Das Schulleben am Grimmels

Autor Archiv

Filme zum Thema Rassismus – ein Projekt der Klasse 9a im Rahmen des Kunstunterrichts

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Schon im letzten Schuljahr arbeiteten die Schülerinnen und Schüler, damals noch Achtklässler, im Kunstunterricht intensiv an einem Gruppenprojekt zum Thema „Schönheit?“. Dabei entstanden umfangreiche Portfolios und lebensgroße Skulpturen. Über dieses Thema wurden die Schülerinnen und Schüler auf das Problem des Schönheitswahnsinns, der Diskriminierung und Ausgrenzung aufmerksam, so dass die Auseinandersetzung mit der Problematik im aktuellen Schuljahr fast eine Selbstverständlichkeit für die Klasse war.

Einleitender Text: J. Bergmann (Kunstlehrerin)

 

Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Grimmels

Das Grimmels startete das Projekt im Schuljahr 2018/19, womit es sich verpflichtete Unterschriften zu sammeln, jährlich mindestens ein Projekt zum Thema Rassismus oder allgemein Diskriminierung durchzuführen und einen Paten für das Projekt zu finden. Die SMV hat bereits Johannes Vetter, den Weltmeister im Speerwerfen, als Paten gefunden. Die ganze Schule beteiligt sich am Projekt, und Lehrer und Schüler werden sich aktiv gegen Rassismus und für Courage einsetzen, um bald die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu erhalten. Im Rahmen des Projekts sind im Kunstunterricht vier Videoclips entstanden, in denen wir uns mit Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzten.

Vorbereitung

Wir setzten uns mit dem Thema Rassismus und Diskriminierung im Unterricht mit Arbeitsblättern, Plakaten, Texten und Theaterszenen auseinander. Außerdem kam Herr Karow zu uns, ein Streetworker aus Offenburg. Er erklärte uns zum Beispiel, wie man Gruppen, die andere diskriminieren, durch Zeichen oder bestimmte Marken erkennt. Wir lernten auch, wie man sich verhalten sollte, wenn jemand diskriminiert wird.

  

Vier Filme entstehen

  • Erklärvideo: zum Thema Rassismus, mit einfachen und kurzen Erklärungen, kleinen Zeichnungen und Grafiken.
  • Kurzfilm „Fashimas Untergang“ über die Erfahrungen eines marokkanischen Mädchens, das Rassismus an der Schule erlebt und daran zerbricht
  • Zivilcourage: Kurz-Reportage mit Interviews und Statements zum Thema Einsatz gegen Diskriminierung
  • Start-Stopp-Film: mit Lego-Figuren und Animationstechnik

Fazit und Bewertung

Durch die intensive Auseinandersetzung wurde uns das Thema Rassismus deutlich und bewusst. Wir haben viele neue Aspekte kennengelernt und können diskriminierendes Verhalten jetzt besser erkennen und dagegen vorgehen. Toll war die Kombination mit dem Videodreh. Wir haben den Einsatz moderner Medientechnik wie Schnitt-Software ausprobieren können und mussten beim Drehen auch mit Licht und Ton umgehen. Sich die Geschichten auszudenken, Drehbücher zu schreiben und Filmplakate zu gestalten, waren spannende und kreative Aufgaben. So sind tolle Filme entstanden!

Text und Fotos: A. Herzog (9a)

 

 

Kontrapunkt zur vorweihnachtlichen Hektik

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Chor und Orchester

Weihnachtskonzert der Big Bands, Chöre und Orchester des Grimmelshausen-Gymnasiums in der evangelischen Stadtkirche 

In der anscheinend immer hektischer werdenden Adventszeit ist es angenehm, einen Ruhepol zu haben, zum Beispiel in Form des traditionellen Weihnachtskonzertes des Grimmelshausen-Gymnasiums. Auf diesen Aspekt ging Schulleiterin Susanne Self-Prédhumeau ein, die zusammen mit Pfarrer Christian Kühlewein-Roloff die Besucher und Mitwirkenden in der überaus gut besuchten evangelischen Stadtkirche begrüßte.

Der Feierlichkeit des Gotteshauses angemessen eröffnete Philipp Wink an der Orgel das Konzert mit der Choralfantasie über „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ von Johann Pachelbel. Es folgte das Orchester der Unterstufe unter der Leitung von Angela Bruder-May. Die acht jungen Musiker spielten bekannte und unbekanntere Weihnachtslieder aus verschiedenen europäischen Ländern.

