Das Schulleben am Grimmels

Archiv für Februar, 2020

Abibac-Schüler im Austausch mit deutsch-französischen Abgeordneten

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Der Einladung zum Austausch mit Abgeordneten der deutsch-französischen parlamentarischen Versammlung in Strasbourg folgten die Abibac-Schülerinnen und -Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums gemeinsam mit einer Abibac-Klasse ihrer Partnerschule Marcel Rudloff in Strasbourg mit Interesse und Begeisterung.

Eingeladen hatte der französische Abgeordnete Thierry Michels, dem es ein großes Anliegen war, die bilingualen Schülerinnen und Schüler aus Offenburg und Strasbourg, die er als Hauptakteure der Welt von morgen („les principaux acteurs du monde de demain“) bezeichnete, in den politischen Austausch zu verschiedenen europäischen Themen einzubinden.

Die Badische Zeitung berichtete über das Treffen ausführlich. Den Bericht finden Sie hier.

Text: S. Self-Prédhumeau

     

Fotos: J. Schürer

 

 

 

 

Grimmels-Schüler als Ranger, Archivar oder Redakteur

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Berufsorientierung, Presseberichte

BOGY-Erfahrungen unserer 10.-Klässler

Mein eigenes BOGY-Praktikum machte ich beim Offenburger Tageblatt. Dort bekam ich einen Einblick in die Arbeit eines Redakteurs der Lokalredaktion. Ich durfte bei einigen Presseterminen mit dabei sein. Unter anderem war ich bei der Vorstellung des neuen „Unverpackt“-Ladens in der Innenstadt sowie bei der Präsentation der geplanten Baumaßnahmen für 2020 in Offenburg. Neben den Terminen verbrachte ich viel Zeit an meinem eigenen Arbeitsplatz in der Lokalredaktion. Hier recherchierte ich und schrieb Berichte. In den wenigen Tagen wurde ich wie ein Mitglied des Teams behandelt. Ich fühlte mich dort sehr wohl. Es war eine Woche voller positiver Erfahrungen. Das Praktikum war eine gute Entscheidung, die ich immer wieder treffen würde.

Text: L. Graf

 

Einen ausführlichen Pressebericht über die BOGY-Praktika der Grimmels-Schüler finden Sie hier.

Geographiewettbewerb Diercke Wissen 2020

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Auch in diesem Schuljahr wurde der größte Geographiewettbewerb Deutschlands am Grimmels durchgeführt. Viele knifflige Fragen galt es zu beantworten.

Für Emil Reister, Schüler der Klasse 7a, waren zahlreiche Fragen kein Problem. Er errang den Sieg auf Schulebene und qualifizierte sich somit für den Landesentscheid Ende März in Baden-Württemberg.

Lieber Emil, herzlichen Glückwunsch!

Text: S. Herbert


Die Klassensieger der Klassen 5, 6 und 7 mit dem Schulsieger, Frau Self-Prédhumeau (Schulleiterin) und Frau Herbert (Fachbetreuerin Geographie)

Foto: C. Haist

Großer Erfolg bei Teilnahme an DELF-Prüfungen

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Im vergangenen Schuljahr führte unsere Schule erstmalig die DELF-Prüfungen durch. 24 Schülerinnen und Schüler aus Klasse 10 nahmen erfolgreich teil. Das DELF Zertifikat, das Diplôme d’études de langue francaise, wird vom französischen Bildungsministerium ausgestellt und ist ein lebenslang gültiges, international anerkanntes Sprachdiplom. Es dient bei der Bewerbung in Ausbildung, Studium und Beruf weltweit zum Nachweis von Französischkenntnissen.

Wir freuen uns, dass fünf unserer Teilnehmerinnen unter den besten 38 Schülerinnen und Schülern Baden-Württembergs waren. Es handelt sich um Carla Isen, Lucca Mennle, Céline Ens und Noémie Bruhier und eine weitere Schülerin. Die Schülerinnen erhielten für diese außerordentliche Leistung eine Urkunde von der Kultusministerin, Frau Dr. Eisenmann, und dem Generalkonsul der französischen Republik. Wir schließen uns den Glückwünschen an.

On est fiers de vous!

 

Text: J. Schürer und A. Tennstedt-Saindrenan

Erinnerung an die dunklen Seiten unserer Geschichte

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Zeitzeugenlesung von Eva Mendelsson-Cohn

 

Im Jahr 2020 liegen das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung vom Nationalsozialismus 75 Jahre zurück. Was für viele von uns heutzutage unvorstellbar zu sein scheint, ist doch einmal Realität gewesen.

