Das Schulleben am Grimmels

Stolze Sieger beim Vorlesewettbewerb

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles

Beim diesjährigen Vorlesewettbewerb wurde Lennard Kohlmann aus der Klasse 6b Schulsieger. Aaron Ehret (6a) und Philipp Nickert (6c) waren gleich stark und belegten zusammen den 2. Platz. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Die Buchempfehlungen unserer drei Vorlesekünstler heißen übrigens:

– Die Abenteuer des Apollo: Das verborgene Orakel von Rick Riordan

– Harry Potter und der Feuerkelch von J.K. Rowling

– Die Mississippi-Bande: Wie wir mit drei Dollar reich wurden von Davide Morosinotto

 

Text und Foto: N. Liebig

 

Odysseus-Aufführungen im Salmen haben durchweg überzeugt

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Aufführungen, Junge Theaterakademie Offenburg, Theater am Grimmels, Theateraufführungen

Themen, die heute noch aktuell sind

Wenn die Schülerinnen und Schüler, die am Wochenende im Salmen die drei Odysseus-Aufführungen der jungen Theaterakademie Offenburg gesehen haben, nie wieder mit dem Thema konfrontiert werden, haben sie dennoch einige der wichtigsten Botschaften des antiken Stoffes mitbekommen. In einer großartigen Gemeinschaftsleistung wurde das Thema aktualisiert und in eindringlichen Bildern auf die Bühne gebracht.

Ernst und Spaß hielten sich dabei die Waage, was dafür sorgte, dass auch die Jüngsten im Publikum von Anfang bis Ende voll bei der Sache blieben. Dass Homers Epos zeitlose Grundfragen thematisiert, die auch nach fast 3000 Jahren noch die Menschen bewegen, war schon nach wenigen Minuten klar: Gibt es eine Rechtfertigung für Krieg? Gibt es eine Pflicht zur Gastfreundschaft gegenüber Fremden? Darf man das bequeme Leben genießen, wenn doch größere Aufgaben anstehen? Odysseus (Leon Herb) wird mehrfach von seinen Gefährten angeklagt, ihr Leben für seine Ziele aufs Spiel zu setzen. Doch hat er eine Wahl, wenn er glaubwürdig bleiben und für das Gute eintreten will? Seine Frau Penelope (Felicia Engert) und sein Sohn Telemachos (Finnegan Melchior) glauben an ihn und widerstehen den Anfeindungen während Odysseus‘ Abwesenheit. Die Freier, die Penelope bedrängen, gehören zur lustigen Abteilung der abwechslungsreichen Inszenierung: David Povkh und Jonas Rieder kommen als eingebildete Macker von heute daher. Ebenso komisch die Darstellung der Laistrygonen. Sie kommen als tumbe, aber gefährliche Kraftprotze daher, bei denen wohl die Menschenfresser aus Roald Dahls „Sophiechen und der Riese“ Pate gestanden haben. Sehr überzeugend aber auch die ernsten Rollen, Onisha Wilsi unter anderem als Circe, Paula Neckermann als Nausikaa.

Die Regie (Paul Barone, Nina und Patrick Labiche, Sebastian Scheringer) hat auch bei anderen Figuren glaubwürdige und bildstarke Umsetzungen gefunden. So erscheint der Zyklop Polyphem als Fabelwesen, das von mehreren Schauspielern verkörpert wird, einer davon als Auge. Die Welt der Götter erscheint oft entrückt hinter einem je nach Beleuchtung durchsichtigen oder undurchsichtigen Gazevorhang. Auch Ortswechsel werden so umgesetzt, für Orientierung sorgt Hestia (Magdalena Hess), die auch als Erzählerin fungiert. Das Schiff, auf dem Odysseus und seine Gefährten unterwegs sind, ist ein Podest im Mittelgang des Raums, das Szenen in Opposition zur Bühne erlaubt. Starke Bilder, die durch die Musik (Komposition und Leitung Gerhard Möhringer-Groß) noch eindringlicher werden. Der Soundtrack besteht nicht aus Nummern, sondern ist ganz mit der Handlung verwoben und umso wirksamer.