Dass eine Kirche mit ihrem langen Nachhall ideal für Singstimmen geeignet ist, zeigte sich danach beim Unterstufen-Chor, der von Birgit Rombach am Klavier begleitet wurde. Wunderschön zart erklangen sechs besinnliche Lieder, die geschickt ineinander überführt wurden.

Mit dem Auftritt der Big Band der Unterstufe wurde es dann rockiger. Zwei Schülerinnen des „Grimmels“ haben in diesem Jahr die Ausbildung zur „Musikmentorin“ absolviert. Sie durften die ersten beiden Titel der Big Band leiten. Carla Isen führte die jungen Musiker souverän durch eine Swing-Version des „Marsch“ aus der Nussknacker-Suite von Tschaikowski. Emilia Herzog durfte eigenhändig den Chicago-Klassiker „25 or 6 to 4“ dirigieren. Die eigentliche Leiterin der Big Band, Teresa Grebenstein, legte dann noch „White Christmas“ auf. Insgesamt eine beeindruckende Leistung der 15 jungen Instrumentalisten, die auf ihren nicht durchweg Big-Band-typischen Instrumenten dem Charakter der Stücke sehr überzeugend gerecht wurden.
Es folgte die Kursstufe. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufen-Musikkurse sangen „Glory Halleluja“ und den schwedischen Psalm „Var inte rädd för mörkret“, der durch seine Melancholie einen guten Kontrapunkt setzte.

Drei wahre „Ohrwürmer“ präsentierte das Orchester der Mittel- und Oberstufe unter Angela Bruder-May. Das Menuett von Luigi Boccherini repräsentierte dabei die echte Barockmusik, das „Adagio“, das Tomaso Albioni zugeschrieben wurde, stammt tatsächlich aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es basiert aber angeblich auf Melodiefragmenten des italienischen Barockkomponisten. Mit der „Ouverture miniature“ stand erneut ein Teil der Nussknacker-Suite auf dem Programm, dieses Mal allerdings nicht verjazzt, sondern in Originalfassung. In der Ballett-Aufführungspraxis ist der Nussknacker nicht aus der Weihnachtszeit wegzudenken, und somit passen Teile dieser märchenhaften Musik sehr gut in weihnachtliche Konzertprogramme.

Der Chor der Mittel- und Oberstufe, der interessanterweise nur aus Frauenstimmen besteht, sang anschließend ein Medley aus dem Chor-Musical „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“. Den rhythmisch modernisierten Gospels „We Shall Overcome“ und „Go Down Moses“ folgten drei deutschsprachige Lieder aus dem Musical. Die Sängerinnen wurden ebenfalls von Birgit Rombach am Klavier begleitet.
Den letzten Teil des Konzertes gestaltete die Big Band der Mittel- und Oberstufe unter der Leitung von Teresa Grebenstein. Sie füllte die Kirche mit poppigen Weihnachtsklängen. Nach „This Christmas“ und „The Most Wonderful Time of the Year“ trat Alexa Lienhardt als Solistin auf. Sie sang das anspruchsvolle Lied „All I Want for Christmas is You“ von Mariah Carey und zeigte hier ihr außergewöhnliches Talent, was ihr im Anschluss begeisterten und verdienten Applaus einbrachte. Mit einer Swing-Version von „Oh Tannenbaum“ rundete die Big Band ihren klangvollen Auftritt ab.

Zum Abschluss des Konzertes fanden sich alle Mitwirkenden im Altarraum ein und musizierten gemeinsam mit den Zuhörern das Adventslied „Macht hoch die Tür“. Das knapp zweistündige Konzert zeigte eindrucksvoll die Vielseitigkeit der Musik-AGs am Grimmels.

Text: A. Walter

Fotos: J. End

 

Junge Theaterakademie inszeniert „Robin Hood“

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Junge Theaterakademie Offenburg, Theater am Grimmels, Theateraufführungen

Mit einer märchenhaft bunten Inszenierung von „Robin Hood“ überzeugte die Junge Theaterakademie am ersten Dezember-Wochenende. Paul Barone hat in Co-Regie mit Patrick Labiche und Stephanie Scherer den Stoff modernisiert, adaptiert und mit eigens komponierter Musik (Jan Esslinger) für Groß und Klein auf die Bühne gebracht.