In diesem Jahr beschäftigt sich die Theater-AG unter der Leitung von Paul Barone in dem Stück „Rosa – Eine Offenburger Liebe in finsterer Zeit“ mit jener Zeit und der Judenverfolgung. Passend hierzu traf sich die Theater-AG am Mittwoch, dem 29.1.2020 zu einer Lesung der gebürtigen Offenburgerin Eva Mendelsson-Cohn, die die Erlebnisse ihrer Kindheit zur Zeit des Zweiten Weltkriegs schilderte. Die Lesung fand im Theaterraum der Jungen Theaterakademie statt.

Es war im Jahr 1938, als ihr Vater verhaftet und für sechs Wochen in das Konzentrationslager Dachau gebracht wurde. Ein halbes Jahr später verlässt er das Land und wandert nach England aus. Eva Mendelsson-Cohn, ihre Mutter Sylvia und ihre Geschwister bleiben zurück. Im Oktober 1940 werden viele Offenburger Juden in das französische Lager Gurs deportiert, darunter Eva, ihre Schwester Miriam und ihre Mutter Sylvia. Die Bedingungen dort sind schrecklich, der Alltag ist geprägt von Krankheit, Leid und Tod. Sylvia Cohn wird 1942 nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht. Eva Mendelsson-Cohn beschreibt es als „das Allergrößte, was eine Mutter tun kann: Sie ging alleine, sie wusste, sie geht in den Tod“. Eva Mendelssons größter Schatz: Ein Notizbuch ihrer Mutter mit deren Gedichten. Doch es ist nicht der einzige Verlust der Familie, denn auch Evas älteste Schwester Esther, die an Kinderlähmung litt, wird ermordet.

Eva und ihre Schwester Miriam kommen nach ihrer Befreiung aus dem Lager in einem Kinderheim in der Schweiz unter. Von dort ist es ihnen zum ersten Mal möglich, Kontakt zu ihrem Vater aufzunehmen. Aber erst nach dem Krieg sehen sie ihren Vater in England wieder. Dort können sie beide eine Schule besuchen. In England lernt Eva später ihren Mann kennen. Heute lebt sie in Wales und teilt ihre Geschichte als Zeitzeugin.

Nachdem sie ihre Geschichte erzählt hat, herrscht Schweigen, denn sie geht jedem nahe. So etwas soll nie wieder passieren, betont Eva Mendelsson-Cohn. Sie hat Angst, dass es sich wiederholen könnte, und gibt uns den Rat mit auf den Weg, immer einzugreifen und nie untätig daneben zu stehen, wenn etwas falsch ist oder jemand niedergemacht wird. Umso wichtiger ist es, dass an die dunklen Seiten unserer Geschichte erinnert wird und diese nicht vergessen werden, auch wenn die Zeitzeugen immer weniger werden.

Die Erlebnisse Eva Mendelsson-Cohns beschäftigen uns auch nach dem Vortrag. Auch wenn wir in Büchern schon viel zum Thema gelesen haben, gehen die persönlichen Erlebnisse uns noch viel näher. Sie werden ohne Zweifel Einfluss darauf haben, wie wir unser neues Stück erarbeiten.


Text: U. Gloski

Foto: W. Reinbold

 

Die neuen STUPS-Trainer*innen sind ausgebildet!

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Klasse5, Schüler, Soziales Lernen

Auch in diesem Schuljahr wurden einige unserer Pat*innen aus den 10. Klassen ausgebildet.

Ab sofort können sie die Klassenleitungsteams in den Klassenstunden unterstützen.

Am 30. Januar 2020 haben einige unserer Pat*innen aus der Jahrgangsstufe 10 mit großem Engagement und sehr erfolgreich an der schulinternen STUPS-Fortbildung teilgenommen.

Während der intensiven und für alle Beteiligten sehr abwechslungsreichen Fortbildung haben die zukünftigen Trainer*innen das STUPS-Programm kennengelernt, selbst „erlebt“ und z. T. bereits angeleitet. Dadurch haben alle die Fähigkeit und Berechtigung erworben, im Team das SELBSTBEHAUPTUNGS-TRAINING mit Schüler*innen der 5. Klassen durchzuführen:

STUPS ist ein ganzheitlich orientiertes Konzept auf entwicklungspsychologischer Grundlage und ein Training zur Förderung der Lebenskompetenz.

