Das Schulleben am Grimmels

Gebannte Stille beim Vorlesewettbewerb

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Beim diesjährigen Vorlesewettbewerb der 6. Klassen gewann Jonah Bahr aus der 6c aufgrund sehr lebendiger und ausdrucksstarker Vorträge. Stürmisch von seiner Klasse gefeiert nahm er seinen Buchpreis stolz entgegen. Nun geht es für Jonah zur nächsten Ebene, dem Kreisentscheid Anfang 2019.

Die gebannte Stille im Theatersaal zeigte, dass auch die beiden anderen Klassensieger sehr sicher, klar und artikuliert ihre selbstgewählten Texte vortrugen: Kim Killius (6a) las aus Aygen-Sibel Celiks „Blogstar Opa“ und Amelie Steiner (6b) aus Andreas Schlüters „City Crime – Vermisst in Florenz“ vor.

Jonah hatte einen Ausschnitt aus Otfried Preußlers „Krabat“ gewählt und konnte die Jury, die aus den drei Lehrkräften Frau Pooth-Risoud, Frau Rediker und Herrn Steen-Tolle sowie den jeweils Zweitplatzierten der Klassenentscheide bestand, mit schönen Rolleninterpretationen begeistern. Beim Lesen unbekannter Texte zeigten alle, dass sie geübte Leserinnen und Leser sind. Jonah gelang es dabei besonders gut, Spannung zu erzeugen.

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels findet nach dem Motto „Lesen ist Kino im Kopf“ seit 1959 statt und ca. 600.000 Jugendliche nehmen jährlich daran teil, um am Ende des Jahres einen Bundessieger zu ermitteln.

Herzlichen Glückwunsch an die tollen Vorleser!

Text: M. Steen-Tolle

Smartphone lässt Gutenberg staunen

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Aufführungen, Junge Theaterakademie Offenburg, Presseberichte, Theater am Grimmels, Theateraufführungen

Junge Theaterakademie Offenburg führt „Gutenbergs Traum“ auf / Stärke des Stücks liegt im Bezug zur Offenburger Geschichte.

Buchdrucker Johannes Gutenberg als Zeitreisender in Offenburg – das ist der
Stoff, aus dem die Junge Theaterakademie Offenburg ihr diesjähriges Stück
„Gutenbergs Traum – Die Vernetzung der Welt“ erarbeitet hat. Am
Donnerstagabend war Premiere im – selbstverständlich voll besetzten – Salmen.

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Schülerinnen und Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums haben unter der Leitung
von Paul Barone, Patrick Labiche und Stephanie Scherer ein Kaleidoskop von
Szenen entworfen, die immer wieder die Zeitebene wechseln. Gutenbergs
Lebenszeit um 1500, die Hexenverfolgungen um 1600, die Zeit der Badischen
Revolution und das Heute bringen sie in Vor- und Rückblicken auf die Bühne.
Verbindendes Element ist Gutenberg (David Povkh), der mit seinen
Lebensentscheidungen hadert und befürchtet, mit seiner Erfindung des Buchdrucks
mit beweglichen Lettern nur Unheil über die Welt gebracht zu haben. Er, der den
Menschen Bildung zugänglich machen wollte, indem Bücher bezahlbar werden, muss
sehen, dass Hetzschriften gedruckt und verbreitet werden. Ungläubig staunt er
über Smartphones und Internet, die die gleiche Ambivalenz in sich tragen:
Demokratisierung von Information und deren Missbrauch.

Die Stärke des zweistündigen Theaterabends liegt
in seinem klaren Bezug zur Offenburger Geschichte und im großen, spürbar echten
Engagement der Akteure. Shitstorms im Internet, entstanden aus einem
unbedachten Tweet, der eigentlich lustig gemeint war, spiegeln die Hysterie der
Hexenverfolgungen wider. Der intellektuelle Fortschritt der Aufklärung in der
Offenburger Lesegesellschaft trifft auf fromme Traktate, Kant trifft auf
Chemnitz. Das alles wird mit vielen Gruppenszenen umgesetzt, choreografiert
(Patrick Labiche) tanzen sogar Buchstaben über die Bühne, werden Zeitungen auf-
und zugeschlagen, wenden sich Freunde von Rufmord-Opfern ab. Starke Bilder und
mit Nachdruck vorgebrachte Statements für Gemeinsinn und Gerechtigkeit prägen
das Stück. Die Jugendlichen von heute sprechen dem immer verzweifelter
werdenden Gutenberg Mut zu: „Ihre Erfindung ist eine langlebigere Waffe
als die Kanonen des Sonnenkönigs“, beruhigen sie ihn, und Gutenberg nimmt
sie im Gegenzug in die Pflicht. „Jetzt ist es an euch, meinen Traum weiter
zu träumen“.