Eine Gruppe von Spielleuten führt kurzweilig durch das Geschehen, souverän lenken sie Raum und Zeit: Robin Hood gründet nach dem Tod ihrer Eltern, zusammen mit ihrem Bruder Aiden, eine Bande im Wald von Sherwood. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Reichen ohne Gewalt Geld zu stehlen und es den Armen zu geben. So überfallen sie wiederholt die fünf reichsten Frauen des Königreichs, die mit schauspielerischer Finesse glamourös und übersteigert zickig gespielt werden.

Ein wandelbares, in Kooperation mit der Kunstschule erstelltes Bühnenbild (Leitung: Michael Witte) ermöglicht den temporeichen Wechsel zu den anderen Schauplätzen: In poetisch inszenierten Sequenzen drehen sich wie von Zauberhand, von den Spielleuten aus der Ferne gelenkt, fünf mit abstrakten Farbflächen bemalte Holzkästen (Robins Bande kann blitzschnell in ihnen verschwinden und sie von innen fahren). Von atmosphärisch dichter, nuancenreicher Musik untermalt, wechselt der Schauplatz fließend vom Wald zur Stadt oder zum Hof von König Richard.

Sein böser, egoistischer Bruder Prinz John wirft Richard in den dunkelsten Kerker und lässt sich von Gisela, die in Szenen voller pfiffiger Einfälle für viele Lacher sorgt, zum König krönen. Nachdem es Robins Bande gelungen ist, König Richard zu befreien, ruft John zum großen Kampf auf – von Onisha Wilsi und Sebastian Scheringer ausdrucksstark choreografiert. In einem berührenden Schlussbild singen alle gemeinsam das Bandenlied, das die sehr aktuelle Botschaft des Stücks auf den Punkt bringt: Nur Solidarität, so wie Robins Bande sie verkörpert, kann den Weg zu einer gerechten Gesellschaft bahnen.

Das Schauspiel bietet viele originelle Szenen, die zum Lachen einladen. So wenn das muskelbepackte „Biest“ dem Hauptmann durch archaisches Brüllen seine tiefsten Gedanken verrät oder schräge Liebesszenen wild mit Klischees spielen: Die Sheriffin macht sich an Prinz John wegen des Geldes ran, der Sheriff ungeschickt an die junge unschuldige Lady Marian, eine überdrehte Wache an Bruder Tuck, der als Mönch vor Scham beinahe umfällt. Im Wald dagegen sorgen die süßen Rehe für herzerwärmende Momente.

Opulent, farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail sind die Kostüme gestaltet (Leitung: Cornelia Barone), die im Zusammenwirken mit dem Schauspiel, dem Bühnenbild eindrucksvolle Szenenbilder erzeugen. Ein Teil der Kostüme wurde in Projektarbeit unter der Regie von Ingrid Neliba, Sabine Berszinski  und Veronika Wagner von Schülerinnen und Schülern der Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen genäht.

Das Gemeinschaftsprojekt des Theater am Grimmels, der HLSOG und der Kunstschule zeigt an sich so den Zusammenhalt, den sich Robin für Richards Königreich wünscht. Zu Recht tosender Beifall im dreimal vollbesetzten Salmen.


Text: N. Wendling
 

 

Hier finden Sie zusätzlich einen Pressetext von N. Augenstein aus der BZ.


Fotos: K. Neckermann

Berufs- und Studieninformationsabend am Grimmels

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Berufsorientierung

Anfang Dezember fand der turnusmäßige Berufs- und Studieninformationsabend für die 10. und 11. Jahrgangsstufe statt, bei dem 18 Referentinnen und Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen ihr Berufsfeld und ihren Werdegang vorstellten. Es waren VertreterInnen aus den freien Berufen wie Rechtsanwalt, Arzt oder Psychiater anwesend, aber auch ein Vertreter des LKA Baden-Württemberg war gekommen, um über die Anforderungen und Erfahrungen in ihren jeweiligen Berufsfeldern zu berichten. Hinzu kamen Studenten und Studentinnen der Uni Freiburg, der Hochschule Offenburg und DHBW in Lörrach, die verschiedene Studiengänge wie Politikwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen und die Möglichkeiten dualer Studien vorstellten und den Schülerinnen und Schülern Einblicke in den Alltag und den Tagesablauf von Studierenden geben konnten. Auch waren zahlreiche Vertreter aus Offenburger Unternehmen (Burda) und Institutionen (Amtsgericht, Hochschule, Klinikum, Landratsamt und Stadt) gekommen, die in kurzen Vorträgen Studiengänge, Ausbildungswege und Berufsbilder aus Bereichen wie Informatik, Jugendarbeit, Kulturmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Personalmanagement, Pflegeberufen, der Rechtspflege und Wirtschaftsingenieurwesen vorstellten. Jeder 10.- und 11.-Klässler konnte sich in drei Workshops eintragen und die Schülerinnen und Schüler nutzten sehr rege die Gelegenheit, im Anschluss an die Präsentation – und in den Pausen, in denen der Förderverein des Grimmels für die Möglichkeit einer Stärkung gesorgt hatte – zu dem jeweiligen Beruf persönliche Fragen an die Referenten zu stellen.

