Das Schulleben am Grimmels

Archiv für Mai, 2019

Themenabend „Medien: Faszination und Sucht“

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Am 14. Mai fand in Zusammenarbeit mit der Drogenberatungsstelle Offenburg ein Elternabend zum Thema Medien statt. Der Elternabend war sehr gut besucht, viele interessierte und betroffene Eltern haben sich auf den Weg gemacht, um sich zu informieren.

Zwei Mitarbeiterinnen der Drogenberatungsstelle, kurz DROBS, klärten hauptsächlich über die Benutzung von What’s App und Computerspielen auf. Zuerst sollten die Eltern einmal Farbe bekennen und es stellte sich heraus, dass fast alle Eltern auch aktive Benutzer der sozialen Medien sind.

Wie sollen die Eltern sich nun in Bezug auf den Medienkonsum ihrer Kinder verhalten?

Ein Patentrezept gebe es nach Meinung der Expertinnen nicht – es gebe nur individuelle Lösungen. Davon ausgehend, dass man die Benutzung der Medien nicht verbieten könne und gerade Jugendliche in der Pubertät zu extremen Verhaltensweisen neigen, sollten Eltern ihr Kind immer genau beobachten und schauen,  dass die Kommunikation nicht abbricht. Gerade das scheint der Schlüssel zu sein. Als allgemeine Richtlinie wurde das Bild der Waage gefunden. Wichtig sei es, dass Kinder ein ausgewogenes Freizeitverhalten haben. Pflegt ihr Kind persönliche soziale Kontakte (keine virtuellen)? Praktiziert es ein Hobby, für das es sich begeistert? Bestehe dieser Ausgleich, so liege laut der Expertinnen alles im grünen Bereich.

Eine rege Diskussion schloss sich an die Ausführungen an und es wurde deutlich, dass noch lange nicht auf alle Fragen Antworten gefunden wurden. Diese vielen Anregungen werden wir mit ins nächste Schuljahr nehmen und weitere Themenabende planen.

Text: N. Pooth-Risoud & J. Fautz

 

Grimmels-Frühlingskonzert im Salmen

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Chor und Orchester, Presseberichte

Am Dienstag, den 21. Mai, hatten die Musik-AGs des Grimmelshausen-Gymnasiums zum traditionellen Frühlingskonzert eingeladen, das in diesem Jahr erstmals im Salmen stattfand. Auch wenn von Frühling in Anbetracht des strömenden Regens kaum die Rede sein konnte, schafften es die jungen Musiker dennoch, den Saal mit warmen Klängen zu erfüllen und beim Zuhörer Frühlingsgefühle aufkommen zu lassen.

Der Unterstufenchor unter der Leitung von Birgit Rombach eröffnete den musikalischen Abend mit zwei Liedern aus dem Musical „Schach 2.0“, das in Kürze in Kooperation mit der Theater-AG der Unterstufe auf die Bühne gebracht wird. Der Auftritt weckte nicht nur die Neugierde, sondern zeigte auch das große Können der jungen Sängerinnen und Sänger. Das Ensemble der Unterstufe beeindruckte im Anschluss mit kammermusikalischen Stücken bekannter Komponisten wie W.A.  Mozart oder Robert Schumann. Der Chor der Ober- und Mittelstufe sorgte mit einem raschen Wechsel von der Klassik zu modernen Hits aus den Charts für viel Abwechslung: Mit bekannten Songs wie „Je ne parle pas francais“ oder „Believer“ wurde die gelungene Darbietung unterstrichen. Auf welch hohem Niveau bereits junge Musikerinnen und Musiker den Zuhörer begeistern können, stellte die Big Band der Unterstufe unter Beweis: mit viel Swing und guter Laune waren Songs wie „Sunny“ oder „A day in the life of a fool“ ein Highlight der ersten Hälfte.

