Das Schulleben am Grimmels

ARTE-Fernsehteam im Grimmels

Geschrieben von Ralf Buser am in Aktuelles, Archiv

Der deutsch-französische Fernsehsender ARTE war erneut zum Drehtermin im Grimmelshausen-Gymnasium in Offenburg.

Für die Kinder-Nachrichtensendung Arte Junior – Das Magazin kam an diesem Dienstag ein Drehteam in die 6. Klasse des Grimmelshausen-Gymnasiums. Das Thema der Fragestunde lautete anlässlich des 100. Jahrestags des Ende des Ersten Weltkriegs am Sonntag „La Première Guerre mondiale / Der Erste Weltkrieg“. Zwei Schulstunden lang haben die Kinder an den Dreharbeiten mitgewirkt und neben vielen Fragen zum Thema auch eigene Ideen beigesteuert. Trotz der anfänglichen Aufregung waren die Schülerinnen und Schüler sehr konzentriert bei der Sache und durften erleben, wie Fernsehaufnahmen in Wirklichkeit zustande kommen. So mussten viele Szenen aus unterschiedlichen Gründen (Licht, Ton, Versprecher, Nebengeräusche) mehrmals gedreht werden, aber die Kinder ließen sich dadurch nicht verunsichern – im Gegenteil: Diese Erfahrung führte zu einer fast professionellen Arbeitsatmosphäre, sodass die Redakteurin sehr zufrieden war. Für die Fragestunde besucht ARTE abwechselnd eine deutsche und eine französische Schulklasse und auch die Fragen der Sechstklässler des Grimmelshausen-Gymnasiums wurden auf Deutsch und auf Französisch gestellt. Diese Erfahrung im Französisch-Unterricht dürfte den Schülerinnen und Schülern (und auch der Fachlehrerin Frau Flämig) noch länger im Gedächtnis bleiben.

Zu sehen: am Sonntag, den 11. November, um 8:50 Uhr auf ARTE sowie anschließend in der ARTE-Mediathek.

Dieses Projekt steht beispielhaft für die hervorragende Arbeit des Grimmelshausen-Gymnasiums im Fach Französisch, für die die Schule am 1. Oktober 2018 vom französischen Staat mit dem LabelFrancÉducation ausgezeichnet wurde. Das LabelFrancÉducation, das seit 2012 existiert, erhalten öffentliche wie private Schulen mit bilingualen Exzellenz-Zügen in französischer Sprache, die in besonderer Weise zur Verbreitung der französischen Sprache und Kultur beitragen.

Text: S. Flämig

Marco Steffens besuchte die 10b am Grimmels

Geschrieben von Ralf Buser am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte

Einige Schüler der Klasse 10b des Grimmelshausen-Gymnasiums hatten Eigeninitiative ergriffen und den designierten Oberbürgermeister Marco Steffens als Interviewpartner in den Gemeinschaftskundeunterricht eingeladen, um durch seinen Besuch ihr GFS-Referat lebendig, zeitbezogen und konkret werden zu lassen. Dieser lobenswerte Mut wurde belohnt. Herr Steffens folgte der Einladung trotz eines vollen Terminkalenders gerne und erwies sich eine Schulstunde lang als interessanter, vielseitiger und offener Interviewpartner. Mit großem Enthusiasmus beantwortete er die Fragen der Schüler und Schülerinnen und brachte ihnen mit aktuellen Beispielen viele Themen der Kommunalpolitik näher. Besonders auch die Wichtigkeit des Engagements der Jugend in der Politik wurde von dem prominenten Besucher hervorgehoben, sei es bei Wahlen oder anderen Möglichkeiten, sich in das politische Geschehen einzubringen, wie z.B. bei Jugendforen. Das Gespräch verlief sehr interessant und kurzweilig, so dass die Schüler an diesem Tag zum ersten Mal das Klingeln am Ende der Schulstunde ganz gerne überhört hätten. Am Ende dieses außergewöhnlichen und motivierenden Unterrichts bedankte sich die Klasse bei Herrn Steffens für sein Kommen und sein Engagement.