Doch beim Träumen wollen es die Nachgeborenen nicht belassen. Statt wie in den Szenen zuvor für Missernten, Arbeitslosigkeit und Ungerechtigkeit Sündenböcke zu suchen, lassen sie sich von Kant dazu ermuntern, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. „Wann, wenn nicht jetzt, ist es Zeit, selbst zu denken“, ist die rhetorische Frage, mit der das Stück endet.

Ein ebenso lehrreicher wie unterhaltsamer Theaterabend, bei dem sich wieder einmal die Kooperation mit den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen als Glücksgriff erwiesen hat: Durch die aufwändigen Kostüme ist auch für die jüngsten im Publikum immer sofort klar, in welcher Zeit eine Szene spielt. Das Premierenpublikum war zu Recht begeistert von diesem leidenschaftlichen Theaterabend.

Text: J. Eiland-Jung

Szene zu den Hexenprozessen um 1600

Cybermobbing auf dem Schulhof 2018

Fotos:
A. Buss

Weihnachtskonzert

Geschrieben von Christian Haist am in Ankündigungen, Archiv

Zu seinem alljährlichen Weihnachtskonzert lädt das Grimmelshausen-Gymnasium in die Evangelische Stadtkirche ein.

Es findet statt am Dienstag, dem 18. Dezember, um 19 Uhr.

Auf dem abwechslungsreichen Programm steht weihnachtliche Musik aus verschiedenen Jahrhunderten. Dabei werden Sie von den Chören, Orchestern, Big Bands und Solisten der Schule auf die Weihnachtszeit eingestimmt. Der Eintritt ist frei. Spenden sind erbeten.

GEDENKEN AN REICHSPOGROMNACHT – Lernen aus der NS-Geschichte für 9.-Klässler des Grimmels

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Am nicht nur aus deutscher Sicht geschichtsträchtigen 9. November gedachten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Offenburger Gymnasien durch eine Putzaktion der „Stolpersteine“ der erschütternden Ereignisse in der Reichspogromnacht 1938.

Eingeleitet durch eine engagierte Rede auf dem
Marktplatz, in der OB Schreiner sich für Toleranz und Liberalität stark machte,
erinnerte sie an die dunklen Stunden in der Stadt Offenburg und forderte eine
„aktive Einbindung in die Erinnerungskultur“. Gemäß der Idee, ein Mensch sei
erst „vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ forderte Sie die versammelten
Jugendlichen dazu auf, die Erinnerung an die Demütigungen und Verletzungen der
Offenburger Juden wachzuhalten.

Dies unternahmen die rund 300 Schülerinnen und Schüler
dann in kleinen Gruppen, die jeweils einen oder mehrere sogenannte
„Stolpersteine“ putzten. Die Offenburger Stolpersteine sind Teil eines Projekts
des deutschen Künstlers Gunter Demnig, das 1992 begann, und Widerhall in ganz
Europa gefunden hat. Mit den kleinen, im Boden verlegten Gedenktafeln soll an
das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des
Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. http://www.stolpersteine.eu/

„Eine ganz wichtige Sache“ fanden denn auch die Grimmels-Schülerinnen und Schüler die Aktion, die gleichermaßen vom Kulturbüro der Stadt, der Schulsprecherinnen und Schulsprecher der Schülermitverantwortung (SMV) und der freien Organisation „Aufstehen gegen Rassismus“ getragen wurde.
https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/lokal/Offenburg/

Für das Grimmels war Schülersprecherin Anna
Vitiello besonders aktiv, um die nötigen Absprachen zwischen Veranstaltern und
Schule zu koordinieren. Dafür, dass sie souverän die Organisation am Grimmels
in Händen hielt, gebührt ihr ein Extra-Lob.

Nach dem Putzen erhielten die Teilnehmer
Informationen zu den Verfolgten und den Getöteten, die auf den Steinen
eingraviert sind. Ergänzt wurde dies durch das Angebot einer Führung durch die
aktuelle Ausstellung im Salmen, die das „Schicksal der jüdischen Gemeinde“
Offenburg nachzeichnet. Der Leiter des Stadtarchivs im Ritterhaus, Wolfgang
Gall, und der Ausstellungsmacher, Volker Ilgen, gaben den staunenden
Jugendlichen eine eindrucksvolle Einführung, indem sie ihnen von 70 zunächst
getretenen, verhöhnten und schließlich vor den Augen der vielen Schaulustigen
verhafteten, sowie 3 sogar getöteten Juden berichteten.

Zu verdeutlichen, dass Gefahren der Ausgrenzung
und Stigmatisierung nie vorbei sind, „der Schoß“ also „noch fruchtbar“ ist,
„aus dem das kroch“, um es mit Brecht zu sagen, war das Ziel einer kurzen Rede
von Carmen Lötsch, Leiterin des Kulturbüros, bevor Schauspielerinnen und
Schauspieler Zeitzeugen-Berichte rezitierten, eingerahmt von
Original-Filmsequenzen der verhängnisvollen Tage um den 9.11.1938. „Die
reichsweiten Ereignisse der Pogromnacht wurden in wirkungsvoller Prägnanz mit
der Offenburger Lokalgeschichte verknüpft“, meinte bewundernd Alexander Hübner,
der als Geschichtsreferendar am Grimmels eine 9. Klasse begleitete.

