Das Schulleben am Grimmels

Schüleraustausch mit Olsztyn oder: Grimmelsschüler erleben das polnische Bauchgefühl

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Austausch Olsztyn, Fahrten und Exkursionen, Presseberichte

Dass es sich in Polen gut leben lässt, war den elf Schülerinnen und Schülern vom Grimmelshausen-Gymnasium eigentlich vor dem Austausch schon klar. Doch beim diesjährigen Schüleraustausch entstand bei besonders vielen Gelegenheiten ein wohliges Gefühl im Bauch: beim herzlichen Empfang durch die Gastfamilien und die Schule, beim Verzehr der leckeren ermländischen und masurischen Spezialitäten auf familienübergreifenden Grill-Partys, beim gemeinsamen Lagerfeuer oder dem großen Abschlussessen.

Vor allem der Vergleich ermländisch-masurischer und badischer Spezialitäten stellte in diesem Jahr das Projektthema dar und zog sich wie ein roter Faden durch die gemeinsamen Tage. So begann ein Tag damit, dass die polnischen Schülerinnen und Schüler die Gäste vom Grimmels bekochten und endete mit einem üppigen „Gelage“ in einem traditionellen ermländischen Restaurant. Dazwischen erstellten die Schüler ein gemeinsames Kochbuch mit jeweils lokalen Spezialitäten. Die badischen Spezialitäten dürfen dann nach den Pfingstferien beim Gegenbesuch getestet und genossen werden.

Die Ausflüge ließen nicht nur die beeindruckende Weite der ermländisch-masurischen Landschaft erfahren, die in der frühsommerlichen Sonne ihre starke Wirkung entfaltete. Auch geschichtliche Zusammenhänge wurden bei Führungen in Danzig oder an den gewaltigen Festungskathedralen der uns eher fremden Backsteingotik des Deutsch-Herrenordens in Malbork und Frombork an der Frischen Nehrung hergestellt.

Es waren wunderschöne und sonnige Tage mit einem spannenden Programm in unserer Partnerstadt Allenstein/Olsztyn. Sowohl Schüler als auch Begleitlehrer auf beiden Seiten freuen sich immer wieder über den seit Jahren bestehenden Schüleraustausch und den unkomplizierten und herzlichen Umgang miteinander.

Die großartige und großzügige Unterstützung durch die Georg-und-Maria-Dietrich-Stiftung und die Stadt Offenburg komplettiert das wohlige polnische Bauchgefühl dieses jährlichen Austausches.

Text: B. Schindler und L. Rosenkranz

 

Bilder: Teilnehmer Polenfahrt

Nahtloser Wechsel in der Schulleitung des Grimmelshausen-Gymnasiums zum Schulhalbjahr

Geschrieben von admin am in Aktuelles, Archiv

Marianne Jöllenbeck verlässt das Grimmelshausen-Gymnasium. Neuer stellvertretender Schulleiter wird Christian Haist.

Marianne Jöllenbeck, die stellvertretende Schulleiterin des Grimmelshausen-Gymnasiums, verlässt auf eigenen Wunsch nach 17 Jahren das Grimmels und wechselt nach Freiburg, ihren Wohnort, ans Wentzinger-Gymnasium. Auch dort nimmt sie die Stelle der stellvertretenden Schulleiterin ein, aber an einer Schule, die doppelt so groß wie das Grimmels ist. Neue und andere Aufgaben hat sie dort bereits seit dem 1. Februar in Angriff genommen.

Marianne Jöllenbeck wurde mit zahlreichen Abschiedsgeschenken bedacht.

Marianne Jöllenbeck hat dem Grimmelshausen-Gymnasium mit viel Engagement und Herzblut ihren Stempel aufgedrückt. Sie wurde allseits geschätzt. Zweifelsohne hat auch die Schule sie selbst geprägt: Marianne Jöllenbeck trat ihre erste Stelle hier als Mathematik- und Französisch-Lehrerin im Schuljahr 2001/2002 an. Bereits im Folgejahr wurde sie von den Schülern zur Verbindungslehrerin gewählt, später hatte sie das Amt der Präventionsbeauftragten inne, ehe sie bis heute als kompetente Oberstufenberaterin die Kursschüler und Abiturienten unter ihre Fittiche nahm und sie organisatorisch sicher zum Abitur führte. Seit 2012 war sie als stellvertretende Schulleiterin tätig.

