitet hatten. Nach anschließender Mittagspause ging die Fahrt in Richtung Lyon auch schon weiter und so standen wir einige Stunden später an der Notre-Dame de Fourvière, von wo aus man einen atemberaubenden Blick auf Lyon hatte. Abends erreichten wir endlich unser Hotel und nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es zum Abendessen.

Der nächste Tag begann früh mit einem Hotelfrühstück und bald wartete auch schon der Bus auf uns, der uns zum gallo-römischen Museum brachte. Hier gab es einige Mosaike, Ausgrabungsstücke und Ruinen zu sehen und Vorträge zu hören. Nachmittags erkundeten wir in zwei Gruppen geteilt Lyon. Unsere Gruppe begann mit der Besichtigung eines alten römischen Theaters und begab sich später zur Führung durch die Altstadt Lyons, in der es unter anderem sogenannte „Traboules“ (Gänge, Treppen und Passagen durch Privathäuser) zu sehen gab. Nach kurzer Freizeit begaben wir uns zurück zur „Domaine St Joseph“, unserer Unterkunft.

Am Mittwoch wurden wir nach dem Frühstück auf zwei „Ateliers“ verteilt, in denen wir den Vormittag verbrachten. Im ersten Atelier spielten wir in Gruppen abwechselnd Monopoly und beantworteten mithilfe ausgeteilter Texte Fragen über Lyon und seine Stadtteile. Danach tauschten wir das Atelier und sahen uns dort Ausschnitte aus dem Stummfilm „The Kid Brother“ an. Nach dem Mittagessen fuhren wir zum „Quartier de la Confluence“, dem grünen Viertel Lyons, um dort unter anderem ein Museum zu besichtigen. Nach anschließender Freizeit in der Innenstadt Lyons fuhren wir abends auch schon zum Kino, um „The Kid Brother“, der mit einem Live-Orchester gezeigt wurde, in voller Länge zu sehen. Dies war für alle ein tolles Erlebnis. Doch noch war der Tag nicht zu Ende, denn wir begaben uns auf einen nächtlichen Spaziergang durch Lyon, weshalb wir erst spät zurück zum Hotel kamen.

Am Donnerstag, unserem letzten Tag in Lyon, besichtigten wir das „Croix Rousse“ und sein Stoffmuseum, in dem wir die Möglichkeit hatten, unsere mitgebrachten T-Shirts zu gestalten. Anschließend wartete im Hotel schon ein Festessen auf uns. Zur Feier des letzten Tages hatten einige Schüler eine Karaokeparty für uns vorbereitet, die wir ausgiebig genossen.

Der Freitag begann für uns sehr früh, da wir schon um 10 Uhr in Izieu sein sollten, um uns das Haus anzusehen, in dem Miron und Sabine Zlatin jüdische Kinder vor den Nationalsozialisten im 2. Weltkrieg versteckt gehalten hatten. Jedoch wurden 44 der Kinder am 6. April 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Als Hommage an diese Kinder schrieb Reinhard Mey zum 50. Gedenktag das Lied „Die Kinder von Izieu“, welches wir auf der Fahrt anhörten. Um 22.15 Uhr kamen wir in Straßburg und eine halbe Stunde später in Offenburg an. Der  Abschied von unseren St Étienne-Partnerschülern aus Straßburg fiel uns sehr schwer, denn während der Fahrt hatten wir viele neue Freundschaften geschlossen.

Die Studienfahrt nach Lyon war ein unglaubliches Erlebnis und wir freuen uns schon auf die Fahrt nach Weimar im nächsten Jahr.


Text: U. Gloski und M. Manashirova

 

 

Fotos: J. Schürer

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