Dass die Jugendlichen sich intensiv mit dem Stoff beschäftigt haben, wird an vielen Stellen deutlich. In Zeiten, in denen Flüchtlinge ihr Leben auf dem Meer riskieren und sich immer wieder die Frage nach Identität und Heimat stellen müssen, ist der umherirrende Odysseus ein Symbol für die existentiellen Ängste und Bedürfnisse des Menschen. Aus den Familiengeschichten der Mitwirkenden fließen moderne Erfahrungen ein: von der Flucht aus der DDR, vom Jugoslawien-Krieg und aus der Flüchtlingsarbeit in Offenburg.

Eine durchdachte Inszenierung, die sehr stimmig mit vielen choreografischen Elementen arbeitet. Der Riesenapplaus für alle Beteiligten war hochverdient.


Text: J. Eiland-Jung – Badische Zeitung, 04. Dezember 2017

 

Fotos: P. Barone-Wagener

 

Theaterakademie stellt bei „Odysseus“ aktuellen Bezug her

Fantasiereich inszeniert und mit deutlichen Verweisen in die heutige Zeit brachte die Junge Theaterakademie Offenburg zusammen mit dem Theater am »Grimmels« und den Hauswirtschaftlichen Schulen Offenburg eine unvergängliche Geschichte auf die Bühne: die Irrfahrten des Odysseus.

Es ist der zweite Teil des ältesten Opus der Welt, die Heimreise des listenreichen Odysseus nach dem gewonnenen Trojanischen Krieg. Der Weg ist nicht wirklich weit, aber dem kecken Odysseus unterläuft ein verhängnisvoller Fehler, nachdem er mit seinem Erfindungsreichtum einmal mehr sich und die Gefährten retten konnte: Statt bei dem praktischen Alias »Niemand« zu bleiben, nennt er dem geblendeten Zyklopen Polyphem seinen richtigen Namen, der ihm prompt seinen Vater Poseidon auf den Hals hetzt. Keine gute Idee, sich den Zorn des Meeresgottes zuzuziehen, wenn man über eben dieses Meer reisen muss, um die geliebte Heimat wiederzusehen…

Schon in der Polyphem-Episode zeigte sich der ganze Einfallsreichtum des Regieteams Paul Barone, Nina Labiche, Patrick Labiche und Sebastian Scheringer exemplarisch. Sehr pfiffig wird aus dem Riesen, der naturgemäß nur sehr schwierig einigermaßen realistisch auf der Bühne darzustellen ist, ein Wesen, das nicht in die Höhe, aber quasi »in die Masse« geht: Ein vielköpfiges, -armiges und -beiniges Monster-Menschenbündel von überaus dickfelligem Gemüt.

Auge mit Eigenleben

»Uuups, isser tot?«, fragt sich das Wesen, nachdem es einen Unglücksraben zermalmt hat, und freut sich gleich darauf: »Am besten schmeckt mir eh griechisch.« Das Zyklopenauge hat gar ein Eigenleben und hüpft als fast nur aus Auge bestehendes Zwerglein herum. Ähnlich plakativ überzogen dargestellt sind die mörderischen Lästrygonen, die als tumbe Deppen-Armee beim Steine schleppen eine tolle pantomimische Leistung abliefern.

Odysseus, dazu verflucht, fremd und schutzlos auf dem Meer zu treiben, »ein Flüchtling ohne Heimat«, erlebt eine Höllenfahrt. Und wenn das Schauspiel immer wieder Texte einflicht, die das Schicksal flüchtender Menschen in heutiger Zeit behandeln, dann gleichen sich die Bilder oft erschreckend.

Mit Steinen beworfen

So wird die Flucht einer Sechzehnjährigen im Bosnienkrieg beschrieben – auch sie und ihre Familie wurden von den Feinden mit Steinen beworfen. Daneben stehen sehnsüchtige Passagen, die »Heimat« einerseits verklären, andererseits aber als Ort definieren, der weniger von einem Platz auf der Erdkugel als von Menschen bestimmt wird.