 

Ein Spalier aus Zeichenutensilien aus dem Mathematikunterricht geleitete Marianne Joellenbeck zum Rednerpult.

Dass die Schulgemeinde des Grimmelshausen-Gymnasiums die quirlige und liebenswerte Person nicht gerne ziehen lässt, wurde beim stimmungsvollen Abschiedsfest des Lehrerkollegiums am vergangenen Freitag deutlich. Die siebzehn Jahre, die sie an der Schule verbracht hat, waren das Thema zahlreicher Beiträge. Eine gewisse Wehmut war vielfach zu spüren, auch beim Hofabschied gemeinsam mit den Schülern am darauffolgenden Montag.

 

Dennoch, es geht weiter! Es gibt keine Vakanz bei der Stelle der stellvertretenden Schulleitung: Noch während der Abschiedsfeierlichkeiten gab Schulleiter Dieter Kopriwa die Neuigkeit bekannt, die mit großem Applaus begrüßt wurde: Neuer Stellvertreter wird Christian Haist. Der vorgesetzten Behörde, dem Regierungspräsidium Freiburg, gebührt hierbei ein großes Lob, dass sie für einen nahtlosen Übergang sorgen konnte.

Schlüsselübergabe an Herrn Christian Haist.

Der 44-jährige Christian Haist unterrichtet die Fächer Englisch, Sport und Geographie und ist seit dem Schuljahr 2015/2016 am Grimmelshausen-Gymnasium. Zuvor unterrichtete er 12 Jahre am Markgrafen-Gymnasium in Karlsruhe-Durlach, seiner ersten Stelle. Doch den gebürtigen Zell-Weierbacher zog es samt Familie wieder in die Heimat und so wurde er auf eigenen Wunsch nach Offenburg versetzt. Dass er gerade am Grimmels gelandet ist, war eher Zufall. Denn Christian Haist hat 1993 am Grimmelshausen-Gymnasium selbst Abitur gemacht, ist also ein „Ehemaliger“. Einen Teil seines Referendariats legte er ebenfalls am Grimmels ab, er kennt also die Schule, ihr Umfeld und die örtlichen Verhältnisse sehr gut. So ist er im Schulleitungsteam Garant für Kontinuität, kennt und schätzt die Vorzüge des Grimmels, ist gut vernetzt und kann den Bedarf und die Möglichkeiten von Veränderungen beurteilen.

Damit sind die Grundlagen für eine erfolgreiche nächste Runde im „Staffellauf“ gelegt und die gesamte Schulgemeinschaft kann sich über den gelungenen Stabwechsel freuen und mit großem Optimismus in die Zukunft schauen.

Text: R. Schmidt
Bilder: C. Haist, L. Rosenkranz, M. Schnirch

Deutsch-französischer Theaterparcours in Straßburg

Geschrieben von admin am in Archiv, BZF-Fahrten, Fahrten und Exkursionen

Seit Oktober nimmt unser Französischkurs der Klassenstufe 10 an einem Theaterprojekt des Maillon-Theaters in Straßburg teil. Mit unserer Partnerklasse vom Lycée Marcel Rudloff in Straßburg schauen wir uns insgesamt vier Theaterstücke an. Die ersten beiden Theaterstücke haben wir nun schon gesehen. Im Vorfeld zu jedem Stück gibt es einen Workshop.

Am 5. Oktober trafen wir uns zum ersten Mal mit unserer französischen Partnerklasse und schauten uns das Maillon-Theater in Straßburg an. Wir verbrachten den Nachmittag damit, uns besser kennenzulernen, was uns dank eines Speed-Dating bestens gelang.

Der erste gemeinsame Workshop fand dann am 15. Dezember am „Grimmels“ statt. Zwei Akteure des Stückes „Rare Birds“, das wir sehen sollten, bereiteten uns auf das Stück vor. Während des Nachmittags wurden wir mit verschiedenen Zirkusfiguren vertraut gemacht und die beiden Akteure erklärten uns, was sie eigentlich machen.