Dass sich die dreitägige Probephase der Ensembles in der Landesakademie Ochsenhausen ausgezahlt hat, zeigte sich in der zweiten Hälfte des Konzerts: Das Orchester der Ober- und Mittelstufe überzeugte unter der Leitung von Angela Bruder-May mit Klassikern wie dem Radetzky-Marsch oder dem Kaiser Walzer und rundete die Darbietung mit vier Sätzen aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg ab. Musikalisches Feingefühl insbesondere im Hinblick auf die dynamische Gestaltung und das harmonische Zusammenspiel ließen das Publikum staunen. Die Big Band der Mittel- und Oberstufe riss mit Songs wie „Africa“ oder „Despacito“ auf Anhieb die Zuhörer mit und machte deutlich, dass eine Big Band nicht nur laut und grob sein kann. Unter der Leitung von Teresa Grebenstein stellte die Truppe ihr Können unter Beweis. Die Darbietung Alexa Lienhards, die das Publikum bei Adeles weltberühmtem „Hello“ mit ihrer Stimme bewegte, stellte einen besonderen Höhepunkt des Abends dar.

Einen gelungenen Abschluss des Abends bildete der französische Song „Je vais t’aimer“ aus dem Film „Verstehen Sie die Béliers?“, der den Saal noch einmal mit einer Bandbreite an Tönen und Instrumenten erfüllte. Der gemeinsame Auftritt der Big Band und des Orchesters fand mit Sängerin Alexa Lienhard beim Publikum großen Anklang und wurde mit viel Beifall belohnt.

Text: L. Schulz, Schülerin der Js.12

Fotos: J. End

 

Wählen ab 16 – Wie funktioniert die Kommunalwahl?

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Was hat Kommunalpolitik mit mir zu tun? Welche Aufgaben haben der Gemeinderat und Marco Steffens, der Oberbürgermeister Offenburgs? Und wie funktioniert die Gemeinderatswahl kommenden Sonntag (26. Mai 2019)?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Klasse 10ab (Gemeinschaftskundegruppe von Frau Scheller) am Donnerstag, den 23. Mai 2019 im Rahmen eines Aktionstages der Landeszentrale für politische Bildung (LpB). Zu Beginn wurden in einem Quiz die Aufgaben der Kommunen thematisiert (Bus und Bahn, Schwimmbäder, Sportplätze, Bau und Instandhaltung von Schulen etc.). Anschließend bildeten die SchülerInnen eigene (fiktive) Parteien, gestalteten Wahlplakate und machten kräftig Wahlwerbung für ihre Partei. Um am Ende des Aktionstages selbst an die Wahlurne treten zu können, beschäftigte sich die Klasse danach eingehend mit dem Gemeinderat, seinen Aufgaben, seiner Zusammensetzung und der Wahl. Höhepunkt des Aktionstages war schließlich die Wahl des (fiktiven) Gemeinderats. Dafür konnten die SchülerInnen fünf Stimmen an die Vertreter ihrer Parteien vergeben. Am Ende gab es ein eindeutiges Ergebnis: Die MTA-Partei, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzte, landete auf Platz eins, gefolgt von der „Partei für mehr Videoüberwachung“ und den „Freien Schülern“, die bessere Fahrradwege und günstigere Preise im öffentlichen Nahverkehr forderten.

   

Text & Fotos: S. Scheller

„Malala-Mädchen mit Buch“ – Gastspiel des Theaters Baden-Baden

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

„One child, one teacher, one book and one pen can change the world!“ (Malala)