Abgerundet wird das tolle Spiel von Kostümen und Kulissen der Hauswirtschaftlichen Schulen und vor allem von der Musik, die Gerhard Möhringer-Groß eigens für dieses Theaterprojekt komponiert hat. Einmal mehr ist der Jungen Theaterakademie und ihren Kooperationspartnern ein Meilenstein gelungen – was ganz offensichtlich nicht verborgen blieb. Der Salmen war zum Platzen gefüllt mit einem restlos begeisterten Publikum.

Die Darsteller

Leon Herb (Odysseus), Felicia Engert (Penelope), Finnegan Melchior (Telemachos), Magdalena Heß (Hestia), David Povkh (Poseidon), Jonas Rieder (Hermes), Onisha Wilsi (Circe), Farin Moghimi (Calypso), Aaron Werner (Eurylochos), Jonas Kiefer (Damianos), Falk Endlich (Hippokratis), Andreas Hansmann (Agenor), Dominique Bergen (Kimon), Simon Frädrich (Eumaios), Emil Heß (Jaron), Felix Fischer (Elpenor), Sabrina Fritsch (Eurykleia), Lara Britsch (Melantho), Undine ­Gloski (Arete), Paula Neckermann (Nausikaa), Sidney Kiefer, Mariya Manashirova, Jenny Sauer und Antonia Warth (Nausikaas Freundinnen), Lili Albrecht, Emelie Kalkoff, Lara Neckermann und Julia Sanner (Chor der Elemente), Liliana Herb (Chor der Monster) und Hejaz Nadri (Sprecher Voice Over).

Text: R. Heilig – Mittelbadische Presse, 07. Dezember 2017

 

Shakespeares berühmtes Liebesdrama in zeitgemäßer Form

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Presseberichte, Theater AG, Theateraufführungen

Die Theater-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums entführt das Publikum mit einer modernen Fassung von Shakespeares „Romeo und Julia“ in das Verona von heute.

„Haut ab, elende Beggars!“ „Haut ab, elende Lords!“ beginnt das Theaterstück „Romeo und Julia heute“ und zieht die Zuschauer sofort in ihren Bann. Die Theater-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums brachte diese modernisierte Fassung nach dem Original von William Shakespeare am vergangenen Wochenende gleich zwei Mal vor gut gefülltem Saal erfolgreich auf die Salmen-Bühne.

Das selbstverfasste Theaterstück von Regisseur Hansjörg Haaser orientiert sich in seiner Handlung stark an der ursprünglichen Tragödie von Shakespeare. Die Dialoge finden nicht mehr in Versen statt, sondern sind Worten der heutigen Jugendsprache gewichen. Diese findet sich auch im eingespielten Rap wieder, welcher die Gang der Beggars charakterisiert.

Die heruntergekommenen Beggars sind mit den vornehmen, eingebildeten Lords verfeindet, zu unterscheiden anhand der für die soziale Schicht charakteristischen Kleidung. Diese gesellschaftlichen Spannungen prägen das Leben aller Einwohner von Verona. Vor diesem Hintergrund begegnen sich Romeo (humorvoll gespielt von Alexander Rummel) und Julia (bezaubernd verkörpert von Amelie Börsig) auf einer Party und verlieben sich. Ihr Glück wäre perfekt, wäre da nicht der Bandenkrieg und Julias Mutter (sehr überzeugend dargestellt von Lisa Intlekofer), welche eine Ehe zwischen Julia und dem wohlhabenden Paris arrangieren möchte. Der nächste Streit der beiden Gangs soll die Situation des jungen Paars noch verkomplizieren. Romeo ersticht Tybalt, Julias Cousin, und wird daraufhin aus Verona verbannt. Aus Verzweiflung und Angst vor einer Ehe mit Paris schmiedet Julia mit ihren Freundinnen einen Plan, der durch Schicksal, Zufall und Missverständnis das bekannte tragische Ende der Liebesgeschichte herbeiführt.