STUPS ist seit einigen Jahren ein fester Bestandteil des Sozialcurriculums für die Klassen 5 am Grimmelshausen-Gymnasium.

Auch in diesem Jahr wird STUPS von älteren für jüngere Schüler*innen während der Klassenstunden durchgeführt.

In 7-8 Einzelstunden, die von der jeweiligen Klassenleitung koordiniert werden, erfahren die jungen Schüler*innen etwas über sich selbst und lernen Techniken zum Stress- und Angstabbau kennen. Auch das Verhalten in kritischen Situationen sowie das Sich-abgrenzen und Durchsetzen sind Inhalte dieses Trainings, das i. d. R. jeweils mit der halben Klasse durchgeführt wird.

Jede Trainingsstunde beinhaltet je nach Schwerpunkt:

  • Aufwärmspiele und Atemübungen
  • Übungen zu allgemeinen Verhaltensregeln
  • Rollenspiele und Körperspracheübungen
  • Gespräche und Stimmübungen
  • Spiele und Übungen zu den Themen Gefühle, Gemeinschaft und Freundschaft
  • Fantasiereisen

Wir wünschen allen Trainer*innen und Schüler*innen der Klassen 5 viel Spaß, Erfolg und schöne Erlebnisse in den STUPS-Stunden!

Den Trainer*innen sprechen wir bereits jetzt im Namen unserer Schulgemeinschaft unseren Dank für ihren besonderen und wertvollen Einsatz aus.

Das Ausbildungs-Team

Judith Fautz und Katja Reinacher-Rießland

„Zisch-up“ macht Schule

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Presseberichte

Schüler/innen der Klasse 9a des Grimmelshausen-Gymnasiums bestechen durch journalistische Erfolge

„Kleider sind viel mehr als nur ein Stück Stoff“, so lautete der Titel des prämierten Artikels von Caroline Seemann zum Thema Mode. Ihr Text betont die zahlreichen Facetten, die eigene Persönlichkeit und das aktuelle Lebensgefühl auszudrücken.

Anna Heinrich punktete mit ihrem Interview zum gleichen Thema: „Ein Boykott bringt nicht viel“ erörtert die Möglichkeiten und Grenzen fairer Herstellung und Vermarktung von Bekleidung.

Beide Schülerinnen nahmen an einem Klassenprojekt der Badischen Zeitung teil, die Nachwuchs-journalisten und Schreibtalenten die Chance bietet, sich kreativ auszuprobieren und ihre Texte einzuschicken. Insgesamt zehn Schülern der Klasse 9a gelang es, von der professionellen Jury ausgewählt zu werden. Ihre Arbeiten wurden in der Beilage vom 20. Dezember 2019 veröffentlicht.

Wir gratulieren allen Beteiligten zu ihrem Engagement und Durchhaltevermögen. Mit viel Spaß und Arbeitseinsatz entstanden überzeugende Texte, vom gefährdeten Tierwohl über die Situation von Obdachlosen bis zur Flüchtlingsproblematik in Offenburg.

Wir freuen uns auf weitere Beiträge dieser Qualität. Wer die Originale nachlesen möchte, wird hier bedient:
http://www.badische-zeitung.de/ratgeber/zischup/schreibwettbewerb-zischup

Text: A. Krüger

 

Foto: C. Haist

Gemeinsam für eine gerechtere Welt

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Bilingualer Zug

„Wie sieht die Welt 2030 aus?“, diese Frage leitete uns, den bilingualen Geographiekurs der Jahrgangsstufe 2 von Frau Flämig, am 30. Januar 2020 während des Besuchs der Bildungsreferentin Dr. Inga Rosenkranz durch die zwei Stunden.

Ein Ansatz: die 17 SDGs (Sustainable Development Goals, Ziele der nachhaltigen Entwicklung) der Vereinten Nationen.

Unterteilt in Soziales, Ökonomisches und Ökologisches stellen sie die gemeinsamen Ziele verschiedener Länder dar. Wir lernten das Thema anhand von zwei Projekten genauer kennen: „Starke Jungs für die Gleichberechtigung“ in Zentralamerika und die „Zahnklinik“ in Mosambik.