Text und Foto: S. Herbert

Studienfahrt Lyon (BZF) vom 8.-12. Oktober 2018

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, BZF-Fahrten

Die Fahrt nach Lyon beginnt frühmorgens am Kreisschulzentrum. Es ist noch dunkel als wir in den Bus steigen. Während die Sonne allmählich aufgeht, fahren wir, zunächst noch ziemlich müde, in Richtung Straßburg. Als die französische Gruppe zusteigt, ist es mit der Stille vorbei. Die Klasse unserer Partnerschule St. Étienne ist dreimal so groß wie unsere bilinguale Gruppe und bereits nach kurzer Zeit nimmt der Lautstärkepegel stark zu.

Der erste Halt ist gegen Mittag schließlich das ehemalige Hôtel-Dieu in Beaune, ein mittelalterliches Krankenhaus, in dem Arme und Kranke von 1443 bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Unterkunft und Pflege fanden. Auf der Anlage finden mehrere Vorträge statt, die zuvor in Gruppen vorbereitet worden waren. Nach unserer Weiterfahrt nach Lyon werfen wir dort gegen Abend von Fourvière aus einen ersten Blick über die Stadt.

Der Dienstag steht zunächst ganz im Zeichen der römischen Kultur, als wir das gallo-römische Museum in Saint-Romain-en-Gal besuchen, das zugleich auch Ausgrabungsstätte ist. Dort sind hauptsächlich Mosaike ausgestellt, durch die man viel über das damalige Leben in den römischen Provinzen erfahren kann.

Nach einer Mittagspause in der Altstadt von Vienne kehren wir zurück in die Innenstadt Lyons, um dort die weltberühmten Traboules zu besichtigen. Bei ihnen handelt es sich um besondere Passagen, die den unbeobachteten Durchgang zwischen mehreren Häusern ermöglichen. Neben der wichtigen Rolle, die sie beim Widerstand der Bürger Lyons im zweiten Weltkrieg spielten, dienten sie auch im 19. Jahrhundert während des Aufstands der Seidenweber als Versteck und Fluchtweg. Anschließend steht ein Besuch des antiken Theaters von Lyon an, das wir mithilfe der sogenannten ficelle („Bindfaden“) erreichen, einer von zwei heute noch in Betrieb befindlichen Stadtseilbahnen.

Der Mittwoch beginnt zunächst mit zwei Ateliers; eines davon ein Monopoly-Spiel mit angepassten Regeln, das zweite bestehend aus einigen Sketchen, die wir in Gruppen einstudieren. Nach dem Mittagessen geht es weiter in das moderne Viertel „La Confluence“, am Zusammenfluss der Flüsse Rhône und Saône. Dort besichtigen wir nicht nur die beiden auffälligen Bürowürfel in Grün und Orange, sondern auch das naturwissenschaftliche „Musée des Confluences“.

Der letzte Tag in Lyon beginnt für uns in Croux Rousse, dem ehemaligen Weberviertel. Dort erwarten uns zunächst zwei Vorträge über das Leben und die Geschichte der Seidenweber. Dabei erfahren wir nicht nur eine Menge über die Funktion eines Webstuhls, sondern auch über die Aufstände und das Leben der Arbeiter in den Manufakturen.

Am Nachmittag besuchen wir ein Museum, das sich auf Stoff- und Tuchdruck spezialisiert hat. Dort bedrucken wir auch mithilfe von selbstgebastelten Schablonen unsere eigenen  T-Shirts.

Am Freitag geht es direkt nach Straßburg zurück, wo uns der Abschied von den Schülern unserer Partnerschule nach dieser ereignisreichen Woche schwerfällt. Aber es ist ja kein endgültiger, denn spätestens im nächsten Jahr in Weimar sehen wir uns wieder.