Vor dem Hintergrund der tragischen Liebesgeschichte hat sich Haaser für eine schlichte Kulisse entschieden. Im Mittelpunkt des Bühnenbilds steht eine Leinwand, auf die zur Situation passende Bilder projiziert werden. Diese verdeutlichen einerseits die Gegensätzlichkeit der zwei Jugendbanden, indem je nach Gruppe eine saubere oder eine verschmutzte Hausfassade erscheint, und andererseits den Konflikt des Liebespaars zwischen Liebe und dem vorherrschenden Status Quo ihres Umfelds. Hier symbolisiert ein strahlender Sonnenaufgang das Liebesglück des jungen Paars, welcher sofort einem Gefängnisgitter weicht, sobald die bittere Realität, z.B. in Form von Julias Mutter, die Verliebten wieder einholt.

Die Theatergruppe schafft es während der rund zweieinhalbstündigen Aufführung, die Zuschauer zum Lachen und Schmunzeln zu bringen. Doch auch der Ernst des tragischen Endes wird vermittelt. Bei der Versöhnung beider Banden über den Toten bleibt beim Gesang von „Somewhere“ (bekannt aus der West Side Story) kein Auge trocken.

Zum Schluss konnten noch zwei Schauspieler geehrt werden: Tobias Kropp für seine Mitwirkung in acht und Melina Egg für ihre Mitwirkung in neun Theaterstücken. Die beiden konnten damit den bisherigen „Grimmels-Rekord“ erreichen und übertrumpfen.

Text: A. Fischer

Fotos: W. Harter

SMV-Planungstage in Bergach

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, SMV

Zu den jährlichen SMV-Planungstagen trafen sich dieses Jahr vom 9. bis 11. Oktober wieder die Klassen- und Kurssprecher/innen im Baden-Powell Haus in Bergach. Gemeinsam planten wir dort die SMV-Aktionen für das kommende Schuljahr 2017/18. Begleitet wurden wir von der Verbindungslehrerin Frau S. Bergmann und von Herrn Buser, welcher Herrn Rosenkranz vertrat.

Nach Ankunft und gegenseitigem Kennenlernen begann eine Brainstorming-Phase: jeder war eingeladen, Vorschläge für ein ideales Grimmels zu machen. Dabei war es zunächst egal, ob diese von der SMV realisierbar wären oder nicht. Konkrete Ideen sammelten wir dann auf einem großen Plakat.

Der zweite Tag wurde durch das Weck-Kommando mit klirrendem Geschirr und lauten Geräuschen von Küchengeräten eingeleitet. So fand sich dann auch die etwa 40-köpfige Gruppe von  Klassen- und Kurssprecher/innen zu einem gemeinsamen Morgenimpuls und zum anschließenden Frühstück ein. Anhand des am Vortag gefertigten Plakats teilten wir uns schließlich in Gruppen ein, die für die jeweiligen Tätigkeiten verantwortlich sind: eine AG- und Turniere-Gruppe, eine “Sending“-Gruppe, eine Gruppe für Spendenaktionen und eine Gruppe zur Verschönerung des Schulgeländes. Wir arbeiteten unsere teils noch sehr vage formulierten Ideen in konkretere Pläne aus. Am frühen Nachmittag standen dann die Wahlen der SMV-Vertreter in diesem Schuljahr an. Als Schülersprecherin wurde Anna Vitiello (10b) gewählt, Beigeordnete wurden Jakob Roloff (12), Alexander Rummel (9a), Eva-Maria Hranovski (12), Melina Egg (12), Felicia Engert (10a), Vincent Albert (11) und Clemens Völker (10b). Am Abend fertigten wir in Vorbereitung auf die Vorstellung für unseren Schulleiter in den jeweiligen Gruppen Plakate an.