„Kann man aus Geschichte lernen?“ – Diese Frage bejahte Lötsch, meinte aber, es bräuchte zudem einen „Sinn für Mitmenschlichkeit“. Kaum besser lassen sich so zentrale fachliche wie soziale Aufgaben für uns als Schule im demokratischen Gemeinwesen fassen.

Text und Fotos: M. Steen-Tolle

Weimar 2018

Geschrieben von Ralf Buser am in Aktuelles, Archiv, Fahrten und Exkursionen

Wie jedes Jahr erlebten die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zugs einige arbeitsreiche Tage in Weimar.

TAG 0

Unsere Fahrt nach Weimar startete an einem Sonntag. Genauer
gesagt, am Sonntag, den 14. Oktober um halb sieben am Bahnhof in Offenburg, wo
wir – der bilinguale Kurs Französisch der Jahrgangsstufe 1 am Grimmelshausen-Gymnasium
Offenburg – von „unserem“ Reisebus eingesammelt wurden. Noch etwas verschlafen
fuhren wir zunächst nach Kehl, wo wir die mit uns reisenden Schüler des College
Saint Etienne in Straßburg abholten. Die darauf folgende Fahrt, unterbrochen
von zwei Raststätten-Pausen, dauerte rund fünf Stunden. In Weimar angekommen
waren wir allerdings noch nicht, denn der erste wirkliche Programmpunkt unserer
Reise war eine Besichtigung der Wartburg, die sich in Eisenach befindet. Oder,
besser gesagt, über Eisenach. Einen Teil des Weges auf den Berg legten wir noch
busfahrend zurück, die letzten zehn Minuten allerdings mussten wir Treppen
steigen. Oben angekommen offenbarte sich uns zunächst ein großartiger Ausblick
über das, der Jahreszeit geschuldet teilweise noch im Nebel liegende, Umland
Eisenachs. Wir machten eine kurze Mittagspause, genossen den Ausblick, erkundeten
einige, öffentlich frei zugängliche, Teile des Geländes, bis dann um kurz nach
zwei die Burgführung startete.

Bei der Führung durch das Hauptgebäude, den Palas, bekamen
wir unter anderem Einblicke in die bauliche Geschichte der Burg und die
wissenschaftlichen Methoden, um diese nachzuvollziehen, die Räumlichkeiten,
wichtige Personen, die nicht nur Martin Luther beinhalteten, und auch einige
der zahlreichen Legenden, die sich um das Schloss ranken. Zu guter Letzt hatten
wir noch die Möglichkeit, die historische Kunstsammlung, die zu diesem
Zeitpunkt die laufende Sonderausstellung war, sowie die bekannte Lutherstube – den
laut der Infotafeln deutlich sichtbaren, in seiner ursprünglichen Form von
Luther höchstpersönlich stammenden, Tintenfleck neben dem Schreibtisch konnten
wir allerdings nicht ausmachen.

Unser nächster Programmpunkt – immer noch in Eisenach – war
das Bachhaus, also das Haus, in dem Johann Sebastian Bach gelebt hatte. Auch dort
bekamen wir eine Führung, diesmal mit Vorführung einiger historischer Klaviere.
Daran schloss sich ein Besuch der Sonderausstellung „Frauen und Bachs Musik“ an.

In der letzten Etappe der Busfahrt teilten wir uns in vier
Arbeitsgruppen ein, die jeweils ein, in Bezugnahme auf einen Teil der Weimarer
Stadtgeschichte stehendes, Thema kreativ behandelten.

Gegen 18:00 Uhr kamen wir in der Jugendherberge an. Wir
bezogen unsere Zimmer und gingen Essen. Es gab Würstchen mit Sauerkraut,
Kartoffeln und Bohnensalat.

Den restlichen Abend verbrachten wir auf dem „Weimarer Zwiebelfest“.