Text: J. Forster

Fotos: J. Forster und A. Tennstedt

Schulfestspende an die Lebenshilfe

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Presseberichte

Schulfest „de luxe“ – echte Gemeinschaftsaktion

„Rund um ein gelungener Tag!“, fassen Elternbeirat und Förderverein das Schulfest 2018 zusammen. „Man hat die Gemeinschaft dieser lebendigen Schule gemerkt.“ SMV, Eltern und Lehrer hatten im Juli gemeinsam gewirkt und ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt: Eingerahmt von der Bigband gab es u.a. Spielangebote für die Jüngeren und kulinarische Köstlichkeiten für alle. Mit Musicalausschnitten und einer Modenschau zeigte sich das Grimmels von seiner kreativen Seite. Ein Jahresrückblick, Schülerehrungen und Danksagungen rundeten das Fest ab. „Die Eltern haben sich beim gemütlichen Beisammensein wohlgefühlt und die Kommunikation zwischen allen hat super funktioniert“, resümiert Stefanie Neckermann als Mitglied der Organisationsgruppe begeistert. „Hoffentlich wird das Schulfest in dieser Form weitergeführt!“

Das soziale Engagement kommt beim Grimmels nicht zu kurz: Die Erlöse des Schulfests wurden an die Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V. gespendet.

Text: M. Steen-Tolle

 

    
Fotos: A. Hübner

1.767 Euro fließen in Projekte für Menschen mit Behinderung.

„In diesem Jahr haben wir uns bewusst entschieden, dass der Erlös unseres Schulfestes an einen guten Zweck fließen soll – hier waren wir uns alle einig: Schülervertreter, Lehrerkollegium, Elternbeirat und Förderverein“, erklären Schulleiterin Susanne Self-Prédhumeau und ihr Stellvertreter Christian Haist. Mit dem Geld unterstützt die Schulgemeinschaft besondere Projekte der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch e.V., denn nicht alle Angebote, die für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung sinnvoll sind, werden von der Öffentlichen Hand finanziert. Insbesondere für Angebote und Anschaffungen im Bereich Kunst und Musik, Sport und Bewegung oder Freizeitangebote allgemein, ist die Lebenshilfe auf Spenden angewiesen.

Mehr Berührungspunkte

Die Gestaltung des Grimmels-Schulgartens war der Impuls. Die „Grüne Hand“, Garten- und Landschaftspflegeabteilung der Lebenshilfe, hatte diese Aufgabe übernommen und so war der Kontakt entstanden und gewachsen. „Wir haben festgestellt, dass es eigentlich ganz einfach ist, über den Tellerrand hinauszuschauen“, so Martin Steen-Tolle, Abteilungsleiter am Grimmels. „Unser Interesse ist geweckt, wir würden uns für die Zukunft noch weitere Berührungspunkte wünschen.“ Denkbar seien zum Beispiel Praktika sowie gemeinsame Projekte oder Workhops. „Vielleicht auch ein gemeinsames Gartenprojekt“, ergänzt Rita Rennwald, Gruppenleiterin der Grünen Hand.

Text: S. Henninger-Kusch

 
Gemeinsames Treffen im Schulgarten: SMV-Mitglieder und die Schulleitung des Grimmelshausen-Gymnasiums überreichen den Mitarbeitern der Grünen Hand ihre Spende für die Lebenshilfe persönlich.

Foto: S. Henninger-Kusch

Grimmels erhält Auszeichnung LabelFrancÉducation

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Bilingualer Zug

Wie am 1. Oktober auf der Seite des französischen Außenministeriums bekannt gegeben wurde, ist  das Grimmelshausen-Gymnasium Offenburg am 30. August mit dem LabelFrancÉducation für seinen bilingualen Französisch-Zug und den AbiBac-Zug vom französischen Europa- und Außenministerium ausgezeichnet worden. Das Grimmelshausen-Gymnasium ist somit deutschlandweit die siebte Schule im Sekundarbereich, deren exzellente Arbeit im bilingualen Bereich und herausragenden Verbindungen nach Frankreich durch den französischen Staat gewürdigt wurden. Das Grimmelshausen-Gymnasium gehört damit einem weltweiten Netzwerk von über 209 bilingualen Abteilungen im Primär- und Sekundarbereich in über 44 Ländern (Stand: 2017) an und besitzt in der Offenburger Schullandschaft und am Oberrhein ein Alleinstellungsmerkmal, auf das die gesamte Schulgemeinschaft stolz ist. Gleichzeitig ist dieses Label dem Gymnasium Ansporn, den Weg des bilingualen Unterrichts weiterzugehen und die Partnerschaften mit den zahlreichen Schulen in Frankreich – zuletzt kam das Collège Rouget de Lisle in Schiltigheim als offizielle Partnerschule hinzu – im Dienste der deutsch-französischen Freundschaft und der Frankophonie weiter auszubauen und zu pflegen.