Es ist Freitagmorgen, die Aufregung steigt, denn das Theater Baden-Baden kommt zu uns. Mit dem Klassenzimmerstück „Malala-Mädchen mit Buch“. Malala, ein Mädchen, das fast stirbt, weil sie für die Bildung von Mädchen und Frauen kämpft.
Am 9. Oktober 2012 wird die damals 14-Jährige Malala Yousafzai auf dem Rückweg von der Schule in ihrem Schulbus von Terroristen, den Taliban, in den Kopf geschossen. Und das nur, weil sie seit sie 11 ist, einen Blog über die Gewalttaten der Taliban im Swat-Tal schreibt und genau berichtet, wie sie Mädchen-Schulen zerstören, Angst verbreiten und ihnen verbieten zur Schule zu gehen.
Das alles hat die Theatergruppe aus Baden-Baden mit nur einem Schauspieler versucht zu erzählen, und dies ist ihnen geglückt. Ein Schauspieler, der die Rolle eines Schriftstellers einnimmt, steht auf einem riesigen Blatt Papier und die ganze Klasse sitzt um ihn herum. So entsteht sofort eine Atmosphäre der Spannung. Er will ein Buch über die faszinierende Geschichte von Malala schreiben. Unsere Klasse hat ihn begleitet, wie er Informationen sammelt und sich dem Thema langsam öffnet. Es war sehr fesselnd zuzuschauen, wie er die Gefühle und die Geschichte in einem Theaterstück dargestellt hat. Er macht deutlich, dass es schwierig ist, die Situation als Außenstehender zu verstehen. In kleinen Schritten gelingt es ihm schließlich doch.
In der anschließenden Gesprächsrunde wurden offene Fragen geklärt und Feedback gegeben. Wir waren von dem Schauspieler sehr beeindruckt, da er das ganze Stück alleine gespielt hat, ohne dass man das Gefühl hatte, dass etwas fehlt. Auch kritische Szenen, wie z.B. der Anschlag auf Malala und ihre Freundinnen, fesselten alle. Er ließ das Stück lebendig wirken, und dabei spielte das um den Schauspieler Sitzen eine große Rolle.
Allgemein haben wir gelernt, dass man immer kämpfen sollte, denn wie Malala selber sagt: „Lieber lebt man einen Tag als Löwe als 100 Jahre als Gazelle!“
Wir können das Klassenzimmerstück wirklich weiterempfehlen.

Text: Klasse 7a & N. Liebig


Foto: N. Liebig

Kinder entdecken Kunst

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Die Begegnung mit dem Original ist ein ganz besonderes Erlebnis, deshalb besuchten die Klassen 6a, b und c im Rahmen des Kunstunterrichtes die aktuelle Ausstellung von Ralph Fleck in der Städtischen Galerie und in den Räumen des Kunstvereins Offenburg.

Über den Besuch schreiben die Schüler:
Ralph Fleck ist ein Künstler aus Freiburg. Er malt seit 40 Jahren aufwendige Bilder mit Ölfarbe auf Leinwand oder in seiner Studienzeit auf Packpapier. In der Ausstellung sieht man Stadtbilder, Strände, Stillleben, Essen, Müllhalden, Schlachthöfe. / Wenn man vor den Landschaftsbildern steht, fühlt man sich frei, als könne man gleich losfliegen. Er schafft es die Bilder so zu malen, dass man sich danach sehnt dorthin zu kommen und man schämt sich, wenn man sieht, was der Mensch mit so einer wunderbaren Natur macht. / Von weitem sehen die Bilder wie Fotos aus. Von der Seite sieht man, dass sie in Schichten gemalt wurden. Er malt mit Pinseln und verzieht die Farben mit einem Holzbrettchen. Anstatt in einer Farbpalette mischt er die Farben auf einem mit Packpapier überzogenen großen Tisch. / Wir hatten noch nicht viel über den Künstler gehört, aber schon einige Bilder in einer Dokumentation gesehen, die uns sehr fasziniert haben. Wir wurden in der Galerie in 4 Gruppen eingeteilt, jede erhielt eine Frage, die wie folgt lautete: Welche Farben benutzt der Künstler häufig, welche gar nicht? Welche Themen malt der Künstler? Wie hat er die Farbe aufgetragen? Besonders interessant war der Farbauftrag. / Es war ein schöner Nachmittag und die Bilder waren fantastisch. / Ich würde die Ausstellung auf jeden Fall weiterempfehlen. / Es ist nicht alltäglich so einem Farbspiel zu begegnen.