Das Impulsreferat zu diesem ertragreichen Abend gab Frau Professor Dr. Najderek von der Hochschule Offenburg. Sie führte den Schülerinnen und Schülern auf unterhaltsame Art und sehr überzeugend vor Augen, dass berufliche Werdegänge heute nicht immer linear verlaufen und dass auch die nach dem Abitur eingeschlagene Studienrichtung oder gewählte Ausbildung erfolgreich in ganz andere Richtungen und Berufe münden kann. Angesichts der scheinbar unendlichen Möglichkeiten an Studien- und Ausbildungsgängen, die manchem Abiturienten die Entscheidung sehr schwer macht, ließen Frau Professor Dr. Najdereks Erfahrungen und Empfehlungen die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer optimistisch in ihre berufliche Zukunft blicken.

Text: F. Haag

      

Fotos: C. Haist

Grimmelshausen-Gymnasium sammelt Klimapunkte

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Für unser Engagement am städtischen Projekt „Klimaschutz mit Prämie“ erhielten wir  über 500 Euro! Bereits zum dritten Mal nahmen wir an diesem Projekt teil und freuen uns nun, das Geld in neue Umwelt- und Klimaschutzprojekte investieren zu können.

Durch das Schulprojekt „Klimaschutz mit Prämie“ zeichnet die Stadt Offenburg Klimaschutz- und Energiesparaktionen an Schulen aus. Teilnehmende Schulen verpflichten sich, Maßnahmen zur Bildung von Umweltbewusstsein bei Schülern und Lehrern durchzuführen. Die durchgeführten Aktivitäten werden über ein Punktesystem bewertet, das die Grundlage für die Berechnung der Prämie darstellt.

Zur Übergabe der Prämie besuchten Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte und Helen Uhl, Projektleiterin für Klimaschutzprojekte mit Schulen, am Dienstag, den 26. November, die Umwelt-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums.

Ein außergewöhnliches Projekt ist zum Beispiel unsere Pfandflaschen-Sammeltonne TOTO, die mit Unterstützung des BUND-Mitglieds Günter Schulz von uns gebaut wurde. In diese Tonne können die Schülerinnen und Schüler am Grimmels ihre Pfandflaschen einwerfen, die dann wiederum zum Recyceln abgegeben werden. Das gesammelte Pfand spenden wir an die Umweltschutzorganisation Greenpeace. In den ersten Wochen sind bereits 20 Euro zusammengekommen.

Außerdem erfuhren die neuen 5. Klässler im letzten Schuljahr viel Wissenswertes bei einer Umweltrallye. Hierbei bekamen sie Tipps zum Energiesparen und Informationen zum Klimawandel.

Wir haben noch viele weitere Ideen für das laufende Schuljahr und nun auch die notwendigen Mittel, um diese umzusetzen!

Interessierte können gerne jederzeit zu unseren Treffen am Dienstag in der Mittagspause kommen.

Text: Umwelt-AG

 

Foto: Walz

Vorlesewettbewerb Klasse 6

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Auch in diesem Jahr nahmen die 6. Klassen am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil. Jeder Schüler durfte ein Buch aussuchen, vorstellen und zwei bis drei Minuten eine spannende oder lustige Stelle vorlesen. Es qualifizierten sich mehrere Schüler, aber beim Lesen einer unbekannten Sage konnten sich in der 6a Alexandra Bilger und in der 6b Yannik May durchsetzen.
Zum Schulausscheid trafen sich beide Klassen am 12.12. im Theaterraum des Grimmels. Die Klassensieger lasen erneut zwei vorbereitete Texte und danach aus dem Buch „Caspar und der Meister des Vergessens“ von Stefanie Taschinski. Nach einer kurzen Beratung gab die Jury (Frau Liebig, Frau Mehrgardt, Herr Steen-Tolle) den Stufensieger bekannt. Yannik May aus der 6b wird unsere Schule beim Offenburger Schulausscheid im Februar vertreten.