TAG 1

Unser erster richtiger Tag in Weimar startete
programmtechnisch um halb zehn mit einer Einführung der Klassik-Stiftung in das
Projekt Weimarpedia, für das wir in den nächsten Tagen mit iPads selbst
kreative Filme produzieren würden. Der Teil der Räumlichkeiten, den wir an
unserem ersten Tag zu Gesicht bekamen, befand sich – in Fußnähe zu unserer
Unterkunft – im Neubau der berühmten Anna Amalia Bibliothek, die, trotz eines
verheerenden Brandes im Jahr 2004, über eine Million Teile umfasst. Den zweiten
Teil unseres Vormittagsprogrammes bildete eine Stadtführung mit dem Namen
„Phoenix aus der Asche“, in der uns ein grober Überblick über die Höhen und
Tiefen der –  trotz des beachtlichen kulturellen
Erbes – Kleinstadt – bezogen auf das Land Thüringen immerhin die viertgrößte.
Den, auf unsere individuell gestaltbare Mittagspause folgenden, Nachmittag
verbrachten wir in Kleingruppen mit themenbezogenen Rallyes durch die Stadt.
Dabei waren wir selbstständig mit Aufgabenstellungen unterwegs. Die „Schiller-Goethe“-Gruppe
zum Beispiel nahm eine Route vorbei an den Wohnhäusern der Dichter wobei wir
eine Zeitungsannonce aus Sicht von Schiller auf der Suche nach fester Bleibe in
Weimar aufgaben, dem berühmten Denkmal – fälschlicherweise haben dort Schiller
und Goethe dieselbe Körpergröße-in der Realität hatten die Freunde einen
Größenunterschied von über zehn Zentimetern – und am Ende dem Grabmal von
Goethe – und einem symbolischen Schiller, der wieder entfernt wurde. Den Abend
verbrachten wir in der Jugendherberge – oder auch in der Stadt.

TAG 2

Der zweite Tag in Weimar begann, nach einem Frühstück in der
Jugendherberge, wieder in Gruppen. Die erste, die sich mit Schloss Belvedere
und Naturwissenschaften um 1800 beschäftigte, besichtigte außerhalb der
Stadtmauern das Schloss und das zugehörige Gelände, die zweite – Goethe und
Schiller in Weimar – besuchte das Goethe Nationalmuseum und das daran
angrenzende Wohnhaus am Frauenplan, Gruppe 3 – Reformation und Aufklärung – die
Herder-Kirche und Gruppe 4 verschiedene Teile der Stadt in einem Rundgang – hier
war das Thema Vergangenheitsbewältigung und Nationalsozialismus und die Führung
trug den Namen „Ambivalente Geschichte“.

Unabhängig davon, dass es interessant war, noch mehr von der Stadt kennen zu lernen, bekamen wir an diesem Vormittag bereits viel Input für unsere eigenen Projekte – Teile von Gruppe 1 begannen auch schon mit dem Dreh, da Belvedere nur an diesem Morgen auf dem Plan stand.

Die Mittagspause stand uns erneut zur freien Verfügung.

Um 13:00 folgte wieder eine Exkursion mit der gesamten
Gruppe. Abgeholt von unserem Reisebus fuhren wir in die nicht weit von der
Stadt entfernte Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg. Buchenwald war
zwischen 1937 und 1945 eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden.
Um halb zwei starteten wir mit einem Einführungsfilm, um danach erneut in
Gruppen eine Überblicksführung über den Ort grausamer Verbrechen aufzubrechen.
Am Ende besuchten wir die Dauerausstellung über die Geschichte des
Konzentrationslagers, unter anderem mit Berichten von und über die
Inhaftierten. Eine Teilgruppe ging parallel in die Kistenausstellung.

Am Abend waren wir Bowlen.

TAG 3

Auch unser dritter Tag beginnt vormittags geteilt – allerdings
diesmal nur in zwei Gruppen, bei der eine zehn Personen umfassende Teilgruppe
die Parkhöhle besichtigte – ein unterirdisches Stollensystem, das von Karl
August in die Wege geleitet wurde, der einen Abwasserkanal für seine Bierbrauerei
brauchte – und die weitaus größere in Schillers Wohnhaus aufbrach. Dort wurden
wir herumgeführt, bekamen die Funktionsweise eines Fächers, die Vorteile von
fauligen Äpfeln in Schreibtischschubladen und natürlich auch wichtige
Ereignisse im Leben von Friedrich Schiller erklärt, und brachen dann ins
Medienstudio des Goethe Nationalmuseums auf. Dort begannen wir dann richtig mit
dem Projekt, brainstormten, sammelten Ideen, verwarfen einige der Ideen,
überlegten uns eine geeignete Rollenverteilung und Arbeitsteilung und begannen
dann – nach einer einstündigen Mittagspause – mit dem Dreh. Wir waren frei in
der Stadt unterwegs, konnten iPads und die Computer der Stiftung sowie diverse
Kostüme aus dem Fundus frei nutzen.

Nach einem Abendessen in der Jugendherberge gingen wir ins
Theater im Gewölbe in ein Stück namens „Faust 1 zu zweit“, eine
Neuinterpretation des Klassikers von Goethe, in dem es – grob zusammengefasst –
um Goethe und Schiller geht, die gemeinsam das Werk – inklusive aller Rollen – nachspielen.

TAG 4

Am Vormittag des Donnerstages – schon unser letzter
richtiger Tag in Weimar – arbeiteten wir am letzten Teil unserer Projekte: der
Postproduktion. Wir nahmen noch passende Musik auf oder verwendeten vorhandene.