Am dritten Tag erwarteten wir Herrn Kopriwa. Wir stellten unserem Schulleiter die neu gewählten Schülersprecher vor und präsentierten unsere Ergebnisse zur Planung für das neue Schuljahr. Danach nahm er am gemeinsamen Mittagessen, diesmal zubereitet vor allem durch Schüler/innen der Stufe 10 und 11, teil. Gut gelaunt und für das neue Schuljahr gerüstet fuhren wir dann nach dem Aufräumen nach Hause.

Wir freuen uns auf das Schuljahr und die Umsetzung unserer Projekte und hoffen, dass die Aktionen abwechslungsreich sein werden. Auf Unterstützung oder Ideen aller Schüler/innen freuen wir uns natürlich jederzeit.

 

Text: M. Teufel für die SMV

 

 

Bild: R. Buser

Offenburger Waldlaufmeisterschaften

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Schüler, Sport

3 zweite Plätze und 6 Pokale für das Grimmels

Rund 800 Schülerinnen und Schüler aller Offenburger Schulen nahmen an den diesjährigen Waldlaufmeisterschaften am 14. Oktober 2017 teil. Bei traumhaftem Herbstwetter galt es, jeweils 1100m im Offenburger Stadtwald zurückzulegen. Die jungen Starter des Grimmelshausen-Gymnasiums erreichten dabei insgesamt sechs Podestplätze in ihren Altersklassen. Iris Bergen (5.), Jakob Bessler (2.), David Napadovskyy (2.), Mathilde Orb (6.) und Charlotte (5.) sowie Sophie Winter (2.) gehörten an diesem Tag zu den erfolgreichsten Startern des Grimmels und durften einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Wir gratulieren allen Läuferinnen und Läufern zu ihren tollen Ergebnissen!

 

Waldlaufmeisterschaften_Platzierungen

 

Text: C. Haist

 

 

Fotos: C. Winter und B. Schindler

Studienfahrt Lyon (BZF) 2017

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, BZF-Fahrten, Fahrten und Exkursionen

Am Montag, dem 16. Oktober 2017 begann frühmorgens unsere Reise nach Lyon. Noch müde und verschlafen verabschiedeten wir uns von unseren Eltern und fuhren anschließend nach Straßburg, um dort die Klasse unserer Partnerschule St Étienne abzuholen. Während zu Beginn noch viel geschlafen wurde, nahm die Lautstärke doch im Laufe der Zeit zu. Ein weiterer Halt fand in Beaune statt, wo sich ein altes Krankenhaus befand, zu dem wir in Gruppen einige Referate vorbereitet hatten. Nach anschließender Mittagspause ging die Fahrt in Richtung Lyon auch schon weiter und so standen wir einige Stunden später an der Notre-Dame de Fourvière, von wo aus man einen atemberaubenden Blick auf Lyon hatte. Abends erreichten wir endlich unser Hotel und nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es zum Abendessen.

Der nächste Tag begann früh mit einem Hotelfrühstück und bald wartete auch schon der Bus auf uns, der uns zum gallo-römischen Museum brachte. Hier gab es einige Mosaike, Ausgrabungsstücke und Ruinen zu sehen und Vorträge zu hören. Nachmittags erkundeten wir in zwei Gruppen geteilt Lyon. Unsere Gruppe begann mit der Besichtigung eines alten römischen Theaters und begab sich später zur Führung durch die Altstadt Lyons, in der es unter anderem sogenannte „Traboules“ (Gänge, Treppen und Passagen durch Privathäuser) zu sehen gab. Nach kurzer Freizeit begaben wir uns zurück zur „Domaine St Joseph“, unserer Unterkunft.