Text: E. Dietz und I. Niekamp, 6b

Foto: N. Liebig

Filmabend Vision Demokratie – Offenburger Jugend filmt!

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte, Projekte

Am Mittwoch, dem 13. November, wurden im Salmen die sechs Kurzfilme präsentiert, die im Rahmen des Bildungsprojekts Baukasten Demokratie der Jungen Theaterakademie, einer Kooperation der Stadt Offenburg, der VHS Offenburg und dem Grimmelshausen-Gymnasium, im Schuljahr 2018/19 entstanden sind. Jugendliche von zwei Offenburger Schulen, dem Grimmelshausen-Gymnasium und der Erich-Kästner-Realschule, entwickelten und drehten Kurzfilme zu Fragen der Demokratie in Geschichte und Gegenwart. In den gemeinsamen Entstehungsprozess konnten sie ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken und Visionen einbringen und ihnen einen kreativen, künstlerischen Ausdruck geben.

Das Ziel des Projekts Baukasten Demokratie, ist der Aufbau eines partizipativen Kulturarchivs von Jugendlichen über unser kollektives Gedächtnis und über die Grundlagen unseres Zusammenlebens.

An dem sehr gut besuchten Filmabend im Salmen wurden zu folgenden Themen Kurzfilme präsentiert:

  1. Badische Revolution: Die 13 Forderungen des Volkes Baden
  2. Badische Revolution: Karl-Heinrich Schaible – ein Offenburger Revolutionär
  3. Nach 1945: Der Gengenbacher Höllhof – ein demokratisches Erziehungsheim (1947-1950)
  4. Gegenwart: Sexisme – Non! (französisch mit deutschen Untertiteln)
  5. Erinnerungen: Was geht uns Geschichte heute noch an? Eine russlanddeutsche Familiengeschichte
  6. Visionen: Arbeit und Freiheit – eine choreographische Annäherung

Die ersten fünf Filme entstanden im Rahmen von Unterrichtsprojekten und Arbeitsgemeinschaften des Grimmelshausen-Gymnasiums; der letzte Film wurde von Schülerinnen und Schülern der Erich-Kästner-Realschule gedreht. Projektleiter war Dr. Paul Barone; für Filmregie, Kamera und Schnitt zeichnete Zaid Ghasib verantwortlich; die Kostüme entstanden unter der Leitung von Cornelia Barone.

In Zukunft sollen weitere Kooperationen mit Offenburger Schulen hinzukommen. Die Filmprojekte können auch in den Fachunterricht (z.B. Geschichts-, Religions-/Ethik-, Gemeinschaftskunde- oder Fremdsprachenunterricht) eingebunden werden.

Text: S. Self-Prédhumeau

 

Foto: P. Barone

Lesen Sie hier zwei Berichte zum Filmabend im Salmen

 

Ein Gespräch mit einem Geflüchteten – der Besuch des Vereins „Zeugen der Flucht“

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles

Am Donnerstag, den 07. November, bekam die Gemeinschaftskundegruppe 9ac Besuch von zwei Vertretern des Vereins „Zeugen der Flucht“, die mit den Schüler*innen über das Thema „Migration“ sprachen. Der Verein aus Freiburg möchte durch Schulbesuche einen Austausch zwischen Geflüchteten und Schüler*innen ermöglichen, wodurch Berührungsängste und Vorurteile aufgebrochen werden können.

Der Besuch war zweigeteilt: In der ersten Hälfte vermittelte Philipp Höfer an Hand von Bildern und Statistiken allgemeine Informationen zum Thema: aus welchen Ländern fliehen die meisten Menschen, welche Beweggründe bringt die Menschen zu der Flucht und wohin gehen die Menschen schließlich.

Eyad Helal, der selbst als Migrant aus Syrien nach Deutschland kam, erzählte den Schülern im zweiten Teil der Stunde seine eigene Geschichte und berichtete von seinen (Flucht)Erfahrungen. Die Schüler*innen konnten ihm offen Fragen stellen und erfuhren so u.a., dass er als Jugendlicher vor dem Bürgerkrieg floh – wobei er seine Familie zurücklassen musste – und über Nordafrika und Spanien nach Deutschland kam. Nun lebt er seit 2015 hier und absolviert eine Ausbildung.

Der Besuch der beiden Vertreter von „Zeugen der Flucht“ gab den Schüler*innen der 9ac die Möglichkeit, in eine persönliche Fluchtgeschichte mit allen Höhen und Tiefen hineinzublicken.