Letzteres beschäftigt sich mit der Partnerschaft zwischen Mosambik und Hamburg. Hierbei wurden in Mosambik Container zu Zahnkliniken ausgebaut, so dass in Zukunft besser gegen Karies u.ä. vorgegangen werden kann. Durch Anleitung von Seiten Hamburgs können diese Container in Zukunft in Mosambik selbst repariert und gebaut werden.

„Starke Jungs für die Gleichberechtigung“ hingegen bietet Jungs zwischen 13 und 18 Jahren die Möglichkeit, als Botschafter für Gleichstellung zu fungieren. Auslöser hierfür ist die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen sowie die Präsenz häuslicher und sexueller Gewalt in vielen Ländern Zentralamerikas. Jungen erlernen hierbei den Respekt gegenüber Frauen in ihrer Familie und ihrem Umfeld und erkennen, dass auch sie das Recht haben, hin und wieder Schwäche zu zeigen.

Während zu Beginn der Stunde unsere Visionen gefragt waren, lernten wir mit Hilfe der beiden Projekte auch andere Perspektiven kennen und konnten so unseren Horizont erweitern.

Text: U. Gloski, S. Serrer (Js. 2)

 

Foto: S. Flämig

Filme zum Thema Rassismus – ein Projekt der Klasse 9a im Rahmen des Kunstunterrichts

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Schon im letzten Schuljahr arbeiteten die Schülerinnen und Schüler, damals noch Achtklässler, im Kunstunterricht intensiv an einem Gruppenprojekt zum Thema „Schönheit?“. Dabei entstanden umfangreiche Portfolios und lebensgroße Skulpturen. Über dieses Thema wurden die Schülerinnen und Schüler auf das Problem des Schönheitswahnsinns, der Diskriminierung und Ausgrenzung aufmerksam, so dass die Auseinandersetzung mit der Problematik im aktuellen Schuljahr fast eine Selbstverständlichkeit für die Klasse war.

Einleitender Text: J. Bergmann (Kunstlehrerin)

 

Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Grimmels

Das Grimmels startete das Projekt im Schuljahr 2018/19, womit es sich verpflichtete Unterschriften zu sammeln, jährlich mindestens ein Projekt zum Thema Rassismus oder allgemein Diskriminierung durchzuführen und einen Paten für das Projekt zu finden. Die SMV hat bereits Johannes Vetter, den Weltmeister im Speerwerfen, als Paten gefunden. Die ganze Schule beteiligt sich am Projekt, und Lehrer und Schüler werden sich aktiv gegen Rassismus und für Courage einsetzen, um bald die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu erhalten. Im Rahmen des Projekts sind im Kunstunterricht vier Videoclips entstanden, in denen wir uns mit Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzten.

Vorbereitung

Wir setzten uns mit dem Thema Rassismus und Diskriminierung im Unterricht mit Arbeitsblättern, Plakaten, Texten und Theaterszenen auseinander. Außerdem kam Herr Karow zu uns, ein Streetworker aus Offenburg. Er erklärte uns zum Beispiel, wie man Gruppen, die andere diskriminieren, durch Zeichen oder bestimmte Marken erkennt. Wir lernten auch, wie man sich verhalten sollte, wenn jemand diskriminiert wird.

  

Vier Filme entstehen

  • Erklärvideo: zum Thema Rassismus, mit einfachen und kurzen Erklärungen, kleinen Zeichnungen und Grafiken.
  • Kurzfilm „Fashimas Untergang“ über die Erfahrungen eines marokkanischen Mädchens, das Rassismus an der Schule erlebt und daran zerbricht
  • Zivilcourage: Kurz-Reportage mit Interviews und Statements zum Thema Einsatz gegen Diskriminierung
  • Start-Stopp-Film: mit Lego-Figuren und Animationstechnik

Fazit und Bewertung

Durch die intensive Auseinandersetzung wurde uns das Thema Rassismus deutlich und bewusst. Wir haben viele neue Aspekte kennengelernt und können diskriminierendes Verhalten jetzt besser erkennen und dagegen vorgehen. Toll war die Kombination mit dem Videodreh. Wir haben den Einsatz moderner Medientechnik wie Schnitt-Software ausprobieren können und mussten beim Drehen auch mit Licht und Ton umgehen. Sich die Geschichten auszudenken, Drehbücher zu schreiben und Filmplakate zu gestalten, waren spannende und kreative Aufgaben. So sind tolle Filme entstanden!

Text und Fotos: A. Herzog (9a)

 

 

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