Am Mittwoch wurden wir nach dem Frühstück auf zwei „Ateliers“ verteilt, in denen wir den Vormittag verbrachten. Im ersten Atelier spielten wir in Gruppen abwechselnd Monopoly und beantworteten mithilfe ausgeteilter Texte Fragen über Lyon und seine Stadtteile. Danach tauschten wir das Atelier und sahen uns dort Ausschnitte aus dem Stummfilm „The Kid Brother“ an. Nach dem Mittagessen fuhren wir zum „Quartier de la Confluence“, dem grünen Viertel Lyons, um dort unter anderem ein Museum zu besichtigen. Nach anschließender Freizeit in der Innenstadt Lyons fuhren wir abends auch schon zum Kino, um „The Kid Brother“, der mit einem Live-Orchester gezeigt wurde, in voller Länge zu sehen. Dies war für alle ein tolles Erlebnis. Doch noch war der Tag nicht zu Ende, denn wir begaben uns auf einen nächtlichen Spaziergang durch Lyon, weshalb wir erst spät zurück zum Hotel kamen.

Am Donnerstag, unserem letzten Tag in Lyon, besichtigten wir das „Croix Rousse“ und sein Stoffmuseum, in dem wir die Möglichkeit hatten, unsere mitgebrachten T-Shirts zu gestalten. Anschließend wartete im Hotel schon ein Festessen auf uns. Zur Feier des letzten Tages hatten einige Schüler eine Karaokeparty für uns vorbereitet, die wir ausgiebig genossen.

Der Freitag begann für uns sehr früh, da wir schon um 10 Uhr in Izieu sein sollten, um uns das Haus anzusehen, in dem Miron und Sabine Zlatin jüdische Kinder vor den Nationalsozialisten im 2. Weltkrieg versteckt gehalten hatten. Jedoch wurden 44 der Kinder am 6. April 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Als Hommage an diese Kinder schrieb Reinhard Mey zum 50. Gedenktag das Lied „Die Kinder von Izieu“, welches wir auf der Fahrt anhörten. Um 22.15 Uhr kamen wir in Straßburg und eine halbe Stunde später in Offenburg an. Der  Abschied von unseren St Étienne-Partnerschülern aus Straßburg fiel uns sehr schwer, denn während der Fahrt hatten wir viele neue Freundschaften geschlossen.

Die Studienfahrt nach Lyon war ein unglaubliches Erlebnis und wir freuen uns schon auf die Fahrt nach Weimar im nächsten Jahr.


Text: U. Gloski und M. Manashirova

 

 

Fotos: J. Schürer

Grimmels-Fußballer erreichen das Kreisfinale

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Sport

Im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ setzten sich die Fußballer der Jahrgänge 2004 bis 2006 in der Grimmelshausen-Stadt Renchen am 19.10.2017 ungeschlagen gegen fünf weitere Mannschaften aus der Ortenau durch. Mit drei souveränen Siegen und zwei Unentschieden gegen die Schulen aus Achern, Renchen und Ettenheim qualifizierten sich die Grimmels-Kicker nun für das im Frühjahr in Hausach stattfindende Kreisfinale. Die vierzehn Jungen aus Klasse 6 bis 8 spielten sehenswert zusammen, traten als faires Team auf und „glänzten“ an diesem Tag in ihren nagelneuen Trikots, die der Förderverein der Schule ermöglicht hat.

 

 

Text und Foto: C. Haist

Probentag des Chores auf Schloss Ortenberg

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Chor und Orchester

Vom 2. bis 3. Oktober 2017 verbrachte der Chor des Grimmelshausen-Gymnasiums einen Probentag in der Jugendherberge Schloss Ortenberg. Am Montag, den 2. Oktober, trafen wir uns nach dem Unterricht der 6. Stunde zum gemeinsamen Mittagessen in der Schule, danach fuhren wir mit dem Bus nach Ortenberg. Obwohl nicht weit weg, waren wir sofort in einer anderen Welt! Zimmer mit Erker und samtenen Vorhängen, herrschaftliche Treppenhäuser und ein Probenhaus ganz für uns allein. So konnten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Gruppierungen nach Herzenslust singen und zu einer Chorgemeinschaft zusammenfinden. Betreut von Frau Plehn und Frau Rombach konnten die vielen Neuzugänge des Chores integriert werden und sich alle auf das kommende musikalische Schuljahr einstimmen. Als erstes steht da natürlich das Weihnachtskonzert am 14. Dezember auf dem Programm. Dafür wurde bis in den Abend und am nächsten Morgen geprobt. Ein paar nichtweihnachtliche Songs sorgten immer wieder für Abwechslung.