Unser Dank gilt dem Förderverein, der den Besuch finanziell ermöglichte.

Text: A. Özdemir

 

 

Foto: S. Scheller

 

Reisebericht der Studienfahrt nach Lyon

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, BZF-Fahrten, Fahrten und Exkursionen

Wir, der bilinguale Kurs der 10. Klasse, waren in der Woche vom 14. bis 18. Oktober auf unserer ersten Bili-Studienfahrt in Lyon. Begleitet wurden wir von unserer Partnerklasse des Collège-Lycée Épiscopal de St. Etienne aus Straßburg.

Als wir uns am Montagmorgen schon in aller Herrgottsfrühe zur Abfahrt trafen, war die Stimmung zunächst noch sehr verschlafen. Sie besserte sich jedoch rasch, als die französische Klasse zu uns stieß. Zunächst erkundeten wir die Hospices de Beaune, ein mittelalterliches Krankenhaus, wo wir den Altar „Das Jüngste Gericht“ von Roger van der Weyden und vor allem die imposante Architektur der Hospices mit ihren bunten Dächern bestaunten. Als wir am Spätnachmittag im Hotel eintrafen, waren alle freudig überrascht, da es wirklich sehr edel war. Sowohl die Zimmer als auch das Essen waren hervorragend – besser als alles, was man je zuvor auf einem Schulausflug erlebt hatte. Ein kulinarisches Highlight, ein repas festif  (ein festliches Abendessen in drei Gängen) wurde uns an unserem letzten Abend serviert, schließlich ist Lyon ein haut-lieu der französischen Gastronomie.

Die Woche über besuchten wir einige erstaunlich interessante Museen im Umland von Lyon: Zunächst das Musée romain in Saint-Romain en Gal, wo wir uns über das Leben in einer römischen Stadt informierten, dann das römische Theater von Lugdunum. Unsere Lehrer führten uns auch durch das mittelalterliche Lyon, wo wir die Traboules der Renaissance besichtigten. Am Donnerstagvormittag besuchten wir die Seidenweber, die sog. Canuts, und konnten uns einen Eindruck von deren Lebensbedingungen im 19. Jahrhundert machen. Sehenswürdigkeiten und Museen wurden vor Ort durch Kurzvorträge der Schüler*innen in der jeweiligen Fremdsprache erklärt.

Als Highlight würden wohl die meisten Schüler*innen den Besuch im modernsten Viertel Lyons – La Confluence – beschreiben. Ebenfalls in Erinnerung bleiben wird wohl vielen der Hund unseres Busfahrers, Nathan. Er begleitete uns auf allen Fahrten während des Aufenthalts.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Studienfahrt und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es heißt: „Los geht’s nach Weimar!“

Text: D. Walz, 10c

 

Fotos: J. Schürer

Erlebnispädagogischer Wandertag für unsere neuen 5. Klässler*innen

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Klasse5

Ende September fand der erlebnispädagogische Wandertag, der ganz im Zeichen des Kennenlernens und der Klassengemeinschaft stand, für unsere Neuankömmlinge statt.

Bei schönem Spätsommerwetter wanderten die 5. Klässer*innen in Begleitung ihrer Klassenlehrerinnen, zwei Paten aus der 10. Klasse und der Schulsozialarbeiterin zur Wiesenwerkstatt in Fessenbach. Unterwegs konnten sich die Kinder und ihre Lehrerinnen bei Kennenlern- und Teamspielen miteinander vertraut machen. Auf der Wiese angekommen, hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, zusammen zu vespern, im Bach zu buddeln, Fußball oder Verstecken zu spielen.

Nach dem freien Spiel hatte die Schulsozialarbeiterin verschiedene Kooperationsspiele zur Förderung der Kommunikation und Stärkung der Klassengemeinschaft vorbereitet. So mussten die Kinder zum Beispiel mit verbundenen Augen ein „Seilquadrat“ erstellen, sich im Kreis gemeinsam hinsetzen oder den „Zauberstab“ zusammen auf dem Boden ablegen.

Gegen Mittag machten sich dann alle zusammen wieder auf den Rückweg zum Grimmelshausen-Gymnasium. Das Ziel des Tages, sich als Klasse kennenzulernen, Gemeinschaft zu erleben und viel Freude miteinander zu haben, wurde erreicht, darin waren sich alle beteiligten Lehrkräfte einig.

Text und Foto: J. Fautz – Schulsozialarbeit

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