Text & Foto: N. Liebig

 

„Wo liegt eigentlich die Hauptstadt der EU?“ – Europatag am Grimmelshausen-Gymnasium

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Das Schulleben, Europäisches Gymnasium, Presseberichte

„Wie viele Sprachen spricht man in Europa?“ – solche und andere Fragen mussten die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Klassen  im Quiz lösen, bevor die Unter- und Mittelstufenklassen sich zu einer feierlichen Stunde zusammenfanden. Anlass war der von der Europäischen Kommission initiierte und seit 1985 bestehende Europatag am 9. Mai.

Einen Wochenendausflug ins Elsass ohne Grenzkontrollen, zum Einkaufen nach Straßburg fahren ohne Geld wechseln zu müssen oder französische Austauschpartner besuchen bzw. empfangen – all das ist zur Normalität für uns geworden. Doch man mag dabei vergessen, dass diese Nähe und eine freundschaftliche Verbundenheit zu Frankreich, aber auch zu allen anderen europäischen Staaten, lange Zeit unmöglich erschien. Im Gegenteil, die Kriege mit unseren europäischen Nachbarn prägten insbesondere das 20. Jahrhundert. Auch heute muss Europa in Anbetracht des Brexit und nationalistischer Strömungen um die Union kämpfen.

Daher war es Schülern und Lehrern des Grimmelshausen-Gymnasiums, das das Prädikat einer „Europäischen Schule“ trägt, ein besonderes Anliegen, den Europatag zu feiern. Er erinnert an die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, dem Vorläufer der Europäischen Union. Federführend beim Europatag am Grimmels waren die 10. Klassen, die unterstützt von den Lehrkräften Frau Scheller, Frau Dietz und Herr Steen-Tolle ein Europaquiz vorbereiteten. Die Jugendlichen sollten ihr Wissen über Europa, aber auch ihre Kreativität unter Beweis stellen: „Schreibt einen Zweizeiler zu Europa!“, lautete einer der Aufträge. Ein anderer verlangte, europäische Staaten anhand ihrer nationalen Wahrzeichen wie z.B. dem Atomium zu bestimmen. Anschließend kamen alle Klassen in der Aula zusammen. Unter der Moderation der Zehntklässler wurden die Gewinnerklassen des Quiz´ sowie das beste Europa-Outfit prämiert.  Daneben erhielten die Klassen mit unterhaltsamen Videoclips Informationen über die EU und wurden dazu angeregt zu überlegen, was Europa heute für sie bedeutet.

Spätestens als die Schulgemeinschaft zum Abschluss im Karaoke-Stil die Europahymne schmetterte, war die feierliche Stimmung mit Händen greifbar. Das Ziel, die Schülerschaft für das Thema Europa und seine Gefährdung zu sensibilisieren, schien erreicht. Ein Schüler brachte es auf den Punkt. Befragt danach, was Europa für ihn bedeute, antwortete er schlicht: „Frieden“.

Text: S. Scheller & M. Steen-Tolle

 

   

   

Fotos: Organisationsteam Europatag

Präsentation des Sexismus-Projekts in Haguenau

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Bilingualer Zug

Nach sechs Monaten kontinuierlicher Arbeit war es am Samstag, den 4. Mai 2019 soweit. 13 SchülerInnen des Grimmelshausen-Gymnasiums präsentierten im IUT Haguenau (Elsass) einen eigens produzierten Film, der auf sehr viel positive Resonanz stieß. Doch fangen wir ganz von vorne an: Unter dem Thema „Frieden und Engagement“ versammelten sich am Wochenende des 9. November 2018 zur Kommemoration des Endes des Ersten Weltkriegs Klassen verschiedener Schulen im Europaparlament, wo sie an einem Europäischen Forum teilnahmen. Sie entschieden sich damals, pro Klasse ein konkretes Projekt zu konzipieren und in die Tat umzusetzen. Dabei hätten die Schüler zu dem Zeitpunkt noch nicht erwartet, dass daraus etwas so Großes würde, erzählt David Walz, der sich in besonderem Maße für das Projekt engagiert hatte.