Am 18. Dezember schauten wir uns schließlich das Zirkus-Stück „Rare Birds“ an. Die Darsteller wollten mit ihrem Stück die Entwicklung der Evolution ausdrücken, was sie mit Hilfe vieler unterschiedlicher Fortbewegungsarten darstellten. Nach dem Theaterstück hatten wir die Möglichkeit, uns mit den Darstellern zu unterhalten. Wir nutzten diese und konnten unsere eigenen Atelier-Erfahrungen mit den Eindrücken des Zirkusstückes vergleichen.

Pink for girls and blue for boys

Am 12. Januar schauten wir uns das zweite Stück, „Pink for girls and blue for boys“, an. In diesem Stück ging es um Klischees, mit denen Mädchen und Jungen in unserer heutigen Gesellschaft konfrontiert werden. Nach diesem Stück hatten wir ebenfalls die Möglichkeit, uns mit den Tänzern, die sich aus ganz Europa zusammengefunden hatten, zu unterhalten. Auch auf dieses Stück waren wir vorbereitet worden, allerdings fand diese Vorbereitung ohne unsere Partnerklasse statt.

Wir sind schon sehr gespannt auf die folgenden zwei Stücke.

Text: Undine Gloski und Sofia Serrer | Fotos: Jörg Schürer

„Es Weimar einmal…“

Geschrieben von admin am in Aktuelles, Archiv, BZF-Fahrten

Mit großer Vorfreude auf das Wiedersehen mit ihren französischen Freunden der letztjährigen Fahrt nach Lyon, stiegen die acht Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums am Sonntag um 6 Uhr morgens in den Bus nach Weimar, wo sie die in Straßburg zugestiegenen Austauschschüler/innen begrüßten.
Nun konnten wir die sechsstündige Reise nach Weimar, der Hauptstadt der deutschen Literatur, wie wir sie nach unserem Besuch genannt haben, antreten. Mit an Bord waren keine ausgeschlafenen Schüler, denn die frühen Morgenstunden nutzten wir alle, um unseren Schlaf fortzusetzen und Energie für den restlichen Tag zu tanken. Da wir noch einige Ausflüge vor uns hatten, war dies eine ruhige, fast stille Fahrt.

COLLÈGE EPISCOPAL SAINT-ETIENNE STRAßBURG UND
GRIMMELSHAUSEN-GYMNASIUM OFFENBURG
Die Kooperation der Klassik Stiftung Weimar mit dem Straßburger Collège und dem Offenburger Grimmelshausen-Gymnasium besteht seit 2013. Im Rahmen des Bildungsprojektes Weimarpedia wird hier modellhaft erprobt, wie die Zusammenarbeit von zwei Partnerschulen durch eine jährliche Projektwoche in Weimar intensiviert und dabei zugleich der interkulturelle Austausch verbessert werden kann. Die zwischen beiden Schulen bestehende Partnerschaft wird hierbei weiterentwickelt und profiliert.Weitere Informationen zu unserem Projekt finden sich unter: weimarpedia.de

Unser erstes Ziel war die bekannte Wartburg in Eisenach. An der Burg angekommen, zog der Ausblick über die Landschaft das Interesse aller Schüler auf sich. Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren wir alle aus unserem Schlaf erwacht. Nach einer interessanten Führung setzten wir die Reise zu den nächsten Zwischenstopps, dem Schiller-Museum und dem Luther-Haus, fort.
Einige entschieden sich für den Besuch des Schiller-Museums und andere für das Luther-Haus. Die Gruppe, die das Schiller-Museum besuchte, durfte ein musikalisches Vorspiel auf von Schiller persönlich benutzten Musikinstrumenten genießen.

Je näher wir unserer Herberge kamen, desto größer wurde die Spannung. Die Zimmer waren ordentlich und bequem eingerichtet. Die Jugendherberge bot uns ein Fußballfeld, eine Tischtennisplatte und einen Basketballkorb. In den freien Stunden hatten wir Spaß daran, uns mit unseren französischen Freunden zu messen oder gemeinsam zu spielen. Auch innerhalb der Herberge sorgten Gesellschaftsspiele ständig für eine gute und ausgelassene Stimmung, so dass es uns nie langweilig wurde.

Die ersten zwei Tage verbrachten wir damit, verschiedene Museen in und um Weimar zu besuchen. So stand auch ein Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald auf dem Programm. Tief betroffen hatte der Besuch einen erschütterten Eindruck hinterlassen. Der Abend an diesem Tag verlief ruhig, da jeder noch ein bisschen in sich gekehrt war.