Auch die erste Hälfte des Nachmittages war voll und ganz der
Eigenarbeit der Gruppen gewidmet. Die Klassikstiftungsmitarbeiterinnen standen
uns mit Rat und Tat zur Seite, halfen bei der Technik und korrigierten
Anachronismen und Rechtschreibfehler. Um drei startete die große Präsentation
vor den anderen Gruppen und den mitgereisten Lehrkräften. Auf großer Leinwand
sahen wir uns die Kurzfilme an, gaben Feedback und verabschiedeten dann zum
Schluss noch die Mitarbeiter der Stiftung.

Den Abend hatten wir wieder ganz für uns – und diesmal blieb
sogar so viel Zeit, dass zwischen den deutschen und französischen Schülern eine
sehr gute Kommunikation auf Basis guter Integration in die beiden Gruppen
entstehen konnte.

TAG 5

Der Abreisetag. Wir brachen schon früh auf, machten auf der
Fahrt keine nennenswerten Zwischenstopps – abgesehen von zwei
Autobahnraststätten. Um 14:15 waren wir in Kehl am Bahnhof, wo wir den
Straßburger Teil der Reisegruppe verabschiedeten, um 14:45 dann auch in
Offenburg.

Hier noch die Links zu den Filmen einzelner Gruppen:
Wald ohne Wiederkehr
Instagram-Fanseite Schiller – Goethe
La Résistance – Das Leben des Robert Dupont
Das doch nicht so perfekte Leben der Maria Pawlowna

Vielen Dank an:
-Die Klassik-Stiftung Weimar
-Unsere Lehrer
-Die Integration
-Den Busfahrer

verantwortlich für Text und Fotos: J. Schürer

Engagés Pour La Paix En Europe – 9ab (BZF) in Strasbourg im Parlament bei den Gedenkfeiern

Geschrieben von Ralf Buser am in Aktuelles, Archiv

Von Donnerstag, dem 08.11.2018, bis
Sonntag, dem 11.11.2018, nahm der bilinguale Zug der Klasse 9 des
Grimmelshausen-Gymnasiums an dem von der internationalen Organisation AFS
(American Field Service) organisierten Workshop „S’engager pour la paix en
Europe – Engaging for peace in Europe“ in Strasbourg mit über 173 SchülerInnen
aus 43 Ländern teil.

Untergebracht waren unsere 12 Schülerinnen und Schüler im Séminaire de Walbourg und in Familien bei Haguenau.

Für die freundliche Aufnahme unser
Schüler und Schülerinnen möchten wir uns ausdrücklich bei den Schülern, ihren
Familien und Lehrerinnen bedanken!

Zunächst stand am Freitag ein
Workshop zum Thema „Frieden“ im Europäischen Parlament auf dem Programm.
Begrüßt wurden wir von den Organisatoren, dem AFS, der im Ersten Weltkrieg
verwundete Soldaten von der Front mit ihren Ambulanzfahrzeugen in Krankenhäuser
gebracht hatte. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg reorganisierte sich der
AFS und vermittelt seither Schülerbegegnungen weltweit, um dem Friedenserhalt
zu dienen.

Ein erster Höhepunkt am Vormittag war die Begegnung der Jugendlichen mit der elsässischen Europaabgeordneten Frau Anne Sander. Sie zeigte den Schülern, dass die Europäische Union und die europäischen Institutionen für die Europäer da sind und dass alle das Ziel haben, das Leben der Europäer zu verbessern. Dazu seien auf europäischer Ebene aber immer Kompromisse nötig, da alle Mitgliedsstaaten unterschiedliche Interessen hätten. Dennoch, so ihr Appel, müssten wir tagtäglich für dieses Europa kämpfen, da es von Extremisten – links wie rechts – bedroht werde. Sie rief die Teilnehmer/innen zur aktiven Teilnahme an der Gestaltung Europas aber auch zu Mobilität innerhalb Europas auf. Hierbei verwies sie auf zahlreiche (europäische) Austauschprogramme, wie z.B auf das des AFS. Nur wenn man sich kenne, Kontakte in anderen Ländern habe, habe man eine effiziente Waffe gegen Krieg, so Frau Sander. Im Anschluss an ihre Rede gab es die Möglichkeit, Fragen an die Abgeordnete zu stellen, was rege genutzt wurde.