Unterstützt wurden die Vorhaben der Klassen von der Organisation AFS Interkulturelle Begegnungen, die Auslandsaufenthalte für Jugendliche in über 100 Ländern anbietet. Das Ziel sei, die Jugendlichen aus einer globalen Perspektive heraus zu befähigen, Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen und ihnen hierfür die notwendige Mobilität zu ermöglichen. Hierbei war es allen Teilnehmenden wichtig, dass nicht nur geredet, sondern aktiv gehandelt werden musste. Auch die Stadt Offenburg unterstützte das Projekt im Rahmen des „Baukasten Demokratie“, geleitet von Paul Barone.

Neben drei anderen Schulen, die jeweils auf verschiedenste Art und Weise ihre Arbeiten zu Rassismus, der Rodung ghanaischen Waldes und der Verschmutzung Straßburgs vorstellten, hatte der bilinguale Kurs der 9. Klasse am „Grimmels“ mithilfe der gleichermaßen von dem Projekt begeisterten Lehrer Jörg Schürer und Paul Barone, sowie dem Fremdsprachenassistent Quentin Bécasse und dem Studenten Zaid Ghasib einen Film zum Thema Sexismus vorbereitet. Hannah Buser und David Walz erklärten in einer Einführung, dass dies nicht immer einfach gewesen sei: bei einem Videodreh seien sie beispielsweise erst nach 23 Uhr nach Hause gekommen. Außerdem beschrieben die beiden, wie sich die Klasse in Arbeitsgruppen aufgeteilt hatte, die ohne Ausnahme toll zusammengearbeitet hätten, auch wenn das Engagement weit über das normale Schulpensum hinaus ging. Letztlich spielten die Schüler im Wechsel je eine Szene, in der sie Sexismus demonstrierten und ließen darauf ein erklärendes Video folgen. Nach der Vorstellung erhob sich die stolze Klasse unter Applaus und ließ sich von den Verantwortlichen des AFS und weiteren Zuschauern beglückwünschen. Jörg Schürer, der seinen Französischunterricht dafür genutzt hatte, an dem Film zu arbeiten beteuerte, sehr stolz auf die Leistung seiner neunten Klasse zu sein und machte darauf aufmerksam, wie mutig es gewesen sei, als einzige deutschsprachige Gruppe vor Publikum eine solche Präsentation zu meistern.

Nach einer Pause besuchten die Klassen schließlich das „Institut Universitaire de Technologie (IUT)“ und erstellten in einem „Fablab“ als Abschluss dieses gelungenen Tages kleine hölzerne Schlüsselanhänger als Andenken.

Text: J. Vaternam


   

   

Fotos: J. Schürer & S. Self-Prédhumeau

 

Hier können Sie in einem Artikel mehr zu unserem Projekt erfahren.

 

 

Gegenbesuch am Collège „Rouget de Lisle“ in Schiltigheim

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv

Am Montag, den 6. Mai, traf sich die Klasse 6a frühmorgens anstatt im Klassenzimmer am Bahnhof, um ihrer Partnerklasse in Schiltigheim den lang ersehnten Gegenbesuch abzustatten. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Bruder-May und Frau Oertel ging es per Zug nach Straßburg und dann mit der Tram nach Schiltigheim, das im Norden von Straßburg liegt.

Nach Begrüßung und Übergabe der Gastgeschenke zeigten die französischen Schüler den deutschen Partnern ihre Schule, wobei einige Unterschiede zum deutschen Schulalltag festgestellt wurden.

Anschließend spazierten alle gemeinsam entlang der Ill und dem Rhein-Marne-Kanal zum Europäischen Viertel, wo die Schüler in gemischten Kleingruppen eine Schnitzeljagd zur Erkundung der diversen Gebäude der europäischen Institutionen machten. Allerdings erwiesen sich die Strecke als ziemlich lang und die Fragen als zu schwer, um sie zweisprachig in der vorgegebenen Zeit zu beantworten und so musste die Rallye schließlich abgebrochen werden, ohne dass alle Fragen gelöst waren.