Der nächste Tag begann wieder mit Schwung und Motivation. Am meisten freuten wir uns aber auf das eigentliche Projekt, das bevorstand: wir sollten einen eigenen Film über Weimar drehen. Es standen drei Themen zur Auswahl: Aufklärung, Klassik und Nationalsozialismus. Jeder einzelne Schüler steckte all seine Mühe und Leidenschaft in das kreative Projekt, um ein außergewöhnliches Ergebnis zu erzielen. Unter den vier- bis sechsköpfigen deutsch-französischen Schülergruppen herrschte ein kleiner Konkurrenzkampf um die beste Verfilmung. Drei Tage lang arbeiteten wir mit Fleiß an den Projekten. Dabei wurden wir unterstützt von Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei. Wir konnten ebenfalls Museen sowie Einrichtungen der Stadt, zum Beispiel das Goethehaus, kostenlos besuchen. Außerdem wurde uns auch das gesamte Equipment (Kostüme, iPads etc.) gestellt, das wir für unsere Arbeit benötigten.

Am Donnerstagnachmittag war es so weit: Alle Gruppen waren rechtzeitig fertig und konnten kaum die Vorstellung der Ergebnisse im Studienzentrum erwarten. Alle Filme wurden nacheinander präsentiert. Alle Gruppenmitglieder waren damit einverstanden, die Filme auf die Homepage der Stiftung zu stellen:

Es war die Gelegenheit für uns, etwas komplett Eigenes, ohne Lehrer oder Begleiter, zu gestalten.

Die Informationen, die wir über Goethe und Schiller gewonnen haben, ermöglichten uns sogar einen Vorteil im Deutschunterricht gegenüber den anderen Schülern zu erzielen, denn wir wurden bestens über das Leben der beiden Dichter informiert. Wir hatten sämtliche Häuser, Museen und eine Theateraufführung zu den beiden besucht. Wir konnten somit alle unser Wissen über die Stadt Weimar, ihre Geschichte und die Dichter erweitern.

Am letzten Abend vor der Abreise versammelten wir uns alle um ein Lagerfeuer herum und sangen gemeinsam französische und deutsche Lieder. Unser Gesang wurde begleitet von einer Saint-Étienne Schülerin und unserer Französischlehrerin, Frau Dr. Tennstedt. Danach ging es noch stimmungsvoll im Partyraum weiter. Lehrer und Schüler tanzten gemeinsam zu aktuellen Songs aus den Charts.

Am Freitag, nach dem Frühstück, war die Zeit gekommen, die Heimreise anzutreten. Doch bevor wir uns von unseren Partnerschülern verabschieden mussten, einigten wir uns noch auf ein Nachtreffen, damit der Kontakt zwischen uns aufrechterhalten wird.

Wir haben in dieser Woche viel voneinander gelernt – sprachlich wie menschlich. Diese Studienfahrt war für uns alle ein sehr schönes Erlebnis, welches wir nur weiterempfehlen können.

Text: Jean Louis Leussi | Bilder: Rachelle Quassivi

Höret, die Stille, die Musik, die Weihnachtsgeschichte!

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Chor und Orchester

Schüler und Lehrer des Grimmelshausen-Gymnasiums stimmen die Zuhörer auf Weihnachten ein

 

 