Leider mussten wir mittags schon wieder nach Hause, gerne hätten wir noch weiter gesungen! Umso schöner, dass das nur der Auftakt zu unserem Chorjahr 2017/18 war und wir uns auf viele weitere Stunden gemeinsamen Singens freuen können.

 

Text: B. Rombach

Elterninitiative „Gesundes Frühstück“ spendet Verkaufserlös

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Eltern

Jeden Donnerstag freuen sich Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer auf ein gesundes Frühstück in der Pause. Möglich macht das ein Kreis engagierter Eltern, die sich treffen, um eigenhändig Obst zu schnippeln, Müsli anzurichten und Brötchen zu belegen. Dabei wird nicht nur darauf geachtet, dass die Zutaten frisch und gesund sind, das Angebot ist vor allem sehr abwechslungsreich und lecker. Kein Wunder also, dass der Zuspruch außerordentlich hoch ist.

Aber damit nicht genug, der Erlös aus dem Verkauf fließt an die Schule zurück. So spendete die Elterninitiative „Gesundes Frühstück“ am Donnerstag, den 28.09.2017, den Verkaufserlös des letzten Schuljahres. Ein Teil geht an die Fachschaft Musik, um die Arbeit in Chor, Orchester und Big Band zu unterstützen, ein Teil fließt in die Theaterarbeit, die SMV wird unterstützt und die Abiturienten erhalten einen Zuschuss zu ihrer Studienfahrt. Für die finanzielle Unterstützung und für die Zeit und das Engagement, das diese Eltern für die Schulgemeinschaft aufbringen, ein ganz herzliches Dankeschön!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: B. Rombach, Bilder: C. Haist

Gräber suebischer Siedler

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Fahrten und Exkursionen

Archäologie-AG besucht die Ausgrabungen in Diersheim

 

 

Ziel unseres Ausflugs am Samstag, dem 23. September 2017, war die aktuelle Ausgrabung eines Gräberfeldes bei Diersheim, nördlich von Kehl. Eine wackere Schar Schülerinnen und Schüler von der Unter- bis zur Oberstufe war dem Leiter dieser Ausgrabung und auch unserer Arbeitsgemeinschaft, Johann Schrempp, gefolgt und hatte den etwas umständlichen Weg mit Bahn und Bus, unterbrochen von dem morgendlichen Besuch eines Kehler Flohmarktes, auf sich genommen.

Herzlich wurden wir mit Nusszopf und türkischem Kaffee begrüßt. Nach einer kurzweiligen Einleitung in die Geschichte der Germanen auf unserer Rheinseite konnten wir die Ausgrabungsflächen betreten und betrachten: Ein eher unscheinbarer Rest eines frühgermanischen Grabs beeindruckte vor allem durch sein Alter; das beinahe vollständig erhaltene Skelett eines gefallenen Soldaten aus einer napoleonischen Schlacht verwies, ganz persönlich, auf die Sinnlosigkeit des Krieges: Dieser Kampf mit mehreren Tausend Toten wurde in Unkenntnis eines Waffenstillstandes gefochten, der wenige Tage zuvor geschlossen worden war.

Höhepunkt war, als wir dann selbst bei der Grabung mitarbeiteten und durchaus ein paar antike Scherben zutage brachten. Der Entdecker dieses Gräberfeldes, Andreas Karcher, zeigte uns am Ende einen Metalldetektor und eine Auswahl seiner zahlreichen Funde, besonders Münzen. Witzigerweise war auch ein Schilling aus Hamburg dabei.

Müde und froh gelaunt kehrten wir am Nachmittag nach Offenburg zurück.

 

 

Text und Bilder: D. Adler