Die verdiente Erholung für müde Füße brachte die Picknickpause im wunderschönen Parc de l’Orangerie. Später brachte die Tram alle ins Zentrum von Straßburg, wo unsere Schüler von ihren französischen Partnern in Kleingruppen durch die historische Altstadt geführt wurden.

Nach dem Abschied von den französischen Freunden an der Place Kléber kehrten die Grimmels-Schüler mit ihren Lehrerinnen noch einmal zum Münster zurück und tauchten in die beeindruckende Atmosphäre  der Kathedrale ein, bewunderten die astronomische Uhr und die leuchtenden Glasfenster.

Ein letzter Fußmarsch zum Bahnhof führte durch die Grand’Rue und gewährte weitere Einblicke in die malerische Altstadt. Erschöpft aber zufrieden und reich an neuen Erfahrungen und persönlichen Begegnungen kehrten alle nach einem erfüllten Tag in Frankreich nach Hause zurück.

       

Text & Fotos: A. Bruder-May

DADA und mehr

Geschrieben von Christian Haist am in Aktuelles, Archiv, Bilingualer Zug

Dritter Teil des deutsch-französischen Theaterparcours mit dem Straßburger Théâtre Maillon

„Dada, c’est notre intensité“ – während unserer ersten beiden Ausflüge ins Theater von Maillon hatten wir bereits viel über die verschiedenen Formen des zeitgenössischen Theaters gelernt. Unser Ausflug am 30.4. stand nun ganz im Zeichen des Dadaismus.

Obwohl wir als Vorbereitung im Unterricht schon einiges über die Dada-Bewegung gelernt hatten, die sich während des ersten Weltkriegs in Zürich bildete, konnte keiner von uns mit dem Begriff besonders viel anfangen. Daher waren wir umso überraschter, als wir in Straßburg bemerkten, wie wenig der Dadaismus mit Theater im klassischen Sinne zu tun hat.

Anstatt auf einer in sich abgeschlossenen Geschichte beruht das dadaistische Theater mehr auf Eindrücken und Gefühlen. Immer wieder wechselten sich bunte, lebhafte Szenen mit düsteren ab, in denen man auch deutliche Anspielungen auf die gewaltsamen Konflikte erkennen konnte, die heute in der Welt so präsent sind wie selten zuvor.

Dabei griffen die Darsteller häufig auf Farben und Geräusche zurück, um bekannte Elemente gezielt zu verfremden. Die vierte Wand zu den Zuschauern wurde rasch durchbrochen, sowohl im übertragenen Sinn, als auch im tatsächlichen.

Die Kulisse veränderte sich laufend und immer wieder wurde auch das Publikum mit einbezogen. Heraus kam ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Stück, voll mit einprägsamen Szenen und Aha-Momenten.

Im Anschluss begleiteten wir unsere Austauschklasse vom Lycée Marcel Rudloff zu ihrer Schule, um dort mit ihnen zusammen in der Mensa zu essen und an einem Workshop mit zwei der drei Darsteller teilzunehmen.

Wir wurden in Gruppen eingeteilt und bekamen verschiedene Aufgaben zugewiesen, zum Beispiel eine Choreographie zu entwerfen, oder eine Modeschau zu veranstalten. Unsere einzige Requisite war dabei Zeitungspapier, aus diesem Grund wurden wir selbst kreativ und erarbeiteten zusammen mit den französischen Schülern die ausgefallenen Aufträge.


Foto: A. Tennstedt

Zum Abschluss stellten wir uns gegenseitig unsere kleinen Szenen vor, was für viel Gelächter und Heiterkeit sorgte. Für die meisten von uns war der Dadaismus auch nach dem Stück immer noch recht abstrakt geblieben, aber durch den Workshop fiel es uns leichter, die Inhalte und Intentionen der Dada-Bewegung zu verstehen und nachzuvollziehen.


Text: J. Forster, 10. Klasse Abibac

 

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