Am Dienstagabend (12.12.) fand in der evangelischen Stadtkirche Offenburg das diesjährige Weihnachtskonzert des Grimmelshausen-Gymnasiums statt. Eröffnet wurde das Konzert von Chor und Orchester der Unterstufe mit einer kleinen Weihnachts-Kantate. Die jungen Sänger und Instrumentalisten musizierten fein aufeinander abgestimmt schlichte und schöne Melodien der Weihnachtsgeschichte, die von den Sprecherinnen Rahel Lurk und Leonie Harter vorgetragen wurden. Einen musikalischen Kontrast setzte die Big-Band der Unterstufe mit “No ‘L‘ in Swing“, “Winter Wonderland“ und “Sleigh Ride“. Passend ergänzt wurden diese Weihnachtshits durch die Musikkurse der Jahrgangsstufe mit “Zu Bethlehem überm Stall“ und “Hear me Prayin‘, Lord“. Sehr stimmungsvoll wurde es danach mit dem Orchester der Mittel- und Oberstufe, das erst die “Air“ von J.S. Bach interpretierte und dann mit “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in winterliche Träumerei entführte. Einfühlsam und präzise führte Angela Bruder-May das Orchester und den Solisten Jakob Roloff, der mit Souveränität und schönem Ton in Vivaldis Violinkonzert (G-Dur) überzeugte. Fein ausgearbeitet und mit klaren Stimmen bot der Chor der Mittel- und Oberstufe “Shine your Light“ dar, das rhythmisch geprägte “Gloria“ von Gunnar Petersson und sehr schwungvoll “Macht die Tore auf“. Die Chorleiterin Birgit Rombach verband die jungen Stimmen zu einem wunderbar harmonischen Klang mit dem Lehrerchor im modernen Magnificat “Mit dir, Maria, singen wir“. Die Zuhörer konnten in das Geheimnis um Weihnachten hinein lauschen, als der Lehrerchor in der Chormeditation “O du stille Zeit“ einen Klangteppich ausbreitete für die glockenreinen Stimmen der Solistinnen Jana Forster, Annabelle Koshman und Sarah Engelhardt. Mit den Adventsliedern “Es ist ein Ros entsprungen“ und “Maria durch ein Dornwald ging“ setzte der Lehrerchor einen traditionellen Akzent. Locker und fast schon in Partylaune endete das Konzert durch die Big Band der Mittel- und Oberstufe. Unter der Leitung von Teresa Grebenstein und Dorothea Plehn erklangen “Rest ye merry samba”, “Caribbean Christmas” und “Feliz Navidad” mit viel Spielfreude und sattem Big Band Sound. Der Applaus für alle Beteiligten war mehr als verdient. Nach dem gemeinsamen Lied “Hört der Engel helle Lieder” konnten alle Besucher etwas weihnachtliche Vorfreude mit nach Hause nehmen.

 

Text: B. Rombach

 

 

Fotos: L. Mainzer und C. Haist

 

SMV-Planungstage in Bergach

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, SMV

Zu den jährlichen SMV-Planungstagen trafen sich dieses Jahr vom 9. bis 11. Oktober wieder die Klassen- und Kurssprecher/innen im Baden-Powell Haus in Bergach. Gemeinsam planten wir dort die SMV-Aktionen für das kommende Schuljahr 2017/18. Begleitet wurden wir von der Verbindungslehrerin Frau S. Bergmann und von Herrn Buser, welcher Herrn Rosenkranz vertrat.

Nach Ankunft und gegenseitigem Kennenlernen begann eine Brainstorming-Phase: jeder war eingeladen, Vorschläge für ein ideales Grimmels zu machen. Dabei war es zunächst egal, ob diese von der SMV realisierbar wären oder nicht. Konkrete Ideen sammelten wir dann auf einem großen Plakat.

Der zweite Tag wurde durch das Weck-Kommando mit klirrendem Geschirr und lauten Geräuschen von Küchengeräten eingeleitet. So fand sich dann auch die etwa 40-köpfige Gruppe von  Klassen- und Kurssprecher/innen zu einem gemeinsamen Morgenimpuls und zum anschließenden Frühstück ein. Anhand des am Vortag gefertigten Plakats teilten wir uns schließlich in Gruppen ein, die für die jeweiligen Tätigkeiten verantwortlich sind: eine AG- und Turniere-Gruppe, eine “Sending“-Gruppe, eine Gruppe für Spendenaktionen und eine Gruppe zur Verschönerung des Schulgeländes. Wir arbeiteten unsere teils noch sehr vage formulierten Ideen in konkretere Pläne aus. Am frühen Nachmittag standen dann die Wahlen der SMV-Vertreter in diesem Schuljahr an. Als Schülersprecherin wurde Anna Vitiello (10b) gewählt, Beigeordnete wurden Jakob Roloff (12), Alexander Rummel (9a), Eva-Maria Hranovski (12), Melina Egg (12), Felicia Engert (10a), Vincent Albert (11) und Clemens Völker (10b). Am Abend fertigten wir in Vorbereitung auf die Vorstellung für unseren Schulleiter in den jeweiligen Gruppen Plakate an.