Da das Grimmelshausen-Gymnasium nun Teil eines großen Netzwerks ist, erhält die Schule auch die Möglichkeit, die pädagogisch-didaktischen Modelle des Fremdsprachen- und bilingualen Sachfachunterrichts weiter auszubauen und mit vielen anderen Schulen weltweit zu teilen.

Das LabelFrancÉducation, das seit 2012 existiert, erhalten öffentliche wie private Schulen mit bilingualen Exzellenz-Zügen in französischer Sprache, die in besonderer Weise zur Verbreitung der französischen Sprache und Kultur beitragen.

Text: J. Schürer

 

Offizielle Seite: https://www.diplomatie.gouv.fr/fr/le-ministere-et-son-reseau/bulletin-officiel/?origine=AEFE vom 08.10.2018

 

Amtseinführung von Frau Self-Prédhumeau am Montag, den 10. September 2018

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte, Schulleitung

Am Montag, dem ersten Schultag des neuen Schuljahres, besuchte Frau Bengel, stellvertretende leitende Regierungsschuldirektorin am Regierungspräsidium Freiburg, das Grimmelshausen-Gymnasium in Offenburg in offizieller Mission, um die Amtseinführung der neuen Schulleiterin Frau Self-Prédhumeau im Rahmen der ersten Gesamtlehrerkonferenz des Schuljahres vorzunehmen.

Frau Bengel, die dem Grimmels als ehemalige Kollegin persönlich verbunden ist, fand die passenden Worte, indem sie ausgehend von Werdegang und Karriereschwerpunkten Frau Self-Prédhumeaus die Querverbindungen zum Grimmelshausen-Gymnasium mit seinem Profil und seiner Tradition zog. Aus institutioneller Sicht, so Bengel, sei Frau Self-Prédhumeau eine „Grenzgängerin“, die nun – als erste Schulleiterin in der Geschichte des Grimmels – in ihrer Funktion „Grenzen erkennen“ und „Grenzen setzen“  müsse, diese aber auch „zu überwinden“  habe. So verwies Frau Bengel auf Parallelen zwischen den biographischen Eckdaten der neuen Schulleiterin und der Biographie des Vorgängers, Herrn Kopriwa, wie etwa die enge Verbundenheit zu Frankreich, das dauerhafte Bestreben, die innovative Arbeit in der Schulentwicklung fortzuführen und eben die Bereitschaft und Fähigkeit Grenzen zu überwinden. Die dafür notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse habe sich Frau Self-Prédhumeau bei ihren zahlreichen und vielfältigen Tätigkeiten in Schule, Didaktik und Pädagogik im In- und Ausland angeeignet und unter Beweis gestellt. Hierbei bezog sich Frau Bengel insbesondere auf die Fähigkeiten Frau Self-Prédhumeaus in Schulmanagement und  Schulentwicklung. So habe sie mit der deutschen Schule Toulouse, deren Leitung sie in schwieriger Lage übernommen habe, das Gütesiegel einer exzellenten Auslandsschule erlangt. Damit seien, mit dem nun vollständigen neuen Schulleitungsteam und der bisher erfolgreichen Arbeit des Kollegiums, die Voraussetzungen für Kontinuität und Entwicklung in der Schulleitungsarbeit gegeben. Als „Glücksbringer“ überreichte Frau Bengel eine Wölfin – unter Bezugnahme zur kapitolinischen Wölfin der Sage, durch welche die Tradition des Grimmels als „Lateinschule“ gleichermaßen verkörpert sei wie die Aufgabe der Fürsorge. Da sich diese auf zwei Kinder gerichtet habe, sei hier auch die Vielfalt aus dem Leitbild des Grimmelshausen-Gymnasiums repräsentiert, sowie im Fortgang der Geschichte die Entstehung und Verantwortung für eine ganze Stadt. Gleichsam mit einem Augenzwinkern erfolgte noch der Hinweis, dass dieser Wölfin auch die Kompetenz der Schlichtung zukommen müsse, damit sich der Ausgang der Sage zwischen den Brüdern Romulus und Remus nicht wiederhole.