Im weiteren Verlauf wurden die Schülerinnen und Schüler bunt in Gruppen zusammengemischt, um sich durch verschiedene Aktivitäten kennen zu lernen. Gleichzeitig führten diese Aktivitäten schon in die Arbeitsphase am Nachmittag ein, indem die Schüler aber auch die Lehrer ihre Ideen zum Begriff „change-maker für den Frieden“ zusammentrugen. Am Nachmittag stand die Frage „was können wir tun, um die Welt etwas besser zu gestalten?“ im Mittelpunkt. Die Klasse 9 diskutierte diese Frage leidenschaftlich in einem Raum, in dem die Ausschüsse des Parlaments tagen. Am Ende sollte dann ein erster Plan allen Teilnehmern vorgestellt werden – und zwar in Form eines „Elevator-Pitch“: Alle Gruppen hatten zwischen 30 und 60 Sekunden Zeit, ihr Projekt für den Frieden auf kreative Art und Weise vorzustellen. Die Klasse 9 aus Offenburg möchte in Form eines Theaterstückes dem Thema „Sexismus“ in der Schule den Kampf ansagen.

Der Tag wurde abgerundet durch den
Besuch der US-amerikanischen Generalkonsulin, die die Ideen der Teilnehmer
würdigte und zu deren Umsetzung aufrief.

Bevor wir am Samstag zur
Gedenkveranstaltung auf den Hartmannsweilerkopf fuhren, diskutierten wir mit
unseren französischen Freunden aus Roanne bei Lyon und Walbourg weiter darüber,
wie man Frieden erhalten kann. Animiert wurde die spannende Diskussion von
einer AFS’lerin, die von ihren Erfahrungen berichtete. Die Gedenkveranstaltung
zum Ende des Ersten Weltkrieges am Hartmannsweilerkopf, die im Zeichen der
deutsch-französischen Aussöhnung stand, beeindruckte uns sehr. Besonders
rührend war die Tatsache, dass neben der französischen auch die deutsche
Nationalhymne gespielt wurde. Auf der Gedenkfeier wurden mahnende Worte des
französischen Präsidenten Emmanuel Macron vorgelesen. Eine Rednerin sprach
davon, dass sie, wie Adenauer auch, von den „Vereinigten Staaten von Europa“
träume. Die Präsidentin des Regierungsbezirks Freiburg warb ebenfalls dafür,
dass Deutsche und Franzosen ihre Zukunft gemeinsam in die Hand nehmen. Neben
offiziellen Reden lasen außerdem auch Grundschüler aus Frankreich Auszüge aus
Feldpostbriefen auf deutsch und französisch vor, die die Abscheulichkeit des
Krieges vor Augen führten. Die Schüler zeigten sich auch sehr betroffen von den
vielen tausend Kreuzen und Gräbern.

Am Abend stand ein großes Essen im Offiziersheim „Cercle Messe“ auf dem Programm, das uns sehr beeindruckte.

Am Sonntag gedachten wir abermals in Strasbourg – diesmal bei Sonnenschein – dem Ende des Ersten Weltkrieges. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns nach der Zeremonie von unseren neuen Freunden aus Frankreich und der ganzen Welt, vereinbarten aber, dass wir uns durch die Projekte noch einmal austauschen wollen und eventuell sogar grenzüberschreitend tätig sein möchten.

Text und Fotos: J. Schürer

Hier können Sie einen Schülerbericht zum Friedensprojekt lesen.

ARTE-Fernsehteam im Grimmels

Geschrieben von Ralf Buser am in Aktuelles, Archiv

Der deutsch-französische
Fernsehsender ARTE war erneut zum Drehtermin im Grimmelshausen-Gymnasium in
Offenburg.

Für die
Kinder-Nachrichtensendung Arte Junior –
Das Magazin
kam an diesem Dienstag ein Drehteam in die 6. Klasse des Grimmelshausen-Gymnasiums.
Das Thema der Fragestunde lautete
anlässlich des 100. Jahrestags des Ende des Ersten Weltkriegs am Sonntag „La
Première Guerre mondiale / Der Erste Weltkrieg“. Zwei Schulstunden lang haben
die Kinder an den Dreharbeiten mitgewirkt und neben vielen Fragen zum Thema auch
eigene Ideen beigesteuert. Trotz der anfänglichen Aufregung waren die
Schülerinnen und Schüler sehr konzentriert bei der Sache und durften erleben,
wie Fernsehaufnahmen in Wirklichkeit zustande kommen. So mussten viele Szenen
aus unterschiedlichen Gründen (Licht, Ton, Versprecher, Nebengeräusche)
mehrmals gedreht werden, aber die Kinder ließen sich dadurch nicht verunsichern
– im Gegenteil: Diese Erfahrung führte zu einer fast professionellen
Arbeitsatmosphäre, sodass die Redakteurin sehr zufrieden war. Für die Fragestunde besucht ARTE abwechselnd
eine deutsche und eine französische Schulklasse und auch die Fragen der
Sechstklässler des Grimmelshausen-Gymnasiums wurden auf Deutsch und auf
Französisch gestellt. Diese Erfahrung im Französisch-Unterricht dürfte den
Schülerinnen und Schülern (und auch der Fachlehrerin Frau Flämig) noch länger
im Gedächtnis bleiben.