Am dritten Tag erwarteten wir Herrn Kopriwa. Wir stellten unserem Schulleiter die neu gewählten Schülersprecher vor und präsentierten unsere Ergebnisse zur Planung für das neue Schuljahr. Danach nahm er am gemeinsamen Mittagessen, diesmal zubereitet vor allem durch Schüler/innen der Stufe 10 und 11, teil. Gut gelaunt und für das neue Schuljahr gerüstet fuhren wir dann nach dem Aufräumen nach Hause.

Wir freuen uns auf das Schuljahr und die Umsetzung unserer Projekte und hoffen, dass die Aktionen abwechslungsreich sein werden. Auf Unterstützung oder Ideen aller Schüler/innen freuen wir uns natürlich jederzeit.

 

Text: M. Teufel für die SMV

 

 

Bild: R. Buser

Austausch Lons-le-Saunier 2018

Geschrieben von admin am in Archiv, Austausch Lons

Möchtest du …

… unsere Partnerstadt und eine wunderschöne Region Frankreichs entdecken?

… nette Leute kennenlernen?

… tolle Ausflüge machen?

… eine französische Schule besuchen?

… deine Sprachkenntnisse verbessern?

Dann melde dich bis zum 01.12.2017 an beim Frankreich-Austausch!

Wann :
03.04. – 13.04.2018 in Lons-le-Saunier
11.07. – 24.07.2018 in Offenburg

Bei Fragen wende dich bitte an den Ansprechpartner / die Ansprechpartnerin deiner Schule (s. Infoblatt). Schülerinnen und Schüler des Grimmels wenden sich an Frau Clemen unter der Mailadresse franziska.clemen@grimmelshausen-gymnasium.de .

 

Weitere Informationen und Anmeldungsunterlagen:

A très bientôt!

Elterninitiative „Gesundes Frühstück“ spendet Verkaufserlös

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Eltern

Jeden Donnerstag freuen sich Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer auf ein gesundes Frühstück in der Pause. Möglich macht das ein Kreis engagierter Eltern, die sich treffen, um eigenhändig Obst zu schnippeln, Müsli anzurichten und Brötchen zu belegen. Dabei wird nicht nur darauf geachtet, dass die Zutaten frisch und gesund sind, das Angebot ist vor allem sehr abwechslungsreich und lecker. Kein Wunder also, dass der Zuspruch außerordentlich hoch ist.

Aber damit nicht genug, der Erlös aus dem Verkauf fließt an die Schule zurück. So spendete die Elterninitiative „Gesundes Frühstück“ am Donnerstag, den 28.09.2017, den Verkaufserlös des letzten Schuljahres. Ein Teil geht an die Fachschaft Musik, um die Arbeit in Chor, Orchester und Big Band zu unterstützen, ein Teil fließt in die Theaterarbeit, die SMV wird unterstützt und die Abiturienten erhalten einen Zuschuss zu ihrer Studienfahrt. Für die finanzielle Unterstützung und für die Zeit und das Engagement, das diese Eltern für die Schulgemeinschaft aufbringen, ein ganz herzliches Dankeschön!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: B. Rombach, Bilder: C. Haist

Fahrradexkursion „Menschliche Eingriffe am Oberrhein“ der Geographiekurse

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Fahrten und Exkursionen

Wir schreiben das Jahr 2017, um genau zu sein den 14. Juli, um 7:40 Uhr. Langsam trudelt Schüler für Schüler der Jahrgangsstufe 1 auf dem Schulhof des Grimmelshausen-Gymnasiums ein. Jeder Schüler führt ein, für die geplante Exkursion notwendiges, verkehrstaugliches (!!!) Fahrrad und einen obligatorischen Helm(ut) mit sich, zu dessen Tragen jeder verpflichtet wurde. Sogar ein Tandem taucht auf dem Schulhof auf. Während des Wartens werden teils peinlich berührte Blicke ausgetauscht und die Spannung über das bevorstehende Ereignis wächst, ebenso die Sorge um das persönliche Aussehen. Doch die Lösung ward gefunden (zumindest für die weiblichen Teilnehmer): die Bezopfung beginnt. Die Herren der Schöpfung geben die Hoffnung auf ein ansehnliches Aussehen auf. Nach Überprüfung der Anwesenheit werden die Schüler durch die zwei Lehrkräfte Herrn Haist und Herrn Schnirch über die bevorstehende Route und das anzufertigende Protokoll instruiert. Zusätzlich führen anschauliche und an Stewardessen erinnernde Bewegungen Herrn Schnirchs zu einem besseren Verständnis vom Tragen eines Helms.