Frau Self-Prédhumeau bedankte sich für den Besuch und die freundlichen Worte und zeigte sich – bestärkt durch die offene Aufnahme durch das Kollegium – zuversichtlich für eine erfolgreiche Arbeit über die kommenden Jahre.

Text: F. Haag

  

Fotos: C. Haist

Französisch-Fachschaft zu Besuch an der neuen Partnerschule in Schiltigheim

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Internationale Kontakte

Nachdem schon im Juni 2018 die Partnerschaft zwischen dem Collège Rouget de Lisle in Schiltigheim vom französischen Rectorat offiziell beurkundet wurde, fand in der ersten Schulwoche ein erstes offizielles Treffen statt: Die Französisch-Fachschaft unseres Gymnasiums traf sich mit den Deutschkollegen der neuen Partnerschule.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde unterzeichnete unsere Schulleiterin Frau Self-Prédhumeau mit dem Principal Monsieur Wissenmeyer die Partnerschaftsurkunde.

Im Anschluss an die Unterzeichnung wurden beide Schulen vorgestellt. Um die Schule noch besser kennenzulernen, erhielten wir eine Führung durch das sehr moderne Schulgebäude und die technisch optimal ausgestatteten Klassenzimmer.

In der Großgruppe legten wir zunächst fest, dass wir ab Januar 2018 regelmäßig gemeinsame Aktivitäten in der deutsch-französischen Woche anlässlich des Jahrestags der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages planen wollen. In Kleingruppen wurden weiterhin viele Projekte zwischen Kollegen verabredet: Geplant sind Brieffreundschaften, Treffen der Partnerklassen und Austauschmaßnahmen.

Wir bedanken uns für den äußerst freundlichen Empfang und freuen uns auf den Rückbesuch am Ende des Jahres, um eine erste Bilanz zu ziehen.

  

Text und Fotos: J. Schürer

 

Grimmelsrektor Dieter Kopriwa in den Ruhestand verabschiedet

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte, Schulleitung

Er hat das Grimmelshausen-Gymnasium zu dem gemacht, was es heute ist: Schulleiter Dieter Kopriwa wurde am Donnerstag, den 19.07.2018 in den Ruhestand verabschiedet. Seine Wegbegleiter dankten ihm für sein Engagement, durch das er vieles für die Schule auf den Weg gebracht hat.

Eine Verabschiedungs-Matinee mit Esprit gab es am Donnerstag für den scheidenden Schulleiter des Grimmelshausen-Gymnasiums, Dieter Kopriwa, im Salmensaal. Noch bevor der vielfach Geehrte seine Urkunde »Ruhestand« vom Regierungspräsidium Freiburg in Händen hielt, hatten die Festredner unisono seinen erfolgreichen zwei Jahrzehnte langen Einsatz in der Schulleitung auf der von ihm gewählten Grundlage eines heutigen humanistischen Denkens am »Grimmels« gewürdigt.

»Ein Mensch, der Grenzen überwinden kann«, hatte Thomas Steiner, Abteilungsdirektor des Regierungspräsidiums Freiburg, den Lateiner und Romanisten Kopriwa als einen Pädagogen mit Intellekt, Humor und einer außergewöhnlichen pädagogischen Befähigung charakterisiert. Nach einem herzlichen Dank von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, verbunden mit »großem Respekt für Ihre Leistungen«, so Schreiner, setzte Manfred Keller, Schulleiter des Schiller-Gymnasiums, die Laudatio fort. In der Ägide von Dieter Kopriwa habe das »Grimmels-Boot« wieder Fahrt aufgenommen. Er habe sich als geschickter Lenker bewährt, als das Schiff einst ein wenig ins Trudeln gekommen sei.