Zu sehen: am Sonntag, den
11. November, um 8:50 Uhr auf ARTE sowie anschließend in der ARTE-Mediathek.

Dieses Projekt steht
beispielhaft für die hervorragende Arbeit des Grimmelshausen-Gymnasiums im Fach
Französisch, für die die Schule am 1. Oktober 2018 vom französischen Staat mit
dem LabelFrancÉducation ausgezeichnet wurde. Das LabelFrancÉducation, das seit
2012 existiert, erhalten öffentliche wie private Schulen mit bilingualen
Exzellenz-Zügen in französischer Sprache, die in besonderer Weise zur
Verbreitung der französischen Sprache und Kultur beitragen.

Text: S. Flämig

Marco Steffens besuchte die 10b am Grimmels

Geschrieben von Ralf Buser am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte

Einige Schüler der Klasse 10b des Grimmelshausen-Gymnasiums hatten Eigeninitiative ergriffen und den designierten Oberbürgermeister Marco Steffens als Interviewpartner in den Gemeinschaftskundeunterricht eingeladen, um durch seinen Besuch ihr GFS-Referat lebendig, zeitbezogen und konkret werden zu lassen. Dieser lobenswerte Mut wurde belohnt. Herr Steffens folgte der Einladung trotz eines vollen Terminkalenders gerne und erwies sich eine Schulstunde lang als interessanter, vielseitiger und offener Interviewpartner. Mit großem Enthusiasmus beantwortete er die Fragen der Schüler und Schülerinnen und brachte ihnen mit aktuellen Beispielen viele Themen der Kommunalpolitik näher. Besonders auch die Wichtigkeit des Engagements der Jugend in der Politik wurde von dem prominenten Besucher hervorgehoben, sei es bei Wahlen oder anderen Möglichkeiten, sich in das politische Geschehen einzubringen, wie z.B. bei Jugendforen. Das Gespräch verlief sehr interessant und kurzweilig, so dass die Schüler an diesem Tag zum ersten Mal das Klingeln am Ende der Schulstunde ganz gerne überhört hätten. Am Ende dieses außergewöhnlichen und motivierenden Unterrichts bedankte sich die Klasse bei Herrn Steffens für sein Kommen und sein Engagement.

Text und Foto: S. Herbert

Studienfahrt Lyon (BZF) vom 8.-12. Oktober 2018

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, BZF-Fahrten

Die Fahrt nach Lyon beginnt frühmorgens am Kreisschulzentrum. Es ist noch dunkel als wir in den Bus steigen. Während die Sonne allmählich aufgeht, fahren wir, zunächst noch ziemlich müde, in Richtung Straßburg. Als die französische Gruppe zusteigt, ist es mit der Stille vorbei. Die Klasse unserer Partnerschule St. Étienne ist dreimal so groß wie unsere bilinguale Gruppe und bereits nach kurzer Zeit nimmt der Lautstärkepegel stark zu.

Der
erste Halt ist gegen Mittag schließlich das ehemalige Hôtel-Dieu in Beaune, ein
mittelalterliches Krankenhaus, in dem Arme und Kranke von 1443 bis weit ins 20.
Jahrhundert hinein Unterkunft und Pflege fanden. Auf der Anlage finden mehrere
Vorträge statt, die zuvor in Gruppen vorbereitet worden waren. Nach unserer Weiterfahrt
nach Lyon werfen wir dort gegen Abend von Fourvière aus einen ersten Blick über
die Stadt.

Der
Dienstag steht zunächst ganz im Zeichen der römischen Kultur, als wir das
gallo-römische Museum in Saint-Romain-en-Gal besuchen, das zugleich auch
Ausgrabungsstätte ist. Dort sind hauptsächlich Mosaike ausgestellt, durch die
man viel über das damalige Leben in den römischen Provinzen erfahren kann.

Nach einer Mittagspause in der Altstadt von Vienne kehren wir zurück in die Innenstadt Lyons, um dort die weltberühmten Traboules zu besichtigen. Bei ihnen handelt es sich um besondere Passagen, die den unbeobachteten Durchgang zwischen mehreren Häusern ermöglichen. Neben der wichtigen Rolle, die sie beim Widerstand der Bürger Lyons im zweiten Weltkrieg spielten, dienten sie auch im 19. Jahrhundert während des Aufstands der Seidenweber als Versteck und Fluchtweg. Anschließend steht ein Besuch des antiken Theaters von Lyon an, das wir mithilfe der sogenannten ficelle („Bindfaden“) erreichen, einer von zwei heute noch in Betrieb befindlichen Stadtseilbahnen.

Der Mittwoch beginnt zunächst mit zwei Ateliers; eines davon ein Monopoly-Spiel mit angepassten Regeln, das zweite bestehend aus einigen Sketchen, die wir in Gruppen einstudieren. Nach dem Mittagessen geht es weiter in das moderne Viertel „La Confluence“, am Zusammenfluss der Flüsse Rhône und Saône. Dort besichtigen wir nicht nur die beiden auffälligen Bürowürfel in Grün und Orange, sondern auch das naturwissenschaftliche „Musée des Confluences“.

Der
letzte Tag in Lyon beginnt für uns in Croux Rousse, dem ehemaligen Weberviertel.
Dort erwarten uns zunächst zwei Vorträge über das Leben und die Geschichte der
Seidenweber. Dabei erfahren wir nicht nur eine Menge über die Funktion eines
Webstuhls, sondern auch über die Aufstände und das Leben der Arbeiter in den
Manufakturen.

Am
Nachmittag besuchen wir ein Museum, das sich auf Stoff- und Tuchdruck
spezialisiert hat. Dort bedrucken wir auch mithilfe von selbstgebastelten
Schablonen unsere eigenen  T-Shirts.

Am Freitag geht es direkt nach Straßburg zurück, wo uns der Abschied von den Schülern unserer Partnerschule nach dieser ereignisreichen Woche schwerfällt. Aber es ist ja kein endgültiger, denn spätestens im nächsten Jahr in Weimar sehen wir uns wieder.

Text: J. Forster

Fotos: J. Forster und A. Tennstedt

Amtseinführung von Frau Self-Prédhumeau am Montag, den 10. September 2018

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte, Schulleitung

Am Montag, dem ersten Schultag des neuen Schuljahres, besuchte Frau Bengel, stellvertretende leitende Regierungsschuldirektorin am Regierungspräsidium Freiburg, das Grimmelshausen-Gymnasium in Offenburg in offizieller Mission, um die Amtseinführung der neuen Schulleiterin Frau Self-Prédhumeau im Rahmen der ersten Gesamtlehrerkonferenz des Schuljahres vorzunehmen.

Frau Bengel, die dem Grimmels als ehemalige Kollegin persönlich verbunden ist, fand die passenden Worte, indem sie ausgehend von Werdegang und Karriereschwerpunkten Frau Self-Prédhumeaus die Querverbindungen zum Grimmelshausen-Gymnasium mit seinem Profil und seiner Tradition zog. Aus institutioneller Sicht, so Bengel, sei Frau Self-Prédhumeau eine „Grenzgängerin“, die nun – als erste Schulleiterin in der Geschichte des Grimmels – in ihrer Funktion „Grenzen erkennen“ und „Grenzen setzen“  müsse, diese aber auch „zu überwinden“  habe. So verwies Frau Bengel auf Parallelen zwischen den biographischen Eckdaten der neuen Schulleiterin und der Biographie des Vorgängers, Herrn Kopriwa, wie etwa die enge Verbundenheit zu Frankreich, das dauerhafte Bestreben, die innovative Arbeit in der Schulentwicklung fortzuführen und eben die Bereitschaft und Fähigkeit Grenzen zu überwinden. Die dafür notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse habe sich Frau Self-Prédhumeau bei ihren zahlreichen und vielfältigen Tätigkeiten in Schule, Didaktik und Pädagogik im In- und Ausland angeeignet und unter Beweis gestellt. Hierbei bezog sich Frau Bengel insbesondere auf die Fähigkeiten Frau Self-Prédhumeaus in Schulmanagement und  Schulentwicklung. So habe sie mit der deutschen Schule Toulouse, deren Leitung sie in schwieriger Lage übernommen habe, das Gütesiegel einer exzellenten Auslandsschule erlangt. Damit seien, mit dem nun vollständigen neuen Schulleitungsteam und der bisher erfolgreichen Arbeit des Kollegiums, die Voraussetzungen für Kontinuität und Entwicklung in der Schulleitungsarbeit gegeben. Als „Glücksbringer“ überreichte Frau Bengel eine Wölfin – unter Bezugnahme zur kapitolinischen Wölfin der Sage, durch welche die Tradition des Grimmels als „Lateinschule“ gleichermaßen verkörpert sei wie die Aufgabe der Fürsorge. Da sich diese auf zwei Kinder gerichtet habe, sei hier auch die Vielfalt aus dem Leitbild des Grimmelshausen-Gymnasiums repräsentiert, sowie im Fortgang der Geschichte die Entstehung und Verantwortung für eine ganze Stadt. Gleichsam mit einem Augenzwinkern erfolgte noch der Hinweis, dass dieser Wölfin auch die Kompetenz der Schlichtung zukommen müsse, damit sich der Ausgang der Sage zwischen den Brüdern Romulus und Remus nicht wiederhole.

Frau Self-Prédhumeau bedankte sich für den Besuch und die freundlichen Worte und zeigte sich – bestärkt durch die offene Aufnahme durch das Kollegium – zuversichtlich für eine erfolgreiche Arbeit über die kommenden Jahre.

Text: F. Haag

  

Fotos: C. Haist