Die Stimmung unter den Schülern ist zu diesem Zeitpunkt auf einer Skala von 1-10 bei einer stabilen 5 angesiedelt.

 

Nach 400m erfolgt schon der erste Stopp am Mühlbach in der Nähe des Zwingerparks. Die Fahrräder werden abgestellt und die Fragezeichen auf den Gesichtern der Schüler sind nicht zu übersehen. Sollen wir die Räder abschließen? Lohnt es sich, den Helm abzuziehen oder fahren wir gleich wieder weiter? Jeder geht mit dem Problem anders um und letztendlich versammeln wir uns um unsere „Routenplaner“, bereit, die ersten Informationen aufzunehmen und mitzuschreiben. An dieser Stelle erfahren wir einiges über die erste Industrieachse entlang des Mühlbachs, die als ehemalige Spinnerei gerade eine Konversion zum Wohnungsbau erfährt, und die geographischen Gegebenheiten Offenburgs, zum Beispiel, dass der mittelalterliche Stadtkern durch die natürliche Aufschwemmung von Sedimenten der Kinzig höher liegt als das Gebiet westlich des Mühlbachs (vgl. „Stadtbuckel“).

Am Mühlbach – Foto: E.-M. Hranovski, J. Zweier

Als alle wieder im Sattel sitzen, fahren wir beim E-Werk vorbei auf den Kinzigdamm in Richtung Bühl. Unterwegs fängt es plötzlich an zu regnen und wir strampeln uns ab, um zum nächsten Zwischenstopp am Mühlbachufer bei Bühl zu gelangen. Hier wird der Mühlbach, der ein menschlich geprägter Kanal ist, durch ein Wehr reguliert. An dieser Stelle wurden auch Renaturierungsmaßnahmen mit dem Ziel vorgenommen, verschiedene Tiere und Pflanzen wieder anzusiedeln. Und es wirkt: in der Umgebung sind schon Eisvögel gesichtet worden. Wir versuchen die Informationen zu notieren, was sich als schwierig herausstellt, da es immer noch regnet und unsere Unterlagen nass werden.

Die Stimmung ist zu diesem Zeitpunkt auf einer Skala von 1-10 bei einer ernüchternden 3 einzuordnen, da der Regen auch die Motivation der Schüler wegspült.

 

Bei einer kleinen Fahrradraststation in Griesheim angelangt, stellen sich alle unter, um dem stärker einsetzenden Regen zu entfliehen und sich kurz auszuruhen. Da wird es bei der 3m² großen überdachten Fläche sehr schnell sehr gemütlich. Genau dort findet eine doppelte Fütterung statt: zunächst mit dem Proviant, den viele schon auspacken; aber auch mit interessanten Fakten über die Bedeutung der Ortsnamensendungen in dieser Umgebung. So steht die Endung –hurst (Hesselhurst, Hohnhurst) für Ortsgründungen im Bruchwald sumpfiger Niederungen. Die Herkunft der Endung –ried (Neuried, Nesselried) lässt sich daher ableiten, dass vor der Besiedlung des Gebiets zunächst ein Stück Wald gerodet werden musste. Beide Endungen deuten auf die Rode- und Ausbauzeit von Siedlungen ab dem 8. Jahrhundert hin, während –ingen und –heim Orte älter sind und der alemannischen bzw. fränkischen Landnahme des 4. bis 6. Jahrhunderts zugeordnet werden können.

 

In Hesselhurst angekommen, hat es zwar zu regnen aufgehört, doch werden die Schüler über ihre Kenntnisse rund um den Tabak ausgefragt, denn dieser ist eine der Pflanzen, die als Sonderkultur hier am Oberrhein angebaut wird. Das Klima und der Boden sind hier optimal. Auch wenn der Tabakanbau stark zurückgegangen ist, gibt es bis heute noch viele Tabakschober, in denen die Pflanzen nach der Ernte zum Trocknen aufgehängt wurden. Ein ehemaliger Tabakschopf, der mittlerweile zum modernen Wohnhaus umfunktioniert wurde, steht direkt am Ortseingang von Hesselhurst.