Weit darüber hinaus zeigte sich an der Auflistung der eingeführten Schul-Schwerpunkte, was Dieter Kopriwa geleistet hat. Um nur Stichworte zu nennen: Das Abi Bac (bilingualer Zug), eine Fächerkombination, passgenau für das »Grimmels«, und die Etablierung des Theaterprofils mit Zusammenarbeit aller städtischen Gymnasien. Hierbei entstand eine städtische TheaterAkademie mit angegliedertem Chor und Orchester, die über alle Klassenstufen führt. Kopriwa förderte außerdem den Austausch mit Collèges und Gymnasien in Frankreich, insbesondere in Straßburg und Nantes. Alle Projekte und der Schulalltag wurden von Dieter Kopriwa mit Hingabe und großem Einsatz getragen.

»Cher Dieter«, das passte ungemein zum Tenor der Wegbegleiter. Antje Tennstedt hatte für die Partnerschule St. Etienne in Straßburg Dieter Kopriwa in einem Grußwort so angesprochen. Dass der stellvertretende Schulleiter Christian Haist mit Helfern die Organisation der Verabschiedungs-Feier übernommen hatte, war nicht nur ein Glücksfall, sondern auch Ausdruck der Kollegialität des Lehrergremiums. Und hier darf man auch die »Grimmels«-Schüler ausdrücklich loben. Ihr stilvolles Festprogramm könnte man dem Kultursender Arte anbieten.

Schüler musizierten

Die Solistin am Piano, die Chorsänger-Gruppe und das Orchester hatten eine Auswahl von Klassik bis Pop aufgelegt. Den Vorsitzenden des Elternbeirats, Alexandra Kühne und Sabine Kempf, sowie der Vorsitzenden des Fördervereins, Bettina Meller, blieb nur, sich in den Chor einzureihen, der Dieter Kopriwa für sein aufmerksames, persönliches und sachlich ruhiges Agieren von Herzen dankte. »Unser aller Zusammenarbeit war von gegenseitigem Vertrauen und konstruktivem Verhalten geprägt.«

Mit sichtlicher Rührung, die aber durch feinen Humor gemildert wurde, verabschiedete sich Dieter Kopriwa mit Dank an alle, die ihn während seiner Laufbahn begleitet hatten. Die harmonische und aufbauende Zusammenarbeit in Schule und Außenbereich habe zu dem geführt, was die Schule heute ausmache, fügte er an. Eine kurze, aber knackige Liebeserklärung erhielt Ehefrau Dominique von ihrem Mann, der viele Abende spät nach Hause gekommen war und sogar daheim noch am Schreibtisch gesessen hatte. Im Anschluss hatte Dieter Kopriwa noch zu einem Beisammensein im Schulhof des Grimmelshausen-Gymnasiums eingeladen. Eine rote Schultüte mit Bonbons durfte er mit nach Hause nehmen, die hatten ihm die Chorschüler in die Hand gedrückt.

Text: U. Groß – Mittelbadische Presse, 20. Juli 2018

»Grimmels«-Rektor Dieter Kopriwa (Mitte) mit seiner Nachfolgerin Susanne Self-Prédhumeau
und Abteilungsdirektor Thomas Steiner vom Regierungspräsidium.

Foto: U. Marx

Auf den Spuren der römischen Antike in Kaiseraugst

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles

Zum Ende des ersten Lernjahres im Fach Geschichte und zum Abschluss der Einheit zum römischen Reich unternahm die Klasse 6a des Grimmelshausen-Gymnasiums eine Exkursion nach Kaiseraugst.