Exkursionisten am Hesselhurster Baggersee – Foto: C. Haist

Weiter geht es zur Kittersburger Mühle. Dieser Weg stellt sich als ein langer und beschwerlicher heraus.

Die Stimmung ist zu diesem Zeitpunkt auf einer Skala von 1-10 irgendwo im negativen Bereich zu suchen.

 

Auf einem Feld bei Goldscheuer sehen wir Tabak- sowie Spargelpflanzen. Engagiert springt Herr Haist ins Feld, um uns wissbegierigen Schülern auf anschauliche Art und Weise in die Kunst des Spargelstechens einzuweihen. Weitere Sonderkulturen am Oberrhein werden hier tiefergehend behandelt. Während der Ausführungen der Lehrkräfte kann man immer mehr Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke dringen sehen. Mit dem Wetter hellt sich auch die Stimmung und die Motivation der Exkursionsteilnehmer deutlich auf.

Die Stimmung ist zu diesem Zeitpunkt auf einer Skala von 1-10 bei einer strahlenden 6 einzuordnen.

 

11:23 Uhr: Die Jahrgangsstufe erreicht das ersehnte Ziel, den Rheindamm. Die Erleichterung der Schüler ist ihnen aus den Gesichtern abzulesen, da die letzte Strecke sehr anstrengend gewesen ist. Wir versammeln uns um unsere Lehrer und hören Herrn Schnirch zu, der uns die Entstehung der Oberrheinebene nebst ihren riesigen Sand- und Kieslagerstätten näher bringt.

 

Auf dem Weg zum Auenwildnispfad Altenheim gibt es eine kleine Strecke, die bergab führt und von allen Schülern voller Freude als Tempofahrt genutzt wird. Doch auf einmal hört man einen lauten Knall! Der hintere Reifen des Tandems ist geplatzt; wir müssen also wieder halten. Das provisorische Erste-Hilfe-Set für Fahrräder wird ausgepackt und man versucht, den Reifen zu flicken. Doch es nützt nichts; der Reifen hat ein zu großes Loch und die Besitzer des Tandems müssen uns vorzeitig verlassen. Und wenn wir schon stehen, essen wir auch. Doch kaum jemand hat noch etwas zu essen und so entwickeln wir uns zu kleinen St. Martins und teilen untereinander die letzten Reste. Sogar Herr Haist gibt etwas von seiner Melone weiter. Ehrenmann.

 

Der Auenwildnispfad ist unser letztes offizielles Ziel auf dieser Exkursion. Da wird es noch einmal gemütlich, denn wir setzen uns rund um eine Feuerstelle und es kommen Lagerfeuergefühle auf. Na ja, eigentlich ist es etwas zu hell dafür. Außerdem stellt sich heraus, dass ein Großteil der Schüler nicht sehr naturverbunden ist, denn sie fühlen sich durch so manch fliegendes Getier unbehaglich und empfinden es als Bedrohung. Nach den letzten Informationsladungen zur Hart- und Weichholzauevegetation und den Hochwasserschutzmaßnahmen des Integrierten Rheinprogramms fahren wir weiter in Richtung Schutterwald.

 

Auf dem Weg spaltet sich die Gruppe auf: die flotten, ausdauernden Schüler fahren mit Herrn Schnirch voran und die schon etwas Mitgenommenen kämpfen sich wacker mit Herrn Haist voran. Letztendlich haben es aber alle nach Schutterwald geschafft, und da kommt die Belohnung für die Anstrengungen, die die Schüler bei der Exkursion auf sich genommen haben: EIS! Jeder bekommt eine Kugel Eis spendiert und die Freude ist nicht mehr aus den Gesichtern zu wischen.

Die Stimmung erreicht zu diesem Zeitpunkt auf einer Skala von 1-10 die Bestwertung von 12.

 

Die Fahrradexkursion war, trotz der Hochs und Tiefs ein tolles Erlebnis für alle Schüler, bei der uns sehr viel neues Wissen über das Gebiet, in dem wir leben, vermittelt wurde. Zudem erkundeten viele zum ersten Mal den Raum rund um den Oberrhein mit dem Fahrrad. So schnell wird die Exkursion wohl nicht in Vergessenheit geraten.

 

von Eva-Maria Hranovski und Jessica Zweier