 Am Dienstag, den 17.07.2018, ging die Fahrt morgens per Bus bei herrlichem Sonnenschein los. Ziel war „Augusta Raurica“ – ein Ort bei Basel, der den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bot, das vorab im Unterricht Besprochene authentisch wahrzunehmen. Anhand eines Laufzettels besichtigte die Klasse interessiert die einzelnen Bauten. Neben verschiedenen römischen Überresten wie dem Theater, dem Thermalbad oder dem Forum besuchten wir dann gemeinsam bei guter Stimmung das Museum mit einem römischen Haus, das sichtlich beeindruckte: Hier konnte die Klasse traditionelle damalige Kleidung anziehen und das Leben gut situierter Römer hautnah nachempfinden. Die letzte Station vor der Rückfahrt war die dortige Eisdiele – ein erfrischender Abschluss nach einem gelungenen Tag.

Text: C. Weber

Foto: C. Fobel

Literatur und Musik im Kreuzgang des Kapuzinerklosters

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte

Literatur und Musik

„Die Sehnsucht scheint mir die einzige ehrliche Eigenschaft des Menschen.“ Dieses Zitat von Ernst Bloch war Teil der Sprech-Collage, mit der „Literatur und Musik“ am Abend des 13. Juli im Innenhof des alten Kapuzinerklosters eröffnet wurde. Unter der Leitung von Angela Bruder-May und Hansjörg Haaser wurde das Motto „Nur wer die Sehnsucht kennt…“ von Grimmelshausen-Schülerinnen und -Schülern in Worte, Töne und Tanz gefasst.

Für Hansjörg Haaser ist der Abend gleichzeitig ein Abschied von 12 Jahren dieser Veranstaltungsreihe, entsprechend lange hält der Applaus am Ende auch an. Die Sehnsucht ist dafür ein passendes Thema – wie vielfältig Sehnsucht sein kann, wird im Laufe des Abends klar. Sehnsucht nach Erkenntnis, nach geliebten Menschen, einem Festmahl oder dem Tod, kein Bereich wird ausgespart, als die Besucher mitgenommen werden auf eine Reise von Brecht, Goethe und Hesse, Schubert, Smetana und Mendelssohn-Bartholdy.

Musikalisch wird der Abend von den Schwestern Nora und Noémie Bruhier eröffnet, die „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ mit Querflöte und Akkordeon spielen und so von Anfang an eine sommerlich entspannte Atmosphäre in den Innenhof des Kapuzinerklosters bringen. Unterstützt wird diese Stimmung von Goethe: „Italienische Reise – Rom“ ist Sehnsucht in ihrer positiven Form. Das Sehnen nach der Ferne, nach Reisen und südlicher Sonne.

Besonders beeindruckt ist das Publikum an diesem Abend von Elias Meder und Leonie Schulz. Der Bariton und die Pianistin überzeugen zuerst mit „An die Musik“, ein Stück von Franz Schubert. „Du holde Kunst, ich danke dir“, kommt darin vor, das denkt sich bestimmt auch der ein oder andere Besucher. „Gute Nacht“ und „Der Lindenbaum“, ebenfalls Schubert, sind Stücke aus dem Winterreise-Zyklus des Komponisten und auch hier überzeugt die Stimme des Abiturienten in Höhen wie in Tiefen mit einer natürlichen Wärme.

Ebenfalls im Gedächtnis bleiben dem Publikum zwei Stellen aus Faust. Den wohl berühmtesten Sehnsuchts-Monolog des deutschen Dramas stellt David Schiebel glaubwürdig dar: Faust, der nach dem Sinn des Lebens sucht und schließlich doch einer Frau hinterherträumt. Zum zweiten Emilia Herzog mit Gretchens Lied am Spinnrad. Ganz zart füllt sie damit die ganze Bühne. Berührend ist auch Effie Briests Sterbeszene, in der Noémie Bruhier sich als Effie nach dem Jenseits und nach Glück sehnt.

Schließlich steht am Ende des Abends das „Gedicht zum Abschluss“ eines unbekannten Autors. Mit einem Text, der das Publikum munter in den Abend entlässt, verabschiedet sich Hansjörg Haaser vom Literatur und Musik Publikum.

Text: J. Reinbold

